E. Hans Bertelsen

Winterpracht der Kinderfreuden

Wattenweiche Winterpracht
legte sich auf uns´re Wiesen
Der Himmel schenkte über Nacht
uns ein Plüsch von weißen Fliesen
die im Schein der Sonne glänzen
und den Winter nun ergänzen

Flöckchen tanzen federleicht
in dem Wind, wie Wattebäuschchen
wenn sie legen sich ganz seicht
teppichbildend auf die Häuschen
wo die Kinder hocherfreut
toben laut im Winterkleid


Sie wälzen sich im weißen Schnee
fröhlich, jauchzend, übermütig
auf dem zugefror´nem See
wo die Sonne meint es gütig
Ausgelassen lachen Kinder
lauthals in dem kalten Winter

Die Figur wächst aus dem Schnee
mit dem Fleiß der Kinder Hände
als ein Schneemann im Plisse`
bis zur nächsten Wetterwende
Lustig tanzen sie im Kreis
Kinder in dem Winterweiß

Herrlich ist es anzuschauen
wenn die Kinder ungezügelt
aus dem Schnee Figuren bauen
fantasievoll ausgeklügelt
und das Kindsein voll genießen
Schade dem, der muß das missen
schön zu seh´n. wenn Freuden fließen


04.02.1998 © Hans Eberhard Bertelsen

_________Mein Sprichwort_________
Wer heute nachmacht,
macht es morgen vor

04.02.1998 © Hans Eberhard Bertelsen

 

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Die Gedichte begleiten durch die vier Jahreszeiten und erzählen wie die Natur erwacht, blüht und welkt, wissen von reicher Ernte zu berichten. Der Spätsommer im Park, winterliche Gefilde oder Mailandschaften scheinen auf. Der Autor verwendet meist gereimte Zeilen, zeigt sich als Suchender, der neues Terrain entdecken möchte. Der Band spricht von den Zeiten der Liebe, zeigt enttäuschte Hoffnungen und die Spur der Einsamkeit. Wut und Trauer werden nicht ausgespart. Es dreht sich das Kaleidoskop der Emotionen. Der kritische Blick auf die Gesellschaft und sich selbst kommt zum Zuge. Kassandras Rufe sind zu hören. Zu guter Letzt würzt ein Kapitel Humor und Satire. So nimmt der Autor seine Zettelwirtschaft aufs Korn, ein hoffnungsloser Fall.

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