Jacques Lupus

Whisky

Whyski, Whisky, Whiskey und die deutsche Rechtschreibung
oder
warum wird  der Whisky von Jack Daniels Whiskey geschrieben
 
©  Jacques Lupus

Ein langes Wochenende steht vor der Tür.
Edgar wird dieses Wochenende allein verbringen müssen, denn seine Frau Marion besucht
Ihre Eltern in Pennsylvania. Wo liegt Pennsylvania fragt sich nun jeder, der diese Zeilen liest.
 
Der Blick in das Lexikon verrät es uns.
Pennsylvania beziehungsweise deutsch Pennsylvanien (latainisch: Penns Waldland“),
der offizieller Name Commonwealth of Pennsylvania, ist ein nach William Penn benannter Bundesstaat im Osten der Vereinigten Staaten und einer ihrer dreizehn Gründerstaaten.
Er grenzt im Osten an New Jersey, im Südosten an Delaware, im Süden an Maryland, im Südwesten an West Virginia, im Westen an Ohio und im Norden an New York und den Eriesee. Der Hauptfluss durch das Land heißt Susquehanna River. Pennsylvania ist der am dichtest besiedelten Bundesstaaten der USA. Circa 88 Prozent der Einwohner sind Weiße und 9 Prozent sind afroamerikanischer Herkunft. Der Bundesstaat wurde zu einem Zentrum deutschsprachiger Einwanderer, der Pennsylvania Dutch, unter ihnen Mennoniten und Amische. Diese ließen sich vor allem im Süden, besonders im Lancaster County, nieder. Berks County wurde im 18. Jahrhundert überwiegend von evangelischen Deutschen besiedelt. 25% der Bevölkerung sind deutsch oder überwiegend deutscher Abstammung.
 
Ein Billigfluganbieter hatte es möglich gemacht!
Für nur 100 Dollar hatte Fritz, der Schwiegervater Edgars, seiner Tochter Marion ein Flugticket geschickt. Nun musste Edgar das Wochenende allein verbringen.
 
Die letzte e-Mail hatte Edgar noch gar nicht so recht verstanden, da seine Englischkenntnisse schlecht waren.
 
From: Fritz Müller < muellfri@dodgecity.net>
Subject: Help Translating Documents
Date: Sun, 01 Apr 2006 21:19:15 GMT
 
Hi, I have some documents that need translated.
Doc one has been done already.
The rest I would really like help on are Doc second to 5.
I can read some of the names and dates, but need help on the words in
between. If anyone has some spare time that would be great!!

They left their homes in Neukirchen and Klein Belitz to board the
ship Vandalia at Hamburg on 15 Oct 1882. Then on to New York and
finally to Falls City, Nebraska (way down in the far southeast tip.)

Thanks very much in advance. You can e-mail me direct if you would
like. I have most of these Godemann's on my family tree located at my
website below.
 
Yours sincerely
Fritz
 
 
Marions Familie war im 19.Jahrhundert mit einem Dampfschiff von Hamburg aus
nach Amerika ausgewandert. Fritz war bereits der dritte deutschstämmige Nachfahre
der Familie Gröpelin aus Mecklenburg.
 
Marion war stolz auf ihre deutsche Herkunft und hatte auch deshalb als junges Mädchen Edgar geheiratet, als sie zu einem Besuch in Deutschland weilte. Sie sprach immer noch den Hintergrundslang einer Amerikanerin, obwohl ihre Deutschkenntnisse bisweilen besser waren, als die ihres Mannes Edgar. Die Urkunde ihrer deutschstämmigen Familie hatte folgenden tragenden Text. 
The undersigned Ministry certifies that to the daylabourer
Johann Gröpelin, aged 57 years, of the town Belitz,  
in the local grand duchy, as well as his wife Martha, born as Schröder, aged 51 years and his children, Sophie, aged 19, and Carl, aged 16, upon application for the purpose of emigration to America, release from the nationality of Mecklenburg has been granted. This release document causes the loss of nationality of Mecklenburg for the persons stated expressly therein on the time of the handing over of this document.                                                                                               
It will, however, be void, if the released fails to
move his residence outside the area of the Federation or to obtain another nationality within 6 months of the handing over of this document.                             
(§18 of the law concerning the obtaining / loss of nationality of 18th June, 1870) - Mecklenburg grand ducal Ministry of the Interior, signed)
Schwerin on 18 July 1882
Grand Duchy Mecklenburg Ministry
 
Edgar konnte mit all dem Kram nichts anfangen.
Als eingefleischter Thüringer konnte er nicht auf derartige Urkunden verweisen.
Das einzige Wichtige, das er von seiner Familie wusste, war die Tatsache, dass sein Urgroßvater Willi seine Urgroßmutter Maria Ende des 19. Jahrhunderts geheiratet hatte.
Maria war ein Einzelkind und hatte eine große Wirtschaft von ihren Großeltern Johan und Magdalene Lauerbach geerbt, die sich früh in ihren Altenteil zurück gezogen hatten, und ihren Schwiegersohn Willi die Wirtschaft überlassen hatten. Willi hatte mit viel Kraft und Geschick
aus der Wirtschaft ein stattliches Anwesen geschaffen und war zu Ehre Reichtum gekommen.
Als Offizier im ersten Weltkrieg hatte er gegen die Erzfeinde aus Frankreich gekämpft und dabei sein Leben in den Schützengräben von Verdun gelassen. Gott sei Dank hatte Maria den Sohn Karl geboren. Karl war für Edgar ein guter Großvater gewesen und hatte ihm viele Weisheiten beigebracht. Ein wenig war Edgar seinem Großvater Karl gleich.
Seinen Humor hatte Edgar von ihm geerbt und auch die Liebe zu den Frauen.
 
„Hässliche Frauen gibt es nicht!“ war Edgars Devise.
„Nur manchmal gibt es nicht genug Whisky.“
 
Das Whiskytrinken  hatte sich Edgar seit seiner Verlobung mit Marion angewöhnt.
Regelmäßig erhielt Marion Pakete aus Pennsylvania, worin Edgar stets auch eine Kleinigkeit für sich selbst fand. Und das war in der Regel eine Flasche Whisky.
 
„Oder wird Whisky Whiskey genannt?“ dachte sich Edgar und grübelte zum x-ten Mal darüber nach, wie denn nun jetzt Whisky geschrieben wird.
„Scheiß auf die Schreibweise“, dachte sich Edgar und ging zum Kühlschrank, wo er seinen Lieblingswhisky fand. Er las auf dem Label
 
Jack Daniels Tennessee Whiskey Old No. 7
 
Edgar schänkte sich ein Glas Whisky ein und trank einen Schluck.
 
„Also wird Whisky doch Whiskey geschrieben“ , dachte sich Edgar. Und er fand nach langem Suchen den Duden und schaute da auch noch einmal hineien.
„Ne – Whyski wird doch nicht Whiskey, sondern Whisky geschrieben!“ las Edgar nun gewissenhaft durch. Er wurde unruhig und ging zum Schrank.
Sein Schwiegersohn hatte ihn zum Weihnachtsfest eine Flasche Whisky gerschenkt.
 
Nun las sich Edgar gewissenhaft das Label der Flasche durch und fand heraus, dass die Schotten den Whyski auch Whisky wie er schreiben.
„Und was die für schöne Namen erfinden“, dachte sich Edgar.
„Ragganmore Old Scotch Whisky 12 Years Old!“
 
Das klang in Edgar Ohren wie Musik.
Allein das ... 12 Years Old gefiel ihm besonders gut und erinnerte ihn an seine Kaliforniatour,
die er mit Marion in den letzten Jahren unternommen hatte.
Auf der Route 66 war er immer wieder ins Träumen gekommen.
Welche Erlebnisse hatte Edgar in seinem Traumurlaub gehabt.
 
Es ging es ab Düsseldorf mit der KLM los.
Wir hatten natürlich recht unübliches Gepäck. Handgepäck war ein Motorradtankrucksack mit Kameraausrüstung, ein Rucksack und zwei Gürteltaschen mit Wertsachen. Das eigentliche Gepäck waren dann 2 mittelgroße Ortliebsäcke. Helme und Ledersachen waren bereits in den Motorradkoffern untergebracht. Dann nach Amsterdam zum Umsteigen, wo eine Sicherheitsbedienstete sich einfach nicht helfen lassen wollte, einen Motorradtankrucksack zu inspizieren. So viele Reißverschlüsse sind wohl echt bombenverdächtig. Nach ca. 10,5 Std. Flug haben wir die Schnauze voll vom Fliegen und landen in L.A. Jetzt noch schnell das Motorrad auslösen. Leider war die Wegbeschreibung zur KLM Cargo falsch. Ich beging den Fehler, zu Fuß dorthin zu gehen
1. War es zu warm
2. zu weit.
Als ich dann dort ankam, hatte ich sinnigerweise den Motorradschlüssel bei Marlis am Flughafen zurückgelassen. Für den Rückweg entdeckte ich aber einen free shuttle-bus (Parkinglot B). Damit lief der Transfer dann super und kostenlos. Das Motorrad auslösen kostete noch einmal 10 $ und man musste noch einen Zollstempel im selben Haus besorgen.   Alles jedenfalls kein Problem, schnell noch das nächst beste Motel angesteuert und nur noch gepennt.
 
Los geht's schon ganz früh, in Richtung Las Vegas. Leider braucht man schon 100 km, um überhaupt L.A. und seine Vorstädte hinter sich zu lassen. Wenn man dann raus, ist wird die Luft zwar besser, aber die Wüstenluft ist doch auch recht warm. Jedenfalls haben wir unseren Vorsatz, nur mit Schutzjacke zu fahren, sofort zum Teufel gejagt. Die Landschaft entlang der Interstate ist nicht besonders anspruchsvoll. Alles totale Wüste. Uns muntern die Trucker immer wieder auf, die für uns Motorradeuropäer schon mal kräftig ins Horn blasen oder uns einfach anerkennend zuwinken. Das Highwayfeeling kommt immer dann zur Geltung, wenn wir parallel zu einem dieser gigantischen Trucks fahren und uns in den riesigen Chromfelgen und Aufbauten spiegeln. Der erste Outletstore erwischt uns sofort am Wegesrand und schon ist unser Gepäck bereits am ersten Tag wieder um ein paar Kleidungsstücke gewachsen.  
Nach gut 420 km erreichen wir Las Vegas in Nevada. Wichtig ist hier, daß man nicht am Wochenende hier aufläuft. Dann nämlich verdoppeln sich auf einmal die Zimmerpreise, falls man überhaupt noch eins bekommt. Wir haben Glück, es ist Dienstag und nisten uns im Stardust ein.   Nach einer gewissen Zeit der Aklimatisierung wagen wir uns mal ohne Moped aufs heiße Pflaster Las Vegas. Für eine Stadt in der Wüste verschwenden die hier eine gewaltige Menge Wasser für Außenbecken und Showteiche. Alles in allem ziemlich bunt und verrückt. Das ganze Kaff sieht eigentlich aus wie eine große Baustelle, ständig baut jemand noch ein größeres Casino. Überall versucht man die Leute mit Midnight Specials Dinners und so`n Quatsch in die Spielhöllen zu locken. Irgendwie kommen wir aber nicht zum Zuge, essen etwas bei Frank und fallen noch vor Mitternacht halb tot ins Bett.
 
Death Valley  
Unser Ausflug ging weiter durch das Death Valley. Als erstes mal voll getankt und etwas Wasser auf Vorrat besorgt und dann ab von Las Vegas ins Death Valley. Totale Hitze und absolute Trostlosigkeit bekamen wir zu sehen. Die einsame Straße führt durch die Trostlosigkeit mit sanften Buckeln. Die Schilder warnen vor diesen "dips", wie finden sie allerdings irgendwie witzig, es ergibt sich ein Gefühl wie Achterbahnfahren. Schwarze und andersartig eingefärbte Berge säumen das Tal. Nach einiger Zeit erreichen wir Bad Water, den niedrigsten Punkt in den USA. 86 Meter unter dem Meeresspiegel und doch kein Wasser, das heißt, eine bessere Pfütze mit ungenießbarem etwas gibt es hier schon. Das ganze umrahmt von einem riesigen Salzfeld, welches bis zum Horizont reicht. Dann nehmen wir den Weg über den Artist Drive, um uns das Death Valley auch mal von oben ansehen zu können und haben damit auch die interessantere Strecke erwischt, ein paar Kurven sind hier doch etwas Abwechslung. Die Sonne brennt, als wir in der Oase Furnance Creek ankommen. In dem Lebensmittelladen herrschen angenehme 28 Grad Celsius und fangen bald das Frösteln an. In der Nähe des Visitorcenters befindet sich noch eine alte Boraxmine. Borax war der eigentliche Schatz des Death Valley und wurde hier in der unmenschlichen Hitze abgebaut. Das Zeug wird zur Waschmittelherstellung verwendet. Gold gab es auch im D.V., was man an den zahlreichen verlassenen Minen erkennen kann. Nach dem wir es im Prinzip sehr unmenschlich finden, verwerfen wir unseren Plan zu Zelten und fahren durch bis nach Bishop. Zwischendurch besichtigen wir kurz hinter Death Vally die Ruinen der Geisterstadt Rhyolite.
Von Bishop geht's nach Lee Vining. Lee Vining liegt am Monolake, ein See der langsam austrocknet und immer mehr versalzt. Grund dafür ist die enorme Wasserentnahme aus den umliegenden Flüssen und Gebirgen für die Großstädte, dadurch hat nun der Monolake keinen eigenen Zufluß mehr. Das besondere am Monolake sind die sogenannten Tufa's. Dies sind Gebilde, die durch Unterwasserquellen entstanden sind. Das Wasser nimmt Mineralien mit und türmt regelrechte Kathedralen auf. Durch das Sinken des Wasserspiegels des M.L. werden diese Türme am Seerand und im flachem Gewässer sichtbar. Da M.L. in einem vulkanischen Gebiet liegt, gibt es hier auch sprudelnde Quellen und Gebirge aus schwarzem Vulkangestein. Eine weitere Besonderheit sind kleine Fliegen, die hier in solchen Massen auftreten, das Zugvögel jährlich hier landen, um einfach mit offenem Schnabel die Fliegen zu naschen. Da die Fliegenschwärme im Frühjahr so dicht sind , müssen die Vögel nur noch schlucken. Die Indianer haben diese Nahrungsquelle im übrigen auch genutzt. Direkt am Monolake liegt die Geisterstadt Bodie. Wir finden: Immer eine Reise wert. Es handelt sich um eine alte Goldgräberstadt, die jetzt Statepark ist und deshalb zum Teil sehr gut erhalten ist. Mit damals 20.000 Einwohnern war Bodie eine echte Boomtown, in der nur das Recht des Stärkeren galt. Wer zuerst zieht, hat gewonnen.
Weitere Highlights waren Prostitution und Glücksspiel. Ein Hauch Outlaw ist heute noch zu spüren, Spielhalle und Leichenkutschen sind noch zu besichtigen. Irgendwie hört man im Hintergrund immer :
              Spiel mir das Lied vom Tod...
Oder kommt es mir nur so vor?
Nach einem gemütlichem guten Frühstück mit einer toughen Harleyfahrerin geht's nun über den Tiogapaß in den Yosemite Nationalpark.
Hier am Fuße des Passes in Lee Vining treffen sich zahlreiche Motorradfahrer an den Wochenenden. Logisch, wie bei uns in Thüringen, wenn's mal 'ne schöne Strecke gibt. Der Tiogapaß ist wunderschön mit weitem Ausblick auf die Gebirgskette, einem schönen See hoch oben und saftigen Meadows (Wiesen). Das ganze hat schon so ein gewisses Alpenflair. Die Straße an sich ist sehr gut befahrbar. Allerdings ist der Paß im Winter, Spätherbst und im Frühjahr oft noch gesperrt. Auf jeden Fall sollte man warme Kleidung einplanen. Wir hatten Glück und es war Top Wetter und relativ warm.  
Kommt man dann im Yosemitetal an, so befindet man sich in einer schönen Alpenwelt mit Wasserfällen und allem, was dazu gehört. Leider auch mit viel zu viel Touristen. Daher gilt es hier das Wochenende und die Ferien zu meiden. Vom Tal aus kann man jede Menge Wanderungen in allen Kategorien unternehmen oder einfach auch nur die Parkstraße entlangschiggern.
ACHTUNG!
Die Ranger achten verschärft auf die Einhaltung der Verkehrsregeln.  
Für den Biker ist sicher noch die Strecke zum Glacierpoint interessant: Eine super Strecke mit schönen Ausblicken und am Ende ein Superblick auf den Half Dome und in das Yosemitetal. Hier gibt es einen über die Felsklippe hervorragenden Stein, der gerade dazu herausfordert, für ein Foto bestiegen zu werden, ich hab mich aber auch nicht so richtig getraut. Dafür gibt's genug Postkarten mit so 'nem Motiv.  Wer im Yosemite übernachten möchte, kann das mit dem Zelten ziemlich vergessen. Auf Monate im voraus ausgebucht. Nach der Flutkatastrophe im Frühjahr 97 sind die Hälfte der Campingplätze in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Motels im Umkreis von ca. 100 mls sind entweder ausgebucht oder sündhaft teuer. Am besten man fährt am späten Nachmittag so weit weg wie es noch geht und übernachtet an irgendeinem unbekannten Ort.  
 
Endlich am Ziel!
San Francisco 
Auf nach San Francisco. Für den Biker eine eher durchschnittliche Strecke, die dann auch recht schnell bewältigt ist. (Wenn man sich nicht von dem auf dem Weg liegenden Outletstore verführen läßt) . Zu San Francisco könnte man einen eigenen Bericht schreiben, daher will ich mich kurz fassen. Für den Motorradfahrer gilt: Entweder du beherrscht das Spiel mit der Kupplung und dem Bremshebel oder Du hast verspielt. Die Straßen sind irre steil, schlecht einzusehen und dennoch unheimlich toll zu fahren. Halt eben die Straßen von San Francisco. Zu Fuß erkundet man Fisherman´s Warf und mit dem Schiff Alcatraz. Dann noch die Cabelcar testen und feststellen, das nichts über Motorradfahren geht. Das Motorrad muß man unbedingt noch über die Golden Gate steuern und am Ende noch ein tolles Foto mit Moped schießen. Na klar. Tip: hinter der Golden Gate links den Berg hochfahren, da gibt es 'nen tollen Ausblick auf die Brücke nebst Downtown. Auf dem Rückweg muß man Zoll bezahlen 3 $ oder so, also Kleingeld parat kalten. Sightseeingmäßig ist noch eine Scienictour angesagt, ein 49 mls Scenicdrive beschildert durch die Stadt (lohnt sich). Dieser führt durch den Park und unter anderem auf den Twinpeakhill mit weitreichendem Rundumblick (Besonders im Dunkeln schön). Ansonsten: Shopping, Cafés, Strand und Hardrockcafe` so wie es nun mal in einer Großstadt zugeht.
Das Hardrockcafe befindet sich an der Van Ness Ave. Von San Francisco aus startet die Traumstraße des europäischen Motorradfahrers überhaupt, der Pacific Coast Highway No. 1. Egal welche Richtung, nach Norden wunderschön und nach Süden auch wunderschön. (Mir gefällt der Norden eigentlich besser, aber da sind wir diesmal nicht langgefahren.)   Zunächst führt der Highway raus aus der Stadt an langen Sandstränden vorbei. Ein Stop lohnt sich auf jeden Fall in Carmel kurz hinter Monterey. Wunderschöner Sandstrand, gute Eßmöglichkeiten. Überhaupt bietet sich Monterey für einen Zwischenstop für den Motorradbadeurlauber mit Sonnenbrandgarantie an. Gute Motels und schöne Kneipen und so. Nach Monterey folgt dann die Einsamkeit, die Straße geht in sanften und auch in starken Schwingungen an der pazifischen Steilküste entlang. Nach jeder Kurve möchte man zwecks Fotoshooting anhalten. Aber das mindert das Fahrerlebnis. Am besten man fährt die Strecke 2x.....aber die Zeit! Nun ja, super Motorradstrecke, mit ständig neuen Steilküstenhöhepunkten.
Das muß man erfahren !!!!
Nach 1100 Stops und unendlichen Fotos (mit Moped drauf) richten wir unser Nachtquartier in Morrobay ein.  Auch ganz schön, so ein Fischerdorf mit riesigem Fels in der Brandung und Fischerhafen. Leider verunglimpft das Kraftwerk die Atmosphäre etwas. Aber es gibt genug günstige Motels. Danach geht's dann immer noch weiter nach Los Angeles über Santa Barbara und Malibu Beach (Meist brennt es da ja).
In L.A. sorgt der Smog für wunderschöne Sonnenuntergänge. Wir biegen kurz vor L.A. links in die Berge ab, um zu einem Motorradtreff zu gelangen, an dem sich auch die ein oder andere Filmgröße blicken lassen soll. Diese Berge wirken trotz der Großstadtnähe unheimlich ländlich, dann und wann stößt man auf eine noble Villa und wunderschöne Serpentinen. Der Mopedtreff ist eine alte Tankstelle im Kaff Cornell, allerdings ist hier nur Sonntags was los, aber die schöne Bergstrecke war doch eine tolle Alternative, um in die Stadt L.A. zu kommen. Hinter den Bergen landet man gleich in Bell Air und Hollywood.
Da sind wir wieder in L.A. Groß, dreckig, stinkig und nicht gerade motorradfreundlich. Das Vorankommen in LA läßt sich in der Regel nur auf 6 spurigen verstopften Freeway bewerkstelligen. Gott sei dank darf man als Motorradfahrer die Carpoollane verwenden, eine extra für Fahrgemeinschaften freigehaltene Spur für Fahrzeuge mit mindestens 2 Personen.
Zu sehen gibt's im Prinzip Hollywood mit seinen Nobeleinkaufsstätten und Villen. An fast jeder Straßenecke werden Karten mit den Wohnstätten der Prominenz angeboten.
Dann kann man mal mit seinem Moped in die Einfahrt von                                          Rod Steward oder Elton John fahren.  
Dann wäre da noch Downtown mit riesigen Wolkenkratzern. Aber irgendwie traue ich mich nicht das Motorrad irgendwo unbeaufsichtigt abzustellen. Disneyland für den Motorradfahrer mit Kind oder aber das Kind im Motorradfahrer.
Und was echt interessant ist: Die Universal Studios. Da kann wenigstens relativ beruhigt parken.
Für Motorradfahrer ist hier nämlich frei parken. Besondere Motorradstrecken sind mir in LA nicht bekannt und irgendwie auch nicht erforderlich.

  Joshua Tree National Park/ Palm Springs  
Palm Springs bietet ein mildes Abendklima und eine gute Motelauswahl. Gut für eine Übernachtungspause. Die City bietet so etwas wie ein gewisses Urlaubsflair.
Der golfspielende Motorradfahrer würde hier auf seine Kosten kommen
 
Am letzten Tag geht es los durch den
Joshua Tree National Park.
Absolute Wüste, in der ganz speziell diese Joshuabäume wachsen. Als Motorradstrecke ist der Park nicht schlecht und vor allem nicht so viel befahren. Inmitten des Parks bekommt man bizarre Felsbrocken zu sehen, von denen man sich nur schwer vorstellen kann, wie die dahin gekommen sein könnten. Vielen Freeclimbern ist anscheinend egal, sie klettern jedenfalls hier mit Herzenslust herum. Ein Stichweg führt uns zu einem Punkt, von dem man einen gaaaaanz weiten Ausblick in die Wüste bekommt, unten sieht man den riesigen Salton Sea. Ein Salzsee, der durch das Überlaufen des Coloradoriver vor hunderten Jahren entstanden ist. Dort treffen wir auch 2 Mitbürger unserer Nachbarstadt, die so nett waren, unser Zelt schon mal mit nach Germany zu nehmen. Da haben wir dann wieder Platz für Einkäufe. Wir sehen uns noch den Skullrock an (sieht aus wie ein Totenkopf) und fahren dann über die wellige Straße zurück nach Palm Springs. Am nächsten Morgen geht's ab endgültig nach L.A. Dabei Durchfahren wir hunderte oder gar tausende Windkrafträder bei Palm Springs. Ein starker Anblick. Wir kommen vorbei an ein paar riesigen Dinosauriermodellen, zwischen deren Krallen unsere BMW wie ein Spielzeugmotorrad anmutet. Ein riesiger Outletstore knüpft uns noch ein paar Dollar ab, und wir haben Ruckzuck den Platz von unserem Zelt wieder aufgefüllt. Na ja, es geht ja nun auch zurück nach old Europa!
  
Für Edgar war die Erinnerung an die Moped Tour wieder einmal Wirklichkeit geworden.
In der Zwischenzeit hatte er die Whiskyflasche leer getrunken und seine Zunge wurde immer schwerer und seine Augenlieder fielen ihm ständig herab.
Edgar verfiel in einen tiefen Schlaf, und er träumte vom Jack Daniels Whiskey,
vom Ragganmore Old Scotch Whisky und von seiner Frau Marion, die ihm mit großer Sicherheit eine Kiste Whisky von ihrer Reise nach Amerika mitbringen würde.
 


 

Die Schreibweise ist nicht so wichtig. Wichtig ist der Geschmack des Trunkes!
Jacques L.
Jacques Lupus, Anmerkung zur Geschichte

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 21.03.2014. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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