Michael Zierler

Der Weg zu meinem Traummädchen

Ich fühlte mich immer einsam, so einsam… Bis ich auf das Mädchen meiner Träume stieß!
Ich werde euch erzählen, wie es dazu kam.
 
Ich war immer alleine und man kann sagen, ein nicht sehr kontaktfreudiger Mensch. Ich hasste dieses Leben, aber ich musste damit zurechtkommen. Ein anderes Leben wäre nicht möglich, da ich einfach einen zu schüchternen Charakter hatte. Ich hatte daheim zwar nicht so viele Probleme, dafür in der Schule umso mehr, aber das ist wieder ein anderes Thema. Ich hatte an Mädchen eigentlich nie wirklich Interesse. Sagen wir so, sie waren für mich immer wie Spielgenossen. Man konnte Spaß mit Ihnen haben, genauso wie mit Jungs. Ich fand es auch ziemlich lustig sie zu nerven, da sie dann immer auszuckten. Ich ärgerte sie andauernd (an den Haaren reißen oder anspucken), wodurch sie mich auch nicht sonderlich mochten. Das ging die ganze Volkschulzeit so dahin, bis ich auf die Hauptschule kam. Von dort an fing sich mein Leben an zu verändern, wenn auch nicht sofort. Zu dieser Zeit war ich so um die 13 Jahre alt. Also ein pubertierender Junge. Es gab Mädchen – man glaubt es kaum – die anfingen mich zu mögen. Ich hatte aber mit Mädchen keine Erfahrung und keine Ahnung wie ich darauf reagieren sollte. Darum fing ich an, mich langsam mit Mädchen auseinanderzusetzen. Ich wollte mehr über sie wissen. Natürlich vermasselte ich am Anfang unzählige Chancen um einem Mädchen näher zu kommen. In meiner Klasse gab es ein Mädchen, das mir sehr gefiel. Ihr Name war Raphaela. Sie hatte langes, braunes Haar und ein süßes Gesicht. Man muss sagen, dass sie wirklich ein sehr hübsches und nettes Mädchen war. Ich dagegen, war einfach extrem schüchtern und nicht gerade der hübscheste Junge. Sagen wir ein Durchschnittsjunge. Was konnte ich so einem Mädchen bieten? Ich wusste es nicht. Ich war mit ihr nie mehr als befreundet, aber das war auch gut so. Danach gab es ein paar süße Girls die mir gefielen, aber mit denen wurde nie was. Die Jahre vergingen und ich wurde älter. Mit! 15 kam ich dann auf das Oberstufenrealgymnasium Monsberger. Eine große Schule und eine neue, unbekannte Welt für mich. Viel fremde Gesichter, aber ich fand schneller Freundschaften, als in der vorigen Schulzeit. Dafür hatte ich dieses Mal ein anderes Problem. Die Fremdsprachen. Ich lernte sie einfach nicht und hatte so schlechtere Noten. Gott sei Dank schaffte ich die Wiederholungsprüfungen, aber ich merkte schnell, nein ich will nicht mehr in die Schule gehen, sondern arbeiten gehen und was Neues ausprobieren. Daraufhin durchstöberte ich das Internet und wurde auch ziemlich schnell fündig. Es gab eine Stelle für einen Lehrling als Technischer Industriebuchbinder. Ich wusste zwar nicht genau, was mich erwartete, aber ich wurde neugierig und deshalb bewarb ich mich dort. Nach einer Probewoche und einem Gespräch, beschloss ich diese Stelle anzunehmen, da ich nicht mehr länger in der Schule bleiben wollte.  Die Zeit verstrich und nach einem Monat, wollte ich nicht mehr dort bleiben. Diese Arbeit war einfach nichts für mich. Ich war zu voreilig. Ich hätte lieber länger nach einer geeigneten Arbeit suchen müssen. Das wurde mir klar. Viel zu viel körperliche Arbeit und ich war leider nicht der kräftigste Typ mit einer Größe von 1,78 m mit einem Körpergewicht von nur 63 Kilo. Deswegen wurde ich auch manchmal ein bisschen gehänselt und dass regte mich ziemlich auf. Darum begann ich mit dem Krafttraining und ich konnte mich in den letzten Jahren schon ziemlich verändern und mein Gewicht auf ganze 10 Kilo steigern. Ich fand mit etwas Geduld nach ein paar Monaten, einen neuen, sehr guten Arbeitsplatz als Verwaltungsassistent. Aber nun zurück zum eigentlichen Thema. Ich fing an, mir mehrere Dating-Apps auf mein Smartphone herunterzuladen. Ich hatte auch Glück damit. Ich bekam einige Telefonnummern und ich wurde richtig süchtig danach. Ich wollte immer mehr Nummern bekommen und ich bekam sie auch. Am Sch! luss hat te ich schon um die 300 Kontakte auf meinem Smartphone gespeichert. Das schlechte daran war aber, dass ich von meinem Umfeld verschwand und nur mehr zurückgezogen in meinem Zimmer lebte. Nach der Arbeit immer nur mehr vor dem Handy lebend. Ich hatte aber eine super Familie, die mich wieder zur Vernunft brachte. Ich löschte alle unnötigen Kontakte. Ich hing zwar noch immer oft an meinem Handy, aber ich machte nun auch wieder was mit meiner Familie und mit meinen Freunden. Ich kam auch mit einigen Mädchen zusammen, aber die Beziehungen zerbrachen immer ziemlich schnell. Lag wahrscheinlich daran, dass ich die Beziehungen nicht wirklich ernst nahm. Es war einfach nie das richtige Mädchen dabei. Ich gab nicht auf und fand in einer Dating-App namens Jaumo, ein wunderschönes Mädchen. Sie gefiel mir so gut und sie lebte auch in der Nähe von mir. Ich bekam auch Ihre Nummer, aber bei Ihr war es anders, als bei den anderen Mädchen. Ich freute mich richtig darüber. Ich hatte ein Gefühl, dass ich so noch nicht kannte. Ich schrieb mit ihr so oft ich konnte und das Beste daran, mein einzigartiges Gefühl steigerte sich von Tag zu Tag. Ich fing an sie immer mehr zu mögen. Wir fingen an Herzen und Kusssmileys uns gegenseitig zu schicken. Ich war einfach nur happy. Ich hätte, dass nie erwartet. Ich konnte es kaum erwarten, ihr das erste Mal persönlich zu begegnen. Als ich sie um ein Treffen bat, willigte Sie sofort ein. Wir verabredeten uns im Kino. Zu dieser Zeit lief gerade ein Horrorfilm und sie schien solche Filme zu mögen. Ich dachte mir, vielleicht habe ich ja eine Chance ihr so näher zu kommen, falls sie sich fürchten sollte. Mein Leben war auf dem perfekten Weg, endlich einem vernünftigen und bezaubernden Mädchen zu begegnen. Ich hoffte, dass sie in Wirklichkeit auch so perfekt wäre. Dann kam der Tag des ersten Treffens. Ich war so nervös, aber zugleich freute ich mich auch total darauf. Ich war ziemlich fr! üh dran, circa eine viertel Stunde. Und auf einmal war es soweit, ein wunderschönes Mädchen kam auf mich zu. Ich war einfach nur erstaunt. So ein Mädchen trifft sich mit jemanden wie mir? Wie kann das nur sein? Ich konnte es immer noch nicht fassen. Als sich unser erster Blick traf, konnte ich ein starkes Kribbeln im Bauch spüren. Ich sage euch, so etwas ist mir noch nie passiert. Da der Film noch nicht begann, hatten wir noch etwas Zeit um zu plaudern. Ihr Name ist Michelle. Ich finde ein sehr schöner Name und noch dazu, passt er gut zu meinem. Sie ist zwar knapp 2 Jahre jünger als ich, aber Alter spielt ja bekanntlich keine große Rolle. Wie bereits gesagt, hatten wir noch Zeit um ein bisschen zu reden und ich muss sagen, dass hauptsächlich sie gesprochen hat, da ich ziemlich aufgeregt war und nicht wusste, was ich reden sollte. So hörte ich fasziniert Ihrer süßen Stimme zu. Der Film war gut, aber ich bekam gar nicht viel mit, da ich sie die ganze Zeit anschauen musste. Ich war eindeutig verliebt in sie. Bevor sie von ihrer Mutter abgeholt wurde, übergab ich ihr noch einen Brief. Besser gesagt einen Liebesbrief. Sie freute sich darüber und dass machte mich umso glücklicher. Ich war fest entschlossen ihr Herz zu erobern. Leider kam dann keine gute Zeit auf mich zu. Ich hatte Probleme, aber dazu werde ich nicht näher eingehen. Deshalb brach der Kontakt langsam ab und wir entfernten uns vom jeweilig anderen. Es war eine schwierige Zeit. Nach einiger Zeit erholte ich mich langsam wieder davon. Mir fehlte aber etwas Wichtiges. Ich war sehr nachdenklich und ich dachte oft an dieses eine Treffen zurück. Ich weiß nicht wieso, aber ich konnte ihr einfach nicht schreiben. Als ein guter Freund bei mir war, bat ich ihm, dass er Audios an sie schickt. Ich wollte wenigstens ihre Stimme wieder hören und dass tat er dann auch. Und welch ein Wunder sie schickte Audios zurück. Ich hörte ihre zarte Stimme endlich wieder. Ic! h war fr oh, dass es ihr gut ging. Ich mischte mich dann auch nach einiger Zeit in die Audios ein. Als mein Freund wieder weg war, machten wir ein Treffen aus. Sie stimmte Gott sei Dank zu. Ich hätte mir nie gedacht, dass sie sich jemals wieder mit mir treffen würde. Aber Hauptsache sie hatte Zeit für mich. Ich wollte mit ihr shoppen gehen. Ich wollte dann aber doch wieder einen Film anschauen und so gingen wir wieder ins Kino. Diesmal war die Atmosphäre um einiges besser wie beim letzten Mal. Wir verstanden uns auf Anhieb gut. Seit diesem Tag hatten wir ein ziemlich gutes Verhältnis zueinander. Ich wollte unbedingt mehr von ihr, aber ich war mir unsicher, ob sie das gleiche für mich empfand. Deshalb konnte ich sie nicht fragen. Es war die Angst, versetzt zu werden. Aber ich musste sie gar nicht fragen, da sie es tat. Das überraschte mich sehr, machte mich aber zugleich glücklich. Es hatte zwar noch nichts zu bedeuten, aber ich hatte so ein Gefühl, dass sie mir diese Frage nicht ohne Grund gestellt hatte. Ich antwortete ihr natürlich, dass ich für sie sehr viel empfinde. Und dann geschah das, was ich immer erhofft hatte. Sie gestand mir, dass sie für mich auch Gefühle entwickelt hatte. Besser konnte es nicht laufen. Das Mädchen meiner Träume liebte mich! Am 18.07.2015 traf ich mich mit ihr am Schlossberg. Ich fragte sie – es war viertel 8 – ob sie mit mir eine Beziehung eingehen möchte. Ihre Antwort war extrem schnell und sie lautete JA! Der schönste Tag in meinem Leben. Den werde ich nie vergessen. Ich liebe sie so unendlich sehr.
 
Wir sind nun schon ganze drei Monate zusammen. Ich hoffe es werden noch ganz viele weitere folgen. Ich werde sie nie mehr hergeben, denn ich habe mein Traummädchen gefunden. Ein besseres könnte ich mir gar nicht vorstellen und will ich auch gar nicht. Es war ein langer Weg, aber ich habe ihn gemeistert. Wir werden die guten und schlechten Zeiten gemeinsam durchstehen. Sie macht mich sehr glücklich. Sie steht immer hinter mir und ist für mich da, wenn ich sie brauche. Ihr Charakter ist einzigartig und bezaubernd. Sie ist lustig, lieb, extrem hübsch, sie hat mich einfach unter ihrem Bann gezogen. Ich kann euch nur sagen, seid froh, wenn ihr das Mädchen euer Träume gefunden habt. Es ist vielleicht nicht immer einfach, aber das Leben ist ja kein Spiel. Gebt euer Traummädchen auf gar keinen Fall wieder her. Ihr würdet es nur bereuen. Macht sie glücklich und sie macht euch glücklich. Mädchen sind sensible Wesen, deshalb muss man auch auf sie achten. Ich bewundere Mädchen/ Frauen. Sie müssen oft viel stärker sein als wir Männer. Denkt nur an die Schwangerschaft einer Frau. Wie viele Schmerzen sie durchleiden muss. Männer könnten dass gar nicht aushalten. Oder was sie alles für uns tun. Stellt euch mal eine Welt ohne Frauen vor. Einfach undenkbar! Deshalb behandelt Frauen und Mädchen, vor allem euer Traummädchen mit Respekt und misshandelt sie NIEMALS!
 
ENDE

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 17.10.2015. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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