Marlene Remen

Die Blüte der Marei 2. Teil

Marei wartete, bis der letzte Ton des Liedes verklungen war und trat zu ihm.
"Wer bist du und woher kennst du dieses Lied ?" fragte sie.  Ganz überrascht sprang
der junge Mann auf und schaute sie an.  "Ich habe dich gar nicht bemerkt, hörst du mir
schon lange zu ?"  Sie blickte in ein paar tiefblaue Augen, wie das Meer sie an manchen
Tagen hatte, wenn Wolken über es hinweg zogen. Seine Haut war heller, als die der
Inselbewohner und sein Haar war gewellt und reichte ihm bis auf die Schultern.

"Ja,  du hast es sehr schön gesungen, wie ich es schon lange nicht mehr gehört habe.
Der es einst gesungen hat, ging schon vor langer Zeit fort und niemand weiß, wohin er
ging. Sein Name war Felipe, ein Fischer, wie alle Männer hier auf der Insel. "
"Felipe, sagte der junge Mann erstaunt, mein Vater hieß so. Er hat dieses Lied meiner
Mutter gesungen, stets am gleichen Tag, dem Tag der Blüten. Sie haben sich sehr geliebt.
Vor zwei Jahren sind sie gemeinsam mit dem Boot hinaus gefahren und nicht zurück
gekommen. Ein Fischer eures Dorfes hat mich mitgenommen, weil ich die Heimatinsel
meines Vaters sehen wollte. So kam ich hierher und es gefällt mir sehr hier !"

"Morgen ist der Tag der Blüten, sagte Marei, aber für mich wird keiner eine Blüte auswählen.
Es gibt niemanden, dem ich mein Herz geschenkt habe, werde wohl alleine bleiben."
Ein wenig traurig klang ihre Stimme und sie drehte sich weg, damit er die Tränen in ihren
Augen nicht sehen sollte.  Ganz behutsam nahm er ihre Hand und schaute sie liebevoll an.
Wie ein heißer Feuerstrom durchfuhr sie dieser Blick und sie wünschte sich, daß dieser
Augenblick nie zu Ende gehen würde.

"Mein Name ist Marco, sagte er und du bist das schönste Mädchen, welches ich jemals
gesehen habe.
"Ich heiße Marei, antwortete sie und ihre Wangen glühten.......







 

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