Sandra Lenz

Stürmisches Herz - Teil VII

Der nächste Tag verlief zunächst ruhig. Sie hatten alle gemeinsam gefrühstückt und Paul Manson hatte sie auf dem Schloss umher geführt. Dann hatten sie draußen im Garten in einem kleinen netten Pavillon Tee zu sich genommen. Am Nachmittag hatten sie gemeinsam mit Marcus die Waffenfabrik besucht. Marcus hatte Ashley diverse Waffen im Einzelnen gezeigt und erläutert. Ashley hörte aufmerksam zu, wie jede einzelne angewendet und bedient wurde. Man konnte schließlich nie wissen, ob man nicht eines Tages die ein oder andere davon anwenden müsste. In einer Notsituation ... Befand sie sich nicht gerade in einer Notsituation? Marcus suchte ständig ihre Nähe und versuchte sie anzufassen. Ashley ging ihm so gut es ging aus dem Weg, aber ganz ließ sich das nicht vermeiden. Beim Abendessen platzte schließlich die Bombe.
Die Eltern standen breit grinsend um sie herum, als Marcus vor ihr auf die Knie ging und um ihre Hand anhielt. Man sah Henry Winston förmlich an, das er vor Glück fast platzte und ihre Mutter war den Tränen nah. Die Eltern hatten genau das bekommen, was sie sich gewünscht hatten. Emilie Manson stürmte auf Ashley zu und nahm sie in den Arm. „Meine neu gewonnene Tochter. Ach wie glücklich ich doch bin, dich in unserer Familie willkommen zu heißen.“
Marcus stand lächelnd vor Ashley und küsste ihre Hand. „Liebe Eltern“ er wandte sich den älteren Herrschaften zu und zog Ashley an seine Seite „wenn ihr nichts dagegen habt, dann würde ich die Hochzeit so schnell wie möglich stattfinden lassen. Ich möchte nicht allzu lange damit warten.“ Henry Winston umarmte Marcus. „Mein Junge, natürlich haben wir nichts dagegen. Wir stimmen dir in diesem Punkt voll und ganz zu.“ Er strahlte. „Kommt, lasst uns anstoßen auf dies neue Glück.“
Ashley stand nur stumm daneben und leerte ihr Glas, welches ihr in die Hand gedrückt wurde auf einen Zug. Sie musste ihre drohende Ohnmacht betäuben. „Ashley, komm‘ mit mir ins Nebenzimmer. Ich habe ein Geschenk für dich.“ Sanft schob er sie zur Tür hinaus.
Die Eltern schauten den beiden nach. „Ach, ist es nicht schön verliebte junge Menschen anzuschauen?“ Emilie Manson schnäuzte in ihr Taschentuch. „Und was hat unser Marcus doch für ein Glück, eine so nette und hübsche junge Frau zu bekommen.“ Sie hakte Henriette bei sich unter. „Was freue ich mich bereits auf unsere Enkelkinder.“

Während die Eltern die bevorstehende Hochzeit planten und bereits Enkelkinder sahen, führte Marcus Ashley in ein anderes Zimmer. Der Raum war in dunklen Farben gehalten und er erklärte ihr, das sei sein Arbeitszimmer. Hier würde er am besten neue Ideen in die Tat umsetzen können. Er schloss die Tür hinter sich und zündete ein paar Kerzen an. Auf einer Couch lag ein größeres Paket.
„Hier Ashley, das ist ein kleines Zeichen meiner Zuneigung für dich. Ich hoffe, ich habe deinen Geschmack getroffen.“ Ashley ging darauf zu und öffnete die Schachtel. Darin lag ein schwarzes Abendkleid. Marcus zog es heraus und hielt es vor ihren Körper. Es war pechschwarz mit einem ziemlich tiefen Dekolleté. Daran und am Saum befanden sich kleine glitzernde Diamanten. Die Ärmel waren halblang und liefen zum Ärmel weiter auseinander. Fast wie eine Fledermaus, dachte sich Ashley. Das Kleid war aus feinster Seide genäht und es sah wirklich traumhaft aus. Sie konnte wirklich nichts nachteiliges anbringen. Er hatte dafür bestimmt eine Menge bezahlen müssen.
„Es müsste wie angegossen passen. Möchtest du es gleich hier anprobieren?“ Seine Augen glänzten bei diesem Gedanken. Eilig schüttelte Ashley den Kopf. „Nein, lieber nicht. Ich werde es später in aller Ruhe oben probieren.“ Marcus nickte. „Tust du mir den Gefallen und wirst das Kleid morgen Abend auf dem Ball tragen, der zu Ehren unserer Verlobung stattfindet?“ Ashley nickte. „Diesen Gefallen kann ich dir gerne tun.“ Sie verstaute das Kleid wieder sorgsam in der Schachtel. „Marcus, ich danke dir für dieses großzügige Geschenk. Es ist wirklich wunderschön.“
„Genauso wunderschön, wie du es bist.“ Er kam auf sie zu und umfasste ihr Gesicht mit beiden Händen. „Du bist wunderschön, meine kleine Elfe.“ Sein Blick haftete auf ihrem Gesicht und er blickte tief in ihre Augen. „Ich werde dich in eine blühende Rose verwandeln.“ Seine Lippen senkten sich auf ihren Mund herab und er begann sie fordernd zu küssen. Seine Zunge schob sich zwischen ihre Lippen. Dieser Kuss schien nicht enden zu wollen. Als er endlich von ihr abließ, stand ihm sein Verlangen in den Augen geschrieben. „Schon sehr bald wirst du mein sein.“ Seine linke Hand legte sich auf ihre Brust und drückte sie leicht. Ashley wich zurück. „Bis dahin mein lieber Marcus, erwarte ich von dir Anstand. Ich möchte nicht, das du mich in dieser Art und Weise berührst.“ Sie hob ihre Röcke und verließ rasch das Zimmer, um sich wieder den Eltern anzuschließen. Dieser Kerl ging ihr gehörig auf die Nerven, und dann sollte sie ihn auch noch heiraten! Jetzt konnte ihr nur noch ein Wunder helfen.

Am nächsten Abend fand zu ihren Ehren ein großer Ball statt, zu dem viele Leute geladen waren. Im Speisesalon wurde ein üppiges Büffet aufgefahren mit den edelsten Speisen und Getränken. Das ganze Haus war festlich dekoriert und die Damen hatten sich in Samt und Seide gehüllt und trugen ihren besten Schmuck zur Schau.
Ashley wurde schon seit Stunden für den Abend herausgeputzt. Ein Mädchen half ihr beim Ankleiden, beim Frisieren und beim Schminken. Heute Abend würde sie das teure Kleid von Marcus tragen. Ihre Haare waren hochgesteckt und seitlich viel eine Strähne in ihr hübsches Gesicht. Kleine glitzernde Steinchen wurden in ihren dunklen Haaren befestigt und brachten ihre Schönheit richtig zum Strahlen. Mit Abstand würde sie die schönste Frau heute Abend im Saal sein.
„Miss Ashley, sie sehen einfach bezaubernd aus.“ Das Mädchen war mit ihrer Arbeit sichtlich zufrieden. Ashley lächelte das junge Mädchen an. „Vielen Dank Myriam.“ Im Spiegel sah Ashley wie sich ihre Zimmertür öffnete und Marcus herein kam. Er trug ebenfalls ausnahmslos schwarz. In seiner Hand hielt er eine rote Rose und ein kleines Kästchen. Schnell schickte er das Mädchen hinaus, um mit seiner zukünftigen Frau allein zu sein.
Anerkennend pfiff er durch die Zähne. „Du siehst einfach phantastisch aus. Noch schöner wie ich es mir in meinen kühnsten Träumen ausgemalt habe.“ Sein Blick heftete sich auf ihr tiefes Dekolleté, das den Ansatz ihrer Brüste zeigte. Sie bemerkte seinen Blick und errötete.
„Ich habe dir noch etwas mitgebracht. Bitte drehe dich um.“ Er trat hinter sie und öffnete das Kästchen. Heraus kam ein wunderschönes Diamantenkollier. Zärtlich legte er es um ihren Hals. Seine Hände blieben anschließend auf ihren nackten Schultern liegen. Im Spiegel fing er ihren Blick auf. Bewundernd sah sie die Kette an ihrem Hals an. Sie musste ein Vermögen gekostet haben. Aber das war noch nicht alles. Aus seiner Tasche zog er die passenden Ohrringe für sie heraus. Nun war ihr Bild perfekt.
Er erwartete ihre Reaktion darauf. Ashley blickte den Schmuck bewundernd an. Er war wirklich wunderschön und sehr kostbar und gefiel ihr wahnsinnig gut. Nur die Tatsache nicht, das er von Marcus stammte. Sie wandte sich ihm zu und blickte in seine dunklen kalten Augen. „Marcus, ich danke dir für dieses wirklich großzügige Geschenk. Das wäre aber doch nicht nötig gewesen.“ Er lächelte. „Für dich meine Teure, ist mir nichts zu kostspielig. Für dich kaufe ich wenn nötig die ganze Welt auf.“ Er senkte seine Lippen auf ihre Schulter und zog sie näher zu sich heran. Seine Finger wanderten ihren Rücken herab und mit einer Hand umfasste er ihren Hintern durch den Stoff ihres Kleides. Er ließ seine Zunge ihren Hals hinauf gleiten und schob sie schließlich in ihr Ohr. Sein Atem ging schneller und sein Griff wurde fester. Ashley war wie erstarrt. Diese Berührungen widerten sie an, doch sie vermochte sich nicht von ihm zu lösen. „Bald ...“ hauchte er in ihr Ohr „gehörst du vollkommen mir.“ Er drückte sie fester an sich und spürte deutlich ihren Busen an seiner Brust. Sein Verlangen war immens, doch er durfte jetzt nicht übereilt handeln. Marcus ließ von ihr ab und schaute ihr ins Gesicht. „Meine Liebe, wir sollten jetzt langsam hinunter zu unseren Gästen gehen. Sonst kommen diese noch auf dumme Gedanken.“ Seine Mundwinkel verzogen sich zu einem hämischen Grinsen. Er fasste ihre Hand und zog sie mit sich hinaus auf den Gang. Dort trafen sie auf ihre Eltern, die ebenfalls gerade im Begriff waren hinunter in den Ballsaal zu gehen.
„Ashley, lass dich anschauen.“ Henry Winston drehte seine Tochter im Kreis. „Wie wunderschön du doch bist.“ Er zwinkerte Marcus zu und ging dann hinter ihnen die breite Treppe hinab. Im Ballsaal herrschte bereits reges Treiben und die Musiker spielten einige lustige Melodien. Getanzt wurde noch nicht, denn es wurde erwartet das Marcus den Tanz mit seiner Verlobten eröffnen würde. Dies tat er dann auch. Er wirbelte Ashley über den Tanzboden und anmutig glitt sie dahin und sah fast aus wie ein Engel. Nach außen zeigte sie sich glücklich und sie lächelte, doch in ihrem Inneren tobte ein Kampf. Ihr Herz krampfte sich zusammen und ihr war übel. So sollte also ihr weiteres Leben aussehen. Eingepfercht in einen goldenen Käfig an der Seite eines Mannes, den sie hasste und ablehnte. Einen Mann der ihr zuwider war und der niemals auch nur die geringste Gefühlsregung in ihr auslösten konnte zu Gunsten seiner.
Marcus drehte sie im Kreis und seine kalten dunklen Augen blickten sie an. Bald wäre er am Ziel angelangt. Gierig benetzte er seine Lippen ...

Der Bote den Ryan geschickt hatte, mischte sich unterdes heimlich unter die Gäste des Hauses. Er wählte einen unauffälligen Platz, von dem er das ganze Geschehen gut überblicken konnte und Ashley ständig im Blick hatte. Er sah sie mit Marcus über die Tanzfläche gleiten. Obwohl sie stets bemüht war zu lächeln, bemerkte er diesen gequälten Gesichtsausdruck. Sie konnte gut schauspielern, das musste er zugeben, aber perfekt war sie dennoch nicht. Er sah, wie Marcus und Ashley die Tanzfläche verließen und sich zum Büffet begaben. Vielleicht könnte er sich näher heran schleichen und ein paar Gesprächsfetzen auffangen. Der Bote, einhüllt in einen sehr eleganten schwarzen Frack, umrundete die Tanzfläche, vorbei an den Musikern hinüber in den Speiseraum, wo sich einige Leute um das angerichtete Essen drängten. Der Geruch von Geflügel, Suppen und frischem Brot stieg ihm in die Nase. Er blickte sich im Raum um und entdeckte Ashley am Fenster stehen. In der Hand hielt sie einen Teller gefüllt mit diversen Leckereien, doch ihr Blick schweifte hinaus in die Ferne und gedanklich schien sie an einem ganz anderen Ort zu sein. Angerührt hatte sie von dem Essen bisher nichts. Marcus stand unterdes am Büffet und belud seinen Teller mit Kaviar, Lachs und Schinken. Immer wieder richtete sich sein Blick auf Ashley. Er ließ sie nicht aus den Augen. Der Bote rieb sich nachdenklich das Kinn. Wie sollte er es anstellen unauffällig an Ashley heranzukommen, damit er ihr die Botschaft von Ryan übermitteln konnte. Solange dieser Marcus in der Nähe war, konnte er sich das gänzlich abschminken. Der ließ sie ja noch nicht einmal für einen kurzen Moment aus den Augen. Er musste sich etwas einfallen lassen und es gescheit anpacken.
Aber das Schicksal meinte es gut mit ihm. Zwei finster dreinschauende Männer betraten wenig später den Speisesaal und gingen auf Marcus zu. Nach einem kurzen Wortwechsel mit ihnen, flüsterte Marcus Ashley etwas ins Ohr, nickte ihr kurz zu und verließ dann gemeinsam mit den beiden Herren den Raum. Ashley blieb allein am Fenster zurück. Jetzt war seine Chance gekommen und er musste sie nutzen. Jason der Bote, schlenderte ganz locker um den Tisch herum. Griff sich nebenbei ein paar Oliven und ein Stück frisches Brot und blieb dann ganz zufällig in der Nähe von Ashley stehen. „Miss Ashley“ flüsterte er ganz leise und unauffällig. Sie drehte ihm erstaunt den Kopf zu. Dieser junge Mann war ihr vollkommen fremd und doch schien er ihr etwas mitteilen zu wollen. „Ja bitte?“ Er tat immer noch ganz unauffällig, damit niemand der anwesenden Personen etwas von ihrem Gespräch mitbekam. „Ich habe eine Botschaft von Ryan für sie.“ Ihre Augen weiteten sich und sie begann zu lächeln. Ihr Herz schlug direkt schneller beim Klang seines Namens. „Tatsächlich?“ Der junge Mann nickte. „Er lässt ihnen folgendes ausrichten. Er befindet sich in Sicherheit und sie brauchen sich keine Sorgen um ihn zu machen. Leider ist es ihm zum gegenwärtigen Zeitpunkt unmöglich selbst mit ihnen Kontakt aufzunehmen oder sie zu besuchen. Den Grund kennen sie ja bereits, wie ich annehme.“ Ashley nickte kaum merklich. „Er wird aber, sobald es ihm in irgendeiner Form möglich ist, zu ihnen kommen und sie holen. Er lässt ihnen sagen, das er sie über alles liebt und ihm nichts wichtiger auf dieser Welt ist wie sie.“ Ihr Herz machte einen Purzelbaum und am liebsten hätte sie einfach nur laut geschrieen. Er liebte sie. Ach, was für ein wunderbares Gefühl. Eine Woge des Glücks schien über ihr zusammenzubrechen und sie begann zu strahlen.
Doch eine schwarze Wolke legte sich schnell über diesen heiteren Sonnenschein, als sie an Marcus dachte. „Hören sie bitte, können sie Ryan auch etwas von mir überbringen?“ Jason nickte. „Aber natürlich Miss Ashley. Nichts wäre mir lieber als das.“ Der junge Mann mit den strahlend blauen Augen lächelte sie für einen Moment an, bevor er seinen Blick wieder teilnahmslos in den Raum schweifen ließ. „Bitte sagen sie Ryan, das auch ich ihn über alles liebe. Von ganzem Herzen und mit jeder Faser meines Körpers sehne ich mich nach ihm. Niemals werde ich einen Mann so sehr lieben, wie ich ihn liebe. Egal was passieren mag.“ Sie machte eine kurze Pause. „Allerdings gibt es ein Problem. In ein paar Wochen, ich kann noch nicht einmal sagen wann genau es sein wird, soll ich Marcus Manson heiraten. Unsere Eltern haben bereits alles organisiert und ich kann einfach nichts dagegen tun.“ Sie ließ ihre Schultern hängen wie jemand der eine zentnerschwere Last trug. „Bitte sagen sie Ryan, auch wenn ich die Frau von Manson werde, wird das nichts an meinen Gefühlen für ihn jemals ändern.“ Der junge Mann nickte. „Ich weiß Miss Ashley, ich hatte bereits so etwas befürchtet.“ Am liebsten hätte er die junge Frau in den Arm genommen und sie getröstet. Er mochte sie sehr, obwohl er sie erst seit ein paar Minuten näher kannte. Doch er diente Ryan bereits seit einigen Jahren und war ihm stets treu ergeben gewesen. Und wenn Ryan diese Frau mehr als alles andere liebte, dann bedeutete dies eine Menge für ihn. Wen Ryan liebte, den würde auch Jason lieben. Natürlich auf eine andere Art und Weise, aber er würde für diese Person ebenfalls alles erdenkliche tun. „Aber noch sind sie nicht die Frau von Manson.“ Jason sah von weitem Marcus zurück kommen. „Miss Ashley, ich muss wieder gehen. Sie werden von mir hören. Bis dahin lassen sie den Kopf bitte nicht hängen.“ Noch ehe Ashley ein Wort zu ihm sagen konnte setzte er sich wieder in Bewegung und ging geradewegs auf die Platten mit dem kalten Geflügel zu. Marcus gesellte sich wieder zu seiner Braut. „Was wollten die beiden Herren von dir Marcus?“ Dieser zuckte mit den Schultern. „Ach Liebste, lasse dein hübsches Köpfchen sich nicht mit solch’ unnötigen Fragen beschäftigen. Ich musste mit ihnen etwas geschäftliches besprechen. Nichts von Bedeutung.“ Er musterte Ashley von der Seite. Sie brauchte nicht zu wissen, das es Ärger mit einer jungen Frau gegeben hatte, die Marcus für eins seiner Spielchen missbrauchte hatte und die nun auf dem Harrison-Friedhof lag und ihren Frieden fand. Er hatte die beiden Herren mit einem Batzen Geld davon geschickt. Diese beiden Bluthunde würden den Rest erledigen und die Spuren, die eventuell zu Marcus führen konnten, geschickt verwischen. Für diese Aufgabe waren sie äußerst gut geeignet und ihre Arbeit hatten sie stets zufriedenstellend erledigt. Marcus würde sich also keine Sorgen zu machen brauchen. Er strich seinen Hals entlang. „Liebling, möchtest du etwas zu Trinken haben?“ Er rief einen Diener herbei und entnahm zwei Gläser Rotwein dem Tablett. Eins reichte er Ashley. Ashley drehte den Griff des geschliffenen Glases in ihrer Hand und blickte in die dunkelrote Flüssigkeit. Ryans Gesicht tauchte vor ihrem inneren Auge auf und sie fühlte seine Lippen auf ihrem Mund. Marcus hatte sein Glas auf einen Zug ausgeleert und er bemerkte, wie sich Ashleys Wangen leicht rot verfärbten. „Geht es dir nicht gut, Ashley?“ Er zog eine Augenbraue hoch und schaute seine Verlobte an. „Oh, doch natürlich Marcus. Ich war nur gerade mit den Gedanken fort.“ Sie führte das Glas an ihre Lippen und nippte an dem köstlich süßem Wein.




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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 26.05.2003. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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