Klaus Makollus

Alphamädchen

Alphamädchen behaupten, der Feminismus wäre für Männer erholsam. Die jungen Frauen sehen sich als modern, hedonistisch, "sex-positiv" und weniger männerfeindlich als Vorgängergenerationen an. "Männer müssen jetzt nicht mehr das testosterontriefende Alphamännchen markieren," behaupten sie.

Frauen vor, noch ein Tor! Was vor wenigen Jahren undenkbar war, ist jetzt auch im Sport gelebte Wirklichkeit. Der Frauenfußball ist inzwischen allgemein akzeptiert. Und das aus gutem Grunde. Die Frauen-Nationalmannschaften sind deutlich erfolgreicher als das Gegenstück der Männer. Die Damen werden regelmäßig Welt- und Europameister. Selbst Länder wie Brasilien, die USA, Spanien, England und Italien werden im zweistelligen Bereich geschlagen - ein 15:0 ist da keine Seltenheit. So kommt es nicht von ungefähr, daß es im Fernsehen regelmäßig Sondersendungen und selbst in örtlichen Tageszeitungen ganzseitige Berichterstattungen gibt. Was natürlich auch Auswirkungen auf die Lebensgestaltung der Spielerinnen hat.


Ansgar-Egbert! Wo ist meine Sporttasche? Du weißt, daß ich zu meinen Übungseinheiten muß! Ah, hier, im Flur, wo ich sie selbst hingestellt habe. Dort hätte ich sie niemals vermutet. Und warum ist sie so leer? Weil keine Sportbekleidung drin ist. Wo ist die? In der Waschküche? Wieso das denn? Ansgar-Egbert sollte sie doch waschen, bügeln, zusammenfalten und dann wieder in die Sporttasche legen. Wieso hat er das denn nicht gemacht? War dieser Knilch etwa ungehorsam?

(Pressenotiz) Valentina Kleinmuth hat sich in dieser Woche von ihrem Mann Ansgar-Egbert (Mädchenname = Geburtsname: Schmedding) getrennt. "Ich konnte sein Macho-Gehabe einfach nicht mehr ertragen," führt sie als Begründung aus. "Er weiß ganz genau, daß ich eine erfolgreiche Fußballerin bin. Ich habe ihm oft genug gesagt, daß er mir dafür den Rücken freihalten muß. Dazu gehört, daß er den gemeinsamen Haushalt führt - Wäschewaschen mit eingeschlossen."

Valtentina hat mit Patricia Mümmelfrau, Felizitas Speck-Schwarte und Gerhardine Gräfin von Wagershausen eine feministisch-sportliche Wohngemeinschaft aufgemacht. "Gemeinsames Masturbieren und Onanieren gehören ab sofort genauso zu den Vorbereitungen eines Fußballspiels wie exhibitionistische (vor Frauen) und voyeuristische (lesbische Frauen beim Liebesakt) Aktivitäten. Das entspannt so schön und führt auf dem Spielfeld zu einer höheren Torgefährlichkeit."

Sklaverei ist ja zumindest offiziell bei uns abgeschafft. Deshalb bedienen sich die vier erfolgreichen Fußballfrauen professioneller Hausmeisterdienste, die sich um alle praktischen Fragen des Alltagslebens kümmern.

Und Ansgar-Egbert? War er früher schon ein erfolgreicher Eishockeyspieler, hat ihn die Zeit als Strohwitwer noch besser gemacht. "Er baut seinen Frust über die erzwungene Einsamkeit durch viele Torschüsse und Vorlagen ab," berichten die Übungsleiter von Vereins- und Nationalmannschaft. Dank seiner Treffsicherheit ist unser Land in diesem Jahr sogar in Österreich Weltmeister geworden - zum ersten Mal überhaupt in der Weltsporgeschichte. "Eine gewissen Verrohung seines Charakters ist allerdings schon zu verzeichnen," berichtet der Übungsleiter. "Er hat vorher nie so viele Strafzeiten und Spiel-Disziplinarstrafen wegen Prügelns erhalten...

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