Marlene Remen

Die Blüte der Marei 3. Teil

Am nächsten Morgen bedeckten graue Wolken den Himmel , den Bewohnern
der Insel war nicht wohl zumute. Sollte ihr schönstes Fest unter einem schlechten
Zeichen stehen ? Aber ihre Sorgen waren unbegründet, denn ganz plötzlich waren
die Wolken fort und die Sonne zauberte in alle Gesichter ein Lächeln. Es waren noch
einige Vorbereitungen zu treffen, denn das ganze Dorf nahm an diesem Fest teil.

Der große Platz in der Mitte des Dorfes wurde mit frischen Blumen geschmückt,
es wurden Unmengen an
Essen zubereitet, überall duftete es herrlich nach
gebratenem Fisch, frischen Früchten, zusammen mit dem Duft der Blumen ein ganz
wundervoller Zusammenklang. Die jüngeren Kinder des Dorfes waren vor lauter
Übermut kaum zu bändigen, erst als der Dorfälteste ein Machtwort sprach, liefen sie
zum Strand und die Vorbereitungen konnten in Ruhe zu Ende gebracht werden.

Marco, der junge Mann mit der Gitarre war ebenfalls am Strand und er sang mit ihnen
ein paar kleine Lieder, dies machte allen viel Freude. Er forderte sie auf, ihm doch ihre
Insel zu zeigen, auch dies wurde mit Begeisterung aufgenommen. So verging die Zeit
sehr schnell und der späte Nachmittag nahte heran. Alle Bewohner hatten sich ihre
schönste Kleidung angezogen und auch sie waren voller Vorfreude.

In der Mitte des Dorfplatzes stand ein großer Einbaum, vor vielen Jahren aus einem
angeschwemmten Baum herausgehauen. Er war mit Wasser gefüllt und mit den schönsten
Blüten der Insel. Der Älteste des Dorfes blies auf einer großen Muschel, dies tat er drei
Mal und alle versammelten sich auf dem Platz. Es wurde gegessen , geschwatzt und viel
gelacht. Mit einbrechender Dämmerung enzündeten die Männer große Fackeln, die einen
Kreis um den Einbaum bildeten. Zur Einstimmung auf das Überreichen der Blüten spielte
Marco ein lustiges Lied auf seiner Gitarre und alle sangen mit.

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 29.05.2015. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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