Jürgen Malodisdach

Tobi auf dem Pferdehof

Tobi auf dem Bauernhof

Vom Zilleweg geht man über den Liebermannweg bis auf die Hauptstraße !!!(hihihi) Schillingweg.

Den immer vorwärts bis ans Ende der Welt ( haha, Ende der KGA`s ) und dann kommt wirklich

nichts weiter als der Pferde-und Tier-also Bauernhof.

Mit kleiner Gaststätte aber großen Preisen. Naja, die Leute wollen auch leben. Es sieht alles etwas

altbacken aus aber genau das ist das Interressante. Nicht so mondän aber von den Besuchern als ein

altdeutscher Bauernhof betrachtet mit vielen verschiedenen Tieren zum Anfassen und für Kinder

auch zum Staunen, was es so alles gibt.

Die vielen typischen Tiere eines Bauernhofes sind hier zu finden, anzusehen und zu beobachten.

Man kann auch einige davon kaufen.

Die Gatter, Einzäunungen, Verschläge und was sonst noch so auf einem Bauernhof notwendig ist

sind vom Zahn der Zeit schon etwas mitgenommen.

Auch das ist schön und überhaupt nicht als negativ zu betrachten. Der Eintritt ist frei und so kann

jeder nach Lust und Laune die Tiere betrachten, vielleicht ein Bierchen trinken ( nicht den Pferden

anbieten, die trinken nämlich auch mal gerne eins ) oder eine Wurst essen oder auch die ganze

Tageskarte des Speisenangebotes rauf und runter verputzen.

Bei schlechtem Wetter geht man in die Gasträume oder unters Zelt.

Kinder können für kleines Geld auf den Pferden reiten. Sie können natürlich auch im Sandkasten

buddeln, die Spielgeräte benutzen oder sich mit den Angestellten des Hofes unterhalten.

Wer will, betritt das Areal und sieht vor allem gleich viele Pferde.

So wie mein kleiner Mixhund Jack Russel und anderer an der Zeugung beteiligter Hundeeltern.

Tobi, so heißt der freundliche kleine Kerl, Der hat vor Staunen über soviel Unbekanntem seine

Augen ganz weit offen, das Schwänzchen dafür weit unten. Das drückt wohl eine gewisse Sorge um

seine augenblickliche Gemütsverfassung aus. Angst, nicht unbedingt aber doch eine gewisse Sorge

um seine Sicherheit kennzeichnend.

Könnte er sich verständlich ausdrücken, würde vielleicht so etwas dabei heraus kommen:

Tobi: … Das sind aber große Hunde und sie gucken mich so an. Wie , ich weis nicht, muß ich jetzt

Angst haben? Und schaufen können die und mit den Ohren wackeln. Sind das überhaupt Ohren ?

Aua, halt mich nicht so fest, ich will weg hier, meint Tobi. ( was ich verstehen kann )

Der große Hund hat mit seinen langen Beinen, wo da unten so große Klötzer dran sind, nach mir

getreten.

Ich will weg hier, der will mich andauernd treten . Und du hälst mich so fest an der Leine.

Ich: ..Tobi, das ist kein großer Hund sondern ein ganz freundliches Pferd. Der oder das Pferd kann

auch nicht bellen sondern wiehern. Du wirst es schon noch hören. Brauchst keine Angst haben.

Pferde sprechen eben so.

Tobi: Die sehen ja alle anders aus. Und so viele große Hunde, ääh Pferde gibt es hier. Weiße,

braune, schwarze und hier ist eins das hat alle Farben zusammen, toll. Warum steckt das Pferd

seinen Kopf in das große Wasserfass?

Ich: Es hat bestimmt Durst, muß eben mal trinken.

Tobi: So viel?

Ich: Ja, ist ja auch ein großes Tier.

Tobi: Hier riecht es aber komisch.

Ich: Das Heu und anderes Futter riechen eben anders als dein Futter oder die Wurst, die du mal vom

Tisch klaust.

Tobi:Ich klaue überhaupt nicht, schon gar nicht vom Tisch.

Ich: Stimmt, hast du noch nicht gemacht. Dafür frißt du alles, was du auf den Wegen oder auf der

Wiese findest. Naja, nicht naja , du bist ganz schön verfressen. Außerdem ist es gefährlich alles zu

futtern, was irgendwo herum liegt. Davon kannst du ganz schön krank werden. Und ich muß dann

eine Menge Mäuse beim Tierarzt hinlegen, damit du wieder gesund wirst.

Tobi: Mäuse, beim Tierarzt? Wo hast du die denn her? Vielleicht aus dem Garten und wie hast du

die denn gefangen, langsam wie du bist? Ich war da aber nicht mit dabei.

Ich: Stimmt schon wieder, mein kleiner Freund. Du buddelst im Garten nur jede Menge tiefe

Löcher aber Mäuse oder Maulwürfe fängst du nicht. So jetzt ist aber Schluß mit dem Quatsch.

Guck mal, neben dem schönen braunen Pferd steht noch ein anderes. Sieht ja ganz grau aus. Und

guck mal, der hat aber lange und ganz spitze Ohren.

Das ist ja auch kein Pferd sondern nein Esel, sagte ich. Märchenhaft, ja Märchen mit Esel gibt es

viele.

Tobi: Mußt du mir mal erzählen.

Ich: Damit du besser schlafen kannst.

Tobi: Ich schlafe auch so gut

Ich: Ja aber nur bis früh um Fünf. Ich würde aber gerne mal bis um Sechs schlafen.

Tobi: Ist gut, werde ich mir merken.

Es stinkt hier, äähh riecht hier immer noch so komisch. Naja, so riechen Pferde eben. Hinter dem

Pferd liegen solche dicke Klumpen. Und jetzt latscht der auch noch mit seinen Hinterbeinen in den

Haufen rein.

Das sind keine Klumpen sondern Pferdeäppel, sagt der Volksmund dazu.

Mußt man die Pferdeäppel auch in eine Plastetüte stecken? Fragt mich Tobi? Nein , sage ich . Das

sind ja keine Tretminen, wie sie bei dir raus kommen und die Leute, die da rauf treten zum

Rutschen verleiten.

Tobi: Haben die alle keine Augen im Kopf?

Doch schon, meine ich. Manche Leute achten nicht auf den Weg, sind mit ihren Gedanken

woanders. schlecht, meint Tobi, unkonzentriert sollte niemand herumlaufen.

Ich: Auch richtig, was dir nicht das Recht gibt, deine Abprodukte einfach, wo es dir paßt, fallen zu

lassen. Wenn das jeder machen würde sehe die Welt besch.. aus.

Übrigens kann man die Pferdeäppel sammeln und im Garten für manche Pflanzen als Dünger

zugeben. Hat eine gute Wirkung.

Tobi: Na guten Appetit

Na gut sagte ich, ich kenne Hunde, die fressen die Pferdeäppel so pur als Nachspeise. Wegen der

Mineralstoffe und anderer Inhalte.

Für Tomaten und Erdbeeren sind die Pä richtig gut und besser als Kunstdünger.

Was ist nun mit dem Esel fragte mein Hund?

Iaiaiahiah, was war denn das? Na siehst du, das ist die Antwort vom Esel. Er hat uns begrüßt.

He, wo willst du hin, hast du schon wieder Angst? Tobi bleib hier oder willst du die Leine zerreißen.

Na denn komm weiter. Was sind denn das da für komische Zottelhunde? Achso, kenne ich ja schon

aus Rumänien.( Tobi kommt aus R., ist dort geboren )

Die leben in den Bergen, auch in Eis und Schnee. Es sind Wildrinder verschiedener Rassen. Meist

friedliche Tiere, abgehärtet, genügsam, geben gute Milch und ein gutes Fleisch. Sie haben ein ganz

dickes Fell in braun oder schwarz oder auch in anderen Farben. Vertragen Kälte besser als deutsche

Kühe.

Nun komm mal weiter, wir wollen ja hier nicht übernachten. Außerdem gehen sie jetzt soweit weg,

daß man sie kaum noch richtig sehen und beschreiben kann.

Auweia, was steht denn da mitten auf dem Weg? Wie eine Barriere steht ein riesiger Schäferhund

ganz still und betrachtet ohne Schwanzwackeln den kleinen Tobi. Der steht auch und überlegt, ob

der Große etwas von ihm will. Tobi ist aber ein lieber und freundlicher Hund, der sehr gerne mit

größeren Hunden spielt.

Er hat sich noch nie mit anderen Hunden gezankt oder gar gebissen. Fängt jetzt an mit seinem

Schwänzchen zu wackeln und würde, wie er das öfter gemacht hat, den Großen um den Hals fallen,

dann mit ihm spielen. Wenn der es auch will.

Diese Szene wird aber jetzt abrupt unterbrochen. Eine Stimme aus dem Hintergrund ruft einen

Namen der zu dem großen Schäferhund paßt und wohl auch gehört..

Der guckt sich Tobi noch einmal eher freundlich und auch entschuldigend von oben bis unten an,

weil er nun seinem Herrchen / Frauchen gehorchen muß, diese Stätte zu verlassen. Also gehen auch

wir weiter.

In der nächsten Abteilung liegt eine hübsche schwarze Katze mitten auf dem Weg und wartet nun

wohl darauf, was Tobi jetzt tun würde.

Und was tut der? Na gar nichts. Mensch ( oder Hund ) Tobi, was bist du nur für Einer. Wer von euch

gibt nun nach und räumt das Feld?

Na der Klügere natürlich. Scheint diesmal die Mieze zu sein. Sie erhebt sich langsam aber ohne

ängstlichen Hintergrund, blinzelt ein bißchen in die Sonne und sonstige Gegend und ganz langsam

bewegt sie ihre Samtpfötchen und begibt sich in ein nahe gelegenes Gebäude.

Mein Hund steht immer noch wie angewurzelt da, rührt sich nicht. Nicht immer sind Tiere mit ihren

Verhaltensweisen so auf Anhieb zu verstehen.

Das spielt auch keine große Rolle, denn mein kleiner Hund hat scheinbar eine Witterung

aufgenommen.

Die Beschriftungen an den Gittern sagen mir, daß es hier Kaninchen, Hamster, Meerschweinchen

und andere Kleintiere zu sehen gibt.

Das ist natürlich ein freßbares und jagdbares Getier, das für einen Jack Russel ( auch als

Mixerzeugnis ) entsprechend seinen Veranlagungen und Genen etwas sogenanntes Handfestes ist.

So stelle ich also die Leine etwas kürzer und fester ein und versuche mit ihm Schritt zu halten.

Vorbei an einem Gatter mit verschiedenen Geflügelarten streben wir nun zu den Mümmelmännern und frauen.

Denn das ganze Geflügel kennt Tobi zur Genüge. Es reizt ihn nicht mehr. Er weiß, daß diese

Tierarten den Vorteil haben, sich in die Luft erheben zu können. Der Benachteiligte wäre in jedem

Falle er. Da nutzt es auch nichts, daß er schneller laufen kann. Abheben kann er aber nicht.

Er ist also in seiner Bodenständigkeit darauf angewiesen nur das zu jagen, was nicht hoch hinaus

kann. Aber auch hier gibt es ja viele Möglichkeiten. Das wiederum bin ich bestrebt, zu unterbinden.

Meinem Hund gefällt das natürlich nur bedingt.

So beschränken wir uns darauf zu gucken. Die Gitter aus Draht und anderen festen Materialien

behindern Tobi natürlich, sich diesen kleinen niedlichen Tieren soweit zu nähern, daß sie seinen

Zähnen nicht ausweichen können. Was seiner Freßlust durch erhöhten Speichelfluß und auch

lautstarkem Gebell anzusehen ist. Aber so ist das Leben eben. Man kann nicht immer alles haben,

was man gerne möchte.

Nach mehreren Minuten des stillen Betrachtens der jeweiligen beweglichen und quicklebendig

herumtobenden kleinen Haustiere und der offenbar nicht machbaren Möglichkeiten des Beute

holens , entschließt sich Tobi und ich ja sowieso, auf unserem Rundkurs weiter zu wandern.

Wir wollen sehen, ob es noch mehr Tiere gibt, die für Mensch und Hund von Interesse sein könnten.

Die gibt es wirklich und wahrhaftig in Form schwarzweiß gefleckter vierbeiniger Tiere.

Sie schieben ihre Köpfe durch ein Gatter aus ziemlich krummen und kaum bearbeiteten armdicken

Baumstämmen.

Mehrere übereinander befestigt, mit kleinen Zwischenräumen zwischen den

Stämmen, ergeben einen für diese Tierart durchaus haltbares, schützendes und abgrenzendes Areal.

Auf dem durchgewühlt und zertrampelten Sandboden tummeln sich verschiedene meckernde lustig

anzusehende Tiere. So kommen sie auch in Märchen vor. Nach der Frage, ob sie auch genügend zu

Fressen bekommen haben antworten sie dann, Daß sie ja nicht satt sein können. Sie haben leider

nichts Fressbares gefunden. ( oder so ähnlich, kennt wohl jeder die Geschichte ) . Undank war der

Welt Lohn aber doch noch positiv beendet, sind die Gemüter der Zuschauer und Zuhörer zufrieden

gestellt. Nur nicht das Gemüt meines Hundes.

Der zerrte mich zu einem dieser Tiere, die so neugierig wie sie waren, ihren Kopf durch das Gatter

steckte. Was Tobi offenbar störte, waren die auf dem Kopf sitzenden Hörner. Hatte er sowas noch

nicht gesehen? Fühlte er sich vielleicht bedroht oder fand er es lustig oder was auch immer. Ich

weiß das nicht so genau. Jedenfalls stimmte er ein Geheul an, das einem Rudel Wölfe in freier

Wildbahn zu allen Ehren gereicht hätte. Oder zum Sammeln und gemeinsamen Jagen und Angreifen

auf solche Tiere, genannt Ziegen und Bergziegen und anderer Arten. Hier war das aber absolut fehl

am Platze.

Dieses Geheul, das ein Hund der aus hiesigen Gegenden stammenden Vierbeiner nicht in die Wiege

oder auch ins Körbchen gelegt wurde, konnte nur ein Hund wie Tobi als gebürtiger Rumäne , von

sich geben.

Es erinnert an gängige Erzählungen über Wölfe, die sich untereinander auf diese Weise

verständigen.

Alle Erwachsende und natürlich besonders die Kinder waren erst einmal leicht erschrocken. Dann

aber fanden sie es lustig, daß ein kleiner Hund solche Töne von sich geben konnte.

Die Ziegen zeigten allerdings keine Reaktion. Alles was sie machten war meckern. Zum Gaudi der

Besucher und eventuell anderer Tiere.

Wie oder was nun weiter?

Gleich neben den meckernden, gehörnten aber freundlich blickenden Vierbeinern ( können Ziegen

freundlich blicken? ), sitzen an den Tischen und auf den Bänken etliche Leute bei Bier, Selter, Cola

und Dergleichen und unterhalten sich.

Neugierig wie mein kleiner Tobi nunmal ist, horcht er den Gästen bei deren Erzählungen zu. Er

versteht kein Wort der Gespräche, das Interessante scheinen mir aber nicht die Unterhaltungen zu

sein sondern der Umstand, daß da Würstchen, Bouletten und andere essbare Dinge vom Pappteller

über die Hände in die Münder geschoben werden.

Mensch, das hätte mir auch früher auffallen können. Denn da, wo es etwas zu futtern gibt ist Tobi

dabei. Also gab ich mir Mühe meinen Hund zuerst freundlich, dann aber bestimmter, unter Mithilfe

der Leine , ihn zu überzeugen, weiter zu gehen.

Ist einem ja mitunter peinlich oder zumindest unangenehm, von einem, wenn auch lieben Hund,

angebettelt zu werden.

Manche Leute denken dann vielleicht, daß mein kleiner Freund von mir nichts zu Fressen bekommt.

Aber hallo, so sieht er ja nun wahrlich nicht aus. Der Tierarzt sagte bei der letzten Kontrolle, daß

Tobi ruhig ein Kilo abnehmen könnte. Ein Kilo ist zwar nicht viel, beim Abnehmen aber schon.

Geht den Menschen mit diesen Optionen ebenso. Man , was rede ich nun wieder.

Abgesehen vom Futter für Hund oder Mensch fiel mir jetzt auf, das es sehr warm war. Nicht nur

ich, sondern bestimmt auch Tobi hatten das Bedürfnis, Flüssigkeiten zu sich zu nehmen.

Ich kaufte deshalb an der Bar ( gab es hier auch ) eine Flasche Wasser ohne Kohlensäure zu einem

Preis, für den ich in einem Laden eine ganze Kiste von dem Zeug bekommen hätte.

Dann setzten wir uns unter ein von allen Seiten offenes Zelt. Es war angenehm, eine Pause

einzulegen. Das Dach des Zeltes schützte vor den Sonnenstrahlen. Eine angenehm frische Brise

wirbelte feine Staubschwaden über Tische und Bänke. Da die aber auch schon lange nicht mehr

abgewischt worden sind, konnte man über neuem und altem Pferdehofsand nicht mehr

unterscheiden. Wozu auch, Wir sind ja nicht päpstlicher als der Papst.

Uns konnte es egal sein, wie hoch der Sand auf den Gegenständen liegt. Man mußte eben nur

Vorsicht beim Verzehr von Speisen wallten lassen. Denn fiel etwas Essbares vom Plastebesteck

herab, egal ob auf oder unter den Tisch, war die Chance zum ungestörten Genuß fast vorbei.

Glück hatte dann nur derjenige, der unterm Tisch einen so lieben und freundlichen , vielleicht auch

verfressenen Hund zu liegen hat. Der sorgt dann schon dafür, daß sich keiner bücken muß und

nichts im Sande verkommen kann.

Gut war im Moment, daß wir Beide unsere langsam ermüdenden Beine ausruhen konnte. Ich habe

erst einmal die Hälfte der Flasche leer gemacht. Das war richtig so. Tobi kann ja nicht aus einer

Flasche trinken. Ich hatte diesmal keinen Becher eingesteckt. Deshalb habe ich die Plasteflasche

einfach mittig durchgeschnitten. Nun konnte mein Hund bequem die zweite Hälfte des Wassers

austrinken. Man konnte an seinem Schmatzen hören, daß es ihm gut tat, seinem Körper Flüssigkeit

zuzuführen. So ließ er auch nicht einen Tropfen vom kostbaren Naß in der demolierten

Plasteflasche zurück

Ausruhend sitzen wir Zwei auf der kargen und wackeligen Standard-Holzbank vor einem

ebensolchen Tisch. Sahen bewußt oder unbewußt dem Treiben auf den Freiflächen zu. Pferde mit

ihren Reitern überquerten auf den trockenen und deshalb staubigen Wegen den Hof und hatten wohl

als Ziel ihre Unterkünfte im Visier. Abwechselnd rollten mit knarrenden Rädern Kutschen und

andere Gefährte vorbei. Leute kamen oder fuhren los.

Für einen erträglichen Obolus ließen sie sich auf harten Pritschen schön gemütlich durch die

Gegend schaukeln. Dazu vielleicht ein paar Getränkeeinheiten und verschiedenes Naschwerk

genießen, versprachen für eine festgelegte Zeit , ein gewisses Maß an Freude.

Nebenbei wird man vom Kutscher und anderen Mitfahrern über Probleme der Gegend, des

Reiterhofes und aller zur Zeit aktuellen, auch weltumspannenden , lustigen oder traurigen

Vorkommnissen informiert. Neuer und uralter Witze und Anekdoten inbegriffen.

Der Staub wirbelte während der Fahrt hoch und höher. Das störte auf den sommerlichen Wegen, bei

ausgelassener Stimmung die Fahrgäste gar nicht. Den Pferden war das bestimmt noch

gleichgültiger. Sie waren das sowieso gewöhnt.

Nach der ausgiebigen Erholungspause mit gedanklichen Reminiszenten zu den Erfahrungen und

Erlebnissen auf dem Pferde-und Tierhof , dem fortgeschrittenen sommerlich warmen Nachmittag

halte ich es für richtig, unseren Rückzug zum Garten anzutreten.

Unter Aufnahme der Hundleine versuche ich deshalb, das auch meinem kleinen Tobi klarzumachen.

Mir scheint allerdings, daß ich mit diesem Vorhaben bei ihm auf wenig Gegenliebe stoße.

Augenscheinlich hält Tobi die jetzige Situation für angenehmer.

Da wir aber kein Gefährt mit haben, bleibt uns keine andere Wahl. Wir werden deshalb unsere Füße

in die Hand nehmen, wie man so sagt, und uns auf den Heimweg machen.

So wackeln also der alte Herr und sein junger Hund über staubige , harte, viel befahrene

Dorfstrassen und durch kleine und enge Wege verschiedener Laubenpieperanlagen zurück zu

unserem Garten.

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