Alexander Vogt

Anspiel - Der Fischzug des Petrus

Mein Gottesdienstanspiel vom 2.03.14, ihr dürft es gerne ausdrucken und verwenden :-).


Thema: Lukas 5,1-11
 
 
Gideon ist G
Juda ist J
 
Requisiten: 2 Angeln.
 
G und J sitzen gelangweilt beim Angeln am See Gennesaret.
 
G:        Du, Juda, ich glaube, der Rabbi hat seine Predigt beendet. Vielleicht sollten wir auch     unsere Angeln einpacken und nach Hause gehen.
J:         Hast Recht, Gideon. Um die Zeit beißen keine Fische mehr. Hast du mitbekommen,
            worüber der Rabbi gepredigt hat?
G:        Kein Stück. Muss aber spannend gewesen sein, so viele Leute wie da zugehört haben.
J:         Ja, nett von Simon, dass er ihn extra auf dem Boot ein Stück mit raus genommen hat,     damit er vom See aus predigen konnte.
G:        Was geht denn jetzt? Der Rabbi ist wieder am Ufer aber ich glaub´ er will von Simon,    dass er noch mal raus fährt.
J:         Wozu?
G:        Kein Plan. Aber Simon legt gerade ab.
J:         Um was zu tun, fragt sich. Will der Vollpfosten etwa noch mal die Netze auswerfen?     Jetzt, bei Tageslicht? Du, wenn der jetzt nen Fisch fängt, bekommst du von mir             meinen gesamten Fang der vergangenen Nacht.
G:        Einen Alten Stiefel und ein Ohrfeige für eine frivole Bemerkung? Nein Danke, auf         den Fang kann ich verzichten.
J:         Na gut, du bekommst ein Silberstück von mir für jeden Fisch, den er fängt!
G:        Topp, die Wette gilt.
J:         Er macht es tatsächlich, ich glaub mich tritt ein Tausendfüßler! Er wirft das Netz aus!
G:        Muss ihn ja schwer beeindruckt haben, der Rabbi! So ein Blödsinn, sich darauf   einzulassen! Wäre mir im Leben nicht in den Sinn gekommen! Ich wäre einfach sitzen          geblieben und hätte gar nichts gemacht.
J:         Ja, das kannst du wirklich am Besten. Habe noch keinen getroffen, der dir in Punkto      sitzenbleiben das Wasser hätte reichen können!
G:        Spielst du jetzt schon wieder auf die Schule an? Das lag alles am Lehrer, weißt du?!
J:         Nein, ich meinte, du hast schon immer gut auf deinem Allerwertesten sitzen bleiben       können. Ist quasi ein Naturtalent von dir.
G:        (geschmeichelt) Ja, da hast du recht. Schön, dass dir das aufgefallen ist. Weißt du, das   wird so selten bemerkt!
J:         Du, Gideon, sag mal: Ist deine Mutter heute im See schwimmen gegangen?
G:        (verwundert) Nee, wieso?
J:         Aber irgendetwas Großes ist dem Simon gerade ins Netz gegangen.
G:        Ha ha, sehr witzig.
J:         Du, schau mal, wie der Simon ackern muss! Der geht gleich über Bord!
G:        (steht erschrocken auf, ruft) Mama?
J:         Ja, gibt’s denn das? Du, mit der Wette eben, dass war übrigens nicht ernst gemeint.        Mit dem Silberstück pro Fisch. Okay?
G:        Häh? Wieso? (legt die Hand schützend vor die Augen) Die Sonne blendet, was ist         denn da im Netz? Jetzt kommt noch das Boot von Johannes und Jacobus hinzu.
J:         Ich meine: Ein Silberstück pro Fisch (lacht gekünstelt), dass ist ja Unfug.
G:        Johannes und Jacobus haben auch voll die Plackerei. Wenn ich doch mehr erkennen        könnte. Ich sehe nur, wie tief Simons Boot im Wasser liegt.
J:         Ein Kupferstück vielleicht. Das wäre schon eher sinnvoll.
G:        Mann, mann, mann! Das andere Boot sinkt auch immer tiefer, was zerren die da nur       rein?
J:         Ein Kupferstück für je hundert Fische, dass klingt nach einer guten Wette.
G:        Wenn die so weiter machen, saufen die mit ihren Booten noch ab. Aber womit? Verflixtes Sonnenlicht.
J:         Natürlich müsstest du mir die Summe stunden. Bis ich überraschend erbe oder so.
G:        Jetzt fahren sie zurück zum Ufer! Gleich erkenne ich was!
J:         Außerdem ist um Geld wetten Sünde! Hat der Rabbi letzten Sabbat noch gepredigt.      Wer Geld aus Wetten ausbezahlt oder einnimmt, sündigt!
G:        Du, Juda, der Simon ist völlig fertig! Nicht jetzt von der Anstrengung, meine ich. Der    ist weiß im Gesicht, wie der Neumond.
J:         Oder als wäre ihm deine Mutter auf die Zehen gestiegen.
G:        Mindestens. Aber nicht weiß, vor Schmerz. Ich glaube, der hat Angst. Er wirft sich vor dem Rabbi nieder.
J:         Und jetzt redet er mit dem Rabbi. (Pause) Ich glaube, Simon will, dass er geht!
G:        Mann, jetzt erkenne ich, was in den Booten ist! Fische, tausende! Oh Mann, der sollte    dem Rabbi lieber die Hand schütteln, anstatt ihn weg zu schicken!
J:         Pssst! (Legt den Finger an die Lippen) Der Wind hat gedreht, ich verstehe etwas.           (Pause, zitiert dann). „Herr, geh fort von mir! Ich bin ein sündiger Mensch!“
G:        (empört) Was? Ich gehe erst, wenn du mir deine Wettschulden ausbezahlt hast.
J:         Nein, das sagte Simon. Er hat es wohl mit der Angst zu tun bekommen, weil dieser        Rabbi gerade auf ihn zugekommen ist. Vielleicht fühlt er sich nicht würdig, so    beschenkt zu werden.
G:        Könnte mir nie passieren. Wo sind nun die Silberstücke?
J:         (legt die Hand ans Ohr, zischt) Schhhhht, ich will verstehen, was der Rabbi sagt!            Er...er läd ihn noch einmal ein!
G:        Tatsache! Und die anderen Jungs auch! Jetzt gehen sie alle mit ihm und lassen die          Boote voller Fische einfach am Ufer liegen. So ein Leichtsinn. Die könnte doch jeder dahergelaufene Tunichtgut mitnehmen! (Pause) Du, Juda, den Sack, auf dem du sitzt,          brauchst du den noch?
J:         Behalte ihn nur. (steht auf) Mich lässt das nicht so kalt, was da passiert ist. Ich gehe       ihnen hinterher (geht ab).
G:        (ruft ihm hinterher) Heh! (zu sich) Bis die Luft rein ist bleibe ich noch auf meinem          Allerwertesten sitzen. Das ist schließlich ein Naturtalent von mir. 
 
 
 
 
 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 16.03.2014. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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