Meike Schäfer

Was wäre ein Weihnachten ohne den Weihnachtsmann?

1. Der Glaube zählt

Es war drei Tage bis Heilig Abend und Sophie sah von ihrem Bett aus, durch ihr Fenster zu den Sternen hoch, als würde sie darauf warten, dass der Weihnachtsmann mit Rudolf und seinen anderen Rentieren, einer großen goldenen Kutsche, seinen Kobolden die ihm halfen die Geschenke zu verteilen und dem großen Sack voll Geschenken vorbeifliegen. Aber es war hoffnungslos. Auch an Nikolaus war er nicht gekommen. Es gab einige die sagten, dass es den Weihnachtsmann überhaupt nicht gab aber da irrten sie sich gewaltig, denn nicht nur Sophie hatte kein Geschenk bekommen. Das ganze Dorf hatte nichts gekriegt. Sophie legte sich in ihr Bett und stellte sich vor wie es wäre, wenn der Weihnachtsmann noch nicht mal an Weihnachten kommen würde. Sie sah traurige Gesichter und das wollte sie nicht. „Nein Sophie, du darfst nicht an so etwas denken, noch nicht einmal im Traum“, sagte sie sich. Dann schlief sie ein und glaubte ganz fest daran, dass der Weihnachtsmann an Weihnachten kommen würde.

2. Die Mission (Der Brief)

Am nächsten Abend war Sophie allein, weil ihre Eltern in die Stadt fahren wollten, um dort ein Weihnachtsmannkostüm zu suchen doch selbst, wenn sie eines fänden würde es ihnen nicht gelingen sie zum Lachen zu bringen, denn sie würde genau wissen das es nur ihr Vater war. Sie ging ins Wohnzimmer, nahm sich aus dem Regal ein Buch mit dem Einband „Der Weihnachtsmann“ und erinnerte sich an das Weihnachten, an dem sie noch sehr klein war und ihre Mutter sie mit in die Stadt nahm um mit ihr den Weihnachtsmann zu besuchen. Es war ein kleines Haus, der Kamin war mit Feuer bedeckt und als sie sich umschaute sah sie eine Schlange von Kindern, die vor einem Mann mit rotem Umhang und Mitra endete. Er schenkte ihr das Buch. Sie setzte sich in den Sessel, der so schön warm war und las. Nach ein paar Minuten hörte sie draußen Geräusche und plötzlich klopfte es an der Tür. Sophie erschrak, doch stand sie auf und ging auf wackligen Beinen zur Tür. Als sie sie sanft öffnete, sah sie zu ihrer Verwunderung niemanden. Sie sah nur eine weite weiße Welt. Doch als sie die Tür zumachen wollte, sah sie auf der Treppe einen Brief liegen. Sie nahm ihn, setzte sich wieder auf den Sessel, machte ihn auf und las: „Liebe Sophie, da du an mich glaubst möchte ich dich aufmuntern und dir sagen, das ich es nur mit deiner Hilfe schaffen kann, das die Kinder ihre Geschenke bekommen. Ich habe die Namen und Wünsche aller Kinder aus dem Dorf verloren. Bitte sammel sie für mich ein. Wenn du sie hast treffen wir uns um acht Uhr abends am weißen Brunnen. Ich warte dort auf dich. Mit freundlichen Grüßen, der Weihnachtsmann.
PS: Ich weiß du schaffst das, ich glaube an dich!“
 
3. Das alles für den Weihnachtsmann

Am nächsten Tag wunderten sich Sophies Eltern, dass sie direkt nach dem Frühstück mit vielen Stiften und Papieren ins Dorf lief. Stunde für Stunde klingelte sie an jedem Haus, es gab so viele Kinder obwohl es nur ein kleines Dorf war. Martin Sonntag wünschte sich ein Set von Playmobil, Marie Leiert wünschte sich nur Geld und Lea Jensen ein echtes Schwert aus Herr der Ringe. Als es anfing zu dämmern hatte sie alle Kinder und deren Wünsche auf Mengen von Blättern gesammelt. Sie schaute auf die Kirchenuhr, es waren nur noch zehn Minuten bis es acht Uhr schlagen würde. In Eile und außer Atem lief sie die vielen Straßen entlang bis zu ihrem Haus, dort lief sie in den Garten, durchquerte ein paar Schneebedeckte Bäume und kam am Brunnen an. Sie schaute auf das mit Eis bedeckte Wasser, dann hörte sie Geräusche und drehte sich um. Der gleiche Mann, der vor ihr saß als sie noch klein war, schaute ihr ins Gesicht. „Du musst Sophie sein und wie ich sehe hast du es geschafft. Du hast mir eine schwere Aufgabe abgenommen und dafür danke ich dir vielmals. Aber sag mir, was wünschst Du dir eigentlich?“ „Ein kleines Bücherregal und ein schönes warmes weiß-rotes Schlafkleid.“ „Ich verstehe, dann bis morgen.“

4. Endlich Weihnachten

Nun war es endlich Weihnachten und der Christbaum war wunderschön bedeckt. Sophies Mutter hatte sich viel Mühe gemacht, das sah man. Und dann konnte sie die Geschenke endlich auspacken. In dem einen war das Bücherregal und in dem anderen, das schöne warme weiß-rote Schlafkleid. Sophie freute sich wahnsinnig, dann schaute sie aus dem Fenster und sah, knapp unter den Wolken, den Weihnachtsmann in seiner großen Kutsche mit seinen Kobolden, dem Sack Geschenke und den Rentieren. Rudolfs Nase leuchtete rot und als sie genau hinsah, sah sie wie der Weihnachtmann ihr zuzwinkerte und laut rief: „Frohe Weihnachten Sophie!“

Dieses Weihnachten würde sie nie vergessen.

 

Das war die erste Kurzgeschichte die ich geschrieben habe. Ich glaube ich war damals zwischen 9 und 11 Jahren alt.
Frohe Weihnachten euch :)
Meike Schäfer, Anmerkung zur Geschichte

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 23.12.2015. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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