Elke Müller

Liebe, Kampf, SEHNSUCHT

Kapitel 13

Schon seit einigen Wochen war Ryan verschwunden, keiner wusste irgend etwas, nicht einmal sein Vater oder die Rennleitung hatten eine Ahnung. seitdem er mit dem Motorrad Suzuka verlassen hatte. Irina war in großer Sorge. Eine leichte Ahnung beschlich sie, die sie nicht abschütteln konnte. So blieb ihr nichts übrig als der Dinge zu hoffen, die da kommen würden, welche es auch sein mögen. Ihre ganze Hoffnung setzte sie nun auf Sven, welcher Nachforschungen betreiben wollte und ihr versprochen hatte jeder Kleinigkeit nachzugehen, um etwas über Ryan in Erfahrung zu bringen.

Am Morgen klopfte es an die Tür. Sven trat mit einem Mantel über den Arm ein. „ Darf ich um eine kurze Unterredung bitten,.. bei mir, im Büro.“ Sie folgte ihm zu seinem Haus, mit Kanzlei. Sie schaute sich verwundert um.„ Es ist gemütlich bei dir!“ „ Setz dich und versuche mich nicht, durch dein harmloses Gehabe hinters Licht zu führen. Ich weiß über alles Bescheid!“ „ Dann hast du das Glück, mehr zu wissen als ich, denn ich weiß nicht im geringsten, was eigentlich vorgeht. Einige Freunde haben mir erzählt, das Ryan wahrscheinlich entführt und in ein Gefängnis eingeliefert wurde...und deshalb, bist du zu mir gekommen, wie ich meine.“ „ Dein Ruf ist nicht fleckenlos. Was den deines Gatten betrifft, oh Gott, der ist grauenvoll.“ „ So wie du es sagst, glaubt man, ich stände in den Ruf ein lasterhaftes Leben zu führen!“ Am liebsten würde Irina jetzt aufstehen und Türknallend das Haus verlassen, doch sie beherrschte sich. „ Darf ich fragen, ob es etwas neues gibt, was ich wissen sollte. Seit einigen Tagen befinde ich mich in völliger Ungewissheit.“ „ Ich muss gestehen, wenig darüber zu wissen, aber Dank einer vertraulichen Mitteilung von der Verhaftung Ryan gehört zu haben. Es ist eine recht magere Auskunft, wie es heißt, soll er wegen verschiedener Delikte dritter Ordnung festgenommen worden sein.“ „ Was? Wieso? Wieso das? Was kann ich tun um ...“ „ Oh, da gäbe es schon einiges...“ „ Bitte, du braucht dir wegen mir keine Umstände zu machen.“ „ Bildest du dir ein, als Anwalt weiß man nicht, wie man einen werten Gast behandelt?“ erwiderte Sven scharf. Sie sagte nichts dazu und hörte seinen Erzählungen zu.

Am Abend konnte sie trotz Müdigkeit lange nicht einschlafen. In letzter Zeit bemerkte sie einige Veränderung an sich, so konnte sie keinen Blutgeruch von Fleisch vertragen, wovon ihr speiübel wurde. Sie tastete nach dem langen warmen Körper von Ryan. Sie sehnte sich nach seiner Heiterkeit, seiner Lebhaftigkeit, seiner Stimme und seiner liebkosenden Händen. Ob sie wieder einander finden würden? Wie glücklich würde sie sein, sich in seine Arme zu schmiegen und ihn dann bitten, sie an sich zu drücken, sie ganz fest an sich zu pressen! Sie schlief ein, das Kopfkissen fest umschlungen.

Sven rief am nächsten Tag an und wollte ihr einen Freund vorstellen, welcher im Büro wartete und bat Irina sich einzufinden. „ Darf ich dir Ryo vorstellen,“ sagte Sven leicht schnippisch. „ Kommt aus einer deutschen Familie, seine Mutter allerdings war Französin, sind vor Jahren, was weiß ich, hier mal gelandet. Er ist bereit, in der schwierigen Situation, betreffend Ryan, zu helfen.“ Irina musterte bestürzt ihr Gegenüber. Er kümmerte sich nicht darum. „ Ich versichere, ich werde mein bestes geben. Bitte sagen Sie mir alles was Ihr wisst,“ fragte Ryo. „ Mein Gott, ich weiß nichts oder fast nichts.“ „ Um so besser, dann gehen wir jedenfalls nicht von falschen Vermutungen aus. Es wird einiges kosten, um die Zungen von so manch einem.....“ „ Ich verstehe!“ Sie zog ihre Geldbörse heraus. „ Reicht Ihnen ein Scheck, oder lieber Barzahlung? .. Hier ist ein Vorschuss auf die Unkosten, die Euch durch eventuelle Nachforschungen entstehen könnten.“ „ Ich danke Ihnen schöne Frau.“ Verbeugte sich höflich und ging hinaus. Man hörte ihn noch lustig pfeifend davon gehen. „ Er ist ein durchaus tüchtiger Bursche, .. aber die Geschäfte laufen wohl noch nicht so gut, wie überall bei seinesgleichen. Ich schätze an ihm seine Intelligenz. Er wird Wunder mit der kleinsten Geldsumme bewirken, die du ihm gereicht hast.“„ Was soll eigentlich meine Gegenleistung sein? Ich bleibe ungern etwas schuldig!“ Er trat auf Irina zu. Sie erfasste plötzlich, was er wollte, stieß ihn mit Abscheu zurück. „ Es ist mir völlig gleichgültig, ob du bereit bist oder nicht.“ Ihre Augen blitzten auf.
„ Du wirst mich nicht anrühren.“ „ Mach keinen Skandal, meine Liebe. Ich will dich haben und ich werde dich haben. Das ist längst beschlossene Sache und das Schicksal ist mir zu Hilfe gekommen.“ Er näherte sich ihr von neuem. Sie spürte seine Hände über ihre Hüften und Schenkel streichen. Sie wand sich und versuchte, sich aus der Umschlingung zu entziehen. Sie wollte schreien, aber kein Laut kam aus ihrer Kehle. Irina war außer sich vor Scham und Angst. „ Du bist bezaubernd, ein Genuss ohnegleichen.“ „ Ich habe nicht die Absicht meinen Körper zu verkaufen!“ „ Nun meine Schöne, heute noch nicht,.. du sollst dich mir freiwillig ergeben.“ Sie machte sich los. „ Ich hasse dich!“ Er lachte höhnisch auf. „ Warten wir es ab!“

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 01.05.2014. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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