Karl Bednarik

Interstellare Kommunikation und die Weltraum-Schmetterlinge

 
Wir können das Vorüberziehen eines erdgroßen Planeten vor dem Bild
eines sonnengroßen Sternes auf Grund der Helligkeitsveränderung
nachweisen, obwohl das bei wirklich erdähnlichen Planeten nur
ungefähr einmal im Jahr geschieht.
 
Wir wollen als Energiequelle die eigene Sonne verwenden, und wir
wollen nur einem einzigen anderen Sonnensystem Signale senden.
 
Wir positionieren zwischen unserer Sonne und dem Zielsystem eine
Aluminiumfolienscheibe mit rund 0,001 Millimeter Dicke und rund
10000 Kilometern Durchmesser.
 
Wenn wir diese Folie um eine Achse rotieren lassen, die in der Ebene
der Folienfläche liegt, dann erzeugt das auffällige Blinksignale.
 
Weil diese Folie nicht um die Sonne kreisen darf, wird sie
langsam auf die Sonne zutreiben, aber diese Bewegung wird
durch den Strahlungsdruck gebremst.
 
Wenn man viele kleinere Folienstücke synchron und phasengleich
rotieren lässt, dann kann man noch schneller blinken, und
vermeidet verschiedene mechanische Störeffekte wie Zentrifugalkraft
oder Schwingungen.
 
Eine vollständig reflektierende Fläche die quer zur Sonnenstrahlung
steht, und die rund 1,54 Gramm pro Quadratmeter hat, schwebt ruhig
in der Sonnenstrahlung, und zwar in jedem Abstand von der Sonne.
 
Der Antrieb für die Positionierung und für die Rotation der
kleinen Folienstücke kann ebenfalls der Strahlungsdruck sein.
 
Die rund 1,54 Gramm pro Quadratmeter erreicht man bei
Aluminiumfolie mit einer Schichtdicke von 570 Nanometern.
 
Weil man noch einige Zusatzgeräte einbauen muss, wird
man die Schichtdicke der Folie etwas geringer machen.
 
Weil dabei ein wenig Licht hindurch geht, und weil in
der "senkrecht" stehenden Position viel Licht daran
vorbei geht, wird man etwas mehr Folienfläche benötigen.  
 
In den Staubscheiben der Planetensysteme existieren große
Mengen von sich selbst nachbauenden Nanomaschinen, die die
Sonnenenergie einfangen können, und die nützliche Geräte
aus dem Staub herstellen können.
 
Ein Gerät, das wie ein Tagfalter oder Schmetterling
aussieht, könnte von den Nanomaschinen in großen Mengen
für die interstellare Kommunikation hergestellt werden.
 
Mit ausgebreiteten Flügeln wirft der Schmetterling einen
größeren Schatten, als mit zusammen geklappten Flügeln.
 
Wenn die Flügel nicht völlig ausgebreitet, und nicht völlig
zusammen geklappt werden, dann dreht der Strahlungsdruck
die Flügel von der Sonne weg, was sehr günstig ist.
 
Zur Stabilisierung der Rotation um die Querachse des
Schmetterlings, seine "Verbeugungen", dienen noch zwei
schräg nach oben geneigte Folien an Kopf und Schwanz.
 
Die Rotation um die senkrechte Achse des Schmetterlings
stört nicht bei seiner Aufgabe einen Schatten zu werfen.
 
Weil hier zwei entgegengesetzte Drehmomente beim Ausbreiten
und auch beim Zusammenklappen entstehen, bleibt die
räumliche Ausrichtung des Schmetterlings dabei stabil.
 
Der Antrieb wäre dabei solarelektrisch und elektrostatisch.
 
Bei relativ kleinen Schmetterlingen könnte man relativ
hohe Blinkfrequenzen erreichen.
 
Die Synchronisation und die Datenübertragung würde dann
von einen Funksender kommen, der ungefähr gleich weit
von allen Schmetterlingen entfernt ist.
 
"Twinkle, twinkle, little star, how I wonder what you are."
 
Für die interstellare Kommunikation ist es nicht störend,
wenn zwischen den Folienstücken größere Zwischenräume sind,
solange sich alle Folienstücke vom Zielsystem aus gesehen
vor dem Bild der Sonne befinden, weil auch der Kernschatten
von Planeten nicht in den interstellaren Raum hinaus reicht.
 
Der Durchmesser des Kegels, innerhalb dessen man ein Objekt,
das einen Erdbahnradius von der Sonne entfernt ist, vor dem
Bild der Sonne sehen kann, ist schon in 214 Erdbahnradien
Entfernung so groß wie der Erdbahndurchmesser, und reicht
für das ganze viel weiter entfernte Zielsystem mühelos aus.
 
Wenn man ein ähnliches System zwischen Erde und Sonne
einrichtet, dann kann man damit das Klima der Erde steuern.
 
 
 


Ein Bild der Weltraum-Schmetterlinge, auf- und zugeklappt,
das Sonnenlicht kommt senkrecht von unten:

http://members.chello.at/karl.bednarik/WELTSCHM.JPG

Berechnung der durch den Strahlungsdruck abgestützten Masse,
wenn vollständige Absorption stattfindet, bei vollständiger
Reflexion ist der Wert doppelt so groß:

https://de.wikipedia.org/wiki/Dyson-Sph%C3%A4re#Berechnung_der_durch_den_Strahlungsdruck_abgest.C3.BCtzten_Masse

Das Kepler Weltraumteleskop:

https://de.wikipedia.org/wiki/Kepler_(Weltraumteleskop)

Der Venustransit als ungefährer Größenvergleich:

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d3/20040608_Venus_Transit.JPG

Der Stern HL Tauri und seine protoplanetare Staubscheibe mit
konzentrischen leeren Bereichen in denen Planeten entstehen.
Das Bild zeigt die Submillimeterwellen-Emission.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/9d/HL_Tau_protoplanetary_disk.jpg

Aufnahme der Trümmerscheibe um den Stern AU Microscopii durch
das Hubble-Weltraumteleskop, der Stern wurde künstlich abgedeckt:

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1a/Debris_disk_AU_Mic_HST.jpg

Das Zodiakallicht kommt von den Resten der Staubscheibe
unseres eigenen Sonnensystems, die wir von innen sehen.
Das Bild zeigt das sichtbare Licht bei langer Belichtungszeit.
Die Sonne steht in diesem Bild knapp unter dem Horizont.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/97/Zodiacal_Light_Seen_from_Paranal.jpg

Staubscheiben:

http://www.e-stories.de/view-kurzgeschichten.phtml?40217

Technik-Parasiten:

http://www.e-stories.de/view-kurzgeschichten.phtml?40230


Karl Bednarik, Anmerkung zur Geschichte

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