Norbert Wittke

Tod mit etwas Humor aufbereitet.



In einer Seniorenzeitung aus Koblenz wurde in einem Artikel der Tod etwas humorvoll aufbereitet. Er lässt sich vorübergehend verdrängen in unserem Bewusstsein aber nicht aufhalten. Ein paar Nachrufe wurden zitiert, die so in Anzeigen geschrieben worden sind.

"Ich bin jetzt umgezogen und wohne in Bremen Friedhofstr. und würde mich über jeden Besuch freuen."
" Es ist nett von dir Susanne, dass du vor mir gegangen bist."
Anscheinend für einen Humoristen: "Erst viel Humor, dann sehr viel Tumor."

Bei dieser Gelegenheit fiel mir ein Sachgebietsleiter aus meinem Berufsleben ein, der morgens immer zuerst die Todesanzeigen der lokalen Zeitung las. Er selbst war sehr kränklich. Er kam dann freudestrahlend angelaufen und fragte:" Wissen Sie schon, dass der Herr Müller und die Frau Maier gestorben sind?" Er freute sich über jeden, den er überlebte.

Nun, wo ich auch schon älter geworden bin, ertappe ich mich dabei, dass ich oft zuerst die Todesanzeigen lese und das Alter der Verstorbenen mit meinem eigenen Alter vergleiche. Ich erinnere mich dabei auch an einen Kollegen, der humorvoll Werbung für Beerdigungsinstitute machte:
"Bist zum Sterben du bereit, geh zur Firma Oberscheid."
"Schöner als eine Liebeslaube, ist ein Sarg von Theo Auge."
"Lasse dich vom Spezialisten für Karnevalsumzüge beerdigen. Es wird dein letzter schöner Zug sein."(Köln)

So könnte man auch hier unerschöpflich weiter machen. Aber hier noch ein paar Vorschläge von mir für eindrucksvolle Nachrufe.

"Ich habe mit ihr gern gestritten, doch nun hat sie ausgelitten."
"Er war ein beamteter Korinthenkacker, nun liegt er auf dem Gottesacker."
"Er liegt sehr bald hier im Friedewald. Vorbei sind Stress und Zoff, er atmet nun nur Sauerstoff."
"Die Jungfrau geht ungebraucht zurück. Auf Erden da fand sie kein Glück."
"Er rauchte sein Leben lang sehr stark, das brachte ihn dann in den Sarg."
"Er sparte fest sein Leben lang. Jetzt sagen ihm die Erben Dank."
"Sie klatschte gern ihr Leben lang. Jetzt wartet sie auf das jüngste Gerücht."
"Sein Arzt stellte die verkehrte Diagnose"

Vielleicht fallen Ihnen als Leser noch ein paar gute Nachrufe ein. So etwa für mich:"Er war stets ein mäßiger Schreiber. Gott hat ihm das Handwerk gelegt".
In diesem Sinne allles Gute im weiteren Leben und Erleben.


15.10.2013                       Norbert Wittke








 

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