Georges Ettlin

Die Unschuld der Betrüger

Ich kenne ganz normale Menschen , die über einen ungefähren Intelligenzquoutienten
von 130 verfügen und trotzdem hilflos einer unendlichen
Kette von Betrügereien ausgesetzt sind: Warum? Ich glaube sie sind einfach schüchtern
und faul, oder ihre automatischen, ununterbrochenen geistigen Höhenflüge erlauben
keinen Abstieg in die menschlichen Niederungen von gewollter oder zufälliger
Kleinkriminalität.

Die erfolgreichsten Gewohnheitsbetrüger sind Menschen, deren Betrügereien
eher unbewusst erfolgen, einfach aus einem Mangel an Selbstreflektion
und Differenzierungsvermögen und der Ueberzeugen, dass alles gut und
gerecht ist, was ihnen selber gut tut.

Ein Mangel an Leidensbereitschaft, gepaart mit einer ewig-aktiven Verzweiflung
beim nicht Lösen von eigenen Lebensproblemen führt zum Auslagern eigenen Leids
an fremde Adressen und andere Menschen. Bei zu erwartenden Wiederständen
der zahlreichen Opfer aus ihrem näheren Umfeld, entstehen beim Betrüger
Hass- und -Rachegedanken gegenüber seinen Opfern, die sich aus Gründen
des Alters oder Gebrechlichkeit nicht mehr wehren wollen oder sich nicht
mehr wehren können. Aus Gründen eines auch im Alter eventuell  immer noch
vorhandenen Intelligenzquotienten von 130 können zum Beispiel betrogene Greise
in Sekundenschnelle eine Energiebillanz erstellen, die zeigt, dass wie
auch die Altersvorsorge, die verbleibende Lebensenergie für  die Verteidigung nicht reicht.
Die Betrüger sind aber unschuldig, auch wenn sie auf
Treuhandbüros, bei Wohnungsvermietern oder Steuerämtern arbeiten,
denn sie wissen nicht, was sie tun :  ...Sie tun ja schliesslich nur ihre Pflicht !

***

c/G.E.
 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 06.04.2014. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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