Angelika Lehmann

Spieglein, Spieglein

Das Märchen von Schneewittchen aus längst vergangener Zeit schafft es wieder in die Kinos, gleich im Doppelpack. Was soll das denn eigentlich? Schauen sich die Produzenten in Hollywood über die Schultern wie Schulbuben?
Aber darauf wollte ich gar nicht raus. Der Zauberspiegel hat’s mir angetan! Nicht weil ich wissen will, wer die Schönste im ganzen Land ist. Wir haben ja Michelle Hunziker (Gott sei Dank). Mich würde eher ein Spiegel interessieren, der einem sein Fremdbild zeigt. Also wie man von aussen wahr genommen wird. Klar, man könnte sich ja in Selbstreflexion üben, aber das ist halt schon unglaublich anstrengend. Da wünsche ich mir lieber so einen Spiegel. Ein Fremdbild-Zauber-Spiegel!
Ich wünsche mir den natürlich nicht nur für mich, sondern für alle lieben Artgenossen, die sich täglich auf grausame Art und Weise das Maul über andere zerreissen. Wie gerne würde ich diesen Spiegel (nebenbei: müsste in Handtaschenformat sein) in gewissen Momenten hoch halten und dann sagen: „Ha! Siehst Du, Du hörst Dich genau so an wie die Schrecksschraube Fränzi, über die Du gerade lästerst!“ Oder meiner Mutter: „Ha! Genau wie Deine Mutter benimmst Du Dich jetzt! Siehst Du?“ Hui, das wäre ein riesen Spass!
Jeder, der in den Spiegel sehen würde, sähe genau das, was ihn an anderen am meisten ärgert. Würden alle Menschen dies mit eigenen Augen sehen können, dann wären wir vermutlich nicht ganz so fies und hart zueinander. Wir wären toleranter und aufgeschlossener. Vielleicht sogar offener für die unendliche Vielfältigkeit der Menschheit. Ein schönes Märchen, oder nicht?

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 29.08.2013. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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