Jacques Lupus

Brief eines einsamen Mannes an eine schöne Frau!

 

Liebste Hanna!
 
Wie gern erinnere ich mich an den Moment, als ich dich am sonnigen Strand von Zypern das erste Mal sah. Dein blondes Haar leuchtete in der Sonne wie Gold, deine Haut schokoladengebräunt passte gut zu deinem guten Aussehen und dein freches Lächeln zog mich vom ersten Moment an. Es kam wie es kommen musste, und wir verlebten eine wunderschöne Zeit, einem Märchen gleich, die viel zu schnell vorüber ging. Jeden Moment kann ich heute noch nachvollziehen und diesen immer wieder erneut in vollen Zügen genießen.
Als wir tanzten, schmiegtest du dich an mich, dass mein Körper zu zittern begann.
In meinen Schenkeln zuckte die Manneslust und in meinem Schoß wuchs die Macht der Liebe bis hin zum warmen Erguss. Viele Male durfte ich das in deiner Nähe erleben. Ich habe es genossen und noch heute denke ich oft an diese schönen Momente unserer Zweisamkeit.
Die Zeit verstrich viel zu schnell und es kam der Tag des Abschieds!
 
Gott  sei Dank gab es aber das Wiedersehen. Als ich dich wieder in den Armen hielt, ging ich nicht neben dir, sondern ich schwebte an deiner Seite, wie mit einem Engel in himmlischen Gefilden. Wie schön waren die Momente, als ich deine Lippen auf meiner Haut spürte, und deine Hände auf meinen Schultern lagen, um mich zärtlich zu streicheln.
Immer wieder überkam es mich und viele Male spürte ich den Saft der Liebe in mir, um ihn dir zu schenken. Auch diese Zeit verstrich viel zu schnell!
 
Zum Abschied schenktest du mir ein kleines Pfirsichbäumchen, das ich an einem warmen, sonnigen Plätzchen in meinem Garten einpflanzte. Da seit dieser Zeit viele Jahre vergangen sind, ist aus den Pfirsichbäumchen ein Pfirsichbaum gewachsen, der Jahr für Jahr reichlich Früchte trägt, sodass ich die Äste abstützen muss, damit sie nicht unter der Last zerbrechen.
 
Fleißige Hände füllen damit viele Marmeladengläser goldiger Pfirsichmarmelade. Die saftigen Früchte kann man gar nicht alle auf einmal aufessen.
Wenn ich ein Glas öffne, strömt sofort ein angenehmer Duft durch den Raum, der mich an deine Haut und deinen Körper erinnert. Sofort kommen in mir Gedanken auf, die meine Sehnsucht nach dir immer größer werden lässt!        
So vergeht die Zeit Jahr für Jahr und meine Sehnsucht nach dir wird immer größer, da du mir ein Wiedersehen verwehrst. Ich weiß schon gar nicht mehr, wie ich das aushalten soll. Die Sehnsucht nach dir zerfrisst mich und macht mich krank. Mein Körper wird immer schwächer und meine Gedanken kreisen nur noch um die Zeit, als wir glücklich vereint waren, unsere Körper eins wurden und unsere Zuneigung keine Grenzen kannte.
 
Ich sitze in meiner kleinen Kammer und schaue auf den Pfirsichbaum!
Er ist Symbol unserer Zuneigung, Symbol unseres Glückes.
 
Es dauert nicht lange, dass wieder rosa Blüten seinen Stamm schmücken, saftige Früchte heran wachsen, und wir zumindest in Gedanken eines werden.
 
Leb wohl meine Liebste. Mein Traum endet genau hier an dieser Stelle.
Ein Traum, der süßer wohl kaum sein kann und meine Einsamkeit immer wieder beendet
.
 


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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 17.02.2014. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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