Birgit Kleinfeld

Leuchtfeuer, Teil 3

08.07.196..
Liebster, ich sterbe! Was soll ich tun? Nun bleiben mir nur das Warten, das Hoffen und das Entzünden des Leuchtfeuers, nun kann ich nichts als hoffen du trägst unseren kleinen Turm stets bei dir. Den Turm-, auch wenn es mal ein Läufer war- der gedacht dafür dich vor anderen Stürmen zu schützen, dich auch jetzt schützt, dich stark macht, dir immer wieder sagt: DU - so wie du bist, bist ein Mann. Bist DER Mann, den ich liebe, begehre, mit dem ich alt und runzlig werden will. Hier oder da wo Gott uns haben will. Ach Liebster, ich bin so in Angst und Verzweiflung, denn Theresa sagte mir gestern sie ginge nun fort. Für immer fort und ihr Zukünftiger verböte ihr weiter meine Briefe an dich weiterzuleiten und deine an mich. Wie soll ich leben ohne ein Zeichen von dir. Wie soll ich leben, ohne dir meine Lieben schicken zu dürfen? Wie mein Herz, wie? Er sagt „so etwas“ könne und wolle er nicht unterstützen, es wäre wider die Moral? Unsere Liebe ein etwas, ein Ding? Warum ist Liebe unmoralisch wem schaden wir wa…“


Hier rissen nicht nur die Worte ab, sondern auch eine Fetzen Papier war entfernt worden. Daniel steckte sich den Schachtleuchtturm in die Hosentasche. Er hatte ihn die ganze Zeit gehalten und das Holz hatte sich warm und Hoffnungs gebend angefühlt. Daniel fühlte in den Taschen der Jacke, es musste doch noch irgendetwas geben dass zeigte, was noch geschehen war. Die Jacke, die Briefe und der Turm bewiesen, der Liebste war zurückgekehrt. Aber wann? Hatte sie gewartet? Hatte die Zeit auf See ihn zu sehr verändert? Hatte Theresa doch noch Briefe weitergeleitet oder war alles ganz anders gekommen?

Ohne Vorwarnung traf ihn, das nun elektronisch gesteuerte Leuchtfeuer von – er war sicher, dass er es war, - L's Turm. Er blinzelte und lachte dann, denn er hatte etwas gefunden: fein säuberlich gefaltet. Versteckt in der linken Innentasche hatte ein Foto gesteckt. Es zeigte einen glücklich aussehenden alten Mann, viele andere Menschen, offensichtlich damalige Bewohner des Dorfes. Und in der Mitte zwei junge Männer,die sich inniglich küssten. Der eine trug eine Seemannsjacke und beide hatte die Hand um etwas kleines Längliches gelegt. Daniel wusste, was es war, und legte lächelnd seine Hand kurz auf seine Hosentasche.
Auf der Rückseite des Bildes stand, in der ihm jetzt so vertrauten Handschrift. “Endlich mit dir vereint. Auf ewig Dein! Lukas“.

Warum sollte, was damals ging, nicht auch heute klappen? Daniel griff nach seinem Handy und wählte Johannes’ Nummer.  
 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 13.10.2013. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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