Elke Müller

Liebe, Kampf, SEHNSUCHT

Die Zeit verging. Irina wusste immer noch nicht, das Ryan sich bereits, nicht weit von ihr, in deren Nähe befand.

Mako traf sich nun immer öfter mit Ron. Der mit Tugenden wie Mut, Klugheit und etwas magischen Talent zu glänzen wusste. Sieht auch verdammt gut aus. Obwohl er unberechenbar ist, hin und wieder aus der Reihe tanzt und sich in waghalsige Alleingänge in die Schlacht stürzt. Nicht nur im Kampf stellt Ron sein Können unter Beweis, auch bei den Frauen hat er ein dicken Stein im Brett. Er meistert seine Aufgabe stehts mit Bravour. Die beiden Freunde operieren nun gemeinsam von ihrem neuen Domizil aus. Mit jeden Job tauchen die beiden tiefer in das Netzwerk der Unterwelt ein, um das Geheimnis von Trainor und die Rätsel der Vergangenheit Stück für Stück zu lüften, dabei werden sie schon sehr bald von Jäger zum Gejagten. Doch wussten beide auch, zusammen mit dem schon vollstreckten Todesurteilen hatten die beiden sämtliche Bürger- und Menschenrechte verloren, und ihre Existenz war ausgelöscht worden, offiziell existierten sie also gar nicht. Perfekte Voraussetzungen, um geheim zu arbeiten und zwar bei illegalen Operationen, deren wahre Motive im Dunkeln blieben.

 „ Wenn ich die Möglichkeit hätte, einen ehemaligen Mitstreiter von dir zu sprechen Mako, würde ich möglicherweise auch etwas über die Meldezentrale erfahren. Mit etwas Glück können wir der Firma einen schweren Schaden zufügen. Dazu brauche ich deine Unterstützung,“ wandte sich Ron an den Freund, nachdem er die Baupläne auf den Tisch durchsah. „ Hm, ich glaube, nur Dr. John Davis ist dafür der richtige Ansprechpartner. Er hat die meiste Erfahrung damit gemacht und... ihm können wir wirklich vertrauen.“ „ Gut, dann werde ich dies übernehmen, habe mich schon lange nicht mehr bei ihm sehen lassen, um alles andere kümmern wir uns dann.“ „ Was ist mit Ryan. Wie ich weiß, sucht er Sven, nachdem er über Ryo, von dessen Flucht erfahren hat, ebenfalls,“ fragte Mako. „ Es ist gefährlich allein Nachforschungen zu betreiben. Sven ist ein Pyorrohoe, wer weiß, was er noch so alles vorhat. Auch hat er einen Stab von Ganoven um sich gescharrt. Wenn der sich in seiner Festung einmal verschanzt, ist es schwer an ihn heran zu kommen. Am besten wird es sein, Ryan mit ins Boot zu holen, er ist kein Feigling. Du kennst ihn ja, wenn er sich einmal zu etwas entschlossen hat, etwas zu tun, von dem er überzeugt ist, dann kann er damit nicht aufhören bis... du weißt schon.“ „ Ryo sammelt ebenfalls Informationen ein, ist wie eine Bulldogge, wenn der sich einmal festgebissen hat, dann lässt er nicht locker,“ schmunzelt Mako. „ Dann soll er Ryan erst mal weiter beobachten und beschützen bis wir weitere Beweise haben, sein Handlungsspielraum ist größer.“ „ Gut, abgemacht. In einer Wochen sehen wir uns wieder und kein Wort zu Irina.“ Nach eine kurze Umarmung, dann verschwand Ron aus der Tür.

Sven Trailer, wollte nach seiner Flucht, an einem Abend Irina in ihrer Wohnung aufsuchen, wurde aber am Eintritt gehindert. Nach kläglichen Rückzug, suchte er Lars, den Hausdiener auf. Ja, Lars kannte sich gut aus. Der einzige Weg zu der Schönen, so erklärte er, ist die Dachrinne und dann der Kamin. Verlegen seufzt Sven auf. „ Das sind ja reichlich halsbrecherische Liebeswege... Und wie soll das gehen?“ „ Man erklimmte eine Bodenluke, um auf das Dach zu gelangen. Der Weg ist weder breit noch sicher... dann muss man über ein Schiefdach vorrücken, um an den Fuß des Kamins zu kommen.“ „ Geht voran, ich folge nach.... Teufel noch eins!“ knurrte Sven und klammerte sich fest. „ Und dabei ist das nicht mal das Schlimmste,“ spottet Lars, nachdem man das Ziel erreicht hatte. Er lässt eine mitgebrachte Strickleiter in den Schlot des Kamins hinuntergleiten. Befestigt sie gekonnt, als ob dies seine tägliche Arbeit wäre. „ Ihr habt großes Glück, es ist kein Feuerchen da unten, sonst...“ Er machte mit den Händen eindeutige Zeichen. Sven war es nicht geheuer. „ Nun kommt, dies ist der Augenblick für den Sturmangriff. Wer bezwingt als erster die Festung!“ „ Sehr komisch!“, schon tauchte Sven in den schwarzen Schlund hinab.

Schlaftrunken und verwundert herumschauend, richtet sich Irina im Bett auf. „ Was - Wer ist da?“ stammelte sie entsetzt und hielt sich die Hand vor den Mund, um einen Schrei zu vermeiden, als der reinste Schornsteinfeger vor ihr auftauchte. Plötzlich begann das Leben wieder in ihr zu pulsieren. Sie wusste, was sie zu tun hatte. Sprang aus dem Bett, nahm eine Schere zur Verteidigung in die Hand. „ Hast du Angst, meine Schöne?“ Sie erkannte die Stimme und legte die Schere weg. Er schlang seinen Arm um ihre Taille. „ Nein.“ Und als er zudringlicher wurde, gab sie ihm eine Ohrfeige. Hass und Empörung, die sie schon lange mit sich herum trug, verdichteten sich zu einem wilden Bedürfnis, um sich zu schlagen, zu beißen und Augen auszukratzen. „ Hoho! Jetzt hört der Spaß auf. Du bist schwierig, aber ich will dich haben. Und ich werde dich haben.“ Irina riss sich los und rannte zur Tür. Aber er war schneller und hielt gewaltsam ihre Handgelenke fest, damit sie nicht entkommen konnte. Ein Knebel schob sich zwischen ihre Zähne, sie werte sich, dann verlor sie das Bewusstsein.

Es herrschte tiefe Stille, die nur durch das Zirpen der Grillen gestört wurde. Sie fand sich in einem Zimmer wieder, dessen Fußboden mit Mosaiken ausgelegt war, eine Nachttischlampe brannte, doch ihr Licht war überflüssig, den der Mond schien tief in den Raum, das mit Spitzen besetzte Leinentuch des großen Bettes, erstrahlte in einen seidigen Glanz. Sie glaubte ein leises Geräusch zu hören und wandte sich um. An der Fenstertür gelehnt, betrachtet Sven sie. Er näherte sich ihr und verneigte sich tief. Sie starrt ihn an und nickte wortlos. Lächelnd schaute er sie an. Sie lag auf dem Bett, unfähig sich zu bewegen. Ihre Augen funkelten. Er nahm ihr den Knebel ab, löste die Fesseln an Händen und Füßen. Irina holte tief Luft. „ Nun, ist es war, dass du mich schon lange belauerst?“ „ Kannst dir sicher gut vorstellen, mit all meinen Leuten bin ich rasch auf den laufenden, über jeden der kommt oder geht.“ „ Schuft!“ „ Fürchte dich nicht... Ich flöße dir ein fürchterliches Grausen ein, was, am liebsten würdest du vom Balkon springen als mir gehören. Ist es nicht so? Trotzdem wirst du mir gehören!“ „ Nie!“ Die Entgegnung kam scharf wie ein Peitschenhieb. Das Lächeln auf seinen Gesicht erlosch nicht. „ Du bist eine kleine Wilde, aber das missfällt mir nicht. Eine leichte Eroberung macht die Liebe wertlos, eine schwierige macht sie unbezahlbar. Du bist für die Liebe geschaffen, das spürt man, wenn man deine Haut berührt. Wenn man es versteht deinen bezaubernden Körper zu erwecken, wird er dich zum Gipfel der Wollust führen.“ „ Lass diese Maskerade, oder ich kratze dir die Augen aus, ich erdrossle dich, ich.....“ Er brach in schallendes Gelächter aus und griff nach ihren Handgelenken. „ Die Liebe ist eine Kunst, die man erlernen und in der man sich vervollkommnen kann.“ Er hatte sich wieder in seine Gewalt. „Überlege dir, was du sagst. Du gehörst mir...Ich bin nicht mehr so empfindlich gegen deine Sticheleien oder deiner Verachtung, wie früher.“ Mit einem Ruck richtete Irina sich auf und funkelte ihn aus wütenden Augen an. „ Ich bin keine Dirne, die du nach deinem Willen behandeln kannst, wie du magst!“ Ohne ein Abschiedswort wandte er sich um und ging. Eine junge Frau betrat alsbald das Zimmer. „ Hast doch sicher Hunger, hier,...da sind Hähnchenbrust mit Gemüse und zu trinken... ein Kaffee, sowie Saft. Schlafe dann, morgen sieht die Welt schon ganz anders aus.“ „ Weshalb... weshalb werde ich festgehalten, kannst du mir das sagen?“ „ Das ist ja wirklich die Höhe!“ rief sie aus, verschränkte die Arme ärgerlich über der Brust. „ Weshalb? Weil du ihm bald gehören wirst. Glaubst du vielleicht, du kannst ihn einfach so sitzen lassen, nach allem was zwischen dir und ihm geschehen ist? Hast du alles vergessen? Er ist jetzt dein Herr!“ Damit drehte sie sich um und lief hinaus. Verschloss die Tür wieder sorgfältig. Irina war allein, eine Gefangene. Sie stürzte zur Tür, schlug aus Leibenskräften mit den Fäusten dagegen und schrie nach Ryan. Nach einer Ewigkeit glaubte sie einen Schlüssel zu hören. „ Was soll denn das Geschrei!“ „ Warum... warum ist diese Tür abgeschlossen?“ „ Aus bloßer Sicherheit, Befehl vom Chef, wollen doch unseren verdammt hübschen Fratz nicht gleich wieder verlieren!“

 

Vorheriger TitelNächster Titel
 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Elke Müller).
Der Beitrag wurde von Elke Müller auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 31.10.2014. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

Die Autorin:

  • Autorensteckbrief
  • elkemueller59googlemail.com (Spam-Schutz - Bitte eMail-Adresse per Hand eintippen!)

  Elke Müller als Lieblingsautorin markieren

Bücher unserer Autoren:

cover

Gefahr für Burg Bentheim von Mathias Meyer-Langenhoff



Ein spannendes Buch für Mädchen und Jungen ab 10 Jahre um eine spannende Reise in längst vergangene Zeiten, bei der es manches Abenteuer zu bestehen gilt. Für Kinder ab 10.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (0)


Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Fantasy" (Kurzgeschichten)

Weitere Beiträge von Elke Müller

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Sehnsucht von Elke Müller (Fantasy)
Der Rosenmann von Margit Farwig (Fantasy)
Wunderlappen von Norbert Wittke (Glossen)

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen