Jana Doe

Auf einer Bank

Der blaue Himmel spiegelt sich in der Wasseroberfläche. Leicht und ein wenig nachgiebig sind die Bretter des Stegs unter uns. Sonnenstrahlen blitzen immer wieder auf, sie wollen sich einen Weg durch die Baumkronen bahnen. Der Wind streicht durch die hohen Tannen, die das Wasser säumen. Wir sehen eine kleine Holzbank und setzen uns. Die Sonnenstrahlen streicheln mein Gesicht und ich spüre, dass seine Hand vorsichtig über meinen Rücken streicht. 

Ich sehe ihn an, wie er mich nachdenklich anlächelt. Für diesen Moment wirkt alles echt, ehrlich und richtig. Nichts zählt, nur er und ich auf dieser Bank und sein Arm, den er schließlich um mich legt, doch seine Berührung ist so sanft wie der Wind in den Bäumen. Ich kann nicht aufhören in seine wunderschönen Augen zu sehen, bis er mich näher zu sich zieht. Sein Gesicht ist direkt vor meinem. Als sich unsere Nasenspitzen fast berühren, schließt er die Augen und ich tue es auch. Mit geschlossenen Augen nehme ich seinen Duft wahr, spüre seinen Atem auf meinen Wangen und dann …endlich… die weiche Berührung seiner Lippen auf meinen. Ich öffne meinen Mund ein wenig und spüre seine Zungenspitze. Während unser Kuss immer leidenschaftlicher und inniger wird, umarmen wir uns fester. Ich kann seinen schnellen Herzschlag durch die Jacke spüren. Irgendwann lösen wir uns voneinander und ich stelle fest, dass sich auch das Traumbild auflöst. Ich öffne die Augen und sitze allein auf dieser Bank, zu der ich immer wieder gehe und mir wünschte, ich wäre nicht allein mit dem Wind in den hohen Bäumen und dem Wasser, auf dem inzwischen die Sonne Millionen von aufblitzenden Sternchen tanzen lässt. 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 03.04.2015. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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