Jasmin Preikschat

Der schwarze Rabe

Da schlendere ich durch die Straßen meiner Stadt und meine dich in jeder Person zu erblicken.
Seien es die erstaunlichen, glitzernden Augen kleiner Kinder, sei es das geschenkte Lächeln einer weisen alten Dame
oder jegliche Präsenz eines Gleichaltrigen Jungen, selbst in den vorbei schwebenden Vögeln die durch die Lüfte gleiten.
Ich weiß noch -, diesen Sommer, nach drei vergangenen Monaten, dort saß ich am glasklarem See auf dem holzigem Steg,
bestaunte dich Schönheit der Nachtdänmerung und verlor keinen einzigen Gedanken an Dich. Der mich umkreisende schwarze Rabe über mit erlangte meine vollste Aufmerksamkeit bis er sich schlussendlich neben mich gesellte.
Dieser Rabe verkörperte pure Geborgenheit und unermesslichen Frieden, er ließ meine Umgebung gleich noch viel schöner erscheinen. Gerade das was ich benötigte um nicht in mich zusammen zu brechen. 
Ich kann mir nicht erklären, wie ich auf diese Absurde Idee kommen konnte, doch bis heute, 9 ½ vergangenen Monaten,
bin ich mit sicher, dass deine warme übrig gebliebene Seele mir in diesem Fremdkörper die Gesellschaft schenkte.
Ganz klar muss ich gestehen:
Jeden Tag blinkt dieser Gedanke in mir hervor, dass alles rund ums Geschehen nur eine Erfindung war. Jeden Tag wenn ich unterwegs bin und ich mich durch deine ehemalige Heimat begebe, hoffe ich insgeheim darauf dich in jeder erdenklichen Menschenmenge zu erkennen, wenigstens denke ich dies zu versuchen. Nehme man an es würde geschehen wie ich es mir erhoffe, was würde ich dann wohl in Gange setzen und wie würde ich darüber empfinden?

Doch wie traurig es auch sein mag, ich weiß dies wird nie so kommen, denn es ist unmöglich, er existiert nur noch in unseren Erinnerungen.

R.i.p 26/03/2014

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