Andrea Kirmeier

Sandras Geheimnis

Annika wohnte zusammen mit ihrem Vater in einem steinalten Haus, in dem einst Laura, eine junge Frau, mit ihrer zwei Monate alten Tochter Sandra lebte. Zu damaliger Zeit kam ein neuer Pastor in das kleine Städtchen namens Erstadt. Nach einiger Wohnungssuche fragte der nette junge Pastor auch bei Laura an, ob sie ein Zimmer für ihn frei hätte. Laura freute sich sehr, denn sie war der Meinung, dass das Haus für sie und das kleine Baby sowieso viel zu groß war. Der Pastor zog also ein und schloß vor allem die kleine Sandra in sein Herz. Alle verstanden sich gut und so lebten die drei beinahe wie eine kleine Familie glücklich zusammen.
Doch nach ein paar Jahren schlug das Schicksal um sich und so kam es, dass Sandra mit zarten neun Jahren ihre geliebte Mutter verlor. Das kleine Mädchen zog sich in seiner Verzweiflung total zurück un dder Pastor hatte große Probleme, mit ihr zurecht zu kommen.

Eines Nachts schrak der Pastor auf. Er wusste nciht, warum er so plötzlich aufgewacht war und wollte kurz nach Sandra sehen, bevor er sich wieder ins Bett legte.
Doch Sandra war nicht in ihrem Zimmer. Plötzlich hellwach machte sich der Pastor auf die Suche nach dem kleinen Mädchen. Er durchsuchte jedes Zimmer, alles wurde durchwühlt und verstellt, aber Sandra blieb unauffindbar. Weinend und total verstört blieb der Pastor in Mitten des Chaos´ sitzen und ließ die Verzweiflung aus sich heraus brechen. Am darauffolgenden Morgen wurde er von zwei kleinen HÄnden wachgerüttelt. Es war Sandra, die ihn schalfend auf dem Fußboden im Wohnzimmer fand. Von dem Chaos in dem der Mann eingeschlafen war, konnte man nichts mehr sehen. Alles sah aus wie am Vorabend. Der Pastor erzählte dem Mädchen, warum er auf dem Boden schlief, doch Sandra erwiderte, dass sie die ganze Nacht in ihrem Bett geschlafen habe. Daraufhin dachte der Mann, dass er die Kleine vielleicht nur nicht in ihrem Bett gesehen hatte, so schlaftrunken wie er war.Doch ganz geheuer erschien ihm die Sache nicht. In der nächsten Nacht passierte beinahe das Gleiche. Wieder fand der Pastor das Mädchen weder in ihrem Zimmer noch sonst irgendwo im Haus. Da beschloss er, sich in Sandras Bett zu legen und dort zu warten, denn dann könnte sie wenigstens nicht behaupten, dass sie die ganze Nacht in ihrem Bett geschlafen habe, dachte er.
Als er jedoch am Morgen aufwachte fand er sich am Boden vor Sandras Bett wieder. Das Mädchen hingegen schlief seelenruhig in ihrem Bett. Auch an diesem Morgen versprach sie, die ganze Nacht in ihrem Bett geschlafen zu haben. Langsam zweifelte der gute Pastor an seiner selbst.
Noch fünf Nächte lang passierte immer wieder das Selbe und jedesmal wollte Sandra die ganze Nacht friedlich in ihrem Bett geschlafen haben.
Jedoch am siebten Morgen, als der Pastor erwachte, lag er zwar wie immer am Boden vor dem Bett der kleinen Sandra, doch neben ihm lag ein Brief.
>Lieber Pastor,
die letzten Nächte - eigentlich schon seit dem Tod meiner Mutter - war ich tatsächlich nicht in meinem Bett. Ich war bei Mama und wir machten die tollsten Dinge. Es gibt so vieles, was wir zusammen gerne machen. Doch die Nächte sind viel zu kurz. Deshalb habe ich beschlossen, für immer bei ihr zu bleiben.
Es hat keinen Sinn, nach mir zu suchen, denn niemand wird mich finden. Mama weiß das bestimmt zu verhindern. Sandra

Ich bin schockiert! Da tippe ich eine geschlagene Stunde diese Geschichte in meinen PC und dann gehe ich auf "Veröffentlichen" und plötzlich ist nur noch die Hälfte davon da. Tut mir wirklich leid, aber da war wohl jemand der Meinung, sie wäre zu lang :-(Andrea Kirmeier, Anmerkung zur Geschichte

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 08.05.2003. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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