Manfred Bieschke-Behm

Sprechblasen-Facharbeiter im Bundespresseamt

- Politische Satire -
Schon immer wollte ich Sprechblasentexter werden. Mein Traumberuf. Dass ich es letztendlich geschafft habe Sprechblasentext-Facharbeiter im Bundespresseamt zu sein, macht mich glücklich und stolz. Uninformierte werden denken, dass Sprechblasentexter ein schwer auszuübender Beruf sein muss. Ich antworte; „Ja, Sprechblasentexter ist ein schwerer
Beruf. Bevor ich als Sprechblasen-Facharbeiter im Bundespresseamt eingestellt wurde, hatte ich eine dreijährige Lehre zu absolvieren und anschließend ein zweijähriges Praktikum bei einer großen Tageszeitung.
Ich erinnere mich, dass ich von allen Sprechblasentext-Bewerbern derjenige war, der die inhaltslosesten, abwegigsten, bedeutungslosesten und nichtsaussagendsten Sprechblasentexte liefern konnte.
So einen wie mich haben sie gesucht, haben die Verantwortlichen mir im Bewerbungsgespräch gesagt.
Zurzeit bereite ich mich auf meine Meisterprüfung vor. Wenn ich den Meistertitel in der Tasche habe, bewerbe ich mich bei der Bundeskanzlerin als ihr Sprechblasentexter. Ich bin fest davon überzeugt, dass es mir gelingen wird, ihre Sprachakrobatik hinsichtlich sprechen und nichts sagen, zu verbessern. Die von ihr zurzeit benutzten Sprachbilder sind aus meiner Sicht zu wenig nichtssagend. Da sind ihr Berufskollegen um Längen voraus. Das muss anders werden.
Angela Merkel ich komme.
 
 

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