Steffen Herrmann

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Es gibt viele Ungerechtigkeiten in der Welt, zu den zähesten gehört jedoch die Erbmasse. Über einen guten Teil unseres Erfolges im Leben entscheidet etwas, wofür wir am Ende gar nichts können.
Man hat die menschliche Natur lange Zeit als etwas Gegebenes hingenommen. Manche Menschen sind eben schöner als andere, manche intelligenter, musikalischer, temperamentvoller. Und schliesslich sollte jeder einen Platz im Leben finden, der zu ihm passt. Das Problem ist nicht, dass diese Plätze nicht gleich, sondern dass sie nicht gleich gut sind.
 
Im 22. Jahrhundert schwindet die Bereitschaft, die ungleichen Chancen, welche die angeborene genetische Ausstattung mit sich bringt, so hinzunehmen.
Warum sollte es gut sein, wenn der eine mit dem halben Aufwand das Doppelte erreicht wie der andere?
Dient die ganze Ideologie des Pluralismus, des „die Menschen sind nicht gleich, doch gleichwertig“ nicht dazu, die fulminante Ungerechtigkeit des Ursprungs zu verkleistern?
 
Das Bedürfnis, in die Keimbahn des Menschen einzugreifen, nimmt zu. Die eine Dimension dieses Komplexes ist die  Wissenschaft. Welche Kombinationen von Eigenschaften, Begabungen lassen sich designen? Was sind die möglichen Nebenwirkungen? Die zweite, vielleicht wichtigere Dimension ist die ideologisch-moralische. Was will man überhaupt für ein Kind? Eines, das gut rechnen kann oder eines, das besonders sportlich ist? Oder den Supermenschen schlechthin? Den werdenden Eltern fällt für das Ungeborene eine radikale Verantwortung zu, der sie nicht entfliehen können. Auch dann nicht, wenn sie sich dafür entscheiden, NICHT in das Genom einzugreifen.
Man sieht, dass es zu einer weitgehenden Ideologisierung kommen muss. Die Menschheit zerfällt in dieser Frage in verschiedene Lager, die sich bald mehr, bald weniger unversöhnlich gegenüberstehen. Bevor diese gesellschaftliche Ebene analysiert werden kann, scheint es ratsam, sich anzuschauen, wie der Prozess der Konstruktion der zukünftigen Kinder konkret abläuft.
 
Das menschliche Genom ist jetzt gut erforscht. In den entsprechenden Datenbanken finden sich Millionen, wenn nicht Milliarden Exemplare und in vielen Fällen sind die Biographien der betroffenen Menschen  sowie die Ergebnisse spezifischer Tests angebunden. Es gibt also ein grosses Wissen zu den Korrelationen zwischen Genen und den von ihnen verursachten Folgen.
 
Eine Frau entscheidet sich dafür ein Kind zu haben und dieses zu optimieren. Die Motivation kann ganz verschieden sein. Vielleicht will sie nur ein gesundes, vielleicht ein musikalisches, ein mathematisch begabtes, vielleicht auch ein Wunderkind. Diese eher vagen Vorstellungen müssen nun konkretisiert werden, es folgen persönliche Abklärungen, Gespräche. Da alles mündet in einen Projektplan, der mit einer Machbarkeitsstudie ansetzt und von Kosten- sowie Risikoschätzungen flankiert wird. Es ist festzuhalten, dass die Aktivitäten auf dieser Ebene unabhängig von einer unmittelbar bevorstehenden Schwangerschaft sind. Kind-Projekte lassen sich zu jedem beliebigen Zeitpunkt beginnen, weiterentwickeln und modifizieren. Die meisten Genetik-Firmen raten zu einem solchen Vorlauf, weil dann bei akut werdendem Kinderwunsch schon eine Spezifikation vorliegt, was dann in dieser Situation den Zeitdruck und die damit verbundenen Qualitätseinbussen vermeidet.
Die zweite Projektphase geht mit der in die Wege zu leitetenden Schwangerschaft einher. Die Befruchtung findet künstlich statt. Das Ausgangsmaterial ist eine Menge befruchteter Eizellen. Sie stellen das Rohmaterial der sich anschliessenden Selektions- und Transformationsprozesse dar.
Die Genome werden sequenziert und analysiert. Dann werden diese der schon vorhandenen Kind-Spezifikation gegenübergestellt und die möglichen Alternativen erarbeitet. Es geht ja um einen Vergleich zwischen dem, was schon da ist und dem, was man haben möchte. Die Selektion ist hier eine doppelte. Einmal wird aus dem vorhandenen Material das geeignetste Element ausgewählt und dieses dann in Hinsicht auf die angestrebten Ziele modifiziert.

Schauen wir uns die Ebenen im Einzelnen an.
1. Die konservativen Modifikationen beziehen sich auf genetische Krankheiten oder Krankheitsrisiken. In jedem Genom schlummern Gefahren für seinen Träger. Trisomie 21, Hämophilie, erhöhte Risiken für Krebs und andere Erkrankungen. Was kann schlecht daran sein, die Chromosomen in dieser Hinsicht zu bereinigen? Es ist anzunehmen, dass die genetischen Institute hier bereits Empfehlungen geben. Es wird unterschiedliche Strömungen hinsichtlich der Frage geben, wie weit man die Modifikationen treiben sollte. Einige Einrichtungen verstehen sich eher als konservativ, andere als progressiv; in der Hauptsache aber ist der Kunde König.Es ist ja auch nicht alles eindeutig. Es gibt Gene, deren Bedeutung als Risiken für Krankheiten nicht völlig klar oder umstritten ist und es gibt Gene, die parallel zu ihrer potentiell schädlichen auch noch eine nützliche Funktion haben.
Wichtiger ist in dieser Sicht, dass die konservativen Strategien der Krankheitsvermeidung in konstruktive Verfahren der Immunisierung münden. Man wird nicht dabei stehen bleiben wollen, dass man keine höhere Wahrscheinlichkeit hat, an Krebs zu erkranken als ein normaler Mensch, man möchte ein geringeres oder am besten gar kein Risiko haben. Jemand, der sagen kann: „Ich werden nie Krebs bekommen. Ich bin genetisch immunisiert“, lässt sein gegenüber vor Neid erbleichen. Natürlich ist immer die Frage, was gerade machbar ist und das ist auch eine Frage des Standes der Wissenschaft und der Technologie. Gene sind wie alle strukturellen Bausteine, nicht perfekt sondern in ihrem Wesen limitiert. Aber es gilt als sicher, dass in die befruchtete Eizelle vorproduzierte Gene eingesetzt werden, deren Aufgabe es ist, dem zukünftigen Organismus eine fundamentale Gesundheit zu sichern.

2. Langfristig von weit grösserer Bedeutung und sich an diesen Komplex anschliessend ist die genetische Beeinflussung des Alterungsprozesses. Die Alterung des Organismus ist primär genetisch gesteuert, so durch die am Replikationsmechanismus beteiligten Telomere. Man kann hier ansetzen und die Alterungsgeschwindigkeit bremsen oder das ganze System ganz ausser Kraft setzen.Damit wird natürlich die Büchse der Pandora geöffnet. Die menschliche Situation fusst auf der Unausweichlichkeit des Todes. Wir durchlaufen eine Abfolge von einigen wenigen Generationen: Kinder, Eltern, Grosseltern vielleicht noch Urgrosseltern. Wir werden kaum hundert Jahre alt und wir altern fortwährend. Man braucht kein Prophet zu sein, um zu sehen, dass eine Manipulation an dieser Stelle zu einem tiefgreifenden Wandel in der Gesellschaft führen muss.
Deswegen werden an dieser Front erbitterte Kämpfe geführt. Die öffentliche Meinung ist gespalten und sie verändert sich mit der Zeit. Ein Konsens besteht darüber, dass der Mensch altern muss. Die bestehenden Menschen müssen neuen Menschen Platz machen. Kein Konsensbesteht darüber, ob man die Alterung nicht ein bisschen verlangsamen dürfe. Doch wo ist hier die Grenze zu ziehen? Soll der Mensch eine Lebenserwartung von 120, 150 oder 200 Jahren haben? Noch herrscht eine ziemlich konservative Einstellung vor. Man ist sich bewusst, dass man hier an den Fundamenten der menschlichen Natur herumfummelt. Und die Lebenden sind in dieser Hinsicht alle zum natürlichen Altern verdammt; beziehungsweise, sie haben die Gnade, nach ein paar Jahrzehnten sterben zu dürfen.
Dennoch, die Zeiten werden sich ändern und wie auf allen Gebieten wird das schliesslich passieren, was die Vertreter der Traditionalisten zunächst kategorisch von sich weisen.

3. Eine eher periphere doch gerade darum sehr sichtbare Art der Manipulation betrifft das Design des äusseren Erscheinungsbildes. Die Menschen haben die Schönheitsoperationen satt. Sie wollen das Problem an der Wurzel packen. Sie wollen schön geboren werden. Das allerdings wird von den Eltern entschieden.Technisch ist das in einigen Fällen ein eher einfaches Problem. Manche Körpermerkmale sind in einzelnen oder einigen wenigen Genen kodiert. Es beginnt mit Trivialitäten wie Haar-, Haut- und Augenfarbe. Aber von dort kann man zu komplexeren Anforderungen aufsteigen. Man kann die Form des Gesichtes, die physische Statur beeinflussen.
Hier hat die aktuelle Gesellschaft natürlich einen prägenden Einfluss. Je uniformer das Schönheitsideal, desto uniformer das produzierte Design. Man kann davon ausgehen, dass es irgendwann zu einer Inflation an Schönheit kommen wird.

4. Kommen wir jetzt zu den semantischen Manipulationsformen. Zu den nachhaltigsten Beeinflussungen gehören sicher die der Talente und Begabungen. Die verschiedenen Intelligenzformen, so etwa die mathematische oder die sprachliche sind zu einem guten Teil genetisch angelegt. Hier betritt man ein komplexes Problemfeld, schon wegen der Unsicherheit der Folgen der Eingriffe für das angestrebte Ergebnis. Was Intelligenz ist, ist durchaus nicht selbstverständlich und sicher nicht auf das erfolgreiche Absolvieren bestimmter Tests zu reduzieren, wo man Zahlenreihen fortsetzen muss etc.Aber auch hier lässt sich die Design-Aufgabe konkretisieren. Die Fähigkeiten bestimmte Typen von Sachverhalten zu verstehen und Aufgaben zu lösen, sind genetisch beeinflussbar. Man kann nicht alles haben: Mathematische Kompetenz geht oft mit sozialer Inkompetenz einher.
 
Diese ganze genetische Geschichte kommt nicht über Nacht. Sie hatte sich während des gesamten 21. Jahrhunderts angedeutet, angekündigt und ist da schliesslich in Gang gesetzt worden. Es ist ja trotz seiner Diskontinuitäten ein sehr allmählicher Prozess. Der Weg vom Ersttrimester-Test zur Fliessbandproduktion von Hochbegabten führt über sehr viele Zwischenstufen. Aber es gibt nirgendwo eine Grenze, an der diese Entwicklung anhalten könnte. Das Ganze folgt einer inneren Logik, die den Prozess immer weiter treibt. Man muss auch beachten, dass die Wissenschaft hier gewissermassen schneller ist, als die Gesellschaft. Die Änderungen manifestieren sich erst allmählich,  nämlich in dem Masse, wie die Design-Menschen in das öffentliche Leben eintreten. Zum anderen hängt das auch von der Anzahl dieser Art von Menschen und dem Umfang der an ihnen ausgeführten Manipulationen ab. Es ist nicht davon auszugehen, dass hier über Nacht radikale Experimente an den Ungeborenen  gemacht werden. Und schliesslich: Diese Menschen tragen ja keinen „Manipuliert“-Stempel auf der Stirn, sie sind als solche nicht unmittelbar zu identifizieren, sondern vorderhand ganz normale Menschen.
Dennoch: Die globalen Veränderungen die das zunehmende Neu-Design des menschlichen Genoms zeitigt, manifestieren sich im gesellschaftlichen Umfeld zwar nur allmählich, sie sind in ihrer Bedeutung aber kaum hoch genug einzuschätzen. Sie werden alles verändern.
 
Die genetischen Manipulationen markieren ein Feld heftiger Kontroversen, wodurch alle Entscheidungen in diesem Umfeld ideologisch und moralisch aufgeladen werden.
Auf der einen Seite stehen die Fundamentalisten, die jede genetische Aktivität verbieten wollen. Schwangere sollen ihre Embryos nicht auf genetische Erkrankungen hin untersuchen lassen dürfen: das ist die Erbsünde, die in ihrer Konsequenz zum Homunkulus führen muss. Die Fundamentalisten sind zahlenmässig vielleicht nicht von grosser Bedeutung, doch ihre Stimme  ist gut hörbar. Sie sind die Mahner und sie haben die Autorität des guten Gewissens. Sie werden ernst genommen, denn die Logik, auf der ihre Überzeugungen beruhen ist nachvollziehbar.
Der Pol auf der anderen Seite ist weniger kompakt. Die Fraktion derjenigen, die behaupten, es müsse alles erlaubt sein, besteht in der Hauptsache aus Spinnern. Man kann nicht gut die Ansicht vertreten, dass die befruchtete Eizelle schlicht ein Material wie ein Stück Holz ist, mit dem man machen kann, was man will.
Aber es wird eine bedeutende und wahrscheinlich wachsende Partei von Liberalen geben, die auf dem Gebiet des Gen-Designs eine weitgehende Entscheidungsfreiheit fordern. Ihr Kernargument ist die Robustheit des genetischen Reproduktionsprozesses. Die natürliche Vererbung ist ja von der Sache her ein Würfelspiel. Die Erbteile zweier beliebiger Eltern werden miteinander vermischt und daraus eine neue Erbinformation erzeugt. Dem ganzen liegt eine inhärente Stabilität zugrunde, man kann so schnell da gar nicht kaputt machen. Erlaubt sein sollte alles, was aufgrund der bisherigen Erfahrungen und den Erkenntnissen der Wissenschaft gemäss nicht kontraindiziert ist.
Zwischen diesen beiden Polen spannt sich ein weites Feld auf. Auf der einen Seite wird die Kontroverse juristisch, auf der anderen Seite moralisch geführt. Was soll erlaubt sein und was ist gut?
Hat die Natürlichkeit tatsächlich einen speziellen Wert? Ist man als Eltern nicht für die Chancen verantwortlich, die man seinen Kindern gibt? Ist es wirklich eine gute Idee, seinen Kindern die komplette eigene fehlerhafte Erbmasse aufzubürden? Man sieht, auch die Vertreter der Natürlichkeit geraten unter Beschuss. Egal, wie man sich entscheidet, man wird in ein moralisches Feld  gesaugt, aus dem man nicht mehr austreten kann.
Das relative Konsensfeld, wenn man es so bezeichnen darf, verschiebt sich langsam, doch auf längere Sicht in die Richtung der Liberalität. Die Menschen gewöhnen sich an das genetische Design. Sie machen die Erfahrung, dass auch nur normale Menschen dabei herauskommen und keine Aliens. Unfälle, Missbildungen wird es geben, doch sie sind selten. In der Hauptsache sind es Kinder wie andere auch.
Quer zu diesem Diskurs steht die Kontroverse zwischen den Eltern und ihren Kindern. Sie verläuft mitunter dramatischer, meistens aber stiller als das laute und eher flache Argumenten-Ping-Pong der öffentlichen Debatten. Die Wenigsten wollen gänzlich anders sein als sie sind, aber doch vielleicht ein bisschen intelligenter, sportlicher, hübscher. Ein „Warum habt ihr mich so belassen und nicht ein wenig verbessert?“ mag mitunter angesprochen werden, oft aber still in den Gedanken kreisen. Die Menschen spüren ihre Beschränkungen und oft mögen sie sie nicht. Sie nehmen an anderen war, dass ihnen Dinge leichter fallen. Hier ist viel Platz für heimlichen Groll, für Vorwürfe, gemischt mit Verständnis und Fatalismus. Wichtig an diesen primär eher unfruchtbaren Stimmungen ist deren Auswirkung auf die eigenen Entscheidungen dieser Menschen, wenn sie einmal Kinder möchten. Mit jeder Generation wird die Bereitschaft zum Gen-Design grösser.
 
Wie kann man sich das alles auf der makroskopischen Ebene vorstellen? Der ganze Komplex bindet sehr viele gesellschaftliche Ressourcen. Eine grosse Zahl von Menschen ist dort beschäftigt. Es gibt eine breit gefächerte Forschung, exzessive Datensammlungs- und –aufbereitungsaktivitäten sowie eine sehr beschäftigungsintensive Beratungsbranche. Dass sich hier für Millionen von Menschen eine neue Beschäftigungsmöglichkeit entsteht, ist ein willkommener Nebeneffekt, da parallel dazu der Siegeszug der Universalroboter zu einem weitgehenden Berufesterben führt und die Arbeitskräfte zunehmend aus ihren herkömmlichen Tätigkeiten verdrängt werden.
Die gesetzlichen Grundlagen sind von Land zu Land verschieden. Die Globalisierung erzwingt eine Entwicklung hin zur Liberalität. Wenn jemand eine Art von Eingriff möchte, der in seinem Heimatland nicht gestattet ist, wird er, wenn die Möglichkeit besteht, ihn dort durchführen lassen, wo es erlaubt ist. Und es wird immer Staaten geben, die das Gewünschte gestatten.
Die genetische Branche ist sehr lukrativ. Liberalität in diesem Umfeld sichert nicht nur eine technologische Dynamik, sondern auch sprudelnde Geldquellen.   
 
Ist der Zugang zum genetischen Design eine Frage des Geldes, wird hier die Diskriminierung in Arme und Reiche reproduziert? Armut ist relativ und definitiv nicht das Thema des 22. Jahrhunderts. Es gibt materielle Unterschiede, doch die kulturellen dominieren. Auf der Ebene der Produktion hat sich die Technologie der automatischen Fabriken in Verbund mit den Universalroboter-Kollektiven durchgesetzt, sodass die Güterversorgung flächendeckend ohne menschlichen Input von Arbeitskraft garantiert wird. Die Dinge, die man braucht, sind einfach da. Es mangelt an nichts.
Und die genetische Branche ist vor allem nachfragegesteuert. Es entstehen hier so viele Institutionen und Firmen, wie gebraucht werden.
Die wesentliche Diskriminierung besteht hier zwischen denjenigen, die eine Manipulation des Erbgutes ihrer Kinder wollen und denjenigen, die das nicht wollen. Und natürlich ist bei Ersteren wichtig, was sie wollen. Das hängt wieder vom kulturellen Hintergrund, von der Bildung und den Wünschen und Sehnsüchten der zukünftigen Eltern ab.
Das  22. Jahrhundert ist angetreten, um die Ungerechtigkeiten, die aus den angeborenen Unzulänglichkeiten resultieren, abzuschaffen. Herauskommen wird eine viel grössere Diskriminierung, als man sich jemals zu träumen wagte. Die Unterschiede der natürlichen Menschen sind gewiss gross. Jedoch werden sie vor der Folie der Diversität der Designten einmal als eine geradezu uniforme Masse erscheinen. Die halb deskriptiv, halb pejorativ als Naturals Bezeichneten werden zu einem schrumpfenden Rest der Menschheit, der von der Mehrheit als statisch empfunden wird und dessen Zukunftsfähigkeit zweifelhaft ist.
 
 
 
 
 
 
 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 02.11.2014. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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