Christiane Mielck-Retzdorff

Uns ist das Christkind geboren



 
Dieses Ereignis vor mehr als 2000 Jahren wird Weihnachten allen Orts besungen. Ein Baby liegt in der Krippe umgeben von seinen Eltern. Auch wenn in ärmlicher Umgebung vermittelt allein schon dieses Bild Ruhe und Frieden, so wie jedes Neugeborene Zeichen der Hoffnung und ein Wesen voller Unschuld ist. Doch erst der damals geborene, erwachsene Mann Jesus schaffte die Grundlagen für eine neue Religion, das Christentum.
 
Während alle am Heiligabend mit Geschenken und üppigem Essen fröhlich feiern, vergessen die meisten, dass sie den Geburtstag eines Revolutionärs begehen. Jesus stellte sich gegen die Ideale und Gesetze der herrschenden Macht. Er predigte die Abkehr von Vergeltung und forderte die Menschen auf, ihre eigenen Schwächen zu erkennen. Jesus ermutigte zur Eigenverantwortung und weckte so den Geist, den Verstand seiner Anhänger.
 
In den Gesellschaften, die von strengen Hierarchien geprägt waren, stellte der Mann diese in Frage. Jesus predigte, dass vor Gott alle Menschen gleich seien. Seine Aufmerksamkeit galt den Armen, Bettlern und Behinderten. Nicht bei den Mächtigen biederte er sich an, sondern rüttelte an deren Grundsätzen, nur dass er sich dazu weder der Gewalt noch des Aufstandes bediente, sondern nur mit seiner Überzeugungskraft wirkte.
 
Seine Vorstellungen von der menschlichen Gemeinschaft würden nicht bis heute nachwirken, wenn er nicht etwas in den Gedanken der Menschen bewegt hätte. Er zeigte uns Wege zum Frieden, zur uneigennützigen Liebe und zum gegenseitigen Verständnis. Das sind Wünsche, die in jedem schlummern. Doch ebenso stark sind die Wünsche des Einzelnen nach Macht und Wohlstand. Sie basieren auf uralten Überlebensstrategien. Deswegen kämpfen bis heute Selbstsucht und Wunschbilder in den Menschen gegeneinander.
 
Ohne Waffen griff Jesus damals alte Strukturen an, benutzte Worte, um das Denken der Menschen anzuregen, sie zur Selbstkritik und dem Hinterfragen zu ermuntern. Das war eine gewaltfreie Revolution, der Versuch des Umsturzes der bestehenden politischen und gesellschaftlichen Ordnung. Dass er dabei von Gott geleitet wurde, führte schließlich zur christlichen Religion. Jesus war seiner Zeit weit voraus. Bis heute ist es leider der Menschheit nicht gelungen, seine Anregungen für ein friedliches Miteinander umzusetzen. 
 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 25.12.2015. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Trug und Wahrhaftigkeit: Eine Liebesgeschichte von Christiane Mielck-Retzdorff



Zum wiederholten Mal muss sich die Gymnasiastin Lisa-Marie in einer neuen Schule zurechtfinden. Dabei fällt sie allein durch ihre bescheidene Kleidung und Zurückhaltung auf. Schon bei der ersten Begegnung fühlt sie sich zu ihrem jungen, attraktiven Lehrer, Hendrik von Auental, der einem alten Adelsgeschlecht entstammt, hingezogen. Aber das geht nicht ihr allein so.
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