Paul Roland Vettermann

gegenständliche Eigenschaft

Wie wäre es, wenn eine menschliche
Eigenschaft tatsächlich gegenständlich würde…
 
„Zwei Dinge sind unendlich, das Universum
und die menschliche Dummheit, aber bei dem
Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“
 
Da die Unendlichkeit, in was für einen Zusammenhang
auch immer, für mich und wie ich denke für viele unter
uns nicht wirklich zu begreifen, ja letztendlich geistig zu
verarbeiten ist, will ich hier den Versuch machen, mich mit
einer etwas anderen Herangehensweise dieser von A. Einstein
im vorstehendem Zitat gesehenen Verbindung, zwischen
menschlicher Dummheit und der Unendlichkeit, zu nähern.
 
Nehmen wir an, die Dummheit ist nicht als eine
Eigenschaft zu sehen sondern als gegenständlich.
Also wie im Zitat, als ein Ding! Somit könnte es
sich hierbei um ein  Dach  handeln – nicht klein, aber
auch nicht besonders groß – mit überschaubaren Ausmaßen.
 
Allerdings, mit der Besonderheit dass es aus einem
Material besteht, dass die Menschheit, so wie es scheint,
- von Beginn an bis Heute - für unzerstörbar hält…
 
Nehmen wir an, unter diesem  Dach  wachsen und gedeihen
- immer wieder neu – verschiedene Kräuter (Unkräuter)
 
Nehmen wir an, bei diesen Kräutern handelt es sich um
„Gewächse“ die für den Menschen extrem unbekömmlich
oder, wenn überhaupt, nur sehr schwer genießbar sind.
 
Immer mal wieder in der Geschichte haben sich einzelne
Menschen oder auch kleine Gruppen von Menschen, auf
unterschiedlichen Wegen, mit unterschiedlichen Mitteln
dafür eingesetzt, diesen „Gewächsen“ den Gar auszumachen…
Leider aber bis heute ohne sichtbaren Erfolg!
 
Denn, immer dann, wenn eine berechtigte Hoffnung aufkam,
dass das eine oder andere von ihnen, uns Menschen unter den
Namen: Gier, Missgunst, Hass, Engstirnigkeit, Egoismus,
Blindheit und Taubheit bekannt, kurz vor der Ausrottung stand,
wuchsen und gediehen sie, unter dem Schutz des zuvor erwähnten
Daches, von Generation zu Generation, immer wieder neu…
 
Gier (Habsucht), nach all dem was vielen (zu vielen)
Menschen tagtäglich als unbedingt notwendig und erstrebenswert
erscheint, allerdings bei genauerem Hinsehen…
 
Missgunst (Neid), die im Menschen nagt, die ihn aufzufressen
droht und dabei in ihm nichts, außer Unzufriedenheit bewirkt…
 
Hass (Feindseligkeit), gegenüber allem was Menschen
an Menschen Angst macht – oder nicht in ihr eigenes, von
der Welt gemachtes, religiös, kulturell, politisch geprägtes
- unverrückbares - Bild passt,  passen will…
 
Engstirnigkeit (Verblendung), nur den eigenen Tellerrand
als äußere Maxime einstufend – zwischen Glauben und Wissen
keine wirklich, exakte Linie ziehen…   
 
Egoismus (Selbstsucht) ohne Rücksicht auf Ansprüche und
Wünsche anderer Menschen, nur auf seine eigenen bedacht,
macht einsam und letztendlich krank an Seele und Körper…
 
Blindheit (unabhängig von Netzhaut u. Makula), die Augen,
vor solchen Fakten und Tatsachen verschließen, die bei nicht
Beachtung und folglich ausbleibenden Konsequenzen, das
Leben für nachfolgende Generationen auf dieser Erde infrage
stellen wird…   
 
Taubheit (unabhängig von Innenohr u. Hörnerv), gilt für
all das zuvor Beschriebene „Nicht Sehen wollen“, und zusätzlich
für das bereits laut Hörbare, vordem Menschen die Ohren
verschließen um es nicht wahrzunehmen zu müssen…
 
Wie schon erwähnt sind diese „Kräuter“ für Menschen
extrem unbekömmlich und was die negativen Langzeit-
wirkungen (Auswirkungen) im laufe der Geschichte angeht
nicht gerade empfehlenswert - je mehr Individuen unserer
Spezies dieses erkennen und nach und nach darauf verzichten
umso weniger werden sie neu wachsen und gedeihen. Und mit
Ausdauer und etwas Glück werden sie sich, im laufe von
nur wenigen Generationswechseln vollständig zurückziehen.
 
Das  Dach  wiederum, dass vordem zu ihrem Schutz diente,
bringt das Zurückziehen seiner Schützlinge zur Sinnesfrage.
 
Schon nach kurzem „In sich gehen“, löst es sich aus seiner
Verankerung und fliegt höher, immer höher, bis hin in die
Unendlichkeit… und da es in meiner Vorstellung von der
Unendlichkeit (Größe) her keinesfalls mit dem Universum
gleichzusetzen ist (Herr Einstein möge mir verzeihen), wird es,
von seinem Ausmaßen her eher überschaubare Dach  mit
Namen „Dummheit“,  in der Unendlichkeit des Universums
nicht mehr wahrnehmbar sein…
 
Keine Angst, diese „Nehmen wir an“ Geschichte wird keine
Endlose werden, doch ein paar Zeilen, bis zu ihrem vorläufigen
Ende kommen nun doch noch…
 
Nehmen wir an, dass all die Menschen, die vordem ihren Fokus,
fast ausschließlich auf diese, nun nicht mehr vorhandenen „Kräuter“
gerichtet hatten, nun ihren Blick auf die vielen anderen Gewächse
richten werden. Die in ausreichenden Mengen, nicht schutzbedürftig
unter einem Dach, direkt vor ihren Füssen wachsen und gedeihen…
 
Ihre Namen sind bekannt – sie wachsen und gedeihen aber nur,
und dass immer wieder neu, wenn sie in einer Erde stehen, die
ohne künstliche Zusätze, ausschließlich mit Liebe angereichert ist…
 
Es handelt sich hierbei um die für Menschen extrem bekömmlichen
und besonders genießbaren Pflanzen mit Namen – Nächstenliebe,
Verantwortungsbewusstsein, Friedfertigkeit, Aufgeschlossenheit,
Toleranz, Akzeptanz und Bescheidenheit.
 
Nächstenliebe (Menschenliebe) für alle Menschen dieser Erde,
Mitmensch sein – wenn nötig bereit sein auch wirkliche Opfer
zu bringen – diese innere Einstellung zulassen und leben…
 
Verantwortungsbewusstsein (Gewissen) innerhalb eines
überschaubaren Rahmens für das Gemeinwohl Sorgetragen –
Gewissenhaftigkeit und Moral nicht als Fremdworte ansehen…
 
Friedfertigkeit (Langmut) beginnt in der kleinsten Zelle,
nämlich in der Familie und endet im Zusammenleben der Völker
dieser Erde – Darüber Schreiben, Malen, Reden ist gut - alltäglich  
vorleben ist noch besser…
 
Aufgeschlossenheit (Offenheit) für alles das Leben betreffende
empfänglich sein und möglichst voreingenommen damit
auseinander zu setzen…
 
Toleranz (Duldsamkeit) es sind der Großmut, die Menschlichkeit
und die Nachsicht, die hierbei offenkundig im Vordergrund stehen
und damit eine Gesellschaft und ihr Miteinander ausmacht…
 
Akzeptanz (Annahme) ist unter anderem  auch, andere
Menschen so anzuschauen um damit einstückweit sich
selbst zu erkennen…
 
Bescheidenheit (Genügsamkeit) Ansprüche, die der jeweilige
Zeitgeist viel zu vielen Menschen einzureden versucht, überdenken,
reflektieren und ggf. einwenig reduzieren…
 
Nehmen wir an, dies alles würde so geschehen…
kaum vorstellbar, wie anders sich diese Welt uns
dann zeigen würde! Oder doch vorstellbar?
 
Anmerkungen:
Ich bin mir darüber im Klaren, dass diese kleine „Geschichte“
ziemlich irreal daher kommt. Doch dachte ich mir, diesem
wirklich großem Übel der Menschheit auf der realen Schiene
näher zu kommen, haben so viele schon versucht…


© PR Vettermann
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  
 
 
 
  
 
 
 

Über meine Dummheit zu schreiben fand
ich effektiver als diese zu verdrängen!

herzlichst Paul Roland Vettermann
Paul Roland Vettermann, Anmerkung zur Geschichte

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 21.10.2015. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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