Wilhelm Westerkamp

In Zeiten größter Not

Wenn der Sturm lautstark durch die Städte peitscht, wenn er Angst und Schrecken in der Bevölkerung dort verbreitet, ist nichts wie es vorher war, doch wie es vorher, dies spielte nun keine Rolle mehr. Der Notstand wird nun ausgerufen und die Menschen müssen sich dieser radikalen Veränderung ihrer Umgebung ad hoc anpassen, doch wie man heute weiß, ist dass menschliche Individuum, sehr schnell in der Lage, sich solch einer prekärenSituation eine Katastrophe auch in diesem Ausmaß, jederzeit anzupassen, um sich und seinen Anhang zu retten, um sich, vor dem drohenden Tod in Sicherheit bringen zu können.
Es ist also so, dass in Zeiten einer wahrhaftechten Katastrophe, der Mensch tatsächlich nicht dazu neigt, den „ Einzelgänger“ zu spielen, sondern sich besonders bei großer Gefahr intelligenterweise der Gruppe anschließt, auch wenn er dies soziale Verhalten, in Zeiten wo keine Not herrscht, nicht so offensichtlich zeigen würde.
Die Not, die bevorstehende Katastrophe, schweißt die Menschen jedoch zusammen wie Pech und Schwefel, aber sie tut gut daran dies zu tun, denn alleine auf sich gestellt, wäre der Einzelne, das Individuum, solchen Naturgewalten nicht gewachsen und würde einen „Kampf“ kämpfen, den er vermutlich nicht gewinnen wird. Denn so ein fataler Sturm beispielesweise, sollte er sich im höchstem Maße manifestieren,vielleicht mit einer vernichtenden Windgeschwindigkeit von bis zu 200kmh, wäre ein Einzelgänger dagegen hoffnungslos ausgeliefert und kann nur mit Hilfe der Gruppenzugehörigkeit aus dieser akuten Notlage befreit werden, welches er nur auf sich gestellt, einem frühzeitigem Scheitern gleichkommen würde. Das Individuum, kann also in einer solchen Notlage nicht individuell handeln, sondern muss gezwungenermaßen sich der Gruppe assimilieren, um überhaupt einen Anspruch auf Individualität haben zu können, sollte sich eine derartige Katastrophe tatsächlich ereignen, was wir wohl niemanden so recht wünschen würden.
Nach solch einer Katastrophe, nach einem solchem gewaltigem Sturm, ordnen die Menschen ihr Leben neu. Sie brauchen jene stringente Gruppenzugehörigkeit nun nicht mehr so dringend, sondern sind nun mir den Schäden an ihren Häusern, den der Sturm angerichtet hat, lebhaft beschäftigt und müssen dies teuer bezahlen, nicht nur was das Bezahlen der Handwerker angeht, sondern auch der tiefsitzende Schock über jenen subversiven Sturm, der womöglich alles hätte zerstören können, welches ihnen lieb und teuer gewesen ist.

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