Jessi Scharf

Erfrohrendes Herz >3< Verdrängung oder Geheimnis?

"Und habt ihr sie endlich gefunden?" fragte eine Stimme am anderen Ende der Leitung mit einer niederdrückenden Tonlage
"Ja, nur bis her konnte ich sie noch nicht antreffen, ich befinde mich gerade in ihrer Wohnung und einem Brief zu folge, den sie der Datierung nach, vor einigen Tagen erst bekommen haben muss, soll sie nun die Breonsen Universität dieser Stadt besuchen!"
"Ich habe mit dem Besuch bei ihren Eltern auch nicht viel mehr in erfahrung bringen können, sie scheinen definitiv etwas zu wissen, doch egal wie sehr ich auch Druck ausübte, mit dieser Methode werden wir bei diesen Menschen keinen Efolg erzielen können"
"Und was gedenken sie deswegen jetzt zu tun? Es ist ja nicht mal klar ob wir etwas erreichen wenn wir sie gefunden haben, ohne das wir irrgendwelche Hintergrundinformationen besitzen" sprach Lion genau das an, was ihr so kratzend auf der Zunge lag
"Um ehrlich zu sein, bin ich selbst noch etwas unschlüssig! Freunde, nicht mal bekannte die ewtwas über sie wissen könnten, scheint es nicht zu geben, als ob dieses Mädchen wirklich nur ein Schatten gewesen wäre!"
"Haben sie den Eltern die Wichtigkeit der Situation nahe gelegt?" fragte Liro vorsichtig
"Nein, natürtlich habe ich ihnen nicht den wahren Grund genannt, sondern eine Lüge verwendet. Was glauben sie wie sie reagiert hätten wenn ich die Wahrheit gesagt hätte? Ihn versucht hätte begreiflich zu machen das es um eine Gefahr geht, die ihr eigentlich normales Leben in ein völlig anderes Licht dann stellen würde? Was glauben sie Herr Agnes?" kurzes Schweigen brach ein, in der Lion sich nicht sicher war welche Meinung er dem Gegenüber vertreten sollte? Er hatte auch schon eine flüchtige Bekanntschaft mit dem Vater von diesem Mädchen gemacht, was ihn eines über den Mann direkt erkennen lies, das er ein scharfen Spürsinn besass und Lügen nicht so einfach auf dem Leihm gehen würde, das war das was sein Bauchgefühl im deutlich mitgeteilt hatte.
"Vielleicht wäre es ein Versuch wert gewesen!" immer noch herrschte Stille am anderen Ende, unbehagliche Stille.
"Es wird langsam dringlich Herr Agens, was dies bedeutet wissen sie doch hoffentlich oder?", schnitt die erbarmungslos klingende Stimme das Gespräch in diese Richtung ab
"Ja, dem bin ich mir bewusst!" Beendete  Lion das Gespräch und steckte das Schwarze Mobielfunkgerät zurück in die Tasche seiner Jacke.
Es war nun das zweite Mal das er diese Wohnung betrat, Nichts an dieser Wohnung wirkte ungewöhnlich, Zwei Zimmer plus Küche und Bad, ganz normale Einrichtung, eine Vielzahl von Dekorativen Dingen, doch keine Fotos, keine Briefe von Freunden oder Verwandten. Als ob es ein Ort ohne Vergangenheit sei, in dem die Zeit fortwähzrend weiter verstrich und doch von nichts zeugte, nur den Anschein erweckte lebendig zu sein.

Auch wenn der Ausdruck von Thomas auf dem ersten Blick nichts anderes Auwies, als das er sich dem schmieren seiner zwei Brötchen witmete, sah die Wahrheit ein wenig anders aus. Nur aus dem Augenwinckel konnte er die glatt geschnittenen Oberflächen der Brötchen sehen, was jedoch ausreichend war um problemlos die Butter verstreichen zu können, doch waren seine Augen werendessen auf was ganz anderes gerichtet.
Es waren die drei Sitzplatze zwei Tische weiter, die von Adrian, Liru und Dina besetzt waren.
Lirus Gesicht war wie gewöhnlich mit einem zufriedenem Lächeln gekenzeichnet, wärend er seiner Freundin, so wie es ausah, nur mit einem Ohr wirklich Gehör schenkte und flüchtig immer wieder mal einen Blick auf Josefin warf.
Wohingegen Adrians Blick fragwürdiger war, seine Hände schienen das Bötchen regelrecht zu masakrieren, das Messer in seiner Hand rupfte mehr als das es schnitt und auch seine ganze Haltung war höchst angespannt, wanderte Thomas Augenmerk von seinen Händen hoch zum Gesicht, was auf Josefin zu kleben schien. Es war zwar alles andere als mit einem fröhlichem Mienenspiel besetzt, doch schien es auch nicht der aggressive, oder grimmige Blick den er Josefin sonst immer zuwarf zu sein, sondern ein Ausdruck der auch eine Anklage, ein Vorwurf darstellen hätte können.
"Josefin?" lachte Thomas unbekümmert, von seinem Brötchen hoch in das Gesicht der Studentin geblickt.
Fragend sah Josefin ihn an und biss abwartend in ihr Brötchen rein
"Sag mal Süsse, ist irrgendwas mit Adrian gewesen?", Schulterzuckend sah Josefin rüber zu Adrian und bemerkte nun seinen festen Blick, der selbst mit der Erkenntnis das sie nun auch zu ihm rüber sah, sich nicht änderte.
"Ich wüsste nichts konkretes!" war es ihr sehens egal, es interessierte sie nicht ob er nun einen Groll oder etwas anderes gegen sie hegte, doch was sie störte war, das er anscheinend nicht in der Lage war sie in ruhe zu lassen. Dabei wollte Josefin nichts anderes, in ruhe gelassen werden. Ihr Leben an all den anderen vorbei zu führen und nicht mit ihnen zusammen.
Verunsichert sah Thomas sie an, als Josefin mit erhöter schnelligkeit plötzlich sich erhob, ihr Tablett in die Hand nahm und zu den dafür vorgesehenden Schiebewagen brachte.
Adrians Blick war erdrückend, es setzte etwas in ihr frei, was mit Wiederwillen daher ging und denoch auf seltsamer Weise nicht deutlich genug war um es als ein bestimmtes Gefühl diffinieren zu können, wie ein Ohrwurm wo man nur die Melodie, aber weder den Text noch den Interpreten sagen konnte, obwohl es einem so deutlich auf der Zunge lag. Genau das war es, als ob ein undefinierbares Gefühl ihr sagen wollte das sie diesen Blick eigentlich kennen müsste, doch die dazu gehörige Information nicht aufrufen konnte. Und schlussendlich sich dafür endschied diesem Blick aus weichen zu wollen.
Mit einem Quitschendem Geräusch hatte sie das Tablett in die Schienes des Wagens geschoben, sich sehens im klaren darüber das Adrians Augen ihren Bewegungen folgten. Grinsend drehte Josefin sich um, ein Grinsen was maliziös genug war um nur eine Botschaft zu tragen.
>>Du mich auch!<< trotzden ihre Gedanken, wärend sie die Nase kreuselte und Adrian mit ihren Grinsen fast schon versuchte aus zu lachen.
Mit zusammen gezogener Miene machte Adrian auf Liru den Eindruck gleich zu platzen, den Blick noch immer auf die nun langsam zurück ins Schloss fallende Klastur, erhob Adrian sich nun ebenfalls.
Fragend sah Liru ihn an, doch sein Freund schüttelte nur mit dem Kopf, ihm war der Hunger mit Josefins Grinsen vollkommen vergangen und bevor er jetzt einen Tobsuchtsanfall bekommen würde, wollte er die Kälte nutzen um die wütende Hitze in seinen Kopf verrauchen zu lassen.

Tiefe Spuren in den Noch unberühten Schnee hinterlassend, setzte Josefin monoton einen Fuß vor den anderen.
Die Kälte war eisig und ihr Haar von den runter fallenden Schneekristallen schon völlig bedenkt.
Doch weder die Kälte, noch das nun in ihr Nacken tropfende Tauwasser der Schneeflocken schien Josefin mehr zu realisieren, mit offene Augen die von ihrem Umfeld nichts mehr wahr nahmen, tauchte sie innerlich in eine Traumwelt ein.
>>>>>>
"Liebe? natürlich gibt es liebe auf den ersten Blick "
"Meinst du??"
"Ja na sicher Josi und irgendwan wird dies auch dir mal passieren, vielleicht unbemerkt aber vielleicht auch bemerkt ">>>>>>>>>>>>
"Ja, Liebe, was für eine schöne Vorstellung" öffnete josefine wieder die Augen, als ihr Blick Adrian erfasste.
Er stand ein Paar Schritte von dem Teich entfernt, dessen Gefrohrendes Wasser die Strahlen der Sonne wiedergab.
Wie er dort so stand, das Gesicht mit einer tiefgründigen Ruhe geprägt, die Hände in den Taschen und ein zufriedenes Lächeln.
Es war ein sich vom gewohnten Bild völlig unterscheidener Anblick, doch auch wenn Josefin in diesen Moment ihn besser verstand als es sonst wer könnte, wusste das er einfach nur seine Ruhe suchte, wollte sie sich das Problem Adrian nun ein für alle Mal vom Hals schaffen.
Genervt verzog Adrian das Gesicht, als er Schritte vernahm die immer näher kammen und  wurde noch grimmiger als er sah wessen Schritte dies waren
"Was willst du?" hob er die Augenbrauen an
"Für den Anfang vielleicht wissen was für ein Problem du hast? Oder bist du mit deinem Leben nur so dermaßen unzufrieden das du anderen ihr Leben deswegen schwer machen musst?", schnaupend musste Adrian grinsen
"Liegt es denn nicht auf der Hand? Oder musst du es wirklich erst von mir selbst hören?" konnte man auf seinem Gesicht kaum noch was von dem Grinsen wieder finden
"Ja, tu mir den gefallen, sag es mir selbst, damit ich mir noch mal das Bild von Adrian das Arschloch vor Augen führen kann!" blieb sie standhaft, auch wenn nur wenig Raum zwieschen den beiden war und sonst niemand zu sehen, interessierte es Josefin nicht, ob sie nun seine Wutgrenze übertreten würde oder nicht. Doch Adrian blieb völlig gelassen, die Hände noch immer in den Hosentaschen und die Augen fest auf Josefin gerichtet, machte es für den Moment den anschein als ob sie ein völlig anderes Gespräch führen würden, sah Josefin ihn unsicher an, ein Gedanke, ein Gefühl der trügte, wie sie schnell fest stellen musste.
"Weil ich deine Gegenwart nicht als erträglich finde, nun hast du deine Antwort, dann kannst du nun ja auch wieder gehen" sprach er schoff, seine Augen wieder dem gefrohrenden Teich zugewand.
"Weil du mich nicht magst, ja? " Lachte sie schallend, verdutzt sah Adrian sie wieder an
"Da bin ich ja beruhigt, weil ich dich auch nicht gerade als Lichtblick sehe!" versiegte der Klang des Lachens in der unendlichen Stille, die nur durch den pfeifendem Ton vom Wind an und mal unterbrochen wurde
"Klingt fast so, als ob du dich selbst belügen würdest!" war seine Aussage tonlos und nichts weiter als Inhalslose Gehässigkeit
"Oh, du scheinst ein Kenner zu sein, was hat mich verraten? Natürlich liebe ich es von dir immer so angemacht zu werden und eine Zielscheibe für aggressive Blicke zu sein"
"Anmachen? Meinst du nicht auch, das du dich in der Wortwahl etwas vergreifst? Falls nicht, dann muss ich dir wohl mitteilen das du leider nicht meinem Typ entspricht!" erhellte sich seine Miene etwas, wobei ein Grinsen seine Mundwickel fast schon nach oben schieben wollten.
"Hat dich das jetzt etwa verletzt?" sah Adrian sie nach einigen Sekunden der nicht abklingenden wollenden Stille an, doch Josefin stand nur da, mit einem Grinsen was immer breiter wurde und einer Miene die Adrian nicht deuten konnte
"Na klar, bin ich getroffen.." musste Josefin sich auf die Unterlippe beißen um das Lachen unterdrücken zu können "... und wie, ich muss mir gleich die Augen ausheulen, haste ein Taschentuch?" war ihr Blick wieder ernst, oder war es Gleichgültigkeit, Adrian war sich dessen nicht ganz so sicher
"Ja sicherlich, damit du etwas von mir hast was du anhimmeln kannst oder wie?"
"Das einzige was ich anhimmeln würde, wäre dein Grabstein du Pissbierne, aber da wäre ich wohl nicht die einzige!" drehte Josefin sich um, Wut die durch ihre Augen sikerte, ein Gefühl was Josefin für den Moment deutlich vernehmen konnte, bevor ihre Augen wieder leer wurden und sie Gedankenlos den Weg durch den neu gefallenden Schnee zurück ging.
Die Stirn in Falten gelegt, sah Dina Adrian schweigend an, sie war weit genug entfernt gewesen, damit Adrian ihre Gegenwart nicht wahr nehmen würde, doch nah genug um die Szenne aufs genaue beobachten zu können.
Eigentlich war sie raus gegangen um ein aufeinander prallen der beiden zu verhindern, doch was sich dann vor ihren Augen abspielte, ihr Verstand wusste nicht was sie von halten sollte.
Adrian und eine unahbare Eigenschaft, Adrian und Gefühlslos, ja selbst Adrian und Wortkarg, waren ganz normal gewordene Dinge, so war er eben. Nur war diese Szenne anders gewesen, Er strahlte eine Feindseeligkeit aus, die sich direkt in seinen Worten wiederspiegelte und trotzdem eine Akzeptanz ihren gegenüber ohne das er sie wirklich in ihre Schranken wies und auf einer merkwürdigen Weise sah es aus als ob er Spass gehabt hätte, als ob er grinsen würde, kein deutliches Grinsen, sondern mehr die Ahnung dessen. drehte Dina wieder um.

Angestrengt versuchte Josefin die Augen offen zu halten, das gerede des Professors wurde immer undeutlicher, aus undeutlicher Sprache wurde ein nuscheldes Geräusch. Beide Arme auf dem Tisch überkreutzt, den Kopf auf den Oberarm, durchdrang ein leises Summen ihre Ohren und das Bild verlor an Intensität, womit Josefin einen tiefen zustand des Schlafes verfiel.
Vorsichtig öffnete sie wieder die Augen und hob überrascht den Oberkörper von der Bank als eine lähmende Stille zu vernehmen war, dabei sollte zumindestens das Gerede des Professors erklingen, doch nichts! Sah Josefin erschrocken das alle Plätze leer waren.
Mit zögerlichen Schritten verlies Josefin die Trebühne und lief mit einem Unguten Gefühl auf die großen Panoramafenster zu, mit nur einer minimalen Hoffnung das sich die Studenten auf dem Hof befinden könnten, doch die Stille, eine unheimlich erdrückende Stille, die selbst Josefins Gedanken durchrauschte, konnte der kleine Hauch von Hoffnung in ihr nicht wirklich standhalten.
Als ob sie schon längst gewusst hätte was sie sehen würde, verzog Josefin den Mund, das ganze Gelende war wie ausgestorben. Als ob man für den Moment jegliches Geräusch auf Lautlos drehen würde und ein verlassenden Ort dabei ansieht, schauderte es über ihren Rücken.
Durch den Flur, die Treppe herrunter, blieb sie auf der letzten Stufe stehen und setzte sich verzweifelt hin, vielleicht auch in der Hoffnung jemanden vorbei laufen zu sehen.
Einige Minuten die Josefin wie eine Ewigkeit vorkamen saß sie nun schon auf dieser Stufe, eine Ewigkeit die sie nicht noch mal wiederholen wollte und sich deswegen niedergeschlagen wieder erhob.
"Nein nicht schon wieder" "  setzte sie einen Schritt nach den anderen zurück auf die Stufen der Treppe, als ihr Augen etwas erblickten was sie nicht sehen wollte
"Das ist nur Nebel" presste sie die Lippen aufeinander und rannte durch den körperlosen Dust hindurch, Hin zur Cafeteria, wollte raus, dieses Gebäude verlassen, doch zu spät, der Nebel war zu einem undurchdringlichen Weiß geworden, die Orientierung verloren hätte Josefin nicht einmal mehr sagen können in welcher Richtung sich der Ausgang nun wirklich befand.
Starr sich nicht von der Stelle bewegend, erfassten ihre Augen plötzlich einen Umriss, erst nur ganz Wage, dann immer deutlicher, bis sie sichtlich erkennen konnte das es sich dabei um einen Mann handeln musste
"Hallo?... entschuldigen sie bitte?... Entschuldigen sie?" versuchte sie die Gestallt anzureden, im irrtürmlichen Glaube es würde sich um einen Professor dieser Universität handeln.
Keine Antwort, langsam wurden die Umrisse der Gestallt immer deutlicher, Konturen die zu einem Schatten wurden und eisige Augen die durch das Weiß hindurch stachen.
Den Atem unwilkurlich angehalten kam kein Wort mehr über ihre Lippen. Nur ein Gedanke kreiste durch ihren Kopf, Traum! Das war doch nur ein Traum gewesen!
Der Schatten kam immer näher, aus dem Grau wurde Schwarz, das Blau der Augen wurde immer intensiver, Hände die sich plötzlich fest auf ihre Schultern ablegten, sie wollte schreien, immernoch gelang kein Ton über ihre Lippen, nur ein Kratzen in der Lunge, ihr Körper gehorchte nicht mehr.
Das unwirklich wirkende eisige Blau fing wieder an sich zu verändern, Schatten die sich auf die Pupillen legten und immer dunkler machten, als ob sie eine andere Farbe annehmen wollten.
"Wer..." wollte sie eine Frage formen, doch die Stimme versagte.
Kein ton ertönnte aus dem fremden, sein Blick war durchdringlich und Josefin glaubte ein Grinsen zu sehen, auch wenn das dichte Weiß von diesem Gesicht nichts weiter als die Augen offenbarte, war es als ob Josefin einen Schatten sehen würde, ein Grinsen in diesem noch Formlosem Gesicht, dessen Augen sie so durchdringlich und direkt in ihre gerichtet waren.
"Wer..." versuchte sie es erneut, doch ihre Stimme erstickte immer wieder, bevor auch nur ein weiteres Wort ihre Lippen verlassen konnte und wieder hatte sie dieses Gefühl von Feuchtigkeit, als ob ihre ganzen Sachen nass wären, sah sich an sich runter, wo ihre Augen für den Moment anstatt die Fliesen der Cafeteria matschiegen Boden sahen.
"Josefin wach auf,  Schätzchen... "
Der Druck auf ihren Schultern wurde stärker.
"...aufwachen..."
Er zog sie langsam an sich ran, die Augen kamen immer näher und wieder dieser heiße Atem, der die Kälte durchbrach.
Obwohl Josefin eindeutig zu stehen schien, fühlte es sich jedoch merkwürdiger Weise an als ob sie liegen würde, sie in diesem Schlam, der aus Wasser, Erde und Schnee bestand liegen würde und diese Arme nicht einfach nur auf ihren Schultern liegen würden, sondern sie in seinem Arm halten würden, sah sie wieder dieses eisige Blau, was in diesem Moment plötzlich falsch auf sie wirkte, als ob sie nicht diese kalte Farbe besitzen dürften, sondern...?- überlegte sie.
"Schätzchen?"
>>sollten?...<< blickte sie noch immer diese ihr so nah befindlichen Augen an
"Hey Schätzchen?!"
Der Atem auf ihrem Gesicht, auf ihre Lippen, etwas Nasses fiel Plötzlich auf ihre Wangen.
"Schätzchen!" , merkte sie mit einen Mal einen leichten Stoß gegen die Seite, wobei sie unbemerkt die Augen öffnete und überrascht Thomas ansah
"Es erschien mir als ob du schlecht geträumt hättest Mäuschen, weil deine Augen immer wieder am hin und her zucken waren?" zog Thomas mit seinen Finger wiederholend einen Strich vor seinen Augen, die Stimme unangenehm hoch gezogen.
Schulterzuckend kreiste ihr Blick durch den Saal, wobei ihr erst jetzt auffiel, das weder Liru noch Adrian vorhanden war.
"Pause.." lachte Thomas als der Lehrer das Buch zu klappte und mit geschlossenen Augen den Studenten zu nickte.
"..dann kannst du mir ja jetzt in der Pause erzählen was du so schönes geträumt hattest, Schätzchen" sah Thomas die junge Dame grinsend an, die gerade ebenfals die Tribühne verlassen wollte.
"Miss Klarans, sie haben fast wärend meiner ganze Vorlesung geschlafen,...das geht so wirklich nicht Miss Klarans" kam jedoch der Professor vor Josefin zum stehen, im gegensatz zu den anderen, schien er noch recht jung zu sein, überlegte Josefin überrascht, keine grauen Haare, sondern Schulterlanges dunkles Haar, was säuberlich zu einem strengen Zopf zurück gebunden wurde und anstadt eines weißen Hemdes mit dicker Wampe, ein grauer Anzug mit Kravate.
"Wird nicht noch mal vorkommen" sah Josefin ihn mit gesenkten gliedern an, ein Blick der eigentlich endschuldigend sein sollte, war jedoch völlig teilnahmslos.
Anerkenend nickte Herr Lerik der jungen Dame zu, die darauf den Höhrsaal nun auch verlies.
Die Augenbrauen zusammen gezogen warf Thomas noch mal einen Blick auf den Professor zurück, der mit dem Tafelschwamm das von ihm geschriebende wieder weg wischte.
Wärend der ganzen Vorlesung hatte dieser Mann immer wieder mal einen Blick auf Josefin geworfen, anfangs dachte Thomas, das er sie jeden Moment unsanft wieder aus ihren Schlaf reißen würde und hatte deswegen vergeblich versucht den kleinen Giftzwerg durch leichtes anstupsen wach zu bekommen.
Doch als selbst kurz vorm Ende seine Reaktion nichts weiter als ein sich mit Abständen immer wiederholender prüfender Blick war, hielt Thomas es vorerst wirklich für besser sie endlich wach zu bekommen.
"Mäuschen... komm schon, erzähl mir doch was du geträumt hast" lachte Thomas die junge Dame liebevoll an, sich durchaus im klaren, das er bei Josefin mit einer nervigen Trotzigkeit nichts erreichen würde, was ihn auch wenig zu stören wusste, da er es aus einem völlig anderen Grund tat.
Von oben sah Herr Lerik mit ruhigem Gemüt zum Hoff herrunter, die Arme ineinander verschränkt, fing er leicht an zu grinsen als er Josefin entdeckte, für eine kurze Weile lies er seinen Blick einfach nur so auf ihr verharren, sah einfach nur zu, wie sie neben einen anderen Studenten über das Schnee bedeckte Gelände lief, bevor er wieder zurück zum Pult ging um seine Untesilien zurück in die Tasche zu packen und den Höhrsaal zu verlassen.

Feste klopfte Liru gegen die Tür, als aber auch nach dem dritten Klopfen keine Reaktion kam, drückte er die Klinke herrunter und betrat das Zimmer.
"Sag mal, willst du den ganzen Tag verschlafen?" dröhnte Lirus Stimme durch den ganzen Raum und lies Adrian generv die Decke über den Kopf ziehen, als er dabei unötiger Weise auch noch die Vorhänge aufzog.
"Ich habe es mit Dina geklärt!" wurde Lirus Stimme leiser, verwundert lies Adrian die Decke sinken und sah den jungen Mann überrascht an
"Und fühlst du dich jetzt besser?" , lächelnd schüttelte Liru mit dem Kopf, wärend er sich auf Adrians Bett setzte.
"Es war kaum ertragbar sie so weinen zu sehen und mein schlechtes Gewissen ist fast schon größer als mein Verstand"
Abschätzend betrachtete Adrian das Gesicht des blonden jungen Mannes.
"Du bist sicher das es die richtige Endscheidung war?" stand Adrian auf und zog die Vorhänge wieder zu, den Mund weit aufgerissen beim gähnen sah er nun Liru ernst an
"Ja!" antwortete Liru jedoch bestimmt.
>>Alles nur wegen diesen Göre<< verengten sich für den Moment Adrians Augen, den Blick zur Uhr gerichtet, bevor er wieder Liru ansah
"Dann sollte es dir egal sein das sie nun leidet, weil du damit nun nichts mehr zu tun hast" , immer noch lächelte Liru, die Augen freundlich auf Adria gerichtet, für ihn gab es nur noch Schwarz und Weiß, aber auch er würde irrgendwann die Grautöne wieder wahr nehmen müssen, wurde sein Lächeln stärker.
"Verpenn nicht den ganzen Tag!" stand er wieder auf und verlies wieder das Zimmer.
Komentarlos hatte Adrian ihm nach gesehen, wie er ohne das Lächeln zu verlieren zu Tür gegangen war und das Zimmer verlies.
Mit Ausagloser Miene sah Adrian das Telefon an, als sein grausames Klingeln ertönnte.
Wortlos nahm er den Höhrer ab
"Junger Herr, wir haben nun nähere Informationen was den Aufenthalsort dieser Person angeht, den Informationen nach zu gehen, soll sie auf die selbe Universität gehen wie ihr auch"
"Was geht mich das an?"
"Aber junger Herr.."
" Ihr jagt nun schon seid fast zwölf Jahren für meinen Vater irrgendeinen Namenlosen Schatten hinter her und wollt mir nun sagen das diese Person auf selbe Universität wie ich geht, was bitte erhoft ihr euch nun von mir?"
"Aber junger Herr, wir wollten euch legendlich von in Kenntnis setzen, falls ihr Interesse daran hegen solltet diese Person ebenfalls zu finden, das war der ausführliche Befehl eures Vaters"
Adrian zog tief Luft in die Lunge.
"Mich interessiert nicht ob diese Person nun auf die selbe Uni oder auf einen anderen Planeten an zu treffen ist. Und ich sage es nun wirklich zum letzten Mal, ich will weder etwas davon hören, noch das ihr mich mit irrgendwas anderem behellicht, habe ich mich da nun verständlich genug ausgedrückt?" kurzes Schweigen lies das Knacken der Leitung an seine Ohren dringen
"Ja, wie sie wünschen junger Herr!", die Worte vernommen die er hören wollte legte Adrian wieder auf, den Blick jedoch nachdenklich zu dem kleinen noch übrig gebliebenden Spalt der Vorhänge gerichtet, wo dünne Lichterfaden hindurch drangen.
>>Der Schatten ist also hier?<< zog er eine der beiden Vorhänge auf und lies den Blick Zielos auf das Geländer unherschweifen.
Seid so langer Zeit jagen sie nun schon einer Person hinterher, die angeblich mit dem Erbgut irrgendeines mächtigen Elementaren geboren worden sein soll. Ohne zu wissen ob es Männlich oder Weiblich sei, bloß den Worten irrgendeinem daher gelaufendem Mediums glauben scheckend, der Aussage von zwei mögliche varianten des Schicksales und das sie die Aura dieser Person wahr nehmen konnte zweifellos vertrauend, verzog er den Mund.
Das es diese Person geben musste, zweifelte Adrian nicht an, nur diesem Medium wollte und konnte er einfach keinen glauben schenken.

Josefine wollte gerade die Tür zum gebäude öffnen, den Eisengriff schon fest in der Hand, als das Glas der Tür einen Schatten hinter ihr wiederspiegelte, der direkt hinter Josefin zum stehen kamm.
Ein Mann dessen Augen hinter einer dünnen Brille mit grauen gestell versteckt warum und sie mit der Miene eines Mannes ansah, der offensichtlich erleichtert war jemand gefunden zu haben.
Freundlich nickte er der jungen Dame zu, mit einem Lächeln was unerträglich freundlich und wohlwollend war.
"Ja hallo" reusperte Josefinf sich, mit dem Blick auf den Aktenkoffer, denn schwarzen Anzug und dieser Brille war ihr auch direkt klar das dieser Fremde es war, der sie nun schon zweimal aufgesucht hatte.
"Wie lange wollen sie noch weg laufen Josefine?" wich das Lächeln einem ernsten Ausdruck, als die junge Dame unbeirrt weiter gehen wollte.
"Endschuldigung aber wer sind sie bitte?" sah Josefin den Fremden mit halbgesenkten Augen an, die Gesichtzüge noch immer unverändert.
"Wer ich bin? Mein Name ist Lion, ich glaube das reicht wenn sie meinen Vorname wissen,  mein Nachname wird ihnen so wieso nicht sagen " , innerlich seufzend verfluchte Josefin das Glas seiner Brille, was legendlich Josefins eigenes Spiegelbild wieder spiegelte.
Stuzig weil er seinen Nachname nicht nennen wollte, hob sie die Augenbraue.
"Und was wollen sie bitte von mir? Vor was sollte ich den bitte weg rennen? " zeigte sich die Kälte in ihr deutlich wieder, mit einem Gesicht was intressenlos erschien, aber sein Gesicht sich genaustens einprägte.
"Es wird Zeit das ihr euch zu euch selber bekennt josefine und akzeptiert was ihr seid"
"Ja sicher, der König von Schina, auf wieder sehen " verschwand sie mit einer schnellen Bewegung durch die Tür.
"Nein, so einfach werden sie mich nicht los Josefine!" betrat er jedoch ebenfalls das Gebäude.
"Was wollen sie? Mir die Krone von Schina vielleicht nocht selbst aufsetzen? " blieb sie wuchartig stehen, mit großen wutüberladenen Augen.
"habe ich ihnen doch gerade gesagt! " sah er die junge Dame noch immer ernst an, auch wenn er das Feuer der Wut deutlich in ihren Augen kniestern sehen konnte, hob er den Aktenkoffer bis zur Anhöhe seiner Brust an und öffnete ihn.
"Da seht!" entnahm er dem Koffer ein schon sehr mitgenommen wirkendes Fote, obwohl die Oberfläche schon stark an den Seiten angegriffen war, konnte man deutlich noch erkennen was abgelichtet wurde, was josefine nun verwundert anschaute.
Eine Frau, beide Hände angehoben, schienen Blitze um sie herrum in den Boden zu schlagen, wärendessen ein zufriedenes, fast schon glückliches Lächeln ihr Gesicht zierte.
"Was soll das bitte sein ?" hob sie den Kopf und sah ihm mit unbeirrten Augen an, als ob sie sagen wollte das er sie verarschen will und dieses Bild nichts aussagt, doch sie wusste ganz genau was dieses Bild aussagte und wer diese Frau auf dem Foto war.
"Dieses Foto Josefin, ist für einige Menschen Grund genug um über Leichen zu gehen, unter anderem Sekten die es auf ihre ganz eigene Angsteinflössende Art interpretieren!", wirkte sein Gesicht fahl, der Raum wurde von Lärm der Studenten gefüllt, Gesichter die fragend beim vorbei gehen zu den beiden rüber sahen, als das Ticken der Uhr plötzlich an bedeutung verlor und der Moment sich in Josefins Augen einfrohr.
"Josefin..." klang die Tonlage von dem Mädchen rau, leise und auf beängstigender Weise unwirklich.
Fiebrig sah Josefin in das kleine Gesicht hinein, selbst zu jener Zeit konnte man den Augen die Entfernung der Realität und die damit verbundenen menschlichen Beziehungen ansehen.
"Josefin..." erklang es erneut, Josefin wollte die Lippen bewegen, ihre Muskeln spannten sich an, ihre Fingerspitzen fingen an zu kiebeln
>>Wieso<< flackerte das Licht in ihren Augen, sie versuchte es weiter, zweglos, sah sie entsetz in die großen vertrauten Augen dieser kleinen Gestallt. Wind blies über das Geländer, kein Laut sonst war zu vernehmen. Die Bewegungen der anderen Studenten, Leere Augen, glitt ihr Blick langsam von der kleinen Gestallt hin zu diesem Fremden um von da über all die anderen Gesicht hinweg zu schweifen. Ein Bild wie gefröhenes Wasser, ein tief blauer Stich der alles einfärbte, als ob man nur durch eine Seite einer 3D Brille blicken würde, wanderten ihre Augen schlussendlich wieder zu dem kleinen Mädchen
"Josefin..."
"FIINDE MICH!!!!" dröhnte die Stimme der kleinen plötzlich schreiend durch ihre Gedanken, ein verzerrtes Gesicht, womit das Bild sich wieder bewegte und der Lärm zurück gekehrt war.
"Es ist die Zukunft die ihnen zugedacht wurde" redete der Fremde weiter, irritiert brauchte Josefin einige Sekunden um ihre Fassungs wieder zu erlangen, wie wenn man aus einem extrem real wirkenden Traum erwacht und im ersten Moment nicht unterscheiden kann was nun wirklich war und was nicht.
"hm, hm " nickte sie andeutungsmässig, drehte sich jedoch einfach wieder um, Richtung Treppe und ging weiter
"Sie wissen ganz genau was ich meine Josefine! Wieso laufen sie vor weg, wieso akzeptieren sie nicht einfach was geschehen ist, was sie sind, das es für dich so hervor bestimmt war? "
>> Leck mich doch am Arsch mit deiner Bestimmung >> ging sie weiter, nur um kurz vor der ersten Stufe der Treppe sich noch mal um zudrehen
"Suchen sie sich jemand anderes, vielleicht finden sie ja jemand der gerne mal für einen Tag den König von China spielen will, oder gehen sie einfach in die nächste Buchhandlung und lesen ein Märchen, vielleicht finden sie in den alten Überlieferrungen der Kindergeschichten jemand mit ein für sie passendes Schicksal, also, gehen sie und kaufen sie sich ein Märchenbuch!" rassten ihre Augen, obwohl alles an ihr nach Wut, nach Intressenlosigkeit und Spott schrie, sah es hinter dem was ihre Augen zeigten anders aus, Verzweiflung die nicht mehr wusste wie weit sie noch davon laufen sollte.
"Flüchten sie ruhig wieder in eine von ihnen erschaffene fiktive Realität, doch lange können sie sich selbst nicht mehr belügen" rückte er das Brillengestell zurecht.
"Wenn ich der König von China bin, dann beweisen sie es mir und bitte nicht mit einen Sack Reis!" machte Josefin auf ihren Stiefeln wieder kehrt.
Das Foto was so viel Wichtigkeit besass und erzählen sollte, wieder behutsam in den kleinen Schwazen Aktenkoffer zurück gelegt, sah er Josefin noch einen Moment hinter her, wie sie mit festen Gang, einer ehr stampfenden Gehweise Stufe für Stufe erklom und um die Ecke verschwand.
>>ja so ist es recht mädchen>> lächelte der Mann fast unsehbar, den es war seine Aufgabe ihr den Weg in die Richtige Richtung zu epnen, nun musste sich nur zeigen wie Hart er Kampf werden würde und ob er den Kampf gegen ihre Surealen Welt überhaupt bestreiten konnte und sie die Wahrheit über sich und was wirklich geschehen ist akzeptieren kann, Stieg er in sein Auto ein, atmete noch mal ruhig ein und aus, bevor er über die Autobahn sein nächstes Ziel ansteuern würde.

Denn Kopf geneigt kam Thomas hinter dem Türrahmen zum Sekteriat wieder hervor
"Was sind deine wirklichen Absichten? Was verbirgst du?" öffneten sich seine Lippen kaum, genau so wie nur ein als Ton vielleicht devinierbarer Laut zu hören war.
Das glatte Gesicht was ununterbrochen friedlich Lächelte oder mal einen ernsten Ausdruck trug, hatte für Thomas eine gänzlich andere Gestalt besessen.
Die Augen, dessen Fältchen das Lächeln unterstrichen, waren glasig und vollkommen leidvoll, das Lächeln, ein schlurzendes Atmen und das glatte fröhliche Gesicht des Mannes völlig verweint gewesen., sah Thomas die Treppe hoch wo Josefin gerade um die Ecke verschwand.
>>Was für ein Geheimnis ist es das du versteckst ohne es überhaupt zu kennen?" lächelte Thomas schrill, als er Liru herrunter kommen sah, dem Dina fast schon mit rennendem Gehetze folgte. Setzte aber schnell nur einen Schritt zurück als er bermekte das Weder Liru noch Dina ihn wahr genommen hatten.
"Liru, bitte!.." schrie Dina schon fast, worauf Liru einige Schritte von ihr entfernt stehen blieb und sich wieder umdrehte.
Unsicher hob Thomas die Augenbrauen, die beiden Standen nun fast vor dem Sekteriat, wenige Schritte voneinander entfernt, Dinas Blick war völlig aufgelöst und Lirus verzweifelt.
Sie waren so sehr von der Situation eingenommen das sie weder Thomas, noch Adrian bemerkten, der gerade die Glastür zum Gebäude auf gezogen hatte und nun ebenfalls verwundert die beiden nur ansah.
"Ich will davon nichts hören!" ging Lirus Blick an ihr vorbei, unfähig in ihre Augen zu sehen, den Anblick iher Tränen nicht standhaft, musste er sich zwingen all ihre Worte nicht an sich ran zu lassen, den wenn er nicht jetzt endgültig einen Schlussstrich ziehen würde, wäre der Schmerz hinterher nur um so stärker, den er würde niemald diese Art von Gefühle für sie entwickeln können, die sie sich erhofft.
"Es tut mir leid, wenn ich etwas falsch gemacht habe, dann bitte, sag es mir!" schrie sie ihn weinerlich an.
>>Nein, nicht du!<< korrigierten seine Gedanken, sie hatte nichts falsch gemacht, es gab nur nichts was sie richtig machen könnte um ihn zu halten, es war nicht ihre Schuld, sondern seine und die seiner Gefühle.
"Bitte.." setzte Dina vorsichtig einen Fuß vor den anderen.
"Ich..." suchte er nach Worten, den Blick noch immer Staar ins Nichts gerichtet
"Bitte, sag mir was ich tun kann!" stoppten ihre Schritte als sie direkt vor ihm stand
"Dina ich kann es dir nicht sagen, meine Gefühle sie.."
"Nein, ich will das nicht hören" schnitt sie ihm den Satz ab, die Hände fest gegen die Ohren gepresst.
"Ist okay " wollte Liru gerade weiter gehen, als Dina verweifelt nach seiner Jacke griff
"Lass mich los! " sprach er im ruhigen, dennoch auch drohendem Ton, seine Gefühlsebene war so schon völlig am Ende.
"Nein bitte, ich liebe dich doch!" , keine Antwort
"Bitte tu mir das nicht an Liru, ich liebe dich, ist dir das den egal ??" fühlten sich ihre Augen erneut mit Tränen
"Nein ist es nicht und es tut mir auch wirklich leid Dina, aber es geht nicht mehr!" sprach er immer noch ruhig, doch war seine Stimme das einzige was noch ruhig war, denn der Schein trügte, sie tat ihm wirklich leid und die Situation schmerzte
"Bitte Liru, ich liebe dich " schlug sie weinend ihre Arme um seinen Oberkörper, wobei er vorsichtig die Arme amhob und sie ihn somit ohne schwirigkeiten umarmen konnte in der Hoffnung er würde seine Arme nun auch um sie legen.
Doch das tat er nicht, stattdessen sah er erschrocken in das Gesicht von Adrian und lies die Arme sinken, als er mitfühlend seinen Freund traurig zu lächelte.
"Dina können wir reden?" war Adrian auf die beiden zugegangen, um der Situation ein Ende zu setzen, wie ein Streitschlichter der seine Pflicht ausübt.
Verbittert sah Dina ihn an, wobei die verkrampfte Umarmung um Liru sich löste und sie schweigend mit Adrian mit ging.
>>Was wirst du nun tun Adrian?<< sah Thomas dem Studentensprecher hinterher, mit dem Wissen das Adrian Gefühlswelt empfindlich war, eine tiefe Narbe trug und er deswegen jeglicher Art von Emotionen aus dem Weg ging.
Überrascht drehte Liru sich ganz in Thomas seiner Richtung, als er ihn aus dem Augenwinkel bemerkte.
Entschuldigend lächelte er Thomas jedoch nur entgegen und verlies Wortlos das Gebäude, die Kälte dankend entgegen genommen.

Bitterlich sah die alte Frau das Foto an der Wand an, ein noch sehr junges Mädchen was glücklich in die Kamara lachte und ihren Vater dabei umarmte.
Minuten der Bewegungslosigkeit vergingen, in dennen die alten Augen das Gefühl hatten, das Lachen hören zu können, das sich das Gesicht jeden Moment bewegen würde und liebevoll den Kopf schräg legt, wärend sie mit süßer Stimme >Oma!< sagt.
Tränen die sie schon lange nicht mehr weinen konnte, die all die Jahre nun schon über ihr Gesicht gelaufen waren und es mit der Zeit müde machte, liefen mit heißer Spur über die Wangen
"Mama!" wisperte eine Frauenstimme leise, weinend sah die alte Frau ihre Tochter an
"Sie kann doch nicht einfach so weg gelaufen sein? Sie war doch viel zu jung" brach die Stimme immer wieder
"Mama..." liefen stumme Tränen auch über das Gesicht der Frau
"Sie wird den Tod meiner Nadia nicht ertragen haben, du weisst das die beiden sich näher standen als Geschwiester!"
"Wie soll sie überhaupt davon gewusst haben, wenn sie am selben Tag verschwand? sie war doch erst fünfzehn, sie waren doch beide erst fünfzehn" brach sie nun vollkommen zusammen, an der Krüke die ihrem gebrechlichen Körper halt gab, runter geglitten, saß sie zusammen gekauert im Flur auf dem Boden, wärend das Mädchen auf dem Foto glücklich lachte und dieses Lachen auf dem Bild niemals verlieren würde.
Weinend strich Corina Klarans ihrer Mutter über den Rücken
"Es wird ihr sicherlich gut gehen!" wollte diese gut gemeinte Ausage, selbst kaum noch über ihre Lippen, kratzte im Hals. Vier Jahre waren es mittlerweile, Vier Jahre in dennen Corina Klarans das Gefühl hatte in einem wahr gewordenen Alptraum zu leben, das einzige an einen einzigen Tag verlor, was ihr je im Leben etwas bedeutet hatte und mit dem Tod ihrer Tochter auch Josefin verschwand.
Das Schellen der Tür lies Corina gänzlich zusammen schrecken, die Tränen weg gewischt versuchte sie beim öffnen der Tür zu lächeln, auch wenn ihre Augen von den Spuren der Tränen im Licht glänzten.
"Kann ich ihnen irrgendwie helfen?" sah Corina den Mann vor sich unschlüssig an.
Wie eine einprogramierte Bewegung drückte er mit dem Zeigefinger gegen das Verbindungsstückt der Brille, damit sie wieder ordendlich auf der Nase saß
"Meine Kollegin, Tinka Miederwell war vor ein Paar Tagen schon einmal hier, wir untersuchen den Fall von dem Verschwinden von Josefin Klarans, es ist eine dringlichkeit in der uns die die Bürgermeisterrin unterstützend mit der Polizei zu Seite steht!"
Corina wusste zwar nicht viel von der Arbeit der Polizei, oder anderen Verbindungen in solchen Vermisstenfällen, doch kam ihr die Aussage über die Bürgermeisterrin etwas merkwürdig vor, dennoch war sie froh das überhaupt jemand sich dieser Sache noch mal annahm, damit ihre Mutter endlich irrgendwann Ruhe finden würde.
"Kommen sie bitte rein" nickte sie dem hoch gewachsenen Mann zu und versuchte ihre Mutter auf den Beinen zu helfen.
"Kann ich irrgendwie helfen?" blieb Lion einen Moment noch stehen, um danach den beiden Frauen in die Küche zu folgen, wo Corina vorher dankend seine Hilfe abgelehnt hatte.
"Wie können wir ihnen helfen Mister?"
"Lion, mein Name ist Lion Agens" setzte er sich der Frau über Kopf hin um ein Gefühl von unbefangenheit zu erschaffen.
"Was können sie mir zu dem Verschwinden von Josefin Klarans sagen?"
"Nur das was wir damals der Polizei auch gesagt haben!" fühlte sich der Stühl für Corina immer härter und unbequema an
"ist okay, erzählen sie mir es bitte trotzdem noch mal, vielleicht wurde etwas übersehen!" legte er ein Bein über das andere, Corina Atmete schwer durch, wärend die Augen ihrer Mutter noch immer das Glückliche Lachen auf dem Foto anstarrten.

Unsicher saß Dina neben Adrian auf der Heizung unter dem Fenster, direkt vor der Tür zur Abstellkammer.
"Merkst du nicht das du dich nur selber quälst?", ohne Adrian anzusehen zuckte Dina mit den Schultern, wenn sie ihn nicht so gut kennen würde, hätte sein rauer Ton und der Inhalt seines Satzes sie ziemlich stark verletzte, doch Dina wusste das Adrian es nur gut meinte, auch wenn seine Direktheit schmerzvoll war.
"Hast du schon einmal richtig gliebt Adrian?"
Ein wages Gesicht flackerte vor seinen Augen, doch war es zu kurz um es bewusst wahr zu nehmen, Adrian schwieg, er wollte sich nicht dran erinnern, wollte nichts mehr mit dieser Art von  Gefühl zu tun haben.
Fragend sah Dina in an, schwarze, verschmierte Linien die sich über ihre ganzen Wangen zogen, konnte man noch immer das nasse Glänzen in ihen Augen sehen
"Glaubst du das Liebe einfach so verschwindet?"
"Nein" antwortete Adrian endschieden und schön reden wollte er es auch nicht
"ich habe wirklich gedacht ich könnte es, verstehst du? aber weisst du wie es ist wenn man die Augen schließt und das Herz aufhören will zu schlagen? Wenn du nur dieses eine Gesicht vor dir sehen kannst?"
Ja Adrian wusste es, er sah es noch direkt vor sich, wie er Nachts im Bett lag, die Tränen unaufhörlich in sein Kissen sickerten, er vor Schmerz aufschreien wollte, doch nicht mehr die Kraft dazu besass. Wieder flackerte dieses Bild vor seinen Augen, wie ein Rauschen, für den Moment hatte er das Gefühl als ob ihn enorm kalt werden würde, nur ganz kurz, kaum wahr nehmbar und dann war es auch wieder verschwunden.
"Ich kann nicht ohne Liru leben, Adrian! Ich weiss nicht wie!" sprach sie weiter, den Blick runter auf ihre Schuhe gerichtet.
"Der Schmerz wird mit der Zeit leichter und irrgendwann verschwinden und irrgendwann wirst du sicherlich auch jemand anderes finden!" erhob Adrian sich, er hatte es versucht, doch es ging nicht, er wollte sich solchen Empfindungen nicht aussetzen, war ganz zufrieden mit dem was sein Herz die ganze Zeit aussagte, nähmlich gar nichts.
Dankend lächelte Dina ihn an, auch wenn das Lächeln kaum sehbar war, hatte Adrian es bemerkt und anerkannt und sie mit einem letzten Nicken sich selbst überlassen.

"Ja, ich habe nun etwas mehr über die Umstände herraus gefunden" setzte sich Lion mit dem Handy am Ohr hinter das Steuer und zog die Tür zu
"Wie weit reichen ihre Informationen Herr Agens?" fragte tinka ungeduldig
"Wie es aussieht steckt da eine tiefere Tragödia als wir annahmten hinter.
Sie soll an dem Tag als ihre Cousine, die gleichzeitig auch ihre einzige Freundin darstellte, unten auf der Eisschicht vom Fluss eingebrochen und ertrunken ist verschwunden sein. Und so weit sie wissen, sollen die beiden Mädchen wohl zusammen am Fluss gewesen sein, die Mutter von der verstorbenen nihmt an das Josefin es mit erlebt haben muss und nicht mit umgehen konnte." drehte Lion langsam den Zundschlüssel im Schloss um, nach dem er den Ohrstecker eingesteckt hatte und das Handy auf die dafür vorgesehene Halterung ablegte.
"Und was meinen sie, wie wir nun weiter vorgehen sollen?", Lion überlegte kurz, es waren wirklich sehr empfinliche Informationen und Josefin sehr weit von der Realität entfernt, ein falscher Schritt und sie hätten das Mädchen vollkommen verloren und das durfte nicht geschehen.
"Ich werde erstmal versuchen sie so behutsam und vorallem so langsam wie nur möglich die Wahrheit herran zu führen!"
"Die Zeit ist allerdings nicht mehr unbedingt auf unseren Seite Herr Agens, vergessen sie das bitte nicht"
"Ich weiss" führ er los und bog um die Ecke am Sportstadion auf die Hauptstrasse ein
"Aber wenn wir es zu schnell angehen, werden wir sie nur verlieren und dadurch ist noch viel weniger gewonnen, Frau Miederwell" wechselte er den Gang als der Motor beim beschleunigen aufheulte.
"Herr Agnes!" kurzes schweigen trat ein, in der Lion ein ungutes Gefühl bekam, aber wartete bis sie von alleine anfing weiter zu reden. Zurück in den zweiten Gang gewechselt bog er die nächste Strasse ein und musste vor eine auf rot umgeschlagenden Ampel anhalten, wo zwei Schulkinder die Strasse überquerten
"Sie haben mittlerweile ihren Aufenhaltsort auch lokalisiert, die Zeit wird wirklich nun knapp!", nachdenklich die Stirn in falten gelegt, rückte er das Brillengestell wieder zurecht, wechselte in den ersten Gang und fuhr wieder los als die Ampel wieder auf Grün Umschlug.
"Hast du rausfinden konnen welchen nächsten Schritt sie möglicherweise gehen werden?"
"Nein, aber ich nehme mal an eine Person aus ihrem Umfeld zu infeltrieren", Lion nickte unwillkürlich
"Das bedeutet wir müssen uns die Stundenten in ihrem näheren Umkreis genau anschauen" setzte Lion den Wagen in eine kleine Parklücke vor der Polizeiwache und zog nach dem auschalten des Wagens den Zündschlüssel raus.
"Ich melde mich später wieder!"
"Ja ist gut!" wurde das Gespräch beendet, womit er das kleine Mobilfunktelefon wieder in der Innentasche der Jacke verschwinden lies.
Mit festem gang betrat Lion die Polizeiwache, durch die Glastür am  Schalter vorbei, direkt in die Haupträumlichkeiten hinein, wobei er direkt von einem älteren Polizist mit weißen stoppeln um das Kinn angehalten wurde.
"Ich komme vom Budesministerium" hielt Lion im Kurz eine kleine Schiepkartenförmige eingeschweißte Karte mit seinem Foto drauf hin und ging an dem Mann vorbei
"Was macht das BKA den hier?" kam nun ein ernst reinblickender Mann auf ihn zu, während all die anderen Augen das Gespräch aufmerksam verfolgten
"Es geht um dem Fall Josefin Klarans, im Jahr 2010, ich brauche als erstes einmal die Akteneinsicht"

"Herr Maelien, wissen sie vielleicht warum Frau Klarans und frau Wulbrech nicht anwesend sind? Schließlich handelt es sich bei Frau Klarans um ihre Sitznachtbarin?"
Überrascht sah Thomas den jungen Professor an, nicht weil die beiden abwesend waren, sondern weil er es bemerkte, obwohl so viele Studenten seinen Kurs besuchten und er es hinterfragte, obwohl immer mal irrgendwelche Studenten aus irrgendwelchen Gründen abwesend waren.
Misstrauisch hob er die Augenbrauen, Auch Liru und Adrian sahen Thomas irritiert an
"Ich weiss nicht, schließlich führe ich ja kein Tagebuch über meine Mitstudenten" lachte Thomas auf seiner schrillen art, der Professor grinste
"Ja, aber vielleicht sollten sie es ja mal in erwegung erziehen!" wurde das Grinsen von Herr Lirek breiter, wonach er sich wieder umdrehte und richtung Tafel ging.
Fragens hob Liru die Augenbraue, wärend er Thomas deutlich ansah, Adrian hingegen sah intressenlos dem gegenüber zur Taffel, auch wenn die Frage des Lehrers in anteilig wurmte, war ihr Verbleib ihm ziemlich egal, selbst wenn sie überhaupt nicht mehr wieder kommen würde, wäre es ihm egal, sogar angenehm begrüßens wert, dann würde wieder alles vielleicht seinen normalen  Gang einnehmen und Ruhe wieder einkehren können.

Unsicher und sich selbst nicht darüber im klaren wieso sie zurück zu ihrem kleinen Zufluchtsort gegangen war, wo sie nun den Schlüssel vor dem Schloss ihrer Wohnungstür hielt.
Dieser Mann hatte es wirklich geschaft Josefins Gedanken gänzlich in aufruhe zu bringen. Sie war einem unüberdachten Impulz gefolgt und wollte wieder vor allem davon rennen, ihre Sachen packen, die Wohnung auflösen und so weit wie ihre Füße sie tragen konnten davon rennen. Doch nun sah sie nur fragend das Holz der Tür an, das gelbliche Weiß und bemerkte das sie es nun eigentlich wirklich leid war davon zu laufen und vor allem, vor was rannte sie davon? Vor ihrer Familie? Dem Tod von Nadia? Vor der dem eigenem Leben oder der Verantwortung den anderen Gegenüber zu treten? Sie wollte nicht mehr länger weg laufen, hier und jetzt sollte es endlich enden. Auch wenn sie keine wirklichen zwieschenmenschlichen Beziehungen eingehen wollte, sondern ihr Leben für sich leben wollte, wollte sie jedoch auch kein fremdes Gesicht ohne Vergangenheit mehr sein.

Neugirig blieb Liru stehen, er wollte gerade zur Bibiliothek gehen, sich endlich den aufschgeschobenden Dingen witmen, die er erfolgreich die ganze Zeit in seinen Gedanken außenvor gelassen hatte und nun kaum noch aufschiebar waren.
>>Sie muss das Gelände verlassen haben<< legte er den Kopf in die Schräge, als er Josefin mit ernsten Gesichtsausdruck durch das Tor kommen sah.
Ihr gang war zügig, ihre Schritte gezielt gesetzt und die Augen auf starrer Weise stur geradeaus gerichtet, als ob ihr Nacken nicht fähig war eine andere Bewegung als die Gerade aus zu führen.
Es war der selbe Anblick den Josefin bei ihrem ersten aufeinandertreffen dageboten hatte, wieder dieser kalte und undurchdringliche Schleier der sie umhüllte, dabei hatte es vorher doch fast den Anschein gemacht, als ob Thomas einen Teil von ihr erreicht hätte! Und nun war von all dem was sich innerhalb der wenigen Tage die sie nun hier war, an ihr verändert hatte wie weg geblasen.
"Josefin?" hob er lachend die Hand, als die junge Dame an ihm vorbei ging, aber genau das war es was sie tat, legendlich an ihm vorbei zu gehen, keine Reaktion, nicht mal ein erschrockendes Aufatmen, ihr Blick verlor nicht die Zielrichtung und das Gesicht blieb glatt und ausdruckslos.
Auch Dina war erschrocken stehen geblieben, dabei hatte sie eigentlig mit hetzendem Atem versucht gehabt Liru einzu holen, wollte ein letztes Mal und diesmal mit Fassung das Gespräch mit ihm aufsuchen, als sie ebenfalls wie Liru die merkwürdige Verhaltensart an Josefin bemerkte.
Auch wenn Dina sich nicht selbst belügen konnte und den Grund von Lirus Handeln wie eine Leuchtreklame auf weißen Grund sehen konnte, nahm sie es Josefin nicht böse, hatte die heimlichen Blicke von Liru wärend den Vorlesungen ihr nicht böse genommen und seine Endschuldigenden Lügen, wenn er ihr nach ging, nicht ihr angehangen. Nein, Dina war so nicht, sie behandelte Leute nicht nach ihren zusammenhängen, sondern nach ihrem Inneren, nicht nach dem was sie nach Außen trugen, sondern was sie wirklich sind Und was Josefin war wusste sie nocht nicht. Jedoch gab es da jemanden der es vielleicht wusste, machte sie auf den Absätzen Kehrt, Das Gespräch mit Liru vollkommen vergessen, wollte sie nur eins. Wissen wieso ihre Bettnachtbarin so eine veränderte Verhaltungsweise besass und falls irrgendwie möglich ihr helfen.

Mit Misstrauischem Blick stand Adrian oben an seinem Fenster, der Erste Blick zeigte nichts ungewöhnliches, Studenten die auf dem Hoff verteilt waren, Professoren die hin und Her hetzten und zwieschen all dem der fest getretende Matsch, was einmal Schnee gewesen ist, der am Rand noch überall in seinem herrlichem Weiß zu sehen war.
Den Kopf geneigt, wurden seine Augen zu dünnen Schlitzen, die Arme abwartend ineinander geschränkt, gefiehl ihm nicht was er sah, fesselte sein Blick die junge Dame mit dem Blonden Haar und dem selbstsicherem Grinsen was sie jedem entgegenbrachte, wärend sie vom Tor aus zum Gebäude lief und Adrian kein unbekanntes Gesicht war.
Das ganze Gedanklich überblickend ging Adrian ins Badezimmer, um sein Verstand mit kaltem Wasser noch mal wach zu rütteln.
Den Mund zusammengepresst sah er in den Spiegel, obwohl es ihm egal war ob sie hier war oder nicht, gefiehl ihm der Grund nicht, der offensichtlich dahinter stecken musste.
Wieso musste nun selbst hier, in der Welt wo er einfach nur ein normaler Student unter vielen sein konnte, sein Vater nun die Finger weit ausstrecken? Konnte das alles wirklich nur noch ein maliziöser Scherz des Lebens sein? Der ihn durch die eigenen Augen in den Spiegel nun Anblickte?
Das Hantuch vom Gesicht sinken lassen, blieb er apprubt im Türrahm wieder stehen.
Langes braunes Haar, den Rücken ihm zugewand und das Gesicht dem Fenster zugedreht, auch wenn es wegen den fast gänzlich zugezogenen Vorhänge schon ziemlich dunkel war, erkannte er sofort um wenn es sich bei der Person handelte, war jedoch zu überrascht, als das er im ersten Moment hätte drauf reagieren können.
"Hör auf mit geschlossenen Augen durch die Welt zu gehen" drehte sie sich ihm zu
"Sag mal, was geht in deiner Birne vor sich, was zum Teufel tust du hier?" betätigte er den Lichtschalter, doch war von Josefin nirrgends mehr was zu sehen.
>>Diesmal war es kein traum<< setzte er sich auf das mit schwarzen Satin bezogende Bett, den er hatte nicht geschlafen! Rieb er mit den Fingern über seine Stirn, sollte er nun langsam wahnsinnig werden?

Mit einem Grinsen der eigenen Sicherheit sah Thomas die Tür an, wo leises Klopfen zweimal erklungen war
"Ja bitte?"
"Hi, ich bins!" lachte Dina kummervoll, als sie das Zimmer betrat, verwundert sah Dina sich in dem Zimmer um, es war ganz anders als sie erwartet hatte, nichts auffälliges oder feminimes was seinen Karakter unterstrichen hätte, legendlich ein dunkles überzogendes Bett, ein Regal voll mit Büchern, schwere Lektüren wie sie erkennen konnte und ein fein säuberlicher Schreibtisch vor dem Thomas saß und sie grinsend ansah.
Thomas machte zwar nicht den Anschein danach, verhielt sich völlig normal und prahlte mich nichts, doch seine Eltern waren hohe Tiere und Dina hatte angenommen das Sein Lebenskomfort sich dem entsprechend anders ausprägen würde, nicht so spartanisch wäre.
"Wie kann ich dir helfen, Hasi?" erhob er sich vom dem Stuhl und schob das Buch zurück ins Regal.
"Ich wolte mit dir über etwas reden!" stand sie in mitten des Raumes, worauf Thomas ihr mit der Hand wies sich aufs Bett zu setzen, dem sie auch Wortlos folgte, nach dem er sich wieder auf dem Stuhl nieder lies.
"Es geht um Josefin" wusste Dina nicht wo sie anfangen sollte, Thomas nickte
"Ich weiss das du Dinge siehst und erahnst, die man eigentlich nicht wahr nehmen kann!" wieder nickte Thomas, das war etwas, was sein Vater sogar mit Medikamente versucht hatte zu bekämpfen, bis Thomas alt genug war und sich dem nicht mehr fügte.
"Und was genau ist es was du wissen möchstest, Schatzi?" sah er sie noch immer direkt an, doch war es kein unbehaglicher sondern Vertrauen erweckender Blick
"Irrgendetwas an Josefin ist plötzlich anders, wenn du sie gerade gesehen hättest, würdest du wissen was ich meine!" sah sie ihn mit klaren Augen an, wieder nickte Thomas nur, geduldig darauf wartend das sie weiter redet
"Ich habe das Gefühl das sie irrgendwas schlimmes erlebt haben muss, was sie so noch nicht verarbeitet hat!", hellhörig hob Thomas plötzlich den Kopf an, wieso war ihm das nicht aufgefallen, wieso hatte er es nicht gesehen?  fiehl ihm plötzlich unter all den Gegebenheiten etwas wirklich wichtiges auf, was er die ganze Zeit übersehen hatte, eine Verbindung die sogar eigentlich garnicht offensichtlich war, aber direkt vor seiner Nase die ganze Zeit über gelegen hatte.
Das Geheimnis ist nichts was sie verschweigt oder nicht weiss, sondern von ihrem Unterbewusstsein verdrängt wurde und eine alternative Realität erschaffen hat!
>> Das meinte er damit das sie nicht lange mehr in ihre fiktive Welt fliehen könnte<< wäre Thomas mit der Erkenntnis beinahe aufgestanden, doch die momentanige Entwicklung war einfach zu wichtig, als das er riskieren würde sie zu zerstörren.
"Ja, Josefin trägt tatsächlich etwas mit sich mit, was derartig schwer liegt, das sie nicht aus dem Selbstschutz herraus treten kann" lächelte er wieder und beruhigte Dina dadurch zusehend immer mehr.
"Nur wie kann ich ihr helfen?" sah sie in mit erhlichkeit an, auch wenn Dinas Gesicht die ganze Zeit ruhig und lieb wirkte, besass sie für Thomas einen anderen Ausdruck, ein verstörrtes und den Tränen nahes Gesicht, was sich um einen ihr eigentlich fremden Menschen unglaubliche Sorgen machte und ihn nun Hilfesuchend ansah.
"Vielleicht bringst du sie zum reden wenn du mit ihr über deinen Kummer redest, erzähl ihr was du empfindest, wie dein Herz empfindet, vielleicht öffnet sie sich dir dann auch!" zog er die Lippen zu einem ermutigendem Grinsen.
Er wusste natürlich das Josefin so einfach nie und nimmer zu knacken wäre, das sie sich ihr nicht ebenfalls öffnen wird, doch sie wird dadurch einen Teil ihr selbst eröffnen und das war es, was Thomas Dina als Aufgabe zugedachte.
Als es im selben Moment plötzlich feste gegen die Tür klopfte, diese direkt aufgezogen wurde und eine blonde Schönheit den jungen Mann fröhlich anlachte.

Mit stiller aufmerksamkeit saß Lion in seiner Wohnung, die Akte von Josefin offen vor sich, las er mit fiebriger genaurigkeit was dort niedergeschrieben stand.
So weit war wirklich alles genau so geschildert wie er es von ihrer Tante erzählt bekommen hatte.
Das Josefin Klarans vermutlicherweise zusammen mit Nadia Klarans auf dem zugefrohrendem Fluss gespielt habe. Das Später ein Paar Kinder die ertrunkende Nadia im Wasser sahen und Hilfe holten. Todesart stand als ertrunken auf Grund von einbrechens auf dem Eis, nieder geschrieben, doch keine weiteren Einzelheiten von Josefins Verbleib, legendlich das sie auch am Abend zu der eigentlich vorgeschriebenden Zeit nicht nach Hause kam und die Jahre danach ebenso nicht mehr.
Ohne die offenen Seiten der Akte wirklich mit dem Blick los lassend, nahm Lion sein Handy und drückte die Zwei, wo als Wahlkontakt seine Partnerrin eingespeichert war.
Einige Sekunde ertönnte monotones sich wiederholendes Getute, als sich an der anderen Leitung die gewählte Person meldete
"Ich habe mir nun die Akte genau angesehen, doch auch ihr konnte ich nichts näheres entnehmen, doch es muss jemanden geben der etwas mit bekommen oder sogar gesehen hat, wir müssen nun nur noch rausfinden wer zu jenem Tag alles am Fluss war!"
"Leichter gesagt als getan, wie bitte soll man das machen?", Lion grinste innerlich, den etwas neues konnte er der Akte doch entnehmen
"Sie hatten damals wegen dem Tod von Nadia einen Tag später noch mal die Spurensicherrung hingeschickt, um sicher zu gehen, das es sich dabei wirklich nur um einen Tragischen Umfall handelte"
"Ja?" wurde Tinka ungeduldig
"Da wurden dann zwei verschiedene Fußspuren und sogar ein Handschuh gefunden, doch sind sie diesen Idizien nie nach gegangen, das bedeutet..."
"Wir müssen nur die DND des Handschuhes unter suchen , bzw hoffen das er gut Konserwirt wurde" schnitt sie ihm Euphorisch das Wort ab um seinen Satz selbst zu beenden
"Ja, ganz genau, ich werde versuchen Morgen einen Antrag auf dieses Beweisstück zu stellen und wenn dann alles nach Plan verlaufen sollte, wiessen wir in wenigen Tagen wer der Damalige Träger war!"
"Und hoffen das wir einen Augenzeuge dann haben, der eventuel beweisen kann wie es geschehen ist und somit ihre Erinnerungen wieder beleben können" redete sie schnell
"Ja, falls ihr Unterbewusstsein auf die Erinnerungserweckenden Informationen anspringen sollte" wusste Lion nicht ob es klug war zu viel Hoffnung drauf aus zu üben.

"Was willst du den hier?" was das Gesicht von Thomas weniger erfreut gewesen als das der jungen Frau
"Ist das alles was du nach so langer Zeit zu sagen hast?" sah sie in mit direkten Blick an und einem Grinsen was Thomas nicht gefallen wollte.
"Deiner Erscheinung nach zu gehen, erging es dir wohl bestens, noch immer Vaters verwöhntes Miststück" verengten sich seine Augen, was Dinas Blick zu einer erhfürchtigen Erschrockenheit machte, das war eine zu banale ausdruckform, als das sie zu dem jungen Mann gepasst hätte
"Brüderchen, hasst du mich noch immer so sehr?" lächelte sie künstlich, Thomas sein Blick verdüsterte sich zunehmend immer mehr
"Ich bin hier, weil ich möchte das wir wieder das Band zueinander finden was wir früher auch hatten, mein kleiner Bruder!" blieb das Lächeln nicht mehr als eine gut gespielte Vorführung ihrer Schauspielkunst, doch Thomas sah das ware Gesicht dahinter, den wirklichen Gesichtsausdruck, was seine Schwester nicht wissen konnte und deswegen ihrem aufgesetzten Lächeln vertraute und das Grau ihrer Augen so sicher funkeln lies
"Komm schon, freu dich wenigstens ein bisschen, schließlich hast du mir wirklich gefehlt!"

 

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Jessi Scharf).
Der Beitrag wurde von Jessi Scharf auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 13.11.2014. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Die Autorin:

Bücher unserer Autoren:

cover

Randgedanken von Klaus Heinzl



Überwiegend humorvolle Gedichte aus dem Leben.
Das Büchlein wurden vom Autor selbst
illustriert. Es ist ein kleiner, aber dadurch
praktischer und handlicher Band.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (0)


Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Liebesgeschichten" (Kurzgeschichten)

Weitere Beiträge von Jessi Scharf

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Erfrohrendes Herz >2< Zwischenmenschliche Beziehungen von Jessi Scharf (Liebesgeschichten)
Das tizianrote Haar von Ingrid Drewing (Liebesgeschichten)
ES GIBT DOCH NICHTS, WAS ES NICHT GIBT von Christine Wolny (Autobiografisches)