Elke Müller

Liebe, Kampf, SEHNSUCHT

Kapitel 5

TRR...TRR.. ... „ Hier ist ihr automatischer Weckdienst, sie wollten um 8,00 Uhr geweckt werden! Es wird ein sehr schöner Tag, mit viel Sonne, die Temperatur steigt bis zu 27 Grad. Ein Besuch im...“ Tschak „ Ah, du blöder Wecker!“ Schlaftrunken reibt sich Ryan die Augen. Sonnenstrahlen scheinen durch das große offene Fenster und tanzen auf den Boden, wenn ein Luftzug die Vorhänge bewegte. „Guten Morgen, Ryan!“ Er lächelte. „ Guten Morgen. Gut geschlafen?“ „ Wie ein Murmeltier. Und, .. was wird aus uns. Was willst du jetzt tun Ryan, ich meine wegen uns?!“ „ Mhmm, mal sehen!“ Drückte sich fest an Irina und umschlang ihren schlanken Körper, hielt zur Sicherheit ihre Hände fest und küsste sie intensiv. „ Lass das! Hast du nichts anderes im Kopf? Hörst du mir eigentlich zu? Hör auf, ich muss...“ „ Du glaubst doch nicht, das ich dich jetzt gehen lasse!“ Irina begann zu zappeln, um sich zu befreien, aber Ryan verstärkte nur noch fester seinen Griff, ignorierte ihren Protest ganz einfach. „ Ich liebe dich!“ „ ..HMM...AHH...“ TRRR...TRRR... „ Hier ist ihr automatischer ... Tschak.. „ Nein, nicht schon wieder!“ Ryan griff nach den Wecker und löste sich kurz von Irina. Diese versuchte Ryan wegzudrücken, er hielt sie aber gekonnt fest. Beugte sich wieder über sie, küsste sie, knabbert hier und da, biss sacht ihr ins Ohr, leckt ihren Hals entlang, drückt seine Lippen gegen die ihren, um sich Einlass in ihren Mund zu verschaffen. Mogelte sich dabei geschickt zwischen ihre Beine und küsst sie lange. Irina gab sich nun geschlagen und werte sich nicht mehr. Ihre Hände gleiten über seinen Rücken, wühlen in seinen Haaren, strichen über seine Brust. Ryan liebte es, wenn sie sich ihm voll hingab. Klopf...Klopf...Klopf... „ Zimmerservice! Ihr Frühstück steht für Sie bereit, darf ich eintreten?“ „ Das darf doch wohl, nicht war sein!“ stöhnte Ryan, lies von Irina ab und drehte sich auf den Rücken. „ Einen Moment bitte!“ Irina sprang aus dem Bett, zog einen Kimono über und lief zur Tür. Öffnete lächelnd. Nahm den kleinen Servierwagen in Empfang, gab ein kleines Trinkgeld, und schloss die Tür hinter sich wieder. „ Ah, hab ich einen Hunger! Komm, oder willst du nichts haben? Sieht alles sehr lecker aus! Oh, sie haben sogar schwarze Trüffel mit dabei! Sag mal, .. weißt du das die Trüffel magische Kräfte besitzen?“ Deckte den kleinen Tisch rasch und lies sich auf einen Stuhl nieder. Ryan stand widerwillig auf. Lief nackt, wie er war, zu Irina und umarmte sie von hinten. „ Ja, wenn ich es so betrachte, sind die Aussichten nicht schlecht! Wirklich nicht übel, überhaupt nicht übel!“ Irina wurde rot und wickelte gleich den Kimono fester um sich.„ Männer reden von Liebe und denken nur an Sex!“ „ Du bestimmst, wie weit ein Mann gehen darf, wenn er dich deshalb verlässt, dann taugt er sowieso nichts!“ „ Aber Sex ist doch nicht alles! Also, wie willst du dein Brötchen, mit Marmelade oder mit Wurst belegt? Ich mache es dir gleich mit zurecht!“ Doch Ryan hörte gar nicht richtig zu, er war schon mit was ganz anderem beschäftigt. Schob einfach den Stoff von ihren Schultern und begann sie zu massieren. Küsste sie auf den Mund, nachdem Irina ihren Kopf nach hinten beugte und sein Gesicht zwischen ihre Hände nahm. „ Weißt du, die Trüffel macht das Herz warm, das Blut feurig und die Haut für Liebkosungen empfindlich. Es gibt kein begehrteres Gericht, um den Körper der Braut auf den Empfang der Huldigung ihres Gatten vorzubereiten. Glaub mir, die Trüffel ist die beste Freundin der Ehe... Ich liebe dich, lass es mich dir beweisen!“, flüsterte er in ihr Ohr und knabberte und biss schon in ihre Halsbeuge. Irina schloss ihre Augen. Irgend etwas in ihr schaltete sich ganz einfach ab. Jeglicher Widerstand, der sich aufgebaut hatte, zerfloss wie Eis in der Sonne. „ Bitte nicht, du...ich muss doch heute noch ...zu...“ Und lies sich doch weiter verwöhnen. „ Sag mal, ...du bist ja ein richtiger Nimmersatt geworden! So kenn ich dich gar nicht, meine kleine Wilde!“ „ Ich hatte eben mal richtig Lust dazu gehabt. Wer weiß, wann es wieder so schön sein wird. Außerdem, findet doch noch ein letztes Abschlussrennen statt, also, bist du noch eine gewisse Zeit nicht da, da muss ich Vorsorge treffen, richtig?!“ „ Du kannst doch hier bleiben, bei mir und mich anfeuern. Bin dann sicher gleich viel besser drauf. Viele Fahrer haben ihr Mädchen hier. Außerdem würde ich mich sehr freuen, dich einige Tage um mich zu haben.“ „ Das geht leider nicht, ich habe deinen Vater fest versprochen ...“ Ein Blick zur Uhr. „ Oh Gott, nein, schon so spät! Ich habe jetzt gleich einen Termin mit einem Kunden. Shit, noch mal, jetzt aber rasch. Wenn ich zu spät komme, bist du daran Schuld!“ Irina sprang auf, schnappte sich ein großes Badetuch und lief ins Bad, um schnell unter die Dusche zu gehen. Ryan sah ihr betrübt nach. Stand auf, zog sich seine Shorts über, ging zum Telefon, wählte die Rezeption an und wartete auf das Abheben. „ Einen schönen guten Tag, sie sprechen mit Herrn Tillmann, haben sie einen Wunsch, oder kann ich ihnen anderweitig helfen?!“ „ Hier Redley aus Zimmer 708, ich möchte bitte eine Auskunft, über einen Sven Trailer!“ „ Tut mir sehr leid, wir sind nicht berechtigt irgend eine Aussage bezüglich unsere Kunden zu machen.“ „ Das weiß ich selber! Können Sie nicht mal eine Ausnahme machen? Er ist ein guter Freund meines Vaters und ich soll ihm dringend etwas ausrichten.“ „ Hm,...bitte haben sie etwas Geduld, ihr Auftrag wird bearbeitet! ...Ah ja, da haben wir diesen gewissen Herrn Trailer, sein Zimmer ist die 716, ...ein Rechtsanwalt! Er ist aber schon weg. Sicher ist er schon auf den Weg zur Rezeption. Sollen wir ihm etwas ausrichten?“ „ Nein, nein, das reicht mir schon, ich mach das schon, Danke!,“ legte den Hörer auf. Setzte sich auf das Bett zurück und dachte über die erhaltene Mitteilung nach. Er schreckte aus seinen Gedanken auf, als Irina gerade aus dem Bad zurück kam, in einem weißen flauschigen Bademantel gehüllt, ein zum Turban gewickeltes Handtuch, versteckten die nassen Haare, öffnete ihren Schrank und besah sich ihre Garderobe. „Was denkst du! Soll ich das hier anziehen?“ Nahm eine fast seidig, durchscheinende weiße Bluse, eine schwarz- weiß, gestreifte Hose und ein zum Schnüren und mit Perlen besticktes weißes Mieder heraus. „ Dir steht doch alles, bei deiner Figur! Aber sag mal,...mit wem triffst du dich eigentlich?“ „ Wie meinst du das? Warum, willst du das plötzlich wissen?“ Irina sah ihn mit großen Augen an. „ Wenn es dich beruhigt, es ist ein alter Freund von deinem Vater, mehr weiß ich allerdings auch nicht!“ Sie ließ den Bademantel fallen und begann sich anzuziehen. „ Ryan, du hast doch nicht vor,.. irgend etwas zu unternehmen?!“ Er schaute sie zweifelnd an. „ Nein, nein, wollte es nur mal wissen, mit welchen Typen sich meine Frau so trifft. Außerdem, musst du es ja wissen, was du tust.“ „ Ach, daher weht der Wind, wie interessant! Du glaubst also, das ich mit jedem Kerl was anfange! Vielen Dank für das Vertrauen! Ich komme gleich zurück, glaubst du mir etwa nicht?“ „ Wie meinst du das?“ „ Bist du vielleicht der Ansicht, dass dieser Kunde unsere Beziehung stören könnte?“ „ Er ist eine Belastung.“ „ Nein!“ Sie war fertig und drehte sich wütend um. Ryan pfiff durch die Zähne. „ Man, wie sexy du wieder ausschaust! Das ist für diesen Kerl da unten, viel zu aufreizend!“ Schnell schlug er sich mit der Hand auf den Mund. Doch es war schon zu spät. „ Du...Du hast also...!“ Ihre Augen musterten ihn messerscharf. „ Sag mal, du bist doch nicht etwa Eifersüchtig? Wenn du dir solche Sorgen um mich machst, komm doch einfach mit! Vielleicht, musst du noch die Kerze für uns halten!“ „ Deshalb brauchst du nicht gleich laut zu werden!“ „ Ich halte den Mund, wenn es mir passt!“, erklärte Irina klipp und klar. „ Denkst du, ich habe als Lektorin in New York, wegen einem wichtigen Verlag umsonst gearbeitet!?“ Sie warf einen Blick in den großen Standspiegel, nahm die Haarbürste und kämmte sich das lange Haar durch. „ Ich glaube, ich gehe jetzt.“ Ryan schnappt sie sich und umarmt sie. „ Sei nicht böse. Ich wünsche dir viel Glück. Du wirst sicher alles richtig machen, weil du eben du bist. Ich glaube an dich. Ich liebe dich!“ „ Ich muss jetzt aber!“ Er lies sie los. Sie nahm ihre bereit liegende Mappe auf. „ Du hast es nett gemeint, aber ich schaffe das schon. Dann, bis später.“ Stürmte, noch etwas zornig, an Ryan vorbei, riss ihren Mantel vom Haken, warf sich ihn über und warf die Tür vernehmlich hinter sich zu. „ Er macht es sich wieder sehr einfach,“ dachte Irina bei sich. „ Du wirst es schon machen! Hach, er hat ja Recht, mir ist bis jetzt auch immer etwas eingefallen, was nicht immer ungefährlich war.“

„ Oh, oh, man, wenn Blicke töten könnten, wäre ich jetzt Tod!“, seufzte Ryan, der ihr noch nachschaute und begab sich nun auch unter die Dusche. Im Bademantel gehüllt, verließ er das Bad, bemerkte, das ihm nun doch der Hunger quälte. Da das Frühstück unberührt noch da stand, zögerte er nicht lange und griff beherzt zu. Dabei wanderten seine Gedanken wieder zu dem gestrigen Geschehen. Unruhe befiel ihn. Irgend etwas schien an der ganzen Sache nicht in Ordnung zu sein.

Vorheriger TitelNächster Titel
 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Elke Müller).
Der Beitrag wurde von Elke Müller auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 12.04.2014. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

Die Autorin:

Bücher unserer Autoren:

cover

Tiefe Wasser sterben still... von Torsten Jäger



Planet Erde - der Blaue Planet. Über 70 % der Oberfläche unserer Welt sind von Wasser bedeckt. Meere, Seen und Flüsse sind Inspiration, Erholungsraum, Schwimm-, Spaßraum und Ruhepol zugleich. Wasserfälle und Regenbögen, Schneekristalle und Geysire betören unser Herz, sind Augenschmaus und bewundernswert, ein Grund zum Staunen ob der Schönheit und Grazilität. Wasser ist Quell jeglichen Lebens - in ihm, von ihm, auf ihm und an ihm leben unzählige Arten. Dieses Buch nimmt Sie mit auf eine Kondensationsreise durch die (Unter-)Wasserwelten rund um den Globus, zu Walen, Korallen, in die Tiefsee, den Golfstrom, die Salaren der Anden ebenso, wie in die afrikanischen Savannen, den Tümpel um die Ecke oder den Rhein. Eine Geschichte die zum Schutz motiviert, informiert, die kreativ und informativ ist. Lyrik, Kurzprosa, Zeichnungen und Fotografien ergänzen diese Reise. Folgen Sie uns ins kühle Nass!

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (0)


Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Fantasy" (Kurzgeschichten)

Weitere Beiträge von Elke Müller

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Liebe, Kampf, SEHNSUCHT von Elke Müller (Fantasy)
Das Abenteuer LEBEN! von Heidemarie Rottermanner (Fantasy)
Menschen im Hotel II von Margit Farwig (Einfach so zum Lesen und Nachdenken)

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen