Elke Müller

Liebe, Kampf, SEHNSUCHT

„ Aufmachen! Sofort aufmachen! Polizei!“ Mako und Ron sahen sich verwundert an, zu so einer späten Stunde haben sie mit keinem Besuch mehr gerechnet. Schnell steckte Ron die Pistolen ins Halfter zurück und schob den Pullover darüber. Nickte Mako kurz zu. „ Macht endlich die Tür auf ! Sonst...!“ „ Ja bitte.“ „ Das hat ja gedauert.“ „ Du?“ „ Ich habe nicht gerade erfreuliche Neuigkeiten.“ „Komm, setze dich und erzähle.“ „ Unser liebes Vorhaben werden wir ändern müssen.... Verflucht noch mal... Dieses verdammte Schwein hat Irina in seine Klauen bekommen.“ „ Waas? Wie konnte das denn passieren, verdammt? Sie stand doch unter deiner Beobachtung!“ „ Schaut mich nicht so an, ich war an diesen Tag nicht da, meine Vertretung muss es nicht ernst genommen haben. Er hat schon eine Abmahnung erhalten... Habt ihr was handfestes zu trinken da, kann ich jetzt gebrauchen, obwohl ich keinen Alkohol trinke. Aber diese Nachricht ist zu niederschmetternd.“ Mako ging wortlos zur Bar, holte drei Gläser heraus und fand auch noch die Flasche mit dem Rest von Whisky, schenkte für jeden ein, stellte diese auf ein Tablett und drehte sich um. Jeder nahm sich ein Glas und kippte es in einem Zug hinunter. Ron zog wiederholt seine Pistole unter seinem Pullover hervor und knallte diese verärgert auf den Tisch. „ Schöne Bescherung! Damit hat Sven wieder mal die Nase vorn und kann sich ins Fäustchen lachen. Weiß Ryan davon?“ Kopfschütteln. „ Nein, bis jetzt noch nicht, aber wer weiß was dann passiert. Ich rechne mit dem Schlimmsten.“ „ Mako, ruf John Davis an, er soll sofort herkommen, die Lage ist mehr als Ernst! Nun heißt es erst mal Irina zu finden, wo der Lump sie versteckt hält.“ „ Damit könnte ich helfen.“ „ Ryo!?“ „ Ich mache schon meine Hausaufgaben richtig, immerhin habe auch ich gewisse Freunde unter all dem Gesindel und wo sonst, denkt ihr, bekäme ich meine guten Informationen her,“ lächelte Ryo. „ Also gibt es schon eine gewisse Spur?“ „ Die gute Nachricht lautet eindeutig ja.“ „ Na, wenigstens schon etwas.“ Ein leises Klopfen, eine Art Morsezeichen, war plötzlich zu hören. „ Ah, es ist John, mach auf.“ Mako öffnete die Tür und sogleich zog es kalt ins Zimmer. „ Ging ja ziemlich sch.... .“ Mako hob langsam die Hände. Dabei wurde ihm gleichzeitig heiß und kalt, denn ein Gewehrlauf war auf ihn gerichtet. Innerhalb eines Bruchteils einer Sekunde griff Ron rasch nach seiner Waffe und sprang mit einem Satz hinter das Sofa, während Ryo entsetzt aufstand. „ Was zum Teufel....!“ „ Das könnte heikel für uns werden“, flüsterte Ron zu Ryo. Als eine große Gestalt aus der Dunkelheit trat, erkannte Mako sofort wer es war. „ Hey! Was soll das?“ „ Mensch, steh nicht da wie eine Ölgötze, nimm mir endlich das schwere Gepäck ab, davon habe ich noch so einiges,“ befahl eine Stimme. „ Okay! Mach dies nicht noch einmal John. Hast mir einen gehörigen Schreck versetzt.“ Plötzlich ein zischen von einem schallgedämpften Schuss. Keine zehn Zentimeter weit weg von Makos schlug er ein, wobei ein Stück Betonfliese in die Luft flog. Doch noch rechtzeitig huschte Mako in den Schatten der Nacht. Ron hielt nun nichts mehr zurück, stürmte an Ryo vorbei, aus der hinteren Verandatür und verschwand. Ein zweiter Schuss knallte. Man konnte jetzt, nur schattenhaft, einen Kampf sehen, welcher auf den Rasen hinter dem Haus stattfand. Ein Mann schrie auf, gefolgt von einem lautes Fluchen. Dann ein aufheulen eines Automotors und ein Wagen schlingerte hinaus auf die Straße. Mit durchdrehenden Rädern verschwand es.

„ Da war noch jemand, außer John Davis draußen. Was ging da vor? Was ist passiert?“ Ryo lies den Blick zwischen Ron und Mako hin- und herwandern. „ Er ist weg. Konnte in seinem Wagen flüchten,“ antwortete Mako. „ Bist du verletzt Ron, auf deinen Pullover ist Blut. Ist alles in Ordnung bei dir?“ „ Ja, ja. Das Blut, ist von dem Mann, mit dem ich draußen einen kleinen Tanz hinlegte. Ich glaube, habe ihn mit meinem Messer arg am Arm erwischt.“ Damit legte er, lächelnd, ein T- Rex Messer mit Sägerücken und Beinbefestigung, welche Taucher benutzen, auf den Tisch. Deutlich waren Blutspuren daran zu erkennen. Die Wunde musste bei so einem Messer ziemlich tief und ausgefranste Wundränder haben sowie stark bluten. Zog sich den Pullover über den Kopf, wobei ihm hundert verschiedene Gedanken gleichzeitig durch den Kopf gingen. Ryo zog nun einen schmalen Block aus seiner Jackentasche. „ Dies Auto, Ron, konntest du das Nummernschild lesen?“ „ Nein.“ „ Aber ich“, meldete sich Mako zu Wort. „ Es war eine L.A. Nummer.“ „ Und das Fabrikat des Wagens?“ „ Ich glaube, war ein Dodge Challenger V6. Viertürig.“ „ Farbe?“ „ Silber.“ „ Irgend wann mal gesehen?“ „ Ja! Bei unseren Sven Trailer. Er lies sich damit überall herum fahren.“ „ Könnt ihr euch irgend einen Grund denken, warum jemand hinter euch her ist?“ Stille. „ Er wird zurück kommen. Sein Werk beenden,“ antworte John Davis. „ Ihr wisst zu viel, habt genau in ein Wespennest, gestochen. Deshalb der Killer. Sven ist gerissen, wird alles versuchen, die Wahrheit nicht ans Licht kommen zu lassen. Wie ich weiß, hat er einen üblen Haufen Halunken um sich gescharrt. Ich habe daher alles mitgebracht was ihr an Waffen bestellt habt. Er wird nicht klein bei geben, soviel ist sicher. Irina wird sein Schutzschild sein. Aber einen kleinen Trumpf haben wir. Ich kenne einen unterirdischen Geheimgang. Habe ihn durch einen ehemaligen Freund erfahren, Gott sei ihn gnädig, den kennt nicht einmal ein Sven Trailer selber. Allerdings bedeutet es einen kleinen Spaziergang durch den Wald, der Eingang liegt aber nicht weit entfernt von dessen Versteck.“ Laute Stimmen waren zu hören. Polizisten gingen und kamen. Ryo hatte eine Fahndung zum silberfarbenen Dodge aufgegeben. Es sah schlimm draußen aus.

Ryan starrte Ryo, nach seiner Beichte, einige Sekunden lang an. Er fragte sich, was sich zum Teufel noch mal, noch so alles ergeben würde. Wieder hatte er es nicht geschafft Irina zu beschützen und …. Sven dieser Lump und Verbrecher sollte büßen, für Alles. Als wenn Ryo Ryans Gedanken lesen könnte, klopfte er ihm auf die Schulter. „ Mach dir keine Sorgen. Er wird seiner gerechten Strafe nicht entkommen. Schlafe etwas. Morgen werden wir zusammen aufbrechen.“ Ryan schloss die Augen. Erinnerungen stiegen auf, quälten ihn. Sein Herz wurde ihm noch schwerer.

 

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 10.12.2014. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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