Ich war mit dem Auto zu einer Zeit in Rumänien, als man für die Einreise noch ein Visum brauchte. Von EU noch keine Spur. Eigentlich war ich mehr oder weniger zufällig dort. Bei einer Übernachtung im ungarischen Grenzort wurde ich gefragt, ob ich nach Rumänien wolle oder von dort käme.
Eigentlich weder noch, aber wenn ich schon mal hier war … So beschloss ich, über die Grenze zu fahren. In Ungarn hatte man mir erzählt, ich bräuchte kein Visum. An der rumänischen Grenze hieß es dann, ich brauche doch eins. Aber kein Problem, machen wir gleich. Es dauerte ein bisschen, knapp eine Stunde, glaube ich. Derweil wechselte ich Geld, trank einen Kaffee, und schon war mein Pass mit dem Visum versehen.
Ich schaute mir den Stempel und die Eintragungen genauer an. Die hatten nicht nur das Autokennzeichen eingetragen. Sondern auch die Automarke, Baujahr, die Art der Bereifung und die Fahrgestellnummer. Keine Ahnung, wozu das gut sein sollte. Aber dann konnte ich weiterfahren.
Die Landschaft war sehr schön, sehr naturbelassen, die Straßen dafür in katastrophalem Zustand. Für die 120 km bis Cluj-Napoca brauchte ich sage und schreibe 4 ½ Stunden. Na gut, dafür konnte ich die Schönheiten der Natur ausgiebig bewundern. Nur vor den LKWs musste man sich in Acht nehmen, die machten sich häufig einen Spaß daraus, wenn man beim Überholen war, nach links zu ziehen.
Ich kam heil an, guckte mir die sehr schöne Stadt an. Nur wurde ich dauernd gefragt, ob ich geschäftlich hier wäre oder studieren würde oder vielleicht Verwandte in Rumänien hätte. Wenn ich verneinte, war man immer sehr erstaunt - nur Tourist? So etwas gibt es wirklich?
Am nächsten Morgen fuhr ich weiter, wieder über relativ leere, verdammt schlechte Landstraßen. Und mitten in der Prärie, links Felder, rechts Wälder, kam ein Polizeiposten. Natürlich wurde ich gestoppt. Ein junger Polizist kam, bat um irgendwas und streckte die Hand aus. Na gut, was konnte das schon sein? Führerschein, Fahrzeugschein und Pass, irgendwas davon würde er schon gemeint haben.
Es stellte sich raus, dass er am Pass und am Visum interessiert war. Er strich mit dem Pass in der Hand um das Auto herum, kontrollierte vorne und hinten das Nummernschild und wohl auch die Bereifung. Ich dachte daran, dass im Visum ja auch die Fahrgestellnummer angegeben war.
Und hoffte dann inständig, dass er die nicht kontrollieren würde. Weil ich nämlich absolut keine Ahnung hatte, wo man die bei einem Auto finden kann. Habe ich übrigens immer noch nicht … Dann dachte ich bei mir, wenn er die Nummer schon kontrollieren will, wird er ja wohl auch wissen, wo er sie findet.
Dazu kam's dann aber doch nicht, nach einer Weile schien der Polizist mit dem, was er so angesehen hatte, zufrieden zu sein. Ich bekam meinen Pass zurück, dann salutierte er vor mir. Und verabschiedete sich mit: „gut trove“ oder so ähnlich.
Ich fuhr weiter und überlegte, was er denn jetzt gemeint haben könnte. Bis ich draufkam. Das sollte sicher Englisch sein „good drive“ heißen – der Polizist hatte mir nur „gute Fahrt“ gewünscht. Schade dass ich erst so spät draufkam und mich nicht dafür bedanken konnte.
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 27.09.2016.
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Gwyrn und Axtkämpfer Saxran auf erotischer Wanderung zwischen den Welten - Erotischer Fantasy-Roman
von Doris E. M. Bulenda
Ich hätte nie im Traum daran gedacht, dass ein Besuch auf einer Faschingsparty solche Konsequenzen haben könnte. Eingeplant hatte ich eine Menge Spaß, gern auch frivoler Art. Meine Freundin schleppte mich häufig auf Veranstaltungen, wo auch in der Horizontalen die Post abging. Doch was bei diesem Fasching passierte, war jenseits des Erklärbaren. Irgendein als Magier verkleideter Partybesucher beschwor lustigerweise germanische Götter. Und dann stand ER plötzlich vor mir, ein Typ mit Axt, er wirkte ziemlich desorientiert und nannte sich Saxran. UND er war attraktiv. Ich schnappte ihn mir also. Nicht nur die Axt war recht groß an ihm. Hätte ich allerdings damals schon geahnt, was das noch für Konsequenzen haben würde… Saxran war absolut nicht von dieser Welt, und seine Welt sollte ich bald kennenlernen. Sie war geprägt von Unterwerfung, Schmerz, Lust und jeder Menge Abenteuer.
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