Vorwort:
Diese mehrteilige Story setzt die Ereignisse nach „In Zeiten der Veränderung“ fort: Die russische Regierung hat durch ihre Agenten herausgefunden, dass General Brunt und der CIA den amerikanischen Präsidenten liquidiert und anschließend auch das Airfighter-Team exekutiert haben. Um einen weltweiten Anschlag durch Brunt zu vereiteln, schickt die russische Regierung einen offiziell nicht existierenden Exekutionstrupp undercover in die USA, um als Terroranschläge getarnte, gezielte Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Zugleich haben President Brunt und der CIA einen solchen Exekutionsschlag vorausgesehen und wollen diesen nutzen, um den Regierungswechsel in die Öffentlichkeit zu tragen. Die kompromisslose Handlung zeigt gleichermaßen brutale Elemente wie auch die Suche nach einer Lösung sowie die Frage, wer eigentlich die Bedrohung darstellt.
Exekutionsauftrag (Teil 3)
1 –
Die Stunden verstreichen über der nächtlichen Silhouette Green-Stone-Towns. Aus einem offensichtlich verlassenen, mehrstöckigen Gebäude in einem heruntergekommenen Teil der City kommt eine Limousine herausgefahren und überblendet mit ihrem Scheinwerferlicht kurz jegliche Sicht: sie fährt auf der vollkommen leeren Straße davon.
Der Düsenjet, mit dem zwei der Geiselnehmer vom Main Policedepartment aus gestartet waren, steht irgendwo im nächtlichen Green-Stone-Forest unter einem überhängenden Felsmassiv, so dass er aus der Luft nicht gesehen werden kann. Der eine der beiden Männer sitzt im Cockpit, wo er den transportablen Bildschirm der Scanabtastung im Auge behält, den er in Händen hält, während der andere draußen neben dem Cockpit steht und mit seiner Waffe die aus dem Cockpitinneren nicht erkennbaren Geiseln in Schach hält.
„Hier ist etwas.“
Über seine Schulter blickt der zweite Mann ebenfalls auf den Bildschirm der Scanabtastung: Darauf werden sämtliche Fahrzeuge, die zur Zeit in G.S.T. auf den Straßen unterwegs sind, als grüne Linien im abgebildeten Straßennetz dargestellt; sobald ein neues Fahrzeug auftaucht, blinkt die beginnende grüne Linie einmal auf. Durch Antippen auf dem Bildschirm wird eine Live-Aufnahme des jeweiligen Fahrzeuges angezeigt.
„Dieses Fahrzeug ist vor einer halben Minute hier aufgetaucht.“
Auf Antippen des Startpunktes der Linie hin wird das verlassene, mehrstöckige Gebäude angezeigt.
„Die Route des Fahrzeuges könnte direkt zum Rathaus führen.“
Der Mann tippt nun den immer weiter verlaufenden Endpunkt der grünen Linie an, und das Bild der durch die nächtliche City fahrenden Limousine wird angezeigt.
Der andere Mann verzieht einen Mundwinkel: „Wäre für einen Präsidenten doch passend!“
Der erste Mann grinst ironisch: „Ich gebe dem Oberst Bescheid. Ist bei den Geiseln alles bereit?“
Jetzt grinst der andere Geiselnehmer eiskalt: „Fertig zum Flambieren!“
Die Tiefgarage unter dem Rathaus:
Im Eingangsbereich zum Aufzug, hinter einer offenstehenden Feuerschutztür, steht Oberst Krilenko, dessen emotions- und absolut kompromissloser Blick eiskalt auf die Zufahrt gerichtet ist, wo gerade die Limousine in die Tiefgarage gefahren kommt. Langsam fährt sie genau auf Krilenko am anderen Ende zu und bleibt dann in einigem Abstand zu ihm mittig in der Tiefgarage stehen – das Spiegelbild der anhaltenden Limousine ist in Krilenkos Pupillen zu sehen. Die Türen der Limousine öffnen sich, und President Brunt steigt aus, begleitet von Chris und Juan, die ihre schwarz-metallenen Kampfanzüge wieder tragen, allerdings die Helme komplett eingefahren haben. Krilenko hebt seinen Blick: Chris´, Brunts und Juans Blicke stehen Krilenkos an undurchsichtiger Entschlossenheit allerdings in nichts nach.
Krilenko blickt zunächst President Brunt, dann aber vor allem Chris genau in die Augen: Chris entgegnet ihm einen eiskalten Blick.
Krilenko: „Sie sind der Aufforderung nachgekommen – gut.“
Chris: „Kommen Sie bitte auf den Punkt – der Präsident ist ein vielbeschäftigter Mann!“
Brunt verzieht keine Miene. Juan verschafft sich unauffällig einen Überblick über die Umgebung.
Krilenko: „Seien Sie versichert, an mir soll es nicht liegen.“
Chris bemerkt das ihm die ganze Zeit über aufgefallene penetrante Zischen im Hintergrund, als Juan die Ursache entdeckt hat: „Chris, sie haben ein Leck in eine der Gasleitungen geschlagen!“
Chris´ Kopf fährt abrupt in die Richtung, in die Juans Blick weist: dort ist eine in der aufgeschlagenen Mauer verlaufende Gasleitung zu sehen, in der sich ein deutlich erkennbares Loch befindet!
Blitzschnell zieht Krilenko seine Waffe und feuert einmal genau in das Gasleitungsleck: sofort donnert ein lodernder Explosionsball von dort aus und reist die Wände ein. Vor Krilenko, der völlig unbekümmert auf der Stelle stehen bleibt, schlägt augenblicklich die schwere Feuerschutztür zu. Ungesehen von Krilenko hat sich in der Limousine der gleiche Hologramm-Projektor wie im Konferenzraum von Sektion Alpha befunden. Indem die Flammenwand rasend schnell, einem apokalyptischen Inferno gleich, auf die Limousine zugerast kommt, fahren Chris und Juan ihre ebenfalls schwarz-metallenen Helme aus, unter denen ihre Köpfe komplett verschwinden und in deren undurchsichtigen Visieren sich die heranrasende Flammenwand widerspiegelt. Als das Flammeninferno sie Sekundenbruchteile später überrollt, bleiben Juan und Chris regungslos auf der Stelle stehen, während Brunt zunächst immer noch keine Regung zeigt und dann zusammen mit der in die Ohren einschlagenden, donnernden Explosion der Limousine einfach erlischt – es handelte sich lediglich um eine holographische Projektion des Präsidenten!
2 –
Kurze Zeit zuvor:
Brunt atmet einmal durch und dreht sich dann vor dem Hintergrund des Sternhimmels jenseits der großen Glaskuppel zum Airfighter-Team zurück:
„In Ordnung, Commander – als Präsident der vereinigten Staaten erteile ich Ihnen und dem Airfighter-Team für diese Operation eine Blankovollmacht!“
Brunt stützt sich auf dem Konferenztisch ab und lehnt sich zu Chris hinüber:
„Wie ist Ihr Plan, Commander?“
Chris lehnt sich nach vorn, indem er Brunt fest in die Augen sieht:
„Zum Ersten haben wir Oberst Krilenko mit den Geiseln um Bürgermeister Grey im Rathaus, der Sie dort haben möchte. Zum Zweiten haben wir den anderen Teil der Geiseln an einem unbekannten Ort, wo diese sofort exekutiert werden, wenn wir im Rathaus nicht nach Krilenkos Regeln spielen. Und zum Dritten haben wir das Problem mit dem vermeintlich vom CIA zur Spionage benutzten Satelliten über Europa.“
Brunt blickt Chris unentwegt in die Augen.
Jenkins: „Sie haben es noch einmal zusammengefasst, Commander – und?!“
Chris, weiterhin im unentwegten Blickkontakt mit President Brunt:
„Wir nehmen uns alle drei Probleme auf einmal vor!“
Jetzt blickt Chris zu Ned, Bill, Jessica und Juan, die mit einvernehmlichen Blicken antworten.
Ohne Zeit zu verlieren dockt die Airfighter-Basis von Police-Airbase_002 ab und verschwindet am dunklen Nachthimmel. Zeitgleich dockt Airfighter wieder von Sektion Alpha ab und schießt davon.
Im Erdgeschoss des verlassenen mehrstöckigen Gebäudes legt ein Hovercraft an der Betonwand des Flusslaufes an, der mittig einmal genau durch die Tiefgarage verläuft und über den eine zweispurige Brücke für die früher hier herein- und hinausfahrenden Autos verläuft: die bekannte Limousine fährt von Bord in die Tiefgarage. Im Inneren der Limousine befinden sich einzig Chris und Juan: gerade hat Juan noch einmal den festgeschnallten Holoprojektor inspiziert und Chris bestätigend zugenickt. Dann fahren die beiden aus der Tiefgarage des verlassenen Gebäudes in die nächtliche City hinaus, indem das Hovercraft im Flusslauf wieder davon fährt.
3 –
Wieder im Hier und Jetzt sitzen die beiden Geiselnehmer bereits im Cockpit des Düsenjets unter dem Felsmassiv im Green-Stone-Forest: auf Zunicken des einen hin betätigt der andere im Cockpit eine Fernbedienungs-Abschussvorrichtung. Die Geiseln sind rings um den unter den Bäumen platzierten Raketenwerfer an die Bäume gefesselt sind. Im selben Moment feuert der Raketenwerfer zwei Raketen unmittelbar nacheinander in den Nachthimmel ab.
Hoch oben patrouillieren Bill und Jessica mit Airfighter über dem nächtlichen Green-Stone-Forest.
Sofort erblicken sie die aus dem dunklen Wald herausschießenden Raketen.
Jessica: „Da!“
Airfighter: „Koordinaten sind erfasst.“
Bill: „Setze Kurs auf die Abschusskoordinaten.“
Im Cockpit des Düsenjets sehen die beiden Geiselnehmer den herannahenden Airfighter auf dem transportablen Bildschirm der Scanabtastung.
„Sie kommen.“
„Dann los!“
Unter dem donnernden Düsenschub der Triebwerke zieht der Jet steil nach oben über die Baumwipfel hinweg. Unmittelbar darauf schießt der Raketenwerfer unten sechs weitere Raketen ab.
Im Airfighter-Cockpit sehen Jessica und Bill den startenden Düsenjet.
Jessica: „Da haben wir sie!“
Da schießen schon die abgefeuerten Raketen aus dem Wald in den nächtlichen Himmel.
Airfighter: „Zwei der Raketen fliegen auf uns zu, die anderen vier halten zunächst Kurs senkrecht nach oben!“
Bill: „Verdammt, sie geben uns keine Gelegenheit für ein Rendezvous mit dem Düsenjet!“
Die als erstes abgeschossenen beiden Raketen schlagen in dieser Sekunde mit ungeheurere Wucht in das Erdgeschoss des verlassenen Gebäudes ein, aus dem die Limousine gekommen war: Die erste Rakete rast genau in den Flusslauf hinein, der die Tiefgarage mittig teilt, verdampft das Wasser und sprengt den Flusslauf in beide Richtungen auseinander, so dass die darüber führende Brücke senkrecht nach oben geschmettert wird und an der Decke zerbirst; nur Sekundenbruchteile später schlägt die zweite Rakete ein, und ihre Druckwelle zermalmt die komplette Tiefgarage – das komplette mehrstöckige Gebäude fällt nun einfach in sich zusammen und wirbelt dabei Unmengen an Staub und Bauschutt auf!
Eine der peripheren Abteilungen von Sektion Alpha, an der einige Flugmaschinen angedockt sind:
Im Innern steht Colonel Stevens vor einem großen Wandschirm mit einer taktischen Statusanzeige. Unweit hinter ihm steht Major Jenkins.
Stevens: „Bleibt nur zu hoffen, dass sich das Airfighter-Team nicht übernommen hat – hoffentlich geht der Plan auf!“
Unbemerkt von Stevens tritt Jenkins immer näher an diesen heran:
„Nun, unser Plan wird aufgehen.“
Als sich Stevens, überrascht über den merkwürdigen Tonfall und die plötzliche Nähe, zu Jenkins umdrehen will, jagt Major Jenkins Marshal einen kurzen Elektroschock durch den Körper, der wie das Geräusch eines starken Kurzschlusses hart und ungesund im Raum widerhallt. Jenkins fängt den zusammensackenden Stevens reaktionsschnell auf und setzt ihn auf einen der der Stühle. Dann begibt sich Jenkins zu der taktischen Statusanzeige und gibt seinen Zugriffscode ein.
Computer: „Code identifiziert, Zugriff auf taktische Statusanzeige gewährt, Major Jenkins.“
Jenkins gibt ein paar Anweisungen mit Hilfe des sich unterhalb des Wandschirms befindlichen Touchscreens ein, woraufhin sich die Statusanzeigen auf dem Wandschirm verändern. Anschließend deaktiviert Jenkins das Zugriffsterminal wieder, stemmt den regungslosen Colonel Stevens vom Stuhl und verlässt mit diesem den Kontrollraum, um sich zur nächstgelegenen Luftschleuse zu begeben, die sich gleich um die Ecke befindet.
Das fauchende Flammenmeer ist soeben aus der Tiefgarage unter dem Rathaus entwichen und draußen nach einigen Metern erloschen: Vor dem völlig zerschmetterten und immer noch ausbrennenden Wrack der Limousine stehen die „Robotpiloten“ Juan und Chris noch genauso da wie vor der Gasexplosion. Jetzt treten beide in gehendem Tempo zielstrebig genau auf die schwere Feuerschutztür zu: der Anblick der auf einen zu tretenden Robotpiloten lässt einem nach wie vor den Gedanken kommen, spontan mit dem Leben abzuschließen. Vor der Feuerschutztür angekommen, fahren beide wieder die mechanischen Greifhaken anstelle ihrer Hände aus, mit denen sie die beiden Türhälften ohne Weiteres aus den Angeln heben und wegwerfen. Indem die Metalltüren weiter hinten in der ausgebrannten Tiefgarage donnernd aufprallen, treten Chris und Juan auf Oberst Krilenko zu, der nach wie vor ohne jegliche Regung dasteht: sein Gesicht ist wie versteinert, indem er den beiden genau in die Augen – oder besser gesagt: in die undurchsichtigen, schwarzen Helmvisiere sieht. Als die beiden nur noch zwei Schritte von Krilenko entfernt sind, kommt von der rechten Seite ein greller Hochspannungsblitz in die Ansicht geschossen und schlägt mit schmerzhafter Wucht genau in die beiden „Robotpiloten“ ein: Indem die schwarzen Kampfanzüge von grellen Starkstromblitzen durchzuckt werden, deaktivieren sich die Helme und Kampfvorrichtungen der beiden Anzüge vollständig, und die wieder unter den eingefahrenen Helmen zum Vorschein kommenden Chris und Juan fallen bewusstlos zu Boden. Rechts hinter der ehemaligen Feuerschutztür war einer der Männer aus Krilenkos Exekutionstrupp versteckt postiert, der einen gewaltigen Hochspannungsemitter in den Händen hält.
Krilenko blickt auf die beiden Reglosen hinab: „Sehr gut, genau nach Plan.“
Dicht über den Baumwipfeln des nächtlichen Green-Stone-Forests schießt Airfighter mehrere Abfang-Dummies ab, in die eine der hinter Airfighter her jagenden Raketen einschlägt: ein donnernder Explosionsball erhellt kurzzeitig den Nachthimmel.
Jessica: „Da war´s nur noch eine!“
Bill: „Ja, aber die hat uns gleich!“
Indem Jessica und Bill versuchen, den beiden auf sie abgefeuerten Raketen auszuweichen, ziehen die beiden Geiselnehmer im Düsenjet beinahe senkrecht nach oben.
In der taktischen Überwachungszentrale von Sektion Alpha, die sich ebenfalls in der obersten Etage des zentralen Turmes befindet, allerdings in einem anderen Bereich des verzweigten Hauptkorridores, steht President Brunt mit einigen CIA-Agenten vor dem Display der Umgebungsüberwachung: dort ist das rasch an Höhe gewinnende Signal der aufsteigenden Flugmaschine zu sehen.
Einer der Agenten liest die Anzeige ab: „Airfighter ist wieder auf dem Weg zurück hierher.“
Brunt blickt etwas misstrauisch auf die Anzeige.
Airfighter donnert frontal in die Ansicht, dicht gefolgt von der todbringenden Rakete. Bill und Jessica gehen unter vollem Gegenschub aus den Manövrierdüsen mit Airfighter jetzt bis unterhalb der Baumwipfel hinunter und jagen in einem halsbrecherischen Highspeed-Flugmanöver zwischen den Bäumen hindurch – die Rakete schießt gnadenlos hinterher.
Vor Bill ist eine schematische Kursanzeige auf die Cockpitscheibe projiziert.
Bill: „Wir erreichen das Rattenloch in vier Sekunden, Jessie!“
Jessica: „Das wird knapp genug, Bill!“
In der Projektion taucht unmittelbar vor Airfighter ein schematisch dargestellter Höhleneingang auf.
Im selben Augenblick erscheint hinter den an Airfighter vorbei rasenden Büschen und Bäumen eine große Felswand inmitten des nachtdunklen Forests: Donnernd schießt Airfighter präzise in einen kleinen Höhleneingang hinein – unmittelbar darauf folgt die Rakete.
Jessica: „Bordgeschütze sind klar!“
Bill starrt beinahe krampfhaft auf die schematische Kursprojektion, laut der der andere Höhlenausgang nur wenige Sekunden entfernt ist.
Bill: „Feuer!“
Airfighter feuert eine eigene Rakete nach hinten ab, die irgendwo in die Felswand der Höhle einschlägt, woraufhin die gesamte Höhle durch die gewaltige Schockwelle zusammenstürzt. Airfighter und die ihn verfolgende Rakete rasen zwischen herabfallenden Felsbrocken durch die finstere Höhle, die einzig durch den Frontscheinwerfer und die beiden Düsenschweife erhellt wird. Jessica und Bill halten den Atem an. Da endlich verlassen sie Höhle am anderen Ende des Felsmassivs, und hinter ihnen explodiert die Rakete in der zusammenstürzenden Höhle.
Gerade wollen Bill und Jessica aufatmen, da warnt Airfighter:
„Ich habe jetzt den Kurs der übrigen vier abgeschossenen Raketen vorherberechnet!“
Airfighters vorherberechnete Kursprojektionen werden auf Bildschirm_1 angezeigt.
Jessica: „Oh nein!“
Bill: „Die Raketen fliegen zu ihren Abschusskoordinaten zurück!“
Jessica: „Sie werden genau bei den Geiseln einschlagen!“
Die im künstlichen Lichte des nächtlichen Cockpits nur spärlich beleuchteten Gesichter Jessicas und Bills zeigen blankes Entsetzen.
In der taktischen Überwachungszentrale von Sektion Alpha blickt einer der CIA-Agenten von seinem Terminal auf zu President Brunt:
„Airfighter antwortet nicht auf unsere Funksprüche hin, Mister President.“
Brunt, der ohnehin schon misstrauisch gewesen ist, fasst sofort den Entschluss:
„Starten Sie unsere Abfangjäger!“
„Aye, Mister President.“
In Außenansicht ist zu sehen, wie eine Staffel schwerbewaffneter Abfangjäger die Andockbuchten von Sektion Alpha verlässt – darunter befindet sich auch der Flugjäger, in dem Major Jenkins zusammen mit dem regungslosen Colonel Stevens jetzt unauffällig Sektion Alpha verlässt.
Unter dem Felsmassiv im nächtlichen Green-Stone-Forest ist es einem der als Geiseln genommenen Policeofficers gelungen, seine Fesseln abzustreifen: sofort befreit er ein paar seiner Kollegen, die wiederum die übrigen befreien.
Airfighter zieht dicht über das zuvor durch die Höhle durchflogene Felsmassiv zurück zur Abschussstelle der Raketen.
Airfighter: „Meine Überwachungssensoren zeigen, dass es den Policeofficers gelungen ist, sich zu befreien.“
Bill: „Schalte mich auf die Außenlautsprecher, Airfighter!“
Jessica: „Das entschärft die Lage zumindest ein wenig.“
Juan und Chris werden beide durch einen schmerzhaften, kurzen elektrischen Schlag aus ihrer Bewusstlosigkeit gerissen: sie erkennen, dass sie sich in einem Schalt- und Wartungsraum für die elektrische Stromversorgung – offensichtlich im Rathaus – befinden; sie stecken immer noch in ihren schweren Kampfanzügen, die im deaktivierten Zustande jetzt eher hinderlich wirken, und sind von der Decke herab mit Kabelbindern an ihren Händen gefesselt, so dass sie wehrlos im Raum baumeln. Unweit vor den beiden stehen Sergej Krilenko und derjenige von Krilenkos Männern, der auch den Elektroemitter abgefeuert hatte. Chris erkennt hinter ihm und Juan den geöffneten Zählerkasten mit den zahlreichen Sicherungen und Kabeln: zwei davon haben Krilenko und der andere herausgerissen und halten die blanken Enden in ihren Händen.
Krilenko: „Danke, dass Sie sich genau so verhalten haben, wie wir es von Ihnen erwartet hatten. Das hat die Sache für uns sehr einfach gemacht.“
Chris: „Sie wollten niemals den Präsidenten?!“
Der Mann neben Krilenko grinst überlegen.
Krilenko, wie immer ohne eine Miene zu verziehen:
„Wenn Ihr Präsident tatsächlich in der Tiefgarage gewesen wäre, wäre uns seine Exekution ebenfalls recht gewesen – aber das Primärziel sind Sie gewesen.“
Juan: „Sie haben es auf Sektion Alpha abgesehen?!“
Krilenko wendet seinen Blick Juan zu, indem er aber nur seine Augen in Juans Richtung dreht: „Das ist korrekt. Allerdings benötigen wir für diese Informationen weder Sie noch den Präsidenten.“
Chris kneift seine Augen zusammen: „Sie haben einen Maulwurf bei der CIA – und seit Sie und Ihr Trupp in G.S.T. angekommen sind, spielen Sie nur auf Zeit, um die Dinge ins Rollen zu bringen?!“
Krilenkos Miene verändert sich erstmalig gerade so, dass ansatzweise ein zufriedenes Lächeln zu erahnen ist: „Natürlich ist die Identität von Sektion Alpha bzw. ihre Position eine elementare Information für unseren Geheimdienst, jedoch sind der Schlüssel zu allem doch wohl Sie: das Airfighter-Team!“
Chris und Juan entgegnen finstere Blicke. Da versetzen Krilenko und der andere Juan und Chris mit den blanken Kabeln einen weiteren Elektroschock, dessen brutaler Einschlag hart von den Wänden widerhallt.
Inmitten ihres zielanvisierenden Sturzfluges kreuzt Airfighter die Flugbahn der übrigen vier Raketen und schießt dabei eine von ihnen ab, die hoch über dem Green-Stone-Forest detoniert.
Unten im nächtlichen Wald sind soeben die letzten Geiseln befreit worden.
Airfighter: „Alle Officers sind jetzt befreit.“
Über die Außenlautsprecher hallt Bills Stimme inmitten des Sturzfluges von der Felswand wider: „Wir versuchen, die übrigen Raketen aufzuhalten – aber bringen Sie sich so weit wie möglich weg von Ihrer jetzigen Position!“
Unten signalisieren die Officers „okay“ nach oben und rennen querfeldein in den Forest.
Noch im rasenden Steigflug beinahe senkrecht nach oben feuern die beiden Geiselnehmer zwei große Flugminen ab, die den Kurs nach oben auf Sektion Alpha fortsetzen, indem der Jet schon wieder zu sinken beginnt.
Im Cockpit zeigen die Gesichter der beiden Killer gnadenlose Entschlossenheit.
In der taktischen Überwachungszentrale von Sektion Alpha meldet einer der Offiziere:
„Unsere Abfangjäger haben Sichtkontakt und melden, dass es sich nicht um Airfighter handelt.“
Da schrillt ein Alarm los.
Brunt blickt ruckartig zum taktischen Offizier zurück.
Dieser meldet: „Das Flugzeug hat soeben zwei Flugminen mit Kurs auf Sektion Alpha abgesetzt!“
Brunt: „Sofort zerstören!“
Ein weiteres Mal hallt der brutale Einschlag eines langen Elektroschocks in dem Schaltraum von den Wänden wider.
Krilenko: „Das Airfighter-Team soll angeblich durch President Brunt exekutiert worden sein. Wieso arbeiten Sie jetzt für ihn?“
Chris und Juan zeigen entschlossene Blicke, indem sie kein Wort von sich geben.
Erneut versetzen Krilenko und der andere den beiden einen schmerzhaften Elektroschock.
Krilenko: „Wieso sind Sie mit den Kampfanzügen und Waffen der Robotpiloten des CIA ausgestattet worden? Wie lautete Ihr Auftrag, als Sie General Slatkin überfallen haben?“
Ein weiterer schmerzhafter Elektroschock folgt.
Jessica und Bill gelingt es, noch eine weitere Rakete abzuschießen, dann schlagen die beiden letzten unmittelbar nacheinander in den Green-Stone-Forest ein: dort, wo sich bis eben noch die Geiseln befunden haben. Die erste Rakete schlägt genau in den Raketenwerfer ein, woraufhin dieser in einer donnernden Explosion auseinanderfliegt; die zweite Rakete schlägt keine Sekunde später in die Felswand ein, so dass das gesamte Felsmassiv gesprengt wird und sich in Form einer tonnenschweren Steinlawine in den nächtlichen Wald stürzt! Dicht über dem Vernichtungsszenario zieht Airfighter donnernd wieder nach oben.
Die Abfängjäger von Sektion Alpha stürzen sich auf die erste der beiden Flugminen herab und nehmen diese unter vollen Beschuss – Detonation: die schweren und scharfen Trümmer der Mine fegen den Piloten der Abfangjäger buchstäblich um die Ohren!
Unterdessen kann Major Jenkins mit dem bewusstlosen Marshal Stevens an Bord des Flugjägers unbemerkt davon fliegen.
In der taktischen Überwachungszentrale von Sektion Alpha ist man zu sehr mit der noch verbliebenen Flugmine beschäftigt:
„Sie kommt uns gefährlich nahe, Mister President!“
President Brunt hält seinen Atem an, indem er auf der taktischen Anzeige den Kurs der schnell herannahenden Flugmine verfolgt.
Indem der nächste elektrische Schlag brutal durch den Wartungsraum donnert, läuft Chris und Juan bereits etwas Blut aus den Ohren.
Krilenko blickt Chris genau in die Augen, indem er in seinem ruhigen Tonfall weiter redet:
„Ich respektiere Ihre Haltung. Aber das bedeutet für Sie auch einen langen Aufenthalt in einem Hochsicherheitsgefängnis, von dem offiziell niemand etwas weiß. Dort haben wir dann auch die Mittel und Werkzeuge, Verhöre mit mehr Effizienz durchzuführen – nicht so plump wie das hier.“
Ein weiterer Elektroschock folgt.
Krilenko: „Für diese Verhöre ist es allerdings nicht erforderlich, dass Sie noch über sämtliche Ihrer Gliedmaßen verfügen.“
Krilenko hebt seinen Blick, indem er ein langes Messer zieht: „... oder über ihre Augen.“
Krilenko hebt die blitzende Schneide genau in Chris´ Blick.
Dann blickt Krilenko knapp zur Seite: „Setze den anderen unter Dauerstrom, bis er geröstet ist!“
Der Killer tritt mit dem blanken Kabel erneut auf Juan zu.
Krilenko beugt sich bis genau vor Chris´ Gesicht hinunter, indem er Chris in eindringlichem und noch leiserem Tonfalle anspricht: „Sie hätten bedenken sollen, Commander Hawk, dass alle meine Aufträge auf die gleiche Weise enden: mit einer Exekution.“
Unerwartet flüstert Chris zurück, indem er Krilenko fest in die Augen sieht: „Dann wollen wir hier auch keine Ausnahme machen, Oberst Krilenko.“
Böse überrascht, reißt Krilenko seine Augen auf, doch schon hat ihm Chris einen brutalen Stoß mit seiner Stirn mitten ins Gesicht verpasst, woraufhin Krilenkos Nase bricht und ein dicker Blutspritzer durch den Raum schießt – das Messer fällt zu Boden. Sogleich tritt Chris Krilenko von unten mit so viel Wucht gegen die Brust, dass Krilenko bis zur Tür geschleudert wird und Chris selbst durch den Rückstoß – nach wie vor an den Händen unter die Decke gefesselt – bis zum elektrischen Schaltkasten pendelt. Hier schlägt Chris in den Schaltkasten ein, und durch den elektrischen Kurzschluss wird sein Kampfanzug komplett deaktiviert, so dass Chris heraus schlüpfen kann und auch nicht länger gefesselt ist, da der Kabelbinder um die Metallpanzerung verlief. Nach dem Sprung zu Boden wirft Chris Krilenkos Messer so, dass Juans Fesseln reißen und dieser zu Boden kracht. Juan verpasst dem Killer vor sich einen kräftigen Tritt mit seinem Kampfanzug, so dass der Killer sich einmal komplett rückwärts in der Luft überschlägt, bis er wieder auf den Boden aufprallt. Augenblicklich deaktiviert Juan seinen Kampfanzug und kann sich jetzt auch wieder frei bewegen. Krilenko hat seine Waffe bereits gezogen, da springt Chris einfach mit vollem Anlauf gegen Krilenko, und beide werden durch die Tür hindurch in den Flur hinaus geschmettert.
Im Büro des Bürgermeisters werden Dirk Grey und die übrigen Policeofficers mit hinter die Köpfe gehaltenen Händen und zur Wand gedrehten Gesichtern von dem anderen Killer aus Krilenkos Trupp unentwegt ins Visier der Automatikwaffe genommen. Die undefinierbaren Geräusche, die vom Kampf im Schaltraum herrühren, sind dumpf von draußen zu vernehmen. Der Killer zeigt einen etwas verwirrten Gesichtsausdruck. Greys Blick erfasst in der Glasscheibe des Schranks vor seinem Gesicht das Spiegelbild des jetzt an einer anderen Stelle im Schreibtisch steckenden Messers mit der blutigen Schneide: Dirk kneift seine Augen zusammen.
Noch knapp unterhalb von Sektion Alpha gelingt es den Abfangjägern, auch die zweite Flugmine zu sprengen – allerdings treffen die brennenden Trümmer einen peripheren Abschnitt von Sektion Alpha und setzen eines der großen Sonnensegel in Brand.
In der taktischen Überwachungszentrale beginnt Brunt wieder zu atmen, indem einer der Offiziere meldet: „Lösch- und Reparaturarbeiten eingeleitet.“
Brunt: „Wie ist der Status des Airfighter-Teams?“
Im Airfighter-Cockpit meldet der Bordcomputer gerade:
„Ich erfasse noch alle Biosignaturen der Police-Officers.“
Bill, erleichtert: „Gut gemacht!“
Jessica: „Die Sensoren zeigen, dass der Jet zurückkommt!“
Bill fährt ruckartig wieder auf.
Im Flur vor dem Wartungsraum ist Krilenko etwas schneller als Chris wieder auf die Beine gekommen und nimmt Chris jetzt von hinten in einen brutalen Würgegriff. Chris schnaubt einmal kräftig und wirft Krilenko dann einfach über sich nach vorn, so dass dieser hart auf dem Boden aufkommt und sich einmal überschlägt. Als Krilenko erneut aufstehen will, ist diesmal Chris schneller und tritt Krilenko mit voller Wucht gegen den Kopf, so dass Krilenko nach hinten auf seinen Rücken geschmettert wird. Doch mit einem kräftigen Schlag seines rechten Armes zieht Krilenko reaktionsschnell Chris die Beine weg, so dass auch dieser hart auf den Rücken aufschlägt.
Juans Gegner ist wieder auf die Beine gekommen und zieht seine Automatikwaffe. Doch mit einem Highkick entwaffnet Juan den Mann und mit einem unmittelbar folgenden Roundkick schmettert er den Killer brutal gegen die Wand.
Krilenko springt sofort auf den noch auf dem Rücken liegenden Chris, um ihn zu erwürgen. Doch kaum auf Chris gelandet, rammt Chris Krilenko seine Faust mit solcher Wucht ins blutüberströmte Gesicht, dass Krilenko wieder zurück geschmettert wird. Indem Krilenko aufkommt und einmal wütend schnaubt, wobei Blut aus seiner Nase spritzt, kommt Chris aus dem Liegen zurück in den Stand gesprungen.
Juans Gegner ergreift reaktionsschnell den auf dem Boden stehenden Werkzeugkoffer und schmettert ihn gegen Juan. Juan kann sich noch mit der Schulter zu seinem Gegner drehen, wird dort aber mit voller Wucht von dem schweren Werkzeugkoffer getroffen. Schon ist sein Gegner bei Juan und schlägt diesem von hinten seinen Ellenbogen brutal ins Genick, um den Zusammensackenden sofort in den Würgegriff zu nehmen.
Chris und Krilenko tauschen mehrere schnell aufeinander folgende harte Schläge aus, wobei sie die Schläge des jeweils anderen gekonnt abblocken. Doch dann kann Krilenko nach einem angetäuschten Schlag von links eine Reihe von Fausttreffern unmittelbar aufeinander mitten in Chris´ Gesicht landen und prügelt den Taumelnden auf diese Weise regelrecht zum Treppengeländer. Mit einem letzten extrem harten Schlag ins Gesicht befördert Krilenko Chris über das Geländer in die Tiefe: Krilenkos Blick ist zum Töten entschlossen!
Juan verpasst dem ihn Würgenden unmittelbar aufeinander drei Leberhaken, bis der Würgegriff lockerer wird. Sofort stößt Juan den Killer nach hinten weg und prügelt diesen mit einer schnellen Folge von gezielten Schlägen quer durch den Wartungsraum.
Mit Airfighter haben Jessica und Bill einen Abfangkurs auf den zurückkommenden Jet eingeschlagen.
Jessica: „Er scheint das Rathaus in der City anzusteuern.“
Bill: „Vermutlich wollen Sie Krilenko und den Rest ihres Trupps wieder aufnehmen.“
Als Krilenko sich über das Geländer beugt, erkennt er zu spät, dass sich Chris ein Stück tiefer festhalten konnte und sich jetzt mit vollem Kraftaufwand in einer Rolle zurück nach oben zieht und dabei Krilenko genau ins Gesicht tritt. Indem Krilenko zurück taumelt, kommt Chris vor ihm wieder auf den Beinen auf.
Da geht über Krilenkos Funkgerät eine Mitteilung seiner beiden Männer aus dem Jet ein:
„Wir kommen jetzt zum Rendezvous!“
Krilenko blickt auf und stürmt sogleich die Treppe weiter nach oben.
Chris läuft hinterher.
Als Juans Gegner genau unter dem noch von der Decke herabhängenden Kabelbinder vorbeikommt, zieht er diesen reaktionsschnell in die Bahn von Juans nächstem Schlag und kann auf diese Weise Juans Hand in einer Schlaufe fesseln. Sofort dreht der Killer Juan den anderen Arm auf den Rücken und wickelt Juan eine weitere Schlaufe des Kabelbinders um den Hals. Juan versucht keuchend, nach Luft zu schnappen.
Durch das Treppenhaus nach oben stürmend, wirft sich Chris nach vorn, um Krilenko festzuhalten. Doch dieser kann Chris durch zwei brutale Ellenbogenschläge abschütteln und verpasst Chris sofort darauf einen heftigen Tritt, so dass Chris Hals über Kopf wieder mehrere Stufen nach unten stürzt.
Mit bereits rot angelaufenem Kopf und kurz vor der Bewusstlosigkeit tritt Juan seinem Gegner die Beine weg, so dass dieser zu Boden stürzt. Juan befreit seinen Hals aus der Schlaufe und nimmt einen tiefen Atemzug. Als sein Gegner wieder zuschlägt, benutzt Juan die immer noch in den Händen haltende Schlaufe, um den Schlag seines Gegners damit abzublocken und dessen Arm zu fesseln. Indem nun beide mit einem Arm gefesselt sind, geht der Nahkampf weiter.
Als Chris das obere Ende des Treppenhauses erreicht hat und durch die geöffnete Feuerschutztür auf das Dach stürmen will, kommt ihm direkt um die Ecke Krilenkos Faust entgegen geschossen. Doch reaktionsschnell blockt Chris diese ab und schmettert Krilenko dafür die schwere Feuerschutztür frontal gegen den Kopf.
Inmitten des brutalen Nahkampfes erblickt Juans Gegner seine Automatikwaffe, die auf dem Boden liegt. Er nimmt Anlauf und rennt in Richtung seiner Waffe, wodurch Juan an seiner gefesselten Hand langsam nach oben gezogen wird, da beide am selben Kabelbinder unter der Decke hängen – dadurch kann Juan seinen Gegner nicht aufhalten. Als der Killer seine Waffe ergreift und seinen Schwung abbremst, um sofort auf Juan zu schießen, fällt Juan durch den verloren Schwung allerdings wieder nach unten, und der Killer wird hochgezogen, wodurch sein Schuss daneben geht.
Auf dem großen Flachdach des Rathauses prügeln sich Chris und Krilenko in einem aufreibenden gegenseitigen Schlagabtausch immer weiter zur Mitte hin, wo Chris drei dort bereitstehende Jetpacks erblickt, mit denen Krilenko und seine beiden Männer offenbar den nächsten Schritt ihrer Flucht antreten wollen.
An seiner gefesselten Hand festhängend, rennt Juan im Halbreis an der nahegelegenen Wand entlang, wodurch sein Gegner ihn mit drei weiteren Schüssen verfehlt. Dabei hat Juan in den Kabelbinder ausreichend Spiel gebracht, um mit seinem Schwung eine Schlaufe um den Hals des Killers zu legen. Unbeeindruckt davon, eröffnet dieser ein weiteres Mal das Automatikfeuer auf Juan und zieht mit seiner freien Hand am Kabelbinder außerhalb der Schlaufe, so dass Juan wieder hoch gerissen wird.
Im Verlaufe ihrer Prügelei bei den Jetpacks angelangt, schmettert Krilenko einen der schweren Raketenrucksäcke gegen Chris´ Kopf und humpelt zum zweiten, den er sogleich aktiviert: die Zündsequenz für den Düsenantrieb läuft an.
An seiner gefesselten Hand in der Luft hängend, rennt Juan erneut an der Wand entlang, um den todbringenden Automatikschüssen zu entgehen. Dabei wird Juan zunehmend höher unter die Decke gezogen, wodurch der Kabelbinder auf der Seite von Juans Gegner immer mehr Spiel bekommt. Schließlich lässt Juan sich durch den gewonnenen Schwung an seiner festgebundenen Hand quer durch den Wartungsraum auf seinen Gegner zu pendeln, der ihn jetzt genau im Visier hat. Jedoch wird durch Juans Schwung jetzt der Kabelbinder unter der Decke wieder auf die andere Seite gezogen, wodurch sich der Kabelbinder um Hand und Hals von Juans Gegner fest zuzieht: der Killer kann nicht mehr zielen. Indem Juan jetzt auf ihn zu schnellt, wird der Killer an Hals und Hand hoch gezogen und mehrfach um seine eigene Achse gedreht, wobei der Kabelbinder sich immer fester zuzieht. Wie wild geworden um sich feuernd, wird der Killer wirbelnd bis unter die Decke gezogen, wobei sein anfängliches Gebrüll mit der zunehmend enger werdenden Schlinge um seinen Hals in ein krächzendes Quietschen übergeht, das dann, als der Mann schließlich unter der Decke aufgehängt wird, mit einem brutalen Knacken endet: augenblicklich erlischt auch das Automatikfeuer. Indem Juan seine Hand befreit, fällt sein Gegner reglos von der Decke und prallt mit einem lauten Schlag zu Boden. Beim Aufprall ist anhand des unnatürlich verdrehten Kopfes zu erkennen, dass das Genick des Killers gebrochen ist. Mit fest entschlossenem Blick nimmt Juan die Automatikwaffe an sich und eilt in den Flur hinaus.
Im Büro des Bürgermeisters hält der Killer seine Geiseln weiterhin in Schach. Da tritt Juan von außen die Tür auf und hat den Killer sofort ins Visier der Automatikwaffe genommen.
Der Killer blitzt Juan eiskalt an, seine eigene Waffe weiterhin unentwegt auf Dirk Grey und die anderen Geiseln gerichtet.
„Weg mit deiner Waffe, oder Green-Stone-Town braucht einen neuen Bürgermeister!“
Juan legt die Automatikwaffe vorsichtig auf den Boden und hebt seine Hände. Dabei wechseln er und Dirk Grey einen eindringlichen Blick, der über das im Schreibtisch feststeckende Messer hinweg gleitet. Blitzschnell richtet der Killer seine eigene Automatikwaffe jetzt auf Juan:
„Bringen wir erst mal diesen Job zu Ende!“
Als der Killer abdrücken will, springt Dirk Grey mit einem Satz zu seinem Schreibtisch, zieht das Messer heraus und schleudert dieses dem sich schon wieder umdrehenden Killer entgegen: Das Messer fliegt dem Killer, der gerade schießen will, frontal in den Hals und die blutige Schneide tritt aus dem Nacken wieder aus – der Killer hat nur noch einen kurzen unverständlichen Gurgellaut von sich gegeben und eine Automatiksalve abgefeuert, die die große Fensterscheibe zerfetzt.
Juan: „Alles in Ordnung?“
Dirk nickt: „Den Umständen entsprechend.“
Einer der Officers signalisiert, dass auch die anderen Geiseln in Ordnung sind.
Juan nickt Dirk zu: „Danke.“
Dirk: „Gleichfalls.“
Einer der Officers tritt an die aus den Angeln getretene Tür zum Flur:
„Wir bringen Sie jetzt nach draußen,
Bürgermeister Grey.“
Juan: „Wir erledigen diesen Exekutionstrupp.“
Von der Seite kommt Chris, sichtlich lädiert, auf Krilenko zugesprungen und wirft diesen zu Boden. Mit beiden Händen umfasst Chris Krilenkos Kopf und schlägt diesen mit voller Wucht gegen das harte Metallgehäuse des aktivierten Jetpacks. Mit einem wütenden Stöhnen dreht Krilenko die erste der gerade zündenden Raketendüsen genau in Chris´ Richtung, als die gewaltige Stichflamme durch die Luft faucht. Noch soeben kann Chris nach hinten springen, so dass die Flamme dicht über ihn hinwegfegt. Allerdings hat Chris´ rechter Arm Feuer gefangen, und Chris rollt sich ein paar Meter auf dem Dach ab. Krilenko richtet sich, am Raketenwerfer festklammernd, auf, doch schon kommt Chris aus dem Liegen zurück in den Stand gesprungen und kickt Krilenko mit voller Wucht nach hinten, so dass Krilenko mit dem Rücken brutal gegen das Metallgehäuse des Jetpacks geschmettert wird und automatisch am Jetpack festgegurtet wird. Blutend zieht Krilenko – wenn auch nicht mehr so beweglich wie vorher – eine weitere Automatikwaffe aus einem Fach des Jetpacks. Zeitgleich sieht Chris aus dem Augenwinkel den Jet mit den übrigen beiden Killern aus Krilenkos Trupp im Tieffluge auf das Rathausdach zugeschossen kommen. Chris ergreift im Laufen einen der anderen beiden Jetpacks und schmettert diesen brutal gegen Krilenko. Schon stürzt sich der Jet auf das Dach herab und eröffnet das zerfetzende Bordfeuer. Chris blickt zu Krilenko, der stöhnend und blutüberströmt erneut seine Automatikwaffe ausrichtet. Da taucht Airfighter auf und stürzt sich bedrohlich auf den Jet der Killer herab.
Bill, über die Außenlautsprecher: „Den Jet schaffen dir vom Hals, Chris!“
Im Cockpit bestätigt Jessica: „Jet ist erfasst.“
Airfighter: „Ausweichmanöver ist initiiert.“
Bill: „Feuer.“
Jessica betätigt die Waffenkontrollen.
Airfighter schießt eine Rakete ab, die genau in den sich dicht über dem Rathausdach befindlichen Jet einschlägt: noch kurz blicken die beiden Killer im Cockpit auf, als schon speiende Flammen das Cockpit fluten. Chris rennt, Haken schlagend, auf den ihn unter Automatikfeuer nehmenden Krilenko zu, indem von hinten das brennende Wrack herabstürzt und Airfighter unter vollem Gegenschub wieder nach oben zieht. Inmitten von Krilenkos Kugelhagel springt Chris nach vorn, rollt sich auf dem Dach ab, springt unmittelbar vor Krilenko wieder hoch und tritt mit dem gesamten Schwung gegen eine weitere der Raketendüsen des Jetpacks, die gerade zündet: Die Stichflamme verschlingt sofort Krilenkos Hand mit der Automatikwaffe, und innerhalb weniger Sekunden steht Krilenkos halber Oberkörper in Flammen. Krilenko schreit auf, als die Flammen schon in sein Gesicht schlagen. Mit einem letzten Tritt kickt Chris Krilenko die Beine weg, so dass dieser nach vorn auf das Dach fällt. Als in diesem Augenblick die letzte der Raketendüsen des Jetpacks zündet, wird der liegende Krilenko, lichterloh brennend, Meter weit bei rasender Geschwindigkeit über das Dach des Rathauses geschliffen, bevor er allmählich in die Luft aufsteigt: geradewegs auf das auf ihn zustürzende brennende Wrack zu. Krilenko, der inmitten der lodernden Flammen nur noch als blutüberströmtes Etwas zu erahnen ist, schreit noch einmal erstickend auf, als er frontal in das auf ihn zu stürzende Flammeninferno hineinrast. Als er hinein gekracht ist, ereignet sich im Innern eine weitere Explosion. Dann schlägt das brennende Wrack auf und rutscht einmal quer über das komplette Dach, indem Chris sich hinter ihm her dreht. Anschließend stürzt das Wrack als loderndes Inferno nach unten und schlägt inmitten einer letzten Trümmer speienden Explosion auf der Straße auf.
Hinter Chris kommt Juan aus dem Zugang zur Treppe gestürmt.
Erleichtert blickt Juan Chris an. Chris nickt Juan ebenfalls erleichtert zu.
Über den beiden kommt Airfighter schon wieder zurück geflogen.
Bill, über Watchcomm: „Seid ihr noch ganz?“
Beide sind so außer Atem, dass sie nur ihre Daumen hoch halten.
Von Sektion Alpha aus schaltet sich President Brunt in den Funk ein:
„Was ist mit Oberst Krilenko?“
Chris wechselt einen Blick mit Juan: „Exekutiert.“
Juan zeigt ein ansatzweises, ironisches Grinsen: „Aber so was von – ich sag´s Ihnen!“
Jetzt beginnt auch Chris zu grinsen.
4 –
In der verlassenen Schneelandschaft Sibiriens senkt sich der Flugjäger, mit dem Major Jenkins Sektion Alpha verlassen hat, im Tieffluge auf den Tunneleingang zu, in den auch General Slatkins Panzerzug gefahren ist. Aus der Vogelperspektive ist mitzuverfolgen, wie der grelle Düsenschweif des Flugjägers augenscheinlich den gefrorenen See einmal komplett durchquert.
Kurz darauf liegt Colonel Stevens in der Mitte eines steril weißen Raumes auf eine metallene Pritsche gefesselt: An seine Schläfen sind die blanken Enden von EEG-Sensoren geklebt, und in seine Adern sind Kanülen eingestochen, die an einem Sammeltropf hängen; die Umgebung erinnert an einen Operationssaal, allerdings wirken die auf dem in Reichweite befindlichen Metalltisch bereitliegenden Instrumente sehr bedrohlich!
Als Marshal seine Augen aufschlägt, sieht er General Slatkin und Major Jenkins unweit neben seiner Pritsche stehen.
General Slatkin: „Willkommen in Sibirien, Colonel Stevens. Der russische Geheimdienst bedarf eines Informations-Upgrades, was die Interna ihres CIA betrifft, und Sie sind eingeladen, uns dabei aktiv behilflich zu sein.“
Stevens verzieht einen seiner Mundwinkel zu einem ansatzweisen, sarkastischen Grinsen.
General Slatkin, sachlich trocken:
„Selbstverständlich sind wir darauf eingestellt, dass Sie nicht freiwillig kooperieren möchten.“
Slatkin deutet auf die bereitliegenden Instrumente auf dem Metalltisch neben sich und auf die Ampullen, die an den Kanülen hängen, die direkt in Marshals Adern laufen.
Slatkin: „Uns steht eine abwechslungsreiche Palette an Wahrheitsseren, Drogen, Nervengiften, Schmerz auslösenden Giften und Werkzeugen für diverse irreparable physische Eingriffe zur Verfügung.“
Jetzt nimmt Slatkin eine der Ampullen in die Hand: „Außerdem sind wir bei Agenten des CIA immer offen für Neues, und so haben wir nicht zuletzt eine intravenöse Verabreichung konzentrierter Schwefelsäure vorgesehen: Es dürfte eine recht interessante Erfahrung werden, von innen heraus verkohlt zu werden – meinen Sie nicht, Colonel?!“
Stevens kneift seine Augen zusammen: „Sie machen nur Ihren Job, General Slatkin.“
Slatkin zeigt kurz eine Regung in seiner Mimik:
„Gut, dann wissen Sie wenigstens, wer über Ihren Gesundheitszustand befiehlt.“
Slatkin nickt Jenkins zu und verlässt dann den weißen Raum mit den Worten:
„Beginnen Sie – aber zunächst dürfen nur unwichtige Körperfunktionen beeinträchtigt werden!“
Jenkins blitzt den gefesselten Stevens aus eiskalten Augen an: „Zu Befehl, General!“
Jenkins ergreift zwei Ohrhörer vom Metalltisch und steckt diese in Stevens´ Ohren.
Jenkins: „Ihre Trommelfelle sind nicht essentiell, wir können unsere Fragen an Sie ja auch aufschreiben!“
Dann betätigt Jenkins einen Knopf auf einem elektrischen Steuerpult, und sogar in dem Abstand, den Jenkins von Stevens Ohren hat, ist der nicht genauer zu definierende Lärm zu hören, der aus den Ohrhörern dröhnt. Stevens verzieht sein Gesicht wie unter Schmerzen. Währenddessen öffnet Jenkins den kleinen Hahn an der Ampulle mit dem Wahrheitsserum, das so in Stevens´ Blutkreislauf gelangen soll.
In dieser Sekunde beginnt plötzlich, etwas in Colonel Stevens´ gefesseltem Arm unter der Haut rot aufzuglühen. Jenkins hält inne und blickt verwirrt auf die Stelle in Stevens´ Arm.
Obwohl er selbst gegen den Lärm aus den Ohrhörern nichts hören kann, zischt Stevens Jenkins an:
„Dass Sie am Leben bleiben, ist nicht essentiell, ich benötige lediglich Ihre Zugriffscodes, Verräter!“
Böses ahnend, reißt Jenkins seine Augen unwillkürlich auf, als die blinkende Stelle in Stevens´ Arm aufplatzt und unter einer kurzen, weg spritzenden Blutsalve eine kleine metallene Sonde zum Vorschein kommt: Diese stößt augenblicklich einen Hyperschallimpuls aus, der die Glasampullen zerplatzen lässt und die Glassplitter in Jenkins´ Gesicht schleudert, während Jenkins, sich die Ohren zuhaltend, aufschreiend zusammenbricht. Anschließend sendet die Sonde in der offenen Wunde in Stevens´ Arm einen EM-Impuls aus, der sogleich sämtliche elektrischen Instrumente in diesem Raum lahmlegt und auch die elektrisch kontrollierten Fesseln, die Stevens auf der Pritsche halten, deaktiviert. Stevens steht auf, reißt sich die Kanülen aus den Armen, woraufhin noch einige Tropfen Blut folgen, und nimmt sich die dröhnenden Ohrhörer aus den Ohren.
In der großen Einsatzzentrale der versteckten Basis blickt Oberst Radzek abrupt von einem Kontrollterminal auf: „General, wir haben da plötzlich ein unidentifiziertes Objekt in der Ortung!“
Slatkin, der gerade erst wieder die Zentrale betreten hat: „Stellen Sie Sichtkontakt her, Oberst!“
Eine Sekunde später wird auf die halbkugelförmige Kuppel, die die gesamte Zentrale überzieht, der Anblick eines großen Flugkörpers projiziert, der über die Schneelandschaft Sibiriens hinweg gleitet.
Slatkin kneift seine Augen zusammen, indem er zischt: „Vergrößern Sie es!“
Nach dem abrupten Vergrößern der Projektion über ihren Köpfen ist die Airfighter-Basis mit ausgefahrenem Bordwaffenarsenal zu sehen, die immer weiter heranwächst – dieser überdimensionale Anblick lässt einem die Knie versagen.
Radzek: „Sie haben uns gefunden!“
Slatkin: „Das war eine Falle!“
5 –
Einige Zeit zuvor:
An Bord von Sektion Alpha befinden sich Chris, President Brunt und Colonel Stevens im Büro des Präsidenten.
Chris: „Betrachtet man die bisherige Vorgehensweise des russischen Exekutionstrupps, Mister President, würde ich eine weitere Eventualität mit in Betracht ziehen.“
Brunt sieht Chris fordernd an.
Chris: „Einen Insider des russischen Geheimdienstes in den Reihen des CIA.“
Stevens: „Es macht die Rettungsoperation für uns nicht gerade einfacher, Commander, wenn Sie dafür sorgen, dass wir unseren eigenen Agenten nicht mehr vertrauen können!“
Chris, unbeeindruckt: „Seit wann vertraut der CIA irgendjemandem, Colonel?“
Stevens verzieht seinen Mund, erwidert aber nichts weiter.
Brunt, der über das Gesagte nachgedacht zu haben scheint: „Also gut, Commander Hawk. Wie sollen wir in Anbetracht dieser Eventualität Ihrer Meinung nach vorgehen?“
6 –
Stevens ist von der Pritsche zu dem auf dem Boden liegenden Jenkins gegangen und stemmt diesen gerade hoch. Dabei blickt Stevens auf die kleine metallene Sonde in der aufgeplatzten Wunde in seinem Arm: die Sonde blinkt immer wieder rot auf.
In der Computerzentrale der Airfighter-Basis sitzen Chris, Bill, Juan, Jessica und Ned Burton an den verschiedenen Stationen.
Jessica: „Die Anpeilung von Colonel Stevens´ Signal ist bestätigt.“
Juan: „Zielkoordinaten sind programmiert.“
Bill: „Waffensysteme sind aktiviert und bereit.“
Ned: „Fertig für die Funkübertragung.“
Chris blickt nach vorn durch die große Panzerglasscheibe auf die unter ihnen vorbeigleitende Schneelandschaft hinaus, wobei er den angesteuerten Punkt am Horizont zu fixieren scheint.
Aus dem Gebirge, von dem der gigantische Gletscher aus in den gefrorenen See verläuft, werden mehrere große Raketenwerfer und Automatikgeschütze ausgefahren.
In der Einsatzzentrale ist nach wie vor das riesige Bild der herannahenden Airfighter-Basis auf die halbkugelförmige Glaskuppel projiziert.
Oberst Radzek: „Wenn das Airfighter-Team hier ist, würde das bedeuten, dass Oberst Krilenkos Exekutionstrupp versagt hat, General!“
General Slatkin, ungläubig: „Das ist noch nie geschehen!“
Radzek: „Vielleicht, General, haben wir das Airfighter-Team unterschätzt!“
Die Türen zum Verhörraum öffnen sich – Stevens´ EM-Impuls hat auch ihre elektronische Schließvorrichtung außer Kraft gesetzt – und der reglose Major Jenkins fällt in den Gang hinaus. Die zwei bereitstehenden Wachposten sind für einen kurzen Moment verwirrt: Diesen Augenblick ausnutzend, kann Colonel Stevens beide in einer gekonnten Nahkampf-Attacke überwältigen und zu Boden schicken. Reaktionsschnell sieht er sich um und hat sogleich den gesamten Gang erfasst: keine weiteren Wachposten, keine Überwachungskameras. Stevens packt die beiden Wachen und zieht sie in den Verhörraum. Dann nimmt er die beiden Automatikwaffen an sich: die eine hängt er sich um, die andere hält er schussbereit in Händen. Mit Jenkins im unsanften Schlepptau eilt Stevens den Korridor entlang.
In der Einsatzzentrale meldet der Offizier von der Kommunikationskontrolle:
„Sir, wir empfangen eine audio-visuelle Funkmitteilung von der Airfighter-Basis.“
General Slatkin: „Bringen Sie sie auf den vorderen Hauptschirm!“
„Aye, Sir.“
Slatkin und Radzek richten ihre Blicke auf den vorderen Teil der Glaskuppel, wo das Bild der herannahenden Airfighter-Basis jetzt der Innenansicht der Airfighter-Computerzentrale weicht.
Chris: „General Slatkin, wir müssen da noch etwas zu Ende bringen!“
Slaktin knirscht vor Wut mit den Zähnen: „Sie haben keinerlei Befugnisse in diesem Luftraum, Commander Hawk – wenn unsere Regierung erfährt, dass die USA...“
Chris unterbricht den General: „Selbstverständlich weiß die US-Regierung nichts von unserer Operation. Nennen wir es einmal – nur der Vertrautheit halber – einen inoffiziellen Exekutionsschlag im Sinne der internationalen Sicherheit, General. Ich bin mir sicher, Sie haben Verständnis dafür!“
Oberst Radzek blickt zu dem Kommunikationsoffizier, der kopfschüttelnd von seiner Station aufsieht: „Das Signal ist codiert, Sir – wir können es zwar empfangen, aber die Computer können es nicht speichern.“
Chris: „Sie haben noch die Chance, sich zu ergeben, General.“
Slatkin kneift seine Augen zusammen und zischt Chris auf dem Bildschirm an:
„Vorher schicke ich Sie zur Hölle, Commander!“
Slatkin dreht sich zu Oberst Radzek, der sogleich den Offizieren an den taktischen Kontrollen zunickt.
Draußen werden sogleich die großen Raketenwerfer und Automatikgeschütze aktiviert und eröffnen ein todbringendes Inferno, das auf die Airfighter-Basis zu donnert.
In der Airfighter-Computerzentrale antwortet Chris noch dem gerade vom Hauptschirm verschwindenden General Slatkin: „Aber erst nach Ihnen, General!“
Juan: „Bei dem Begrüßungsfeuerwerk wird es nicht gerade ein Spaziergang werden, mit der Airfighter-Basis nahe genug an die Station heranzukommen!“
Chris: „Dann wird’s Zeit für unsere Überraschung!“
Ned Burton, der sich ebenfalls an Bord der Airfighter-Basis befindet, nickt bestätigend.
Draußen öffnet sich das Panzertor zur Start- und Landerampe Airfighters an der Unterseite der großen Basis, und zusammen mit Airfighter donnern allerdings auch drei Hyperschall-Kampfjäger der Airforce heraus: indem die Jäger steil von der Airfighter-Basis wegziehen, um zum Angriffsmanöver auf die russische Geheimstation anzusetzen, werden die ersten heran schießenden Raketen von den großen Bordwaffen der Airfighter-Basis in donnernden Glutbällen in der Luft zerfetzt oder so aus ihrer Flugbahn geworfen, dass sie unten in die verschneite Wildnis einschlagen.
Mit dem bewusstlosen Major Jenkins im Schlepptau eilt Colonel Stevens – stets schussbereit – durch die Korridore der russischen Geheimstation, wo von allen Seiten der taktische Alarm erschallt: Sein Vorteil ist, dass dadurch alles Personal auf den taktischen und Verteidigungsstationen benötigt wird und er sich somit weitestgehend hindernisfrei durch die Station bewegen kann; lediglich zweimal hat er einen Wachposten von hinten niederschlagen müssen. Schließlich erblickt Marshal den Hauptlift hinter der nächsten Ecke, um die er vorsichtig herum geschaut hat: allerdings stehen dort zwei bewaffnete Posten schussbereit. In diesem Moment erlangt Major Jenkins wieder das Bewusstsein und versucht, Stevens niederzustrecken, indem er zugleich die Wachen herbei ruft. Reaktionsschnell hat Stevens Jenkins wieder im Würgegriff und rammt ihn einfach mit dem Kopf einmal gegen die metallene Korridorwand, so dass Jenkins wieder abrupt verstummt. Den hinter der Ecke herbeieilenden Wachen wirft Stevens kurzerhand den reglosen Jenkins in den Weg, und indem beide Wachposten das Feuer eröffnen, wirft sich Marshal mit einem weiten Satz mitten in den Gang und eliminiert beide Wachposten mit einer gezielten Schussfolge aus der mitgenommenen Automatikwaffe. Marshal zieht Jenkins an den Haaren hinter sich her zum Hauptlift, dreht Jenkins hier die rechte Hand herum und presst sie gegen den Handflächenscanner neben der automatischen Aufzugtür. Als sich die Tür öffnet, richtet Stevens blitzschnell sein Automatikgewehr ins Innere des Liftes, bereit sofort abzudrücken – doch der Lift ist leer.
Weiter oben in der Einsatzzentrale sieht General Slatkin Oberst Radzek mit eiskaltem Blicke an.
Slatkin: „Das wäre jetzt die Gelegenheit, einen Spionagesatelliten der Amerikaner über Europa vom Himmel fallen zu lassen – finden Sie nicht auch, Oberst?!“
Radzek nickt mit dem gleichen eiskalten Blick und ruft einem der Offiziere an den Kontrollstationen einen Befehl in russischer Sprache zu.
Im Tiefflug donnern Airfighter und einer der Hyperschalljäger frontal heran: im Airfighter-Cockpit befindet sich Jessica und im Cockpit des Kampfjägers Ned. Beide Maschinen feuern aus allen Rohren auf eine der Abschussvorrichtungen der russischen Geheimstation, die aus dem Gebirge mit dem riesigen Gletscher ausgefahren worden sind. Infolge des gezielten Beschusses explodiert das Waffengeschütz und dahinter wird eine Öffnung durch den Fels hindurch ins Innere der Geheimstation erkennbar. Indem Airfighter und der Kampfjäger wieder steil am Gletscher entlang hoch ziehen, springen Bill und Chris von Airfighter aus ab: beide tragen ein weiteres Mal die Hightech-Panzeranzüge der Robotpiloten des CIA – allerdings jetzt ohne die metallenen Helme. Präzise manövrieren die beiden in die in den Fels gesprengte Öffnung hinein und finden sich in einem mit Metall verkleideten Korridor der russischen Geheimstation wieder.
In der Airfighter-Computerzentrale reagiert Juan auf einen gerade ertönenden Sensorenalarm.
„Hey, Leute – wir haben ein weiteres Problem: scheint so, als würde der Satellit, den Slatkin für Europa als Spionagesatellit des CIA aussehen lassen will, plötzlich aus dem Erdorbit fallen!“
Im Airfighter-Cockpit zeigt Jessica einen Blick, der böse Erkenntnis widerspiegelt:
„Verdammt, die haben an alles gedacht!“
Bereits am anderen Ende des metallenen Korridors angelangt, wechseln Bill und Chris einen kurzen Blick miteinander.
Chris: „Okay, Juan – dann sorge aber dafür, dass der Schuss nach hinten losgeht! Du verstehst, was ich meine?“
Chris und Bill blicken einander erneut in die Augen.
Juan: „Ich fürchte, ich verstehe dich nur allzu gut, Chris. Aber dann falle ich hier unten für euch aus!“
Ned: „Wir halten die Stellung solange, Juan!“
Juan: „Bin schon auf Kurs, Chris. Alles Gute euch!“
Chris: „Dir auch Partner – du machst das!“
Im Airfighter-Cockpit blickt Jessica zur Airfighter-Basis hinüber, an der sie gerade erneut vorbei schießt: ihr ist die Besorgnis um Juan anzusehen, aber sie konzentriert sich auf ihre Mission.
In der Airfighter-Computerzentrale startet Juan die starken Rückstoßtriebwerke der Basis, so dass diese senkrecht nach oben in den Himmel aufsteigt.
Juan: „Also dann, packen wir´s an!“
Marshal Stevens befindet sich im Lift auf dem Wege nach oben und hält seine Automatikwaffe unentwegt auf die Lifttüren gerichtet – bereit, um das Feuer in die Einsatzzentrale zu eröffnen, wo sich die Türen voraussichtlich das nächste Mal öffnen werden. Da schlägt der angeschlagene Major Jenkins erneut seine Augen auf und schlägt von hinten brutal auf Stevens ein. Doch Marshal pariert die nächsten Schläge und rammt Jenkins gegen die Liftwand: auch Marshal ist jetzt etwas mitgenommen. In diesem Moment hält der Lift an und erneut leuchtet der Handflächenscanner auf. Gerade schlägt Jenkins Stevens erneut gegen den Kopf, da schlägt Stevens Jenkins mit der Stirn mitten ins Gesicht, woraufhin Blut spritzt. Dann ergreift Stevens Jenkins´ Arm und dreht diesen, brutal knackend, auf den Rücken. Mit einer Automatiksalve feuert Stevens genau in die Lifttüren.
Auf der anderen Seite der panzergesicherten Türen befindet sich tatsächlich die Einsatzzentrale, und sofort befiehlt Oberst Radzek allen Offizieren, die Waffen auf den Lift auszurichten.
Radzek: „Feuer bei der ersten Bewegung!“
Slatkin: „Das werden sie bereuen!“
Im Lift zischt Stevens Jenkins an: „Ich schulde Ihnen noch eine ganz besondere Erfahrung, Verräter!“
Brutal drückt Stevens Jenkins´ umgedrehte Hand auf den Handflächenscanner, so dass die Lifttüren aufgleiten. Schwungvoll wirft Stevens Jenkins, der seine Augen weit aufreißt und schreit, durch die Lifttüren in die von hier noch nicht erkennbare Zentrale, wo Jenkins noch im Fluge von unzähligen Automatikschüssen aus mehreren Richtungen zugleich inmitten donnernder Einschläge abrupt verstummt – etliche Blutsalven sind durch die Luft gespritzt. Mit entschlossenem Blick lädt Stevens seine eigene Automatikwaffe durch und springt jetzt aus dem Lift und eröffnet das Feuer in alle Richtungen, aus denen auf Jenkins geschossen worden ist.
Bill und Chris sind zu einem Liftzugang gelangt und schließen die elektrische Zugangskontrolle kurzerhand mit einem Hochspannungsimpuls aus ihren Watchcomms kurz. Ebenso veranlassen sie den Lift, nach oben zu fahren, wo sie die Zentrale der Geheimstation vermuten.
Draußen stehen Airfighter und die drei Airforce-Kampfjäger unter dem Dauerbeschuss der schweren Geschütze der Geheimstation. Immer wieder müssen sie in Hochgeschwindigkeitsmanövern dem Beschuss knapp ausweichen.
In der Zentrale der Geheimstation haben einige der russischen Soldaten zusammen mit General Slatkin und Oberst Radzek hinter einer mittig gelegenen, massiven Konsole Schutz vor dem Dauerbeschuss durch Major Stevens gefunden und eröffnen jetzt ihrerseits das Dauerfeuer. Als Stevens nachladen muss, ist die Gelegenheit für seine Gegner gekommen: reaktionsschnell springt er in einer Computernische in Sicherheit, als schon die Automatikkugeln auf ihn einschlagen und die Metallwände um ihn herum brutal zerfetzen.
Slatkin nickt Radzek zu, und Radzek gibt seinen Soldaten den Befehl, unter vollem Beschuss loszustürmen – Stevens blickt angespannt auf. Gerade als die Soldaten auf seine Nische eingestürmt wären, wird am gegenüberliegenden Ende der Einsatzzentrale donnernd ein weiteres Paar Lifttüren auseinander gesprengt, und Bill und Chris stürmen die Zentrale.
Radzek brüllt wütend: „Eliminieren!!“
Indem sich die Soldaten umdrehen und das Feuer auf Bill und Chris eröffnen wollen, erwidern diese bereits das Automatikfeuer in die Einsatzzentrale: Radzek und Slaktin springen hinter eine andere Kontrollstation in Sicherheit.
Slatkin und Radzek wechseln einen eindringlichen Blick miteinander.
Slatkin: „Zeit für Phase_3, Oberst!“
Radzek nickt: „Zu Befehl, General.“
Indem sich Radzek zu den Kontrollen an der großen Konsole umdreht, öffnet Slatkin per Fernbedienung ein drittes Paar Lifttüren und stürzt sich dann mit einem Satz durch das Inferno des wechselseitigen Automatikbeschusses ins Innere des Liftes. Als sich die Lifttüren wieder schließen, ist noch kurz Slatkins zufriedener Blick zu sehen.
Die Airfighter-Basis ist bereits so weit oben in der Atmosphäre angelangt, dass die Erdkrümmung gut erkennbar ist.
In der Computerzentrale erblickt Juan den allmählich abstürzenden Satelliten auf dem Hauptschirm und programmiert einen Abfangkurs.
In der Einsatzzentrale der Geheimstation haben Bill, Chris und Marshal schon einen Großteil der Soldaten durch ihren Beschuss von verschiedenen Seiten eliminiert, während sie selbst ununterbrochen unter Automatikbeschuss stehen.
Stevens ruft gegen den Schusslärm: „Slatkin ist entkommen!“
Bill: „Gesehen!“
Chris und Bill wechseln einen einvernehmlichen Blick miteinander.
Bill: „Ich bringe den Job hier mit Stevens zu Ende.“
Chris: „Okay, dann schicke ich Slatkin unsere Abschiedsgrüße nach.“
Indem Bill Chris Feuerschutz gibt, rennt Chris einmal quer durch die Zentrale mitten durch den Automatikkugelhagel, zündet dann einen kurzen Schub aus den Düsen seines Panzeranzuges und springt in hohem Bogen durch die mit einer Schussfolge zerfetzten Lifttüren in den Aufzugschacht hinunter hinter General Slatkin her.
Radzek hat Chris´ Sprung in den Aufzugschacht beobachtet und gibt eine letzte Befehlssequenz in das Terminal vor ihm ein.
Bill und Stevens verständigen sich mit einem kurzen Blickaustausch und stürmen dann endgültig die restliche Einsatzzentrale. Als sie fast die Mitte der Zentrale erreicht haben, wo Oberst Radzek hinter dem großen Kontrollterminal steht, nimmt Stevens Radzek genau ins Visier seiner Automatikwaffe.
Stevens: „Es ist aus – Hände weg von den Kontrollen!“
Im Hintergrund hat Bill soeben die letzten Soldaten neutralisiert und behält die Umgebung in der Einsatzzentrale genau im Auge. Auf die große Glaskuppel über ihren Köpfen ist der brutale Beschuss Airfighters und der drei anderen Jäger durch die schweren Geschütze der Geheimstation draußen mitzuverfolgen.
Radzek zeigt einen kalten, funkelnden Blick:
„Sie haben uns unterschätzt – fataler Fehler, meine Herren.“
Gerade eröffnet Stevens das Feuer, da durchfährt ein brutaler Ruck die gesamte Einsatzzentrale und wirft Stevens zu Boden, so dass sein Schuss daneben geht. Bills Panzeranzug zündet automatisch die Positionsdüsen, um Bill sicheren Halt zu gewährleisten. Blitzschnell heben sich die metallenen Bodenplatten um den mittleren Bereich der Zentrale empor, wo Radzek bei dem großen Kontrollterminal steht, und im Uhrzeigersinn schließen sich die Platten zu einer dicken Panzerwand zusammen, die die Mitte der Zentrale jetzt vollständig vom Rest abschottet. Ein dröhnendes Geräusch ergänzt das immer heftiger werdende Beben, so dass Stevens überhaupt keine Chance mehr hat, wieder auf die Beine zu kommen.
Marshal blickt Bill genau in die Augen: „Bringen Sie den Job hier zu Ende, Lieutenant!“
Bill sieht Marshal getroffen in die Augen. Da wird mit einem apokalyptischen Donnern der gesamte periphere Bereich der Einsatzzentrale – und mit ihm Marshal Stevens – einfach nach außen weg gesprengt und sofort in unzählige Metalltrümmer zerfetzt; das Kuppeldach zerplatzt, und in einem beeindruckenden Schauspiel wird das bis gerade noch auf die Glaskuppel projizierte Außenbild inmitten der gigantischen Zersplitterung durch dasselbe Szenario in natura ersetzt, das zeigt, wie Airfighter und die Airfoce-Jäger ein weiteres Mal dicht an der Geheimstation vorbeiziehen und ununterbrochen unter dem brutalen Beschuss der schweren Waffengeschütze stehen.
Bill schwebt in seinem Kampfanzug jetzt frei in der Luft, unweit von dem abgeschotteten Rest der Einsatzzentrale entfernt, als ihn der geschockte Funkspruch Jessicas erreicht.
Im Airfighter-Cockpit zeigt Jessicas Blick blankes Entsetzen: „Bill, sofort auf Abstand gehen – die Sensoren registrieren Infraschallwellen mit hohem Schalldruckpegel, die von der Geheimstation ausgesendet werden!!“
Im Cockpit seines Jägers funkt Ned die anderen beiden Piloten an:
„Sofort abdrehen, Jungs – Infraschallwaffen!!“
Im unterirdischen Bereich der Geheimstation rennt General Slatkin quer durch die an eine U-Bahnstation erinnernde Anlage und hastet ins Innere seines Panzerzuges. In der Hightech-Zentrale im Inneren gibt der General letzte Befehle in den Computer ein, woraufhin der Panzerzug anfährt. Auf der anderen Seite der U-Bahnhalle kommt Chris unter dem Gegenschub der Düsen seines Panzeranzuges aus dem Aufzug geflogen, dessen Türen er ebenfalls zerfetzt hat. Mit durchstartenden Raketendüsen rast Chris hinter dem Panzerzug her in den Tunnel hinein, der aus der Geheimstation hinaus unter den gefrorenen See führt.
In Außenansicht ist mitzuverfolgen, wie durch den hohen Schalldruckpegel der Infraschallwellen der gesamte Gletscher, hinter dem sich die Geheimstation befindet, innerhalb von Sekunden zerbirst und als tosende Eis-/Wassermassen in den gefrorenen See stürzt, wo, hierdurch ausgelöst, jetzt eine große Flutwelle zum gegenüberliegenden Ufer rast. Indem die Geheimstation hinter dem ursprünglichen Gletscher sichtbar wird, sprengt sie weitere periphere Bereiche ab und transformiert sich auf diese Weise zunehmend erkennbar in eine Art von riesigem Roboter, dessen Kopf der noch übrige und panzergesicherte Teil der ursprünglichen Einsatzzentrale darstellt und dessen Arme aus riesigen Raketenwerfern und Automatikgeschützen bestehen. Und tatsächlich setzt sich der gigantische Roboter jetzt auf seinen Beinen, die aus dem Rest der unteren Bereiche der Station entstanden sind, durch den nun aufgetauten See hindurch in Bewegung.
Airfighter und die drei Airforce-Jäger setzen ihren Angriff jetzt auf den riesigen Roboter fort, während Bill unweit vor dem Roboter in der Luft schwebt und ebenfalls das Feuer eröffnet – gegen den gewaltigen Roboter richtet Bills Beschuss allerdings kaum etwas aus!
Jessica: „Ned, nehmen wir den Kopf des Roboters ins Kreuzfeuer!“
Ned: „Bin dabei, Jessica – Leute, ihr habt´s gehört!“
Die vier Flieger stürzen sich mit erneut zündenden Triebwerken auf den Roboter hinab und eröffnen ein gewaltiges Feuerwerk aus ihren Bordwaffen.
Zugleich stellt Bill die Schussvorrichtungen seines Panzeranzuges auf Dauerfeuer um und unterstützt den Angriff – wenn auch mit weitaus geringerer Durchschlagskraft.
Doch der riesige Roboter richtet seinen rechten Arm aus, der aus einem gewaltigen Raketenwerfer besteht, und schießt – den eigentlich gewaltigen Rückstoß kann der große Roboter ohne weiteres durch sein Körpergewicht kompensieren.
Im Cockpit seines Kampffliegers verzieht einer der beiden Airforce-Piloten sein Gesicht unter dem Helm, indem er sich mit dem Unausweichlichen konfrontiert sieht: „Verdammt – es erwischt mich!“
Die Rakete schlägt trotz Ausweichmanövers frontal in den Airforce-Jäger ein, und in Sekundenbruchteilen wird um den Piloten herum das gesamte Cockpit einfach weg gefetzt und der Pilot von unzähligen Metalltrümmern getroffen und brennend in die Luft katapultiert.
Von weiter weg ist nur noch der Trümmer speiende Glutball am Himmel zu sehen, während sich im Vordergrund der riesige Roboter in einem Angst einflößenden Anblick in diese Richtung umdreht.
Im starken Düsenschub seines Kampfanzuges schießt Chris dem davonrasenden Panzerzug General Slatkins hinterher und holt diesen ein, kurz bevor er aus dem unterseeischen Tunnel in die Schneelandschaft hinausfährt. In dem Moment, als Chris den hintersten Waggon des Panzerzuges erreicht, wechselt er seine Hände gegen die mechanischen Greifhaken des Kampfanzuges aus, mit denen er sich Funken schlagend in die Panzerverkleidung des Zuges einhakt. Sogleich fährt ein Laserstrahler aus Chris´ rechtem Arm aus, mit dem Chris eine Kreislinie aus glühendem Metall in den Panzer brennt.
Aus dem Innern ist zu sehen, wie Chris einen kreisrunden Teil der Panzerwand heraustritt und sogleich ins Innere schwingt. Einige Wachposten eröffnen das Automatikfeuer auf Chris, während dieser das ununterbrochene Feuer aus den beiden Energiestrahlern, die aus seinen Armen ausgefahren sind, erwidert und dabei Schritt für Schritt weiter durch den Waggon schreitet und die Automatikkugeln überall an seinem metallenen Kampfanzug abprallen.
Vor dem Hintergrund des Sternenhimmels steuert die Airfighter-Basis genau auf den abstürzenden Satelliten der ESA zu.
In der Airfighter-Computerzentrale klammert sich Juan krampfhaft und mit Schweißperlen auf der Stirn an seinem Sitz fest, indem in seinen Augen das Spiegelbild des auf den Hauptschirm projizierten Satelliten immer weiter heranwächst: „Touch down!“
In diesem Augenblick rammt der Satellit die Airfighter-Basis und schlägt mit brutaler Wucht durch die dicke Panzerkuppel hindurch in das darunterliegende Haus ein: Im Wohnzimmer schlägt ein Teil des Satelliten plötzlich durch die einstürzende Decke und zermalmt die Einrichtung – sämtliche Fensterscheiben platzen mit einem donnernden Schlag.
In der Computerzentrale wird Juan aus seinem Sitz geschleudert.
Im Hintergrund ertönt die Computerstimme: „Druckabfall innerhalb der Airfighter-Basis!“
Juan, sich auf dem Boden sammelnd: „Computerzentrale hermetisch abriegeln!“
An den vier automatischen Türen, die aus der Computerzentrale führen, blähen sich dicke Luftpolster auf, die ein wenig aus den dünnen Spaltöffnungen an den Scharnieren gepresst werden.
Computer: „Hermetische Abriegelung ist erfolgt.“
Juan hat sich aufgerappelt und ist an die große Computer-Kontrollwand getreten:
„Status unserer Positionstriebwerke?“
Computer: „An der Belastungsgrenze, aber intakt.“
Juan: „Dann wollen wir das Geschenk mal abliefern!“
Als Chris am vorderen Ende des Waggons angelangt ist und dort die nächste schwere Panzertür aus den Angeln schmettert, bietet sich ihm der Blick in eine Art von langem Güterwaggon mit einem stattlichen Waffenarsenal. Da erblickt Chris General Slatkin am anderen Ende des Güterwaggons hinter einem großen Raketenwerfer.
Slatkin brüllt gegen den Fahrlärm an:
„Tut mir leid, Commander – aber Sie haben keinen Fahrschein!“
Slatkin aktiviert den Raketenwerfer und schießt einfach mitten durch den Güterwaggon eine Rakete auf Chris´ Position ab. Die abgefeuerte Rakete donnert rasend schnell durch den Waggon, während rings herum das gesamte Arsenal sowie die Panzerwände restlos zerfetzt werden. Noch knapp kann Chris mit einem Düsenschub seines Kampfanzuges in die Höhe schießen, um der Rakete zu entgehen, die den gesamten Güterwaggon restlos zerfetzt hat.
Der riesige Roboter dreht sich einmal um 180 Grad, wobei ein tiefes motorisches Brummen Bills Panzeranzug vibrieren lässt und schmerzhaft in den Ohren dröhnt. Erneut ziehen die verbliebenen drei Flieger dicht am Roboter vorbei, müssen aber wieder dem mörderischen Beschuss ausweichen.
Der Airforce-Pilot in dem anderen Jäger funkt Ned und Jessica an:
„Commander, ich schaffe uns den Raketenwerfer vom Hals – Sie sind danach aber nur noch zu zweit!“
Ned wechselt mit dem Piloten einen kurzen, aber eindringlichen Blick durch die Cockpitscheiben, als beide Jäger für eine Sekunde nebeneinander fliegen.
Ned nickt: „Viel Erfolg, Lieutenant – danke.“
Der Pilot nickt zurück und zündet dann erneut seine Triebwerke durch.
Jessica hält im Airfighter-Cockpit den Atem an, indem sie verfolgt, wie der Airforce-Jäger unter vollem Beschuss durch den riesigen Roboter genau auf dessen rechten Arm, den Raketenwerfer, zu hält, während Jessica selbst und Ned den Roboter im Verlaufe einer halben Umrundung wieder unter vollen Beschuss nehmen.
In seinem Cockpit blickt der Airforce-Pilot gebannt auf den rasend schnell auf ihn zu kommenden Raketenwerfer: „Fahr zur Hölle!“
Dann schlägt der Airforce-Jäger donnernd in den rechten Arm des Roboters ein und reißt diesen ab, indem der Jäger selbst zusammen mit dem abgerissenen Raketenwerfer in einem riesigen Detonationsball verschwindet, aus dem nur noch brennende Trümmer fliegen.
In der gepanzerten und jetzt viel kleineren Einsatzzentrale im Kopfe des Roboters wird Oberst Radzek hart hin und her geworfen.
In der Luft wendet Chris und steuert wieder steil nach unten auf den davonrasenden Panzerzug zu, während die eisige Luft ihm die Augen tränen lässt. Dann schlägt Chris erneut die metallenen Haken seines Kampfanzuges in den Panzerzug ein und wird in voller Fahrt mitgerissen. Weiter vorn öffnet sich eine der gepanzerten Luken des Zuges, und Slatkin beugt sich mit einem großen Panzergewehr heraus, um sofort auf Chris zu zielen.
Slatkin: „Sowjetische Urangeschosse, Commander – mit lieben Grüßen aus Moskau!“
Chris reißt die Augen auf, als Slatkin schon das panzerbrechende Feuer auf ihn eröffnet. Indem die Urangeschosse, die Chris knapp verfehlt haben, den Waggon, an dem Chris hängt, mehr und mehr zerreißen, wird Chris, an der Panzerkleidung des Zuges hängend, jetzt in voller Fahrt über die Schienen geschliffen: sein metallener Kampfanzug speit Funken.
Jessica: „Jetzt bringen wir´s zu Ende!“
Ned: „Worauf du dich verlassen kannst!“
Beide setzen ein weiteres Mal zum Angriffsmanöver auf den nunmehr einarmigen Roboter an, der jetzt allerdings das gebündelte Energiefeuer aus seinem linken Arm eröffnet. Indem Jessica in einem Looping den linken Arm des Roboters einmal von allen Seiten unter Dauerbeschuss nimmt und Ned frontal auf den Kopf zu hält, kommt hoch oben auf einmal ein gewaltiges Objekt in Sicht, das auf den Roboter zu stürzt: in rasendem Sturzflug wird dieses als die Airfighter-Basis mit dem eingeschlagenen Satelliten erkennbar.
In der Computerzentrale öffnet Juan einen Funkkanal:
„Achtung, Leute – hier kommt ein kleiner Wink von oben!“
Mit seinen Greifhaken durchschlägt Chris nun immer wieder das Metall an der Bodenseite des Waggons und klettert auf diese Weise zwischen Schienen und Waggonboden immer weiter nach vorn. Oben blickt Slatkin, angestrengt suchend, aus der Panzerluke nach draußen – aber er kann keine Spur mehr von Chris sehen. Einfach auf Verdacht feuert Slatkin weitere Urangeschosse in den Waggon weiter hinten ab, wodurch er diesen restlos zerfetzt. Unterdessen ist es Chris gelungen, an der Zugunterseite entlang bis zum vorderen Teil des Waggons zu klettern. Hier zieht sich Chris jetzt ebenfalls mit seinen metallenen Greifhaken nach oben. Als Slatkin Chris schließlich weiter von erblickt hat, feuert er sofort in diese Richtung. Die Geschosse zerfetzen die Wand zum nächsten Waggon und trennen außerdem den Zug in zwei Hälften: langsam vergrößert sich der Abstand zwischen dem vorderen Teil des Zuges und dem teilweise zerfetzten Waggon mit Chris und Slatkin.
In der Einsatzzentrale im Kopfe des Roboters erblickt Oberst Radzek auf dem Kontrollschirm den auf ihn zu stürzenden Satelliten, der in die Airfighter-Basis eingeschlagen ist: der Anblick des herabstürzenden großen Metallungetüms, das lodernde Flammen und dunkel rauchende Wolken hinter sich her zieht, lässt Radzek mit dem Leben abschließen.
Außer sich vor Wut, speit er: „Das war so nicht geplant!!“
Im letzten Augenblick zündet Juan die Triebwerke der Airfighter-Basis, um ihren Sturzflug abzufangen und sie wieder hochzuziehen. Durch den Trägheitsschub bricht der Satellit mitsamt dem halben Wohnzimmer jetzt aus der Basis heraus und stürzt, sich überschlagend und gefolgt vom Trümmerhagel, genau auf den Roboter zu. Dieser feuert noch eine gebündelte Energiesalve aus seinem linken Arm auf den Satelliten ab, wodurch dieser aber nur in ein loderndes Inferno verwandelt wird. Synchron zum sich überschlagenden Aufschrei Oberst Radzeks in der Einsatzzentrale schlägt der brennende Satellit mittig in den riesigen Roboter ein, während Jessica im Verlaufe einer weiteren Umrundung den Kopf des Roboters von seinem Körper abtrennt und Ned die Beine des Roboters unter Dauerbeschuss nimmt. Indem der Kopf des Roboters durch die Luft wirbelt, landet Bill im Gegenschub der Positionsdüsen seines Panzeranzuges auf dem Kopf und läuft diesen, während er in freiem Fluge rollt, entlang und zerfetzt eine der Panzerplatten mit seinem konzentrierten Beschuss. Unten in der Zentrale blickt noch kurz der sichtlich angeschlagene Radzek auf, als Bills Beschuss ihn und die gesamte Einrichtung der Zentrale bereits durchlöchert. Dann zerplatzt der gesamte Roboterkopf, und Bill geht auf Abstand. Der durchlöcherte Radzek fliegt inmitten der Trümmersalve nach unten, als er genau durch einen der Energiestrahlen fällt, die Jessica auf den Roboter abfeuert – Radzek geht sogleich in Flammen auf. Inmitten seines Falles nach unten wird der lichterloh brennende Radzek dann noch von dem steil hochziehenden Airforce-Jäger Neds mit voller Wucht gerammt und schlägt daraufhin stumm in den eiskalten See ein. Unmittelbar hinterher stürzt der brennende Rest des großen Roboters genau auf den unter Wasser treibenden Radzek und drückt ihn bis auf den Grund des Sees, wo sich die schweren Trümmer dann eingraben – an der Stelle, wo Radzek begraben worden ist, strömt plötzlich Blut aus den Trümmern heraus.
Der Waggon, in dem sich Slatkin und Chris jetzt befinden, ist die ursprüngliche Hightech-Zentrale des Panzerzuges gewesen, doch sind die Einrichtungen jetzt bereits zu einem großen Teil durch Slatkins Schüsse zerfetzt worden. Chris springt vorn hinter einigen Computerterminals in Deckung, indem diese durch Slatkins Urangeschosse einfach zerschmettert werden. Weiter vorn schlagen die Geschosse immer wieder in den langsam davonfahrenden Teil des Zuges ein, dessen Antriebssysteme jetzt Feuer fangen und nach und nach auszufallen beginnen. Dann sprengt Chris mit einem Energiestrahl aus der Schussvorrichtung seines rechten Armes eine weitere Computerkonsole, so dass diese nach hinten und in vollem Fahrtwind auf Slatkin zu katapultiert wird. Sogleich springt Chris im Schub seiner Positionsdüsen einmal hoch, um durch den Fahrtwind ebenfalls nach hinten zu Slatkin geschmettert zu werden. Slaktin hat die auf ihn zu schießende Konsole sofort ins Visier genommen und reaktionsschnell mit einem gezielten Schuss einfach zerfetzt. Doch da prallt Chris mit voller Wucht gegen ihn und verpasst Slatkin eine schnelle Folge gezielter Schläge, wobei auch das Panzergewehr aus Slatkins Händen fliegt und vom Fahrtwind erfasst wird. Schließlich hat Chris Slatkin ein paar Meter weit nach hinten in die Ruine von Einsatzzentrale geworfen und steht diesem jetzt gegenüber.
Da der Zug eine Steigung nehmen muss und der Antrieb des vorderen Teils gerade endgültig ausfällt, rollt der vordere Teil jetzt langsam wieder zurück und somit dem Waggon mit Chris und Slatkin zunehmend schneller entgegen.
Chris blickt Slatkin genau in die Augen: „Es ist an der Zeit für Sie aufzugeben, General Slatkin!“
Slatkin faucht Chris an: „Eher fahre ich zur Hölle, Commander Hawk!“
Da bemerkt Chris den hinter seinem Rücken herandonnernden brennenden vorderen Teil des Panzerzuges.
Chris nickt Slatkin wie bei einer höflichen Verabschiedung zu: „Wie Sie wünschen!“
Sofort startet Chris die Schubdüsen seines Kampfanzuges erneut und wird senkrecht nach oben katapultiert: Jetzt sieht Slatkin den frontal auf ihn zu donnernden vorderen Teil des Panzerzuges, der wie ein lichterloh brennendes Inferno zurück gerollt kommt, während sich sein eigener Waggon ebenfalls noch mit hoher Geschwindigkeit nach vorn bewegt.
Slatkin schreit mit weit aufgerissenen Augen lauthals auf, indem von vorn der brennende Teil des Zuges genau in ihn hinein kracht, während Slatkin von hinten durch die schweren Computerterminals nach vorn gepresst wird. Von der Seite aus ist zu sehen, wie beide Zugteile donnernd und mit ungeheurer Wucht ineinander krachen und sich zu einem großen Teil gegenseitig zerfetzen – weitere Explosionen verschlingen das gesamte Szenario in ihren lodernden Stichflammen.
Im Tiefflug nimmt Jessica Bill an Bord des Airfighters.
Bill: „Danke.“
Jessica nickt Bill lächelnd zu und funkt sofort die Airfighter-Basis an:
„Juan, alles unter Kontrolle bei dir?“
In der Computerzentrale grinst Juan draufgängerisch – wenn ihn auch das halsbrecherische Manöver sichtlich mitgenommen hat: „Alles im grünen Bereich, Jessie!“
Dann zeigt Juan einen ernsten und mitfühlenden Blick:
„Ich wünschte, ich wäre etwas früher gewesen.“
In seinem Cockpit blickt Ned nach vorn: „Dein Timing war spitze, Juan. Die Jungs haben einen sehr guten Job gemacht – und das hast du auch!“
Juan: „Danke, Ned.“
Bill, in absichtlich aufheiterndem Tonfalle: „Nimmst du uns denn wieder an Bord, Juan?“
Juan lächelt verlegen: „Im Prinzip könntet ihr direkt im Wohnzimmer landen!“
Bill: „Na, das ist doch mal ´ne Einladung!“
Jessica lächelt.
Hoch über dem Vernichtungsszenario schwebt Chris in der eiskalten Luft der sibirischen Schneelandschaft und wird gerade über das Funkgerät seines Kampfanzuges angefunkt.
Bill: „Chris, alles in Ordnung bei Dir? Wie ist dein Status?“
Chris: „Der Job ist erledigt, Bill – Slatkin musste nur noch eben seinen Zug einholen!“
Von seiner hohen Position aus bietet sich Chris eine Panoramaansicht auf die Schneelandschaft Sibiriens.
7 –
Die Glaskuppel über dem Konferenzraum auf dem obersten Deck von Sektion Alpha:
Am Tisch haben Chris, Jessica, Bill, Juan und President Brunt Platz genommen; neben der geschlossenen Tür stehen zwei Wachposten der nationalen Sicherheit.
Brunt: „Unser politischer Apparat ist inzwischen intakt und die internen Umstrukturierungen sind abgeschlossen.“
Jessica: „Werden Sie jetzt vor die Öffentlichkeit treten, Mister President?“
Brunt: „Es ist mein Wunsch, dass wir gemeinsam vor die Öffentlichkeit treten.“
Chris wechselt mit Brunt einen einvernehmlichen Blick, ebenso mit Bill, Jessica und Juan.
Bill: „Wie sehen unsere internationalen Beziehungen zu Russland jetzt aus, Mister President?“
Brunt: „Da es General Slatkins Exekutionsschlag gegen die USA offiziell niemals gegeben hat, sind unsere internationalen Beziehungen unverändert – offiziell.“
Juan: „Und inoffiziell?“
Brunt blickt Juan einen Moment lang schweigend an, bis Juan die Anrede „Mister President“ wie in einem ungewollt verzögerten Nachtrag ergänzt.
Brunt: „Das wird sich zeigen müssen – vor allem nach der Bestätigung meiner Amtsübernahme.“
Chris: „Wie reagiert Europa auf den Absturz ihres Satelliten, von dem sie glauben, dass der CIA ihn zu Spionagezwecken verwendet hat, Mister President?“
Brunt atmet einmal tief durch: „Das wissen wir noch nicht, Commander. Aber feststeht, dass Europa darauf reagieren wird – die Frage ist nur, ob offiziell oder inoffiziell...“
Mit diesen Worten hat Brunt spürbar eine dunkle Vorahnung über die Anwesenden entfaltet.
Als kurz darauf Jessica, Bill und Juan den Konferenzraum bereits verlassen haben, hält Brunt Chris noch einen Augenblick zurück.
Brunt: „Wird Ihr Team hinter mir als dem Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika stehen, Commander Hawk?“
Chris und Brunt sehen einander genau in die Augen.
Chris: „Mein Team steht hundertprozentig hinter mir, und ich werde Ihrer Regierung folgen, Mister President.“
Weiterhin sehen Brunt und Chris einander fest in die Augen.
Chris: „Aber wir werden die Wahrheit niemals vergessen, und irgendwann wird vielleicht der Tag kommen, an dem Sie Rechnung ablegen müssen, Brunt.“
Brunts Blick bleibt unverändert und der Tonfall seiner Stimme vermittelt tiefgründige Ehrlichkeit: „Ich weiß.“
Noch einen Moment lang sehen beide einander in die Augen, dann nickt Chris Brunt zu und verlässt den Konferenzraum.
8 –
President Brunt steht zusammen mit dem Airfighter-Team umgeben von den einzelnen Repräsentanten der amerikanischen Regierung im Weißen Haus vor einer überwältigend großen Anzahl an disziplinierten Reportern: das Szenario vermittelt einen feierlichen Moment.
Brunt: „Ich spreche heute zu Ihnen allen, um Sie zum einen über einen schweren Verlust für unser gesamtes Volk in Kenntnis zu setzen, aber zugleich um Ihnen zu versichern, dass wir unser Land gemeinsam vor einer großen Bedrohung bewahren konnten. Mit Unterstützung des Airfighter-Teams konnten wir die größte Bedrohung durch terroristische Anschläge, denen sich unser Land bisher jemals gegenübersah, abwehren! Gestärkt durch diesen Sieg, glaube ich fest daran, dass wir alle als ein Volk unser Land in eine hoffnungsvolle Zukunft steuern werden!“
Während Brunts Ansprache, bei der gefühlt ganz Amerika wie gebannt verstummt, werden
die Gesichter Bills, Jessicas, Juans und Chris´von den Reporterkameras erfasst und im Fernsehen übertragen: alle vier zeigen pflichtbewusste, reglose Mienen, indem sie für jedermann erkennbar treu neben President Brunt stehen.
Aus dieser Szene des einvernehmlichen Zusammenhaltens Brunts und des Airfighter-Teams, die in ganz Amerika live übertragen wird, verkündet Brunt seine Antrittsrede mit den Worten:
„Es gibt Zeiten, in denen wir das Gefühl haben, die Umstände bestimmen unser Handeln und nicht wir selbst — es sind solche Zeiten der Veränderung, die wir gerade durchleben…“
– Story by Christian Scheffel –
Vorheriger TitelNächster TitelDer dritte Teil dieser Geschichte schließt die bisherige Storyline ab. Es werden sehr viele Action-Szenarien beschrieben, weil ich auf diese Weise die lange Entwicklung zu einem Finale führen möchte. Zugleich zeigt das Ende der Story das Potenzial für weitere Fortsetzungen, die ich zur Zeit schon verfasse.Christian Scheffel, Anmerkung zur Geschichte
Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Christian Scheffel).
Der Beitrag wurde von Christian Scheffel auf e-Stories.de eingesendet.
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 06.08.2014.
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Alles Schlagloch
von Franz Supersberger
Texte aus dem Internet – Tagebuch “schlagloch”
Im Weblog erschaffe ich mein Leben und meine Welt neu. Jeder Eintrag im Weblog ist ein Eintrag über mich und meine Umgebung. Unsere erlebte Wirklichkeit ist eine Konstruktion unseres Gehirn. Schreiben ist eine Möglichkeit die Fragen des Leben und der Welt zu beantworten.
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