Marlene Remen

Die Zeitreise 3. Teil

Auch die nächsten 3 Briefe enthielten fast den gleichen Wortlaut wie der Erste.
Sie waren im Abstand von drei Wochen geschrieben worden, dies konnte Tom
an dem Datum in den Briefen erkennen. Der fünfte Brief jedoch war ganz anders,
als die vorherigen, Madeleine fragte darin immer wieder, warum er ihr nicht
antwortete. Sie vermiße ihn so sehr und warte doch sehnsüchtig darauf, etwas
von ihm zu hören. Auch berichtete sie von den vielen schrecklichen Nachrichten,
die überall in den Zeitungen zu lesen waren. Der Krieg in Europa ergriff immer
mehr Länder und so viele Menschen seien auf der Flucht davor. Der kleine Ort,
in dem sie wohnte, auch er wäre schon fast ausgestorben, die Menschen flüchteten
nach Südfrankreich, oder, wenn es ihnen möglich war, in ein anderes Land.

Tom fragte sich, wieso sein Großvater zu dieser Zeit in einer Kaserne in Saarbrücken
war und dort Briefe aus Frankreich bekam, wie konnte das sein ? Hatte Opa diese
junge Frau in Frankreich kennengelernt und war vielleicht nach einem Urlaub wieder
nach Deutschland zurück ? Der sechste Brief erfolgte fast zwei Monate später und
Tom konnte auch gleich die Erklärung dafür in ihm lesen. Auch Madeleine war mit der
Familie ins Ausland geflohen, denn deutsche Truppen hatten den Ort und die ganze
Umgebung besetzt. Irgend etwas ganz Entscheidendes würde wohl kurz bevor stehen
und ihr Vater wollte seine Familie in Sicherheit wissen. Sie waren nun in der Schweiz,
in einem kleinen Gebirgsort, bei Verwandten, untergebracht. Wann die Briefe, die sie
ihm schrieb,ihn erreichen würden, sie wußte es nicht.

Warum hatte Opa ihr nicht geantwortet, war er die ganze Zeit in Saarbrücken gewesen ?
Je mehr Tom darüber nach dachte, umso verwirrender wurde das Ganze für ihn.
Er schaute sich die Fotographie noch mal an, wenn diese Madeleine und Opa ein Paar
gewesen waren, was war nur mit ihnen geschehen ? Fragen über Fragen, ob er die
Antwort finden würde ?



 

Vorheriger TitelNächster Titel
 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Marlene Remen).
Der Beitrag wurde von Marlene Remen auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 24.01.2014. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

Die Autorin:

  • Autorensteckbrief
  • HRR2411AOL.com (Spam-Schutz - Bitte eMail-Adresse per Hand eintippen!)

  Marlene Remen als Lieblingsautorin markieren

Bücher unserer Autoren:

cover

Und ich glaube von Werner Gschwandtner



Ein Mädchen mit einer Atypischen Pneumonie. Eltern am Rande der Existenz. Intrige und Schicksalsschläge. Und dennoch gibt es Hoffnung, Glaube und Zuversicht. Familiäre Erzählung in der Weihnachtszeit. Modernes Märchen welches durchaus wahr sein könnte. Werner Gschwandtner, litterarum.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (2)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Fantasy" (Kurzgeschichten)

Weitere Beiträge von Marlene Remen

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

SONNTAGSGESCHICHTEN 12 von Marlene Remen (Gedanken)
Die Zauberblume von Joachim Garcorz (Fantasy)
Chanel N° 5 von Monika Hoesch (Wie das Leben so spielt)

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen