Christian Scheffel

Airfighter: Dämmerung

 

Vorwort:

Diese Geschichte spielt nach den Ereignissen aus Gipfeltreffen: Nach der Übereinkunft zwischen der britischen und der US-amerikanischen Regierung wünscht die deutsche Bundesregierung ebenfalls ein Gipfeltreffen mit den beiden Regierungen. Während President Brunt wünscht, dass das Airfighter-Team bei dem Gipfeltreffen in London mit zu den Sicherheitskräften gehört, wendet sich ein Enthüllungsreporter an Jessica als Anwältin, da er glaubt, vom CIA verfolgt zu werden, mit der Absicht, ihn zu töten, weil er dabei ist, die Hintergründe über President Brunts Machtübernahme aufzudecken. An dritter Front wird Bill zusammen mit Justin Bowers nach Metro-City geschickt, um mit der dortigen Polizei und Raphaels Gang einen Präventivschlag gegen die Commodores auszuführen. Getrennt voneinander erkennen schließlich alle Mitglieder des Airfighter-Teams, wie unausweichlich die Nacht über ihre Mission hereinbricht...

 

 

 

Dämmerung

 

  • 1 –

  •  

Ein strahlender Morgen in Green-Stone-Town: aus dem umliegenden Wald streifen immer wieder Nebelschwaden, durch die sich die Sonne mehr und mehr durchkämpft, während der Himmel noch einen roten Schein aufweist, der anzeigt, dass der Sonnenaufgang noch nicht all zu lange her ist.

Bill Brown und Justin Bowers verlassen gerade mit ein paar Kollegen eine Disco in der City.

Bill: „Ich weiß nicht, wie lang es her ist, dass ich das letzte mal eine Nacht durchgemacht habe!“

Justin grinst.

Bill erwidert das Grinsen: „Also, ich meine: nicht dienstlich... und freiwillig... und mit Spaß...“

Justin lacht: „Ich weiß genau, was du meinst!“

Er klopft Bill auf die Schulter: Du musst dir von Zeit zu Zeit so was mal geben, Bill!“

Bill, hörbar nicht ganz ernst gemeint: „Na, ja: wir werden ja auch nicht jünger!“

Justin lacht wieder: „Ja, aber wenn du dein Leben nicht mal zwischendurch genießt, wirst du nur noch schneller alt!“

Bill: „Oh nein: bloß nicht!“

Justin ruft den Kollegen zu, während sie gerade die noch fast unbefahrene Mainstreet überqueren: „Wie wäre jetzt noch ein gemeinsames Frühstück um die Ecke?“

„Gute Idee: der Laden ist gut – machen wir!“

 

 

 

Während im Hintergrund Nebelschwaden über die Pferdeweiden ziehen, sitzen Jessica und Juan auf der Veranda vor Jessicas Haus beim Frühstück: beide sind in Wolldecken gehüllt und genießen den heißen Kaffee.

Jessica: „Ich habe das so vermisst!“

Juan, grinsend: „Das? Wolltest du nicht sagen dich?!“

Jessica lächelt: „Dich sowieso! Deshalb habe ich ja auch deine Telefonzeit im Lager voll und ganz ausgeschöpft! Aber ich meine auch das hier: unsere gemeinsame Zeit miteinander, und einfach nur mit dir hier zu sitzen und zu frühstücken!“

Juan: „Ich weiß doch genau, was du meinst. Mir geht es genauso!“

Jessica: „Es könnte meinetwegen immer so bleiben – einfach so, wie wir jetzt hier sitzen.“

Juan lächelt sie an: „Dann machen wir das jetzt einfach: wir bleiben hier sitzen und irgendwann geht unser Frühstück automatisch in einen Brunch über! Was hältst du davon?“

Jessica: „Sehr verlockend! Und ein weiterer Vorteil ist, dass es ja auch zunehmend wärmer wird.“

Juan grinst: „Na, ja: der Kälte hätten wir schon abhelfen können!“

Jessica erwidert Juans Grinsen: „Da hast du völlig recht.“

Beide beugen sich über den Tisch und küssen einander.

 

 

 

Auf dem Green-Stone-Cemetry werfen die Grabsteine noch relativ lange Schatten im Lichte der noch nicht sehr hoch stehenden Sonne, und friedlich zieht ein leichter Wind durch die grünen Baumwipfel. Chris steht vor einem schönen Grabstein, auf dem der Name Jennifer Thomson zu lesen ist.

„Ich habe letzte Woche wieder mit deinen Eltern telefoniert: deinem Vater geht es wieder gut, war wohl nur eine verschleppte Erkältung oder so etwas. Und deine Mutter unterstützt jetzt ein Bildungsprogramm für Kinder, die sonst wenig Chancen in der Gesellschaft hätten; sie klingt über ihre Aufgabe sehr glücklich. Sie wollen demnächst auch nochmal zu Besuch vorbeikommen.“

Chris blickt zum nur noch von vereinzelten Nebelschwaden durchzogenen blauen Himmel hinauf, indem er kurz seine Tränen zurückhält: „Ich denke, das freut dich bestimmt.“

Als Chris kurze Zeit später den Cemetry verlässt, bemerkt er am Rande des Friedhofs den großen, jungen Mann, der im Schatten der Bäume steht und auf Chris wartet: Chris beginnt zu lächeln.

„Hey, Manuel, schön dich zu sehen.“

Manuel und Chris reichen sich die Hände.

Manuel: „Hey, Chris, wie geht’s?“

Beide gehen zusammen weiter die ruhige Seitenstraße durch die frische Morgenluft entlang.

Manuel, behutsam nachfragend: „Wie geht’s Jennys Eltern?“

Chris: „So weit alles okay: Jennys Vater ist wieder gesund und ihre Mutter nach wie vor voll engagiert.“

Manuel. „Das freut mich.“

Chris lächelt kurz als Antwort.

Manuel: „Wie lang ist es jetzt schon her“

Chris: „2002 – die Zeit bleibt nicht stehen.“

Manuel: „Manchmal kaum zu glauben.“

Chris, mit aufrichtigem Blick: „Aber wichtig ist, dass es für mich in Ordnung ist.“

Manuel erwidert Chris´ aufrichtigen Blick: „Das ist gut.“

Am unteren Ende der Straße gelangen Chris und Manuel nun in eine etwas belebtere Einkaufsstraße. Chris deutet auf die Bäckerei an der Ecke: „Hunger auf ein verspätetes Frühstück?“

Manuel: „Klingt gut!“

Als beide an einem der Stehtische ihr Brötchen essen, spricht Manuel Chris erneut auf etwas an, das ihn immer noch beschäftigt: „Hast du schon mit Bill bezüglich Lieutenant Bowers gesprochen?“

Chris´ und Manuels Blicke treffen sich wieder: „Du meinst auf den Vorfall bei der Geiselnahme?“

Manuel nickt stumm.

Chris: „Ich habe es kürzlich erwähnt – eher beiläufig, aber klar genug, dass Bill meine beziehungsweise deine Bedenken am Vorgehen Justins heraushören konnte.“

Manuel, der Chris nach wie vor fest in die Augen sieht: „Und was sagt Bill dazu?“

Chris, atmet kurz durch: „Ehrlich gesagt, ist es nicht ganz einfach, mit Bill über Justin zu sprechen. Beide kennen sich ja schon seit der Schule, als sie noch Teenager waren, und gingen danach zusammen zur Polizeischule. Die beiden kennen sich weitaus länger, als Bill und ich uns kennen, und daher kann Bill Justin natürlich auch viel besser einschätzen, als ich es könnte. Ich will ihm nicht eine so lang zurückreichende Freundschaft kaputt machen, jedoch...“

Manuel führt Chris´ Satz behutsam fort: „... hast du den Eindruck, dass Bowers einen negativen Einfluss auf Bill hat?“

Chris: „Treffer!“

Manuel grinst: „Darin bin ich gut!“

Chris lächelt auch kurz, bevor er wieder nachdenklicher erscheint: „Natürlich steht es mir nicht zu, über Bill zu urteilen, jedoch ist er mir immer sehr ausgeglichen und reflektiert vorgekommen. In der letzten Zeit allerdings macht er da schon einen ganz anderen Eindruck.“

Manuel zustimmend: „Bowers.“

Chris: „Na, ja: ich meine, vielleicht wollen sie einfach nur etwas nachholen, wo sie sich ja einige Jahre lang nicht mehr gesehen hatten.“

Manuel: „Dann würdest du dir aber keine Gedanken machen, Chris!“

Chris blickt Manuel wieder genau in die Augen, dann lächelt er: „Ja, genau.“

 

  • 2 –

  •  

Am Vormittag findet auf dem erneuerten Polizeipräsidium in Green-Stone-Town eine Dienstbesprechung statt: das wieder aufgebaute Gebäude gleicht in seiner Architektur dem vorigen, sieht jedoch moderner und heller aus. Captain Carter instruiert ein Team von Officers – darunter auch Bill und Justin – im Konferenzraum: wie zu sehen ist, hat sich John Carter vollständig von seinen Verletzungen nach dem Exekutionsschlag durch Oberst Krilenko erholt. Auf dem großen Wandschirm im Hintergrund ist das Standbild aus einer Perspektive senkrecht von oben auf das Gebäude des Main Policedepartments in Metro-City zu sehen.

Carter: „Das Policedepartment M.C. bittet uns um Zusammenarbeit bei der anstehenden Operation: einem Präventivschlag gegen die Commodores.“

Die Police Officers erwidern Blicke aus großen Augen.

Carter: „Die Verwicklungen der Commodores in weitreichende und sehr unterschiedliche kriminelle Aktivitäten in der letzten Zeit haben die Police of M.C. dazu gezwungen, jetzt in die Offensive zu gehen.“

Bill meldet sich zu Wort: „Wie ist der Status von Raffaels Gruppe bezüglich der Commodores und dem geplanten Schlag durch die Polizei, Captain?“

Carter: „Raffaels Gruppe ist instruiert und arbeitet mit der Police of M.C. zusammen – jedoch haben sie natürlich die offizielle Order erhalten, sich letzten Endes aus dem Gefecht herauszuhalten.“

Justin, in skeptischem Tonfall: „Die offizielle Order?“

Carter, im gleichen Tonfall: „Die Polizei weiß nur zu gut, dass Rafaels Leute sich wohl kaum zurücknehmen werden, wenn es um einen Schlag gegen die Commodores geht, um M.C. sicherer zu machen.“

Bill: „Wann würde der Einsatz für uns starten, Captain?“

Carter: „Umgehend. Ich hätte gern jeden von Ihnen in dem Spezialkommando, das ich nach M.C. schicken werde, um Captain Millers Einheiten zu unterstützen.“

Justin wechselt einen entschlossenen Blick mit Bill.

Carter: „Ich weiß aber nicht, ob das Airfighter-Team momentan auf Sie verzichten kann, Bill.“

Bill blickt noch einmal zu Justin und erwidert den entschlossenen Blick: „Zählen Sie auf mich, Captain – ich werde das mit Chris abklären.“

Carter: „Sehr gut. Dann legen Sie los, Officers – Sie haben mein vollstes Vertrauen in Ihre Fähigkeiten!“

 

  • 3 –

  •  

Jessica sitzt am Schreibtisch in ihrer Kanzlei und arbeitet sich durch ihre Aktenstapel. Beim Blick auf das Foto auf ihrem Schreibtisch, auf dem ihr Juan entgegen strahlt, beginnt sie, breit zu grinsen, da sich beide zuletzt doch noch – wenn auch mit etwas Mühe – von ihrem Outdoor-Frühstück erheben konnten. Da sieht Jessica durch das große Fenster, wie auf dem Parkplatz ein Auto vorfährt und ein junger Mann mit leicht gelocktem, aber kurzem blondem Haar aussteigt und sich zielstrebig zum Eingang der Kanzlei begibt.

Sogleich blickt Jessica auf ihre Uhr und kombiniert: „Mein 10-Uhr-Termin.“

Kurz darauf klopft es an Jessicas Tür, und auf ihre Einladung hin tritt der Mann, den sie draußen gesehen hat, ein.

„Guten Morgen. Sind Sie Miss Ricks?“

Jessica: „Guten Morgen – ja, die bin ich. Kommen Sie doch herein, Mister Wright.“

Jessica hat Wrights britischen Akzent sofort herausgehört.

Wright: „Danke.“

Er tritt auf Jessicas Schreibtisch zu, indem diese sich erhebt, sodass sich beide die Hand geben können. Jessica weist Wright den Stuhl ihr gegenüber auf der anderen Seite des Schreibtisches zu.

Jessica: „Nun, Mister Wright, wie kann ich Ihnen weiterhelfen?“

Wright: „Sie wissen, dass ich zur zeit als Reporter arbeite?“

Jessica nickt: sie hat sich im Zuge der Vorbereitungen für ihren potentiellen neuen Klienten mit dessen beruflichem Lebenslauf vertraut gemacht.

Jessica: „Sie genießen mittlerweile großes Ansehen in England, da Ihre journalistischen Recherchen sehr gründlich und zuverlässig sein sollen und Ihre Berichte somit nicht selten ein hohes Maß an Brisanz aufweisen sollen.“

Wright: „Ich sehe, Sie haben sich bestens über mich informiert, Miss Ricks.“

Jessica: „Selbstverständlich, Mister Wright.“

Wright: „Dann möchte ich gleich zum Punkt kommen.“

Jessica sieht Wright fest in die Augen, gespannt auf das, was jetzt kommt.

Wright: „Es ist kein Geheimnis, dass sich die ganze Welt fragt, was hinter dem plötzlichen Präsidentenwechsel in den USA steckt. Des Weiteren ist mir nicht entgangen, dass kürzlich ein geheimes Gipfeltreffen zwischen der britischen und der amerikanischen Regierung stattgefunden hat.“

Jessica, trocken: „So geheim war dieses Gipfeltreffen dann offenbar wohl doch nicht.“

Wright grinst kurz: „Sehr gründliche Recherchen – sie erinnern sich?“

Jessica: „Fahren Sie bitte fort.“

Wright: „Meine Recherchen führten mich zudem zu der Schlussfolgerung, dass der CIA den Präsidentenwechsel initiiert hat – auch eine Liquidation President Cavanaughs durch den CIA kann ich nach aktuellem Recherchestand nicht mehr ausschließen.“

Jessica kneift die Augen zusammen, indem sie Wright nach wie vor in dessen Augen sieht.

Wright: „Außerdem weiß ich, dass Ihr Airfighter-Team jedenfalls mit President Brunt und somit auch mit dem CIA aktuell zusammenarbeitet. Deshalb wende ich mich gerade an Sie, Miss Ricks.“

Jessica, mit regloser Miene: „Wollen Sie mich etwa für eine Enthüllungsstory haben, Mister Wright – oder mich gar erpressen?“

Wright: „Sie verkennen meine Absichten, Miss Ricks! Seit meinem aktuellen, ihnen soeben mitgeteilten Recherchestand werde ich beschattet; kürzlich war ich in einen Unfall mit Fahrerflucht verwickelt, aus dem ich nur durch schnelle Reaktion und eine Portion Glück unversehrt hervorgegangen bin. Nein, Anwältin Ricks, ich bin hier, um Sie zu bitten, mein Leben zu schützen!“

Jessicas Augen weiten sich.

 

  • 4 –

  •  

Sektion Alpha schwebt hoch oben in der Atmosphäre im Sonnenlicht; es ist früher Nachmittag.

Im Konferenzraum sitzen Chris, Jessica, Bill und Juan President Brunt und zwei CIA-Agenten gegenüber. Auf dem Wandschirm hinter Brunt sind die Gesichter des britischen Premierministers Farrell sowie dessen Verteidigungsministers Bancroft angezeigt, zusammen mit einigen Informationsdaten; außerdem ist das Gesicht einer Frau auf dem Wandschirm zu sehen, die schätzungsweise Ende 50 / Anfang 60 Jahre alt ist.

Brunt: „Ich habe seit unserem Gipfeltreffen mit Premierminister Farrell eine Reihe von Online-Konferenzen mit der britischen und der deutschen Regierung geführt, die nun in ein weiteres als geheim eingestuftes Gipfeltreffen münden werden.“

Chris: „Wie ist die Haltung der deutschen Regierung zu Ihrer Präsidentschaft, Sir?“

Brunt sieht Chris sogleich an. Juans, Bills und Jessicas Blicke wechseln zwischen Brunt und Chris: die Spannung, die Chris´ nicht zuletzt provozierende Frage im Raum erzeugt hat, ist ebenso greifbar wie die Spannung bezüglich der Antwort auf diese Frage, auf die sie alle schon seit Wochen warten.

Brunt: „Bundeskanzlerin Meitner hat Ihrem Wunsch nachdrücklich Ausdruck verliehen, den offenen Dialog mit mir zu suchen. Sie ist in Kenntnis gesetzt über unser Abkommen mit der britischen Regierung und hat bereits angekündigt, dass auch die deutsche Regierung unsere Zusammenarbeit neu beleben möchte.“

Chris entgegnet Brunt einen unnachgiebigen Blick.

Brunt: „Natürlich knüpft die Bundeskanzlerin dies an gewisse Forderungen uns gegenüber, nicht zuletzt eine Aufklärung über den erfolgten Regierungswechsel und die Hintergründe des abgestürzten und vermeintlich vom CIA zu Spionagezwecken missbrauchten ESA-Satelliten.“

Jessica: „Das ist natürlich zu erwarten.“

Brunt nickt.

Bill: „Steht das Gipfeltreffen schon fest, Mister President?“

Chris bemerkt, dass Bills Tonfall und Anrede gegenüber President Brunt respektvoller klingt als seine eigene.

Brunt betätigt die Kontrolle im Konferenztisch, woraufhin auf dem Wandschirm hinter ihm jetzt ein Luftbild von London zu sehen ist.

Brunt: „Das Gipfeltreffen soll morgen in London stattfinden. Premierminister Farrell wird in gewisser Weise als Vermittler zwischen unseren Regierungen fungieren.“

Juan: „Ist ein Einsatz des Airfighter-Teams geplant, Mister President?“

Brunt wendet seinen Blick Juan zu: „In der Tat, das ist er – von meiner Seite aus.“

Den letzten Teil hat Brunt unterschwellig als Frage formuliert und dabei wieder Chris angesehen.

Chris wechselt einen kurzen Blick mit Jessica, Juan und Bill und nickt Brunt dann bestätigend zu: „Sie haben das Airfighter-Team im Boot, Mister President.“

Brunt nickt knapp zurück:

„In Ordnung, Commander. Sie erhalten hier weitere Instruktionen und Missonsdaten.“

Einer der beiden CIA-Agenten überreicht Chris einen Datenstick.

Brunt fährt fort: „Machen Sie sich bitte mit den Missionsparametern vertraut. Wir brechen morgen früh um 05:00 auf. Das wäre soweit alles.“

Sie erheben sich und verlassen den Konferenzraum, über den gläsernem Kuppeldach der blaue Himmel strahlt.

 

  • 5 –

  •  

Am frühen Abend sitzen Chris, Bill, Jessica und Juan zusammen beim Abendessen im Green Mountain. Von der Küche her strömt der Geruch nach gegrilltem und appetitlich gewürztem Steakfleisch durch die Luft. Jessica hat im Team gerade von ihrem neuen Mandanten Wright berichtet.

Juan: „Oh verdammt – das musste früher oder später ja genau an diesen Punkt führen!“

Jessica, mit bitterer Ironie fragend: „Wieso folgen wir gleich noch mal Brunts Regierung?“

Bill: „Wir müssen Mister Wright auf jeden Fall in Schutz nehmen.“

Chris nickt Bill bestätigend zu.

Jessica: „Das steht außer Frage – doch ist das leider der einfachere Teil des Problems.“

Chris: „Mister Wright scheint die Hintergründe über den Präsidentenwechsel zu kennen.“

Bill: „Und er ist einer der namhaftesten Enthüllungsjournalisten Englands.“

Juan: „Also wird er dieses Wissen auf keinen Fall für sich behalten.“

Chris: „Ich fürchte, wenn er überleben will, hat er keine andere Wahl.“

Jessica: „Er geht davon aus, dass der CIA bereits versucht hat, ihn zu liquidieren – er sprach von einem Unfall mit Fahrerflucht.“

Juan: „Und vor allem was wird aus Mister Wright, wenn wir morgen früh nach London fliegen?“

Jessica blickt Chris direkt an: „Könntet Ihr mich in London entbehren, Chris, wenn ich mich um meinen Mandanten kümmere und die Sache in die Hand nehme?“

Chris und Bill wechseln kurz einen Blick.

Dann sieht Chris wieder zu Jessica: „Natürlich. Leider kommt´s gerade von allen Seiten auf uns zu. Aber Mister Wright muss auf jeden Fall in Schutz genommen werden.“

Juan blickt Chris an: „Dann sind wir beide erst einmal allein in London.“

Chris und Juan wechseln einen einvernehmlichen Blick mit Bill.

Bill: „Ja, der Präventivschlag der Police of M.C. gegen die Commodores hat für unsere Einheit ebenfalls Top-Priorität.“

Chris nickt: „Wie gesagt, wir stehen gerade mitten im Kreuzfeuer...“

 

 

Nach dem Abendessen verabschieden sich Juan und Jessica, und während Juan draußen auf dem Parkplatz der gemütlichen Gaststätte, die direkt am Waldrand liegt, auf Jessica wartet, geht sie noch einmal zur Toilette.

Als Jessica wieder herauskommt und durch die zweite Tür gehen will, die den Flur mit dem Eingangsbereich der Gaststätte verbindet, hält ihr ein junger, großer, dunkelhaariger Mann die Tür auf.

Jessica lächelt: „Vielen Dank.“

Ihr fällt sofort das besonders charmante Lächeln des Mannes auf: „Sehr gern, Miss Ricks.“

Jessica bleibt kurz stehen und blickt dem Mann in seine ihr charmant entgegen blickenden blauen Augen.

Jessica, erfreut lächelnd: „Entschuldigung, wir kennen uns, Mister...?“

Der Mann lächelt, so dass seine Augen regelrecht funkeln: „Rimes. Wenn Sie mir erlauben, Miss Ricks, bitte lassen Sie die Finger von Ihrem neuen Mandanten!“

Abrupt entgleist Jessicas Lächeln, und stattdessen schießt ein Böses ahnender Blick in ihr Gesicht.

Rimes fährt mit seinem charmanten Lächeln fort: „Bitte halten Sie sich an die Order des Präsidenten und lassen Sie Ihren Mandanten fallen.“

Jessica zieht sich der Magen zusammen: „CIA!“

Rimes: „Das ist unsere Angelegenheit, Miss Ricks. Und wir würden es sehr bedauern, wenn Sie hier zwischen die Fronten gerieten.“

Das charmante Lächeln des Agenten verleiht seinen Worten einen bedrohlichen Charakter.

Jessica entgegnet unbeeindruckt: „Oder gar dahinter?“

Rimes: „Aber wir stehen doch auf derselben Seite, Anwältin.“

Mit einem höflichen Nicken empfiehlt sich Rimes in Richtung Gang zur Toilette, wobei Jessica bezweifelt, dass er tatsächlich dorthin unterwegs ist. Indem Jessica das Green Mountain verlässt, kreisen ihre Gedanken um das gerade stattgefundene Gespräch mit Rimes.

Draußen auf dem Parkplatz genügt Juan ein Blick, um zu erkennen: „Jessie, was ist los?“

Jessica, immer noch mit ihren Gedanken in dem Gespräch befindlich: „Lass uns erst mal nach Hause fahren, Juan!“

Juan, um Jessica besorgt: „Alles klar, komm!“

 

 

Chris und Bill sind noch am Tisch im Green Mountain bei einem Dessert sitzen geblieben.

Chris: „Hast du noch mal drüber nachgedacht, was mir Manuel zu Justin gesagt hat?“

Bill: „Ja, schon... natürlich. Aber weißt du: Justin ist einer der besten Polizisten, die ich kenne, Chris. Und ich vertraue seinem Urteil in brisanten Situationen vollkommen.“

Chris: „Ebenso in derjenigen, die Marc erlebt hat?“

Bill: „Wir waren doch beide nicht dabei!“

Chris: „Aber Manuel hat mich darauf angesprochen, Bill.“

Bill: „Ja, ich weiß. Und Manuel hat sich so positiv entwickelt. Es ist richtig, dass es riskant von Justin war, so vorzugehen. Und wenn Manuel das so von Marc erfahren hat, wird es stimmen. Ich vertraue auch darauf, das Manuel einen Draht zu Marc hat. Aber weißt du, Chris: im Einsatz kommt manchmal eins zum anderen, und man muss blitzschnell Entscheidungen treffen...“

Chris: „Bill, worüber reden wir hier? Das wissen wir selbst doch nur zu gut!“

Bill: „Ja, natürlich.“

Chris bringt seine Bedenken auf den Punkt: „Was ist es mit Justin genau, Bill?“

Bill, atmet einmal durch: „Wir kennen uns jetzt schon so lange. Wir haben zusammen unsere Schulzeit verbracht. Ich habe einfach das Gefühl, ich kenne ihn so gut und ich kann ihm blind vertrauen.“

Chris: „Das verstehe ich doch völlig, Bill. Aber was denkst du ganz ehrlich – ebenfalls als einer der besten Polizisten?“

Bill, aufrichtig: „Ich bin mir unsicher.“

Chris: „Du gehst mit ihm auf den Einsatz nach M.C.“

Bill: „Ich werde in jeder Situation einen kühlen Kopf bewahren, und unsere Entscheidungen immer prüfen.“

Chris, den Tonfall wechselnd: „Du wirst uns in London fehlen.“

Bill: „Ja, ich weiß. Ich würde auch mitkommen, jedoch das hier ist – weißt du, immerhin bin ich Polizist geworden, weil...“

Chris, lächelnd: „Ich verstehe dich sehr gut: du hast hier die Chance, dort zum Einsatz zu kommen, wo du genau für das gebraucht wirst, wozu du ausgebildet worden bist und was du sehr gut kannst.“

Bill erwidert das Lächeln: „Ja, genau.“

 

  • 6 –

  •  

Juan fährt vor Jessicas großem Haus vor, hinter dem sich die Pferdeweide erstreckt; es wird allmählich dunkel. Beide steigen aus und gehen zusammen über die Veranda zur Haustür, wo sie heute morgen noch romantisch gefrühstückt haben.

Juan, hörbar besorgt: „Du willst wirklich, dass ich dich jetzt allein weitermachen lasse?“

Jessica: „Du weißt, dass es die richtige Entscheidung ist.“

Zwar klingt Jessicas Tonfall fest entschlossen, jedoch zeigt ihr Blick in Juans Augen ihre Besorgnis.

Juan: „Ich weiß, dass du allein klarkommst und dass du eine Spitzenanwältin bist! Aber ich sehe deinen Blick.“

Juan berührt Jessica zärtlich.

Jessica lächelt: „Das weiß ich doch. Und dafür liebe ich dich. Aber vertrau mir: wir wären nicht Mitglieder im Airfighter-Team, wenn wir so was nicht gestemmt bekämen, okay?!“

Juan lächelt ebenfalls: „Ich liebe dich... aber ich mache mir immer noch Sorgen.“

Die beiden sehen einander fest in die Augen, indem sie langsam beginnen, sich zu küssen.

 

Nachdem Juan gefahren ist, geht Jessica noch einmal zu ihrem Stall, um die Pferde ein letztes Mal für diesen Tag zu füttern: Mittlerweile ist es dunkel geworden, und die große Weidefläche wird von den nur noch als dunkle Schemen erkennbaren Bäumen des Green-Stone-Forests umrandet. Während Jessica durch den Stall geht, wird sie das Gefühl nicht los, beobachtet zu werden. Zunächst wehrt sie sich gegen dieses Gefühl, doch dann dreht sie sich zweimal um, sieht aber immer nur gegen die von innen beleuchtete hölzerne Rückwand des Pferdestalls. Schließlich hat Jessica jedes ihrer Pferde für die Nacht gefüttert und verlässt den Stall. Sie überwindet sich aber, seitlich am Stall vorbei über die Wiese zum nur wenige Meter entfernten dunklen Waldrand zu gehen: ihre Wiese wird durch einen hohen Zaun gegen den Wald abgegrenzt; nur, wo sich der Stall befindet, ist der Zaun unterbrochen und wird durch die Rückwand des Stalls ersetzt. Jessica lehnt sich über den Zaun hinweg in den dunklen Wald und blickt seitlich am Stall vorbei auf dessen Rückseite: doch dort ist in der Dunkelheit nichts zu erkennen. Jessica wartet einen Moment ab und hört genau hin: doch nichts Außergewöhnliches ist zu hören. Dann lehnt sich Jessica wieder zurück und geht ein letztes Mal am Stalleingang vorbei, um diesen zu schließen und das Licht im Innern auszuschalten. Sie geht über die Wiese zurück zu ihrem Haus, wobei der große Scheinwerfer über der Veranda ihren Weg hell erleuchtet. Als Jessica in der Haustür verschwunden ist, schaltet sie den Scheinwerfer aus, und mit einem Mal ist die gesamte Wiese völlig dunkel. Doch tatsächlich streift jetzt irgendetwas von der Rückseite des Stalls her durch das Gestrüpp: ein rotes Blinken ist kurz zu sehen.

Einige Minuten später befindet sich Jessica im zweiten Geschoss ihres Hauses im Schlafzimmer, schaltet das Licht aus und öffnet über Nacht das Fenster. Von Jessica unbemerkt, schwebt draußen eine schwarze Metalldrohne um das Haus herum, an deren vorderem Ende ein kleines rotes Licht blinkt.

 

  • 7 –

  •  

Chris sitzt zusammen mit Manuel auf seiner Terrasse: über ihnen erstreckt sich ein prächtiger Sternenhimmel, aber am fernen Horizont ist über den Baumwipfeln des weitreichenden Green-Stone-Forests noch ein letzter allmählich verschwindender Blauschimmer am Himmel zu sehen. Manuel und Chris sitzen entspannt in ihren Stühlen und unterhalten sich bei einer Flasche Bier.

Manuel: „Wenn du mich fragst, war das doch das Beste, was du Bill sagen konntest. Und ich finde Bills Einstellung genau richtig.“

Chris: „Er wird Justin im Blick behalten – auch wenn es ihm schwer fällt, seinen Kollegen und besten Freund von früher kritisch im Einsatz beobachten zu müssen.“

Manuel: „Bill wird das schaffen. Du kennst ihn gut genug, um das zu wissen.“

Chris lächelt: „Ja, da hast du absolut Recht.“

In diesem Augenblick kommt Juan über die nächtliche Wiese zu den beiden.

Juan: „Na ihr beiden.“

„Hi, wie geht’s.“

Juan setzt sich auf einen dritten Stuhl zu den beiden und greift ebenfalls zu einem Bier.

Juan: „Ich habe Jessie gerade nach Hause gebracht. Ein Agent des CIA hat bereits versucht, sie davon abzubringen, das Mandat für Mister Wright zu übernehmen.“

Chris, sichtlich beunruhigt: „Wie?“

Juan: „Bisher nur durch eine unverbindliche Unterhaltung zwischen Tür und Angel – und das meine ich wörtlich.“

Manuel grinst kurz.

Chris: „Hat der Agent Jessie gedroht?“

Juan: „Nein, nichts Derartiges, zumindest nicht explizit. Er warnte Jessica wohl nur davor, zwischen die Fronten zu geraden, und betonte, dass CIA und Airfighter-Team ja auf derselben Seite stehen.“

Chris: „Natürlich.“

Juan trinkt einen Schluck und blickt über die nächtliche Wiese.

Chris: „Wie reagiert Jessie darauf?“

Juan blickt Chris belehrend an: „Du weißt, dass wir von Jessica reden, Chris?!“

Chris zieht einen Mundwinkel hoch: „Sie macht auf jeden Fall weiter und lässt sich nicht von ihrem Mandat abbringen. Das hat ihr lediglich noch einen Grund mehr dafür gegeben.“

Juan hebt, ironisch grinsend, seine Flasche und stößt mit Chris an. Anschließend mit Manuel.

Chris: „Natürlich tut sie das Richtige.“

Juan: „Keine Frage. Ich wünschte nur, wir wären alle zusammen.“

Chris: „Ja, gerade kommt es von drei Seiten. Aber das werden wir auch hinkriegen.“

Juan, grinsend: „London hat ja auch Stil. Kam da nicht mal irgend so ein Geheimagent her?“

Manuel: „Wenn ich mal vorsichtig fragen darf? Da es sich so anhört, als seid ihr ein wenig unterbesetzt, könntet ihr mich noch im Team gebrauchen?“

Chris und Juan blicken Manuel ein paar Sekunden lang schweigend an, während um die drei herum die nächtliche Stille des Waldes herrscht. Nach einem kurzen Blickaustausch mit Juan antwortet Chris: „Kampftechnisch bist du fit für den Einsatz im Airfighter-Team.“

Juan: „Und unser Vertrauen hast du auf jeden Fall.“

Manuel lächelt.

Chris schlägt mit Manuel ein: „Willkommen im Team London!“

Juan klopft Manuel auf die Schulter.

Manuel: „Danke – dann kann ich zur Abwechslung auch mal meinem großen Bruder behilflich sein!“

Juan lacht: „Großer Bruder ist gut! Außerdem habe ich das Gefühl, dass das in letzter Zeit zu einer netten Gewohnheit wird.“

Manuel grinst.

  • 8 –

  •  

Im nächtlichen G.S.T.-City sitzen Bill, Justin und einige ihrer Kolleginnen und Kollegen, die mit auf den Einsatz nach Metro-City gehen werden, in einer Kneipe zusammen. In dieser warmen Sommernacht herrscht noch reges, zwangloses Treiben überall in der City.

Justin: „Bill, du erinnerst dich mit Sicherheit noch an Kim, Tanja und Judy?“

Bill blickt den drei Officers, die Justin gerade zu ihm an den Tisch mitgebracht hat, sichtlich erfreut entgegen: „Hey, ihr drei: wie schön, euch hier wiederzusehen!“

Bill umarmt alle drei nacheinander.

Kim: „Finde ich auch Bill. Wie geht’s dir?“

Tanja: „Auch wenn die Umstände anders ein könnten, freue ich mich, dass der Einsatz uns wieder zusammenbringt, Bill!“

Judy: „Das stimmt, aber es gäbe niemanden, mit dem ich lieber in einen solchen Einsatz gehen wollte, als mich euch!“

Bill: „Ich freue mich so, euch zu sehen!“

Justin nimmt mit den dreien zusammen Platz bei Bill, wo die übrigen am Tisch Sitzenden ein Stück zur Seite rücken.

Kim: „Seitdem du im Airfighter-Team bist, Bill, sehen wir dich leider nur noch wenig.“

Bill: „Ja, dadurch bin ich natürlich an G.S.T. gebunden.“

Tanja: „Im Ernst, Bill, für solche Einsätze wie diesen würdest du jedes Mal perfekt in unser Team passen.“

Judy: „Du fehlst uns da jedes Mal mit deinen Fähigkeiten.“

Bill: „Das ist total nett von euch – danke.“

Kim: „Und langweiliger als im Airfighter-Team wird es in unserer Spezialeinheit auf keinen Fall.“

Tanja: „Im Gegenteil: das wird eine harte Operation werden, die uns jetzt bevorsteht.“

Judy: „Daher umso besser, jetzt auch noch dich mit dabei in unserer Einheit zu haben.“

Justin grinst verführerisch: „Vielleicht, Bill, denkst du ja noch einmal drüber nach, nach den vielen Jahren im Airfighter-Team nicht doch wieder zur Polizei zurück zu wechseln.“

Kim: „Mit deinen Fähigkeiten wärest du wirklich ein gesuchter Mann für die Polizei.“

Tanja: „Und deine Erfahrungen im Airfighter-Team wären ein einzigartiger Gewinn.“

Judy: „Und du würdest mit ein paar alten, sehr guten Freunden wieder zusammenarbeiten können.“

Justin grinst breit: „Na, Bill – sag jetzt nicht, es würde dich nicht zumindest in Versuchung bringen.“

Bill blickt Justin sowie die drei anderen in der Tat nachdenklich an: „Oh doch, ich gestehe, ich komme wohl wirklich in Versuchung. Jedenfalls freue ich mich wirklich sehr darauf, mit euch zusammen in diesen Einsatz zu gehen. Es wird verdammt hart, aber ich wollte mit niemandem lieber da rein gehen. Wir sind immer ein perfekt eingespieltes Team gewesen.“

Bill hebt sein Glas: „Leute, es ist mir eine große Ehre, mit euch in diesen Einsatz gehen zu dürfen!“

Die anderen erheben ihre Gläser ebenfalls und stoßen an.

 

  • 9 –

  •  

Im nächtlichen CIA-Hauptquartier, G.S.T. betritt Rimes gerade einen Raum, in dem ein paar CIA-Agenten mit Headsets vor Computer-Flatscreens sitzen.

Ein der Agenten berichtet Rimes: „Anwältin Ricks befindet sich jetzt in ihrer Wohnung.“

Auf einem der Flatscreens ist das geöffnete Schlafzimmerfenster Jessicas zu sehen – allerdings aus einem Winkel, aus dem man nicht ins dunkle Innere sehen kann.

Rimes: „Wright?“

Der Agent ergänzt: „Er ist vor einer Stunde zuhause eingetroffen.“

Auf einem zweiten Flatscreen ist zu sehen, wie Mister Wright in der Haustür eines kleinen Miethauses am Rande von Northern-G.S.T. verschwindet; der Zeitindex zeigt, dass diese Aufnahme eine Stunde zuvor gemacht worden ist.

Rimes nickt zufrieden: „Sehr gut. Miss Ricks muss außerhalb der Schusslinie bleiben – das wird dem Präsidenten auch sehr wichtig sein. Aber wenn Mister Wright jetzt allein ist, veranlassen sie seine Eradikation.“

„Verstanden, Sir – der Trupp steht bereit.“

Rimes zeigt einen entschlossenen Blick, der keine Spur von Bedauern oder Gewissensbissen aufweist.

 

 

Vor dem auf der Überwachungsaufnahme gesehenen Haus fahren nachts zwei Autos vor, aus denen beinahe lautlos sechs CIA-Agenten aussteigen und sich schnell und präzise auf dem kleinen Grundstück, das an den nächtlichen Green-Stone-Forest angrenzt, verteilen. Dann gibt einer der Agenten den anderen über Headset im Flüsterton das Zeichen: „Zugriff!“

Sogleich stürmen die Agenten mit gezogenen, schallgedämpften Waffen das Haus.

Von der Straße aus beobachtet der Agent, der den ersten Wagen gefahren hat, das vermeintlich ruhige Haus, vorsichtshalber seine Schusswaffe ebenfalls bereithaltend. Da schlägt eine donnernde Explosion in seine Ohren ein, und sämtliche Fenster des kleinen Miethauses zerplatzen, woraufhin tosende Stichflammen aus den Fenstern schießen und die bis gerade noch ruhige Sommernacht wie in einem Inferno erhellen!

 

  • 10 –

  •  

Jessica wird durch das andauernde Piepen ihres Watchcomms aufgeweckt. Sie dreht ich im Bett um und aktiviert das kleine Display, um die Nachricht zu lesen, die ihr automatisch von der Airfighter-Basis übermittelt worden ist.

Ein paar Minute später verlässt Jessica im Auto ihr Grundstück und fährt die Landstraße zurück nach Northern-G.S.T. Auf der Mainstreet kommt ihr eine ganze Feuerwehr- und Polizeistaffel mit Blaulicht und Sirenen entgegen.

Kurze Zeit später trifft Jessica bei der Airfighter-Basis ein und betritt die Computerzentrale, die bei Jessicas Betreten sofort erhellt wird.

Jessica: „Computer, wie ist der Status der Einsatzkräfte?“

Computer: „Sie dämmen den Brandherd der Explosion ein.“

Auf einem der Bildschirme in der großen Kontrollwand ist eine Luftaufnahme der Löscharbeiten zu sehen: das Blaulicht und die aus der brennenden Haus-Ruine lodernden Flammen erhellen die Nacht.

Jessica: „Auf wen ist dieses Haus registriert gewesen?“

Der Computer arbeitet kurz, dann erscheinen Daten auf einem zweiten Bildschirm.

Computer: „Es handelte sich um ein Miethaus, momentaner Mieter ist...“

Jessica liest entsetzt den Namen aus den Daten: „Mister Wright!“

Da ertönt das Signal des Annäherungssensors.

Computer: „Jemand befindet sich gerade vor dem Haupteingang.“

Ein dritter Monitor erhellt sich und zeigt eine Person im nächtlichen Dunkel vor der Grundstückseinfahrt stehen.

Jessica: Vergrößern!“

Die Kamera in der Löwenstatue zoomt die Person so lange näher heran, bis Jessica sie als Mister Wright identifizieren kann. Erschrocken und zugleich erleichtert fährt Jessica sogleich wieder auf: „Computer, Zutritt für Mister Wright genehmigt – ich gehe ihm entgegen!“

Computer: „Positiv.“

Jessica verlässt die Computerzentrale und geht eiligen Schrittes in die Einfahrt, wo sich gerade das große Stahltor öffnet. Mister Wright kommt langsamen Schrittes auf Jessica zu.

Jessica: „Mister Wright?! Haben Sie mitbekommen, was mit ihrem Haus eben geschehen ist?!“

Wright nickt mit festem Blick: „Ich war fest davon ausgegangen, dass der CIA mich weiterhin beobachtet. Also habe ich mein Haus durch den Hinterausgang verlassen – es hat nachts große Vorteile, direkt am Waldrand zu wohnen.“

Mister Wright bleibt vor Jessica stehen: „Aber das hatte ich nicht erwartet!“

Jessica: „Nur gut, dass Sie nicht mehr da waren! Kommen Sie, hier sind Sie in Sicherheit! Ach, und Ihr Mandat übernehme ich hiermit offiziell.“

Wright: „Ich danke Ihnen, Anwältin Ricks.“

 

  • 11 –

  •  

In den frühen Morgenstunden senkt sich Airfighter inmitten dichter Nebelschwaden auf London herab, die Sonne kann nur spärlich durch den Nebel brechen. Ungesehen senkt sich Airfighter auf die Themse hinab und fliegt dann unter dem kräftigen Gegenschub seiner Positionstriebwerke dicht über der Wasseroberfläche den Fluss entlang bis unter eine große Brücke, wo ein Teil des Flusses unterirdisch weitergeleitet wird: hier wartete ein Motorboot bereits, von dem aus zwei Männer winken, ihnen zu folgen. Das große Gitter, das den unterirdischen Flusszugang offiziell gegen größere Müllteile abschotten soll, versinkt jetzt langsam unter Wasser, und das Motorboot fährt in den Zugang: Airfighter folgt im Tiefflug und wirbelt in seinem eigenen Scheinwerferlicht unter dem Schub seiner Triebwerke das Wasser in ästhetisch anmutenden Bögen um seine Peripherie herum. Nach einer langgezogenen Biegung des unterirdischen Flusslaufes erscheint dann eine große Untergrund-Anlegestelle, wo auch das Motorboot anlegt. Airfighter setzt in einem präzisen Manöver auf der betonierten Anlegefläche, die breit genug ist, langsam auf und deaktiviert seine Triebwerke. Dann öffnet sich die Cockpitscheibe, und Chris, Juan und Manuel steigen aus.

„Willkommen in London, meine Herren – wenn Sie bitte folgen wollen!“

Chris, Juan und Manuel folgen den beiden Männern vom Steg in einen dunklen Seitengang, der sie schließlich zu einem Aufzug mit dicken Panzertüren führt: die Wände sind von in regelmäßigen Abständen aufgehängten Lampen einigermaßen erhellt. Als sich die Aufzugtüren geschlossen haben, spüren Chris, Juan und Manuel auf der Fahrt nach oben, dass es etwas wärmer wird. Als sich schließlich die Aufzugtüren wieder öffnen, staunen die drei nicht schlecht, als sich nicht mehr in einem feuchten, unterirdischen Gang, sondern am Anfang eines Flures mit modernen Büros links und rechts wiederfinden.

„Hier entlang bitte!“

Sie werden zum anderen Ende des Flures geführt: zwar erinnert die Beleuchtung eher an die nüchtern-kühle Beleuchtung von Büros, jedoch wirkt im Vergleich zu vorher alles angenehm wärmer. Am Ende des Flures betreten sie durch die Tür ein kleines Treppenhaus, das sie eine weitere Etage nach oben führt. Hier gelangen sie durch eine weitere Tür in einen Konferenzraum, wo ihnen ein dunkelhaariger, teilweise graumelierter Mann entgegentritt, der sich schätzungsweise in seinen frühen Sechzigern befindet: „Commander Hawk, ich heiße Sie und das Airfighter-Team willkommen in London – der MI6 freut sich auf die Kooperation mit Ihnen!“

Chris: „Vielen Dank, Mister Young-Smith.“

Chris, Juan und Manuel kennen Andrew Young-Smith, den Direktor des britischen MI6, aufgrund ihres Briefings durch President Brunt.

Young-Smith weist die drei an einen Konferenztisch, an dem außerdem Verteidigungsminister Collin Bancroft und Premierminister Edward Farrell bereits Platz genommen haben.

Auf einen Blick Young-Smiths hin ergreift Farrell das Wort: „Das geplante Gipfeltreffen zwischen unseren drei Regierungen wird heute am frühen Nachmittag um 13.00 Uhr beginnen. Mir wird in gewisser Weise die Funktion des Vermittlers zwischen der amerikanischen und der deutschen Regierung zukommen. Auf jeden Fall wird Bundeskanzlerin Meitner von Ihrem Präsidenten dieselben Erklärungen fordern wie ich bei unserem ersten Gipfeltreffen auf dem Mount Winterstone. Aber es sieht nach einer positiven Wende im Hinblick auf die zukünftige Zusammenarbeit unserer drei Nationen aus.“

Auf Farrells Blick hin fährt Verteidigungsminister Bancroft fort: „Die Bundeskanzlerin lässt deutlich durchscheinen, dass die deutsche Regierung den Dialog sucht! Damit wird zunehmend unwahrscheinlich, dass die von Mister Schwartz kommandierte Einheit im Auftrage des BND handelt.“

Chris: „Genau das haben wir uns unmittelbar nach dem Gipfeltreffen auf dem Mount Winterstone auch gedacht. Die Frage ist natürlich, für wen arbeitet Schwartz dann oder welche Ziele verfolgt er?“

Young-Smith: „Es ist für den britischen Geheimdienst eine sehr beunruhigende Feststellung.“

Juan: „Wohl nicht nur für den!“

Chris: „Vor allem müssen wir das Gipfeltreffen heute unter Stufe-1-Sicherheitsvorkehrungen stattfinden lassen! Nach dem, was auf dem Mount Winterstone geschehen ist, müssen wir mit einem erneuten Anschlag durch Schwartz´ Einheit rechnen!“

Farrell, mit ernstem Blick: „Und das möchte ich unter allen Umständen vermeiden – dafür ist das Treffen viel zu brisant!“

Manuel: „Wem sagen Sie das, Herr Premierminister?!“

Young-Smith: „Der MI6 wird Sie umgehend mit unseren Sicherheitsprotokollen vertraut machen und mit Ihnen zusammen die Sicherheitsvorkehrungen abschließen.“

 

  • 12 –

  •  

In den frühen Morgenstunden sind einige Einsatzfahrzeuge des Metro-City Police Departments auf einer zu dieser Zeit noch unbefahrenen Brücke inmitten der Großstadt geparkt, und zahlreiche Police Officers halten die Umgebung schussbereit im Auge. Seitlich führt an beiden Enden der Brücke jeweils eine um 180 Grad geschlungene Treppe nach unten, wo am betonierten und mit schicken Treppen versehenen Ufer des durch Metro-City geleiteten Flusses Bills und Justins Einsatzteam der Police of Green-Stone-Town ebenfalls bereitsteht; Bill und Justin selbst stehen auf einer künstlich angelegten und mit schicken Fließen gepflasterten Insel inmitten des Flusslaufes, die von beiden Seiten aus über jeweils einen kleinen Steg mit glänzendem Metallgeländer betreten werden kann. In der Mitte dieser Insel plätschert Wasser aus einem verzierten Springbrunnen und läuft in mehreren Richtungen vom Brunnen weg über die Insel in den Flusslauf. Bill und Justin stehen direkt neben dem Brunnen, während unter der großen Brücke drei Hovercrafts hervorkommen, von denen das vorderste an der Insel anlegt: Raffael steigt herab und tritt Bill und Justin in Begleitung drei weiterer Mitglieder aus seiner Gruppe entgegen. Bill und Raffael reichen sich die Hand.

Raffael: „Wir haben in den letzten Wochen zahlreiche Hinweise auf Aktivitäten der Commodores bekommen, die die Befürchtungen erhärten, dass die Commodores die Übernahme von M.C. unmittelbar planen.“

Justin: „Was sie ja vor einiger Zeit durch die Übernahme von Pembleton Protections schon versucht hatten.“

Bill: „Auch in G.S.T. hat es in letzter Zeit vermehrt kriminelle Vorfälle gegeben, die wohl auf das Konto der Commodores gehen.“

Raffael: „Umso wichtiger, dass wir den Commodores jetzt das Handwerk legen!“

Bill grinst: „Captain Miller hat schon vorhergesagt, dass ihr euch aus unserem Präventivschlag nicht heraushalten werdet.“

Raffael erwidert Bills Grinsen: „Hättest du das etwa gedacht?“

Bill schüttelt den Kopf, indem er Rafael weiterhin in die Augen sieht, und ergänzt:

„Es wird ziemlich hoch hergehen dabei.“

Raffael erwidert Bill einen aufrichtigen Blick: „Ist schon klar.“

Bill: „Nur dass wir drüber geredet haben.“

 

  • 13 –

  •  

Im morgendlichen Green-Stone-Town fährt Jessica vor einer kleinen Bäckerei vor und kauft ein paar Brötchen. Als sie die Bäckerei wenige Minute später wieder verlässt, steht draußen Agent Rimes neben Jessicas Auto.

Jessica, mit bösem Blick: „Agent Rimes.“

Rimes: „Guten Morgen, Anwältin Ricks. Ich hoffe, ich störe Sie nicht bei der Frühstücksplanung.“

Jessica: „Sparen wir uns doch den Small Talk, okay?!“

Rimes: „Wie Sie wünschen. Also, um es gleich auf den Punkt zu bringen: wissen Sie etwas über den Verbleib Ihres neuen Mandanten in spe?“

Jessica: „Zum Beispiel, dass gestern Nacht sein Miethaus in die Luft geflogen ist – meinen Sie so etwas?!“

Rimes verzieht keine Miene: „Ich meinte eher etwas über seinen persönlichen Verbleib.“

Jessica, verbittert: „Gibt es für den CIA keine diskreteren Liquidationsmaßnahmen mehr?“

Rimes: „Ich muss Ihnen mitteilen, Miss Ricks, die Explosion ging nicht auf unser Konto.“

Jessica: „Ach, bitte!“

Rimes bleibt weiterhin ruhig, blickt Jessica aber fest in die Augen: „Wir hatten in der Tat eine Liquidationseinheit im Einsatz, jedoch wäre diese etwas diskreter vorgegangen.“

Jessica: „Und wer bitte ist dann für die Explosion verantwortlich gewesen, wenn nicht Sie?!“

Rimes: „Sechs unserer Agenten waren in dem Haus, als es explodierte. Glauben Sie mir, Miss Ricks, ein solch plumpes Vorgehen kann sich der CIA nicht leisten.“

Jessica, ungläubig, aber nachdenklich: „Und wer bitte dann?“

Rimes blickt Jessica immer noch fest in die Augen: „Vergessen Sie bitte nicht, dass wir immer noch auf derselben Seite stehen! Und wer sechs CIA-Agenten ausschaltet, ohne mit der Wimper zu zucken, der macht mit Sicherheit auch nicht vor deren Partnern halt. Haben Sie mich verstanden?“

Jessica, unbeeindruckt: „Ich nehme an, das soll wieder keine Drohung sein?“

Rimes blickt Jessica offen in die Augen: „Keineswegs. Ich warne Sie nur, sehr vorsichtig zu sein, Miss Ricks – als Ihr Partner!“

Indem sich Rimes von Jessica entfernt und um die nächste Häuserecke biegt, blickt Jessica ihm noch lang nach: ihr geht sein eindringlicher Blick nicht mehr aus dem Sinn.

 

  • 14 –

  •  

Raffael und seine Begleiter legen gerade mit ihrem Hovercraft unten im Wasserhof an, aus dem eine steinerne Treppe spiralförmig an der runden Schachtwand entlang nach oben in die Halle führt, wo Raffaels Gruppe ihr Hauptquartier hat.

Warren, der sich unter Raffaels Begleitern befindet und schon vor einiger Zeit dagegen war, Chris mit ins Hauptquartier zu bringen, äußert jetzt seine Bedenken: „Ich sage es dir noch einmal, Raffael, dass ich nicht damit einverstanden bin, dass du jetzt mit der Polizei zusammenarbeiten willst.“

Raffael hält auf dem Weg nach oben auf den steinernen Treppenstufen inne:

„Und willst du lieber, dass wir uns allein mit den Commodores anlegen, Warren?“

Warren: „Vielleicht können wir andere Gangs als Verbündete gewinnen. Aber mit der Polizei zusammenzuarbeiten, fühlt sich für mich einfach nicht richtig an!“

Raffael geht weiter die Treppenstufen empor: „Dinge ändern sich, Warren, und wir arbeiten jetzt auch anders als früher. Immerhin ist Bürgermeister Kilpatrick uns sehr entgegengekommen.“

Warren: „Ja, das ist er: dank ihm haben wir ein echtes Mitbestimmungsrecht in der Stadtpolitik bekommen.“

Oben, mittig in der Halle bleibt Raffael ein weiteres Mal stehen: „Und stell dir vor, wie wir ausgesehen hätten, wenn wir damals auf dem Central Square ohne Polizei und Airfighter-Team den Commodores gegenübergestanden hätten!“

Warren blickt noch lang hinter Raffael her, als dieser zum anderen Ende der Halle geht: Warrens Blick sieht sehr nachdenklich aus.

 

  • 15 –

  •  

Jessica steigt aus ihrem Auto und geht die Einfahrt entlang zunächst zur Computerzentrale der Airfighter-Basis, wo sie die Brötchen auf einem automatisch aus dem Boden empor gefahrenen Tisch vorübergehend abstellt. Jessica wendet sich an die große Kontrollwand und geht erneut in ihre über Mister Wright gesammelten Dateien.

Jessica blickt dem Foto Wrights auf einem der Bildschirme in die Augen:

„Sollten Sie es tatsächlich fertig gebracht haben, Ihr eigenes Haus mitsamt den CIA-Agenten zu sprengen?“

Jessica blickt zur Seite und lacht nach einem Moment nachdenklichen Schweigens sarkastisch:

„Die Version, die mir ausgerechnet ein CIA-Agent erzählt hat.“

Anschließend verlässt Jessica mit der Brötchentüte wieder die Computerzentrale und geht über die große Wiese zu Chris´ Haus.

Mit einem suchenden Blick steuert Jessica die Küche an, wo Wright gerade an der Kaffeemaschine steht. Lächelnd dreht er sich um:

„Das perfekte Timing, Miss Ricks: der Kaffee ist gerade fertig geworden.“

Jessica erwidert ein nettes Lächeln: „Perfekt.“

Zum Frühstück wechseln die beiden über die hölzerne Wendeltreppe in das geräumige Wohnzimmer, wo sie in der gemütlichen Sitzecke vor dem großen Panoramafenster noch einmal über ihre aktuelle Lage reflektieren.

Wright: „Mir eine weitere Wohnung oder auch nur ein Zimmer hier zu mieten, kommt als Option wohl nicht mehr in Frage.“

Jessica grinst, wird aber sofort wieder ernst:

„Wir müssen Sie unbedingt aus der Schusslinie des CIA halten! Die Airfighter-Basis ist sicher – allerdings wird der CIA schnell vermuten, dass ich Sie hier versteckt halte.“

Wright: „Jede Wette!“

In dieser Sekunde geht über Jessicas Watchcomm ein Annäherungsalarm ein.

Wright blickt mit böser Vorahnung auf.

Jessica geht mit ihm sofort durch die Glasschiebetür nach nebenan in die modern ausgestattete Schaltzentrale: auf einem gerade automatisch aktivierten Monitor ist zu sehen, wie ein dunkler Wagen vor dem geschlossenen Tor zur Einfahrt vorfährt. Jessica und Wright wechseln einen Blick miteinander. Auf dem Monitor steigt Rimes aus dem Wagen aus und blickt demonstrativ in die Überwachungskamera.

Jessica: „Computer, Umgebungsscan!“

Nach knapp zwei Sekunden werden drei weitere Monitore in der großen Kontrollwand aktiviert, auf denen weitere CIA-Agenten im Wald zu sehen sind, der Chris´ eingezäuntes Grundstück umgibt.

Jessica: „Okay, Agent Rimes, wenigstens wissen wir, woran wir sind.“

Wright, misstrauisch: „Vielleicht rechnet er auch damit, dass Sie seine Leute schon in der Überwachung haben...“

Jessica kneift misstrauisch die Augen zusammen: „Ich werde einfach mal mit ihm reden, wie er es offensichtlich einfordert. Mal sehen, was er dazu sagt.“

Sie blickt Wright an: „Keine Sorge, bei Bedarf können wir den Zaun unter Strom setzen oder sogar Metallschotten über dem gesamten Grundstück schließen.

Mister Wright lächelt: „Ich fühle mich sicherer als in Fort Knox!“

 

 

In der Einfahrt tritt Jessica Rimes eine knappe Minute später durch das sich öffnende große Tor entgegen; durch die Überwachungskamera in der Löwenstatue beobachtet Wright noch einen Moment lang auf dem Monitor in der Schaltzentrale das Geschehen, dann scheint er hastig aufzubrechen.

Jessica: „Wollten Sie doch beim Frühstück dabei sein, Agent Rimes?“

Rimes: „Anwältin Ricks, ich appelliere an Sie: lassen Sie den CIA seine Arbeit erledigen – ich versichere Ihnen, Sie wissen nicht, wen Sie da schützen wollen!“

Jessica: „Aber Sie können mich doch mit Sicherheit aufklären – immerhin sind wir ja Partner!“

Da meldet sich Rimes´ Funkgerät: „Wir haben das Zielobjekt gesichtet, Sir. Er ist gerade auf der Hausrückseite über den Zaun geklettert.“

Jessica: „Verdammt – Rimes, ich warne Sie!“

Rimes, beschwichtigend: „Begleiten Sie mich, Miss Ricks.“

Rimes antwortet dem Funkspruch: „Zugriff, aber das Zielobjekt nicht neutralisieren – ich wiederhole: das Zielobjekt nicht neutralisieren!“

Jessica antwortet Rimes mit einem zögerlichen, aber dann bestätigenden Nicken, und beide laufen von der Straße ab in den Wald hinein.

 

  • 16 –

  •  

In London herrscht höchste Sicherheitsstufe, indem die politischen Abgeordneten in einem kleinen Konvoi von Dienstwagen zum Gipfel eintreffen: Die Straßen sind weiträumig abgesperrt und vom Sicherheitspersonal streng überwacht, die U-Bahnen stehen vorübergehend still und werden hermetisch abgeriegelt, und zudem wird der Luftraum frei gehalten. Chris, Manuel und Juan stehen, ebenfalls mit Headsets ausgerüstet, unter den Sicherheitsposten und folgen schließlich der Delegation um die deutsche Bundeskanzlerin.

Nachdem alle Delegierten an den Tischen Platz genommen haben, die in einem großflächigen Oval aufgestellt sind, eröffnet Premierminister Farrell den Gipfel pünktlich um 13 Uhr, indem er zunächst die deutsche und US-amerikanische Delegation, insbesondere President Brunt und Bundeskanzlerin Meitner. An den drei Türen, die in den Konferenzsaal führen, sowie in regelmäßigen Abständen um die Politiker herum stehen die Sicherheitsposten, unter denen sich auch Chris, Juan und Manuel befinden. Nach der formalen Wiederholung des neuen Abkommens zwischen der britischen und US-amerikanischen Regierung durch Farrell kommt als nächste die deutsche Bundeskanzlerin Meitner zu Wort: Sie betont, wie wichtig ihr die zukünftige Zusammenarbeit mit den beiden anderen Regierungen sei, und knüpft ihr Anliegen der politischen Zusammenarbeit zugleich an die Einforderung einer Erklärung durch President Brunt über die innenpolitischen Entwicklungen in den USA. Als anschließend President Brunt das Wort erhält, verschleiert er die dem Airfighter-Team allzu vertrauten Geschehnisse auf dieselbe Weise wie gegenüber Premierminister Farrell beim letzten Gipfel auf dem Mount Winterstone.

Brunt schließt mit den Worten: „Selbstverständlich ist uns an den guten politischen Beziehungen zur deutschen Bundesregierung sehr gelegen.“

Bundeskanzlerin Meitner hat Brunts Ausführungen sehr genau verfolgt und mit den sie begleitenden deutschen Abgeordneten einen einvernehmlichen Blick ausgetauscht: „Dies möchte ich im Namen der deutsche Bundesregierung erwidern.“

Brunt lächelt sichtlich erfreut.

Young-Smith hakt an dieser Stelle nach: „Und Sie versichern uns, Frau Bundeskanzlerin, dass Mister Schwatz im Auftrage des BND arbeitet?“

Meitner: „Definitiv ist dieser Carl Schwartz kein BND-Agent! Ich weiß nicht, was für einer Art von Einheit er angehört, aber sie handeln definitiv nicht im Auftrage der deutschen Bundesregierung – noch wissen wir überhaupt etwas von dieser Einheit.“

Young-Smith: „Es hat auf jeden Fall oberste Priorität, dass wir diese Einheit identifizieren! Nach dem Anschlag auf unseren letzten Gipfel müssen wir die Bedrohung durch Schwartz und seine Einheit sehr ernst nehmen.“

Meitner: „Ich schlage vor, dass unsere Geheimdienste in dieser Angelegenheit in eine Kooperation treten sollten. Dadurch können wir unsere Zusammenarbeit direkt ins Konkrete umsetzen.“

Young-Smith nickt Bancroft zu, der wiederum Farrell einen bestätigenden Blick zuwirft.

Farrell: „Die britische Regierung würde das begrüßen.“

Brunt hat kurz mit Chris einen Blick gewechselt und begrüßt ebenfalls diesen Vorschlag.

 

 

Als schon wieder ein großer Teil der Delegierten den Konferenzraum verlassen hat, steuert Kanzlerin Meitner im Vorbeigehen direkt Chris an: „Auf ein Wort noch, Commander Hawk?“

Chris und Meitner bleiben im geleerten Konferenzraum zurück, zusammen mit Juan, Manuel und Young-Smith.

Meitner: „Ich bin sehr froh, das Airfighter-Team weiterhin im Einsatz zu wissen, Commander. Sie genießen sehr großes Vertrauen auf Seiten unserer Regierung. Und dass Sie President Brunts Regierung weiterhin zur Seite stehen, ist nicht zuletzt für uns der Anlass gewesen, unser Abkommen mit der amerikanischen Regierung zu erneuern.“

Die Blicke Chris´, Juans und Manuels treffen sich kurz.

Chris: „Vielen Dank für Ihr Vertrauen, Bundeskanzlerin. Wir wissen das sehr zu schätzen.“

Meitner lächelt, indem sie Chris, Juan und Manuel die Hand schüttelt.

Nachdem Meitner und Young-Smith den Konferenzraum ebenfalls verlassen haben, treffen sich erneut Chris´, Juans und Manuels – diesmal sehr eindringliche – Blicke.

Draußen im Flur vor dem Konferenzraum betätigt Young-Smith sein Funkgerät: „Der U-Bahn-Betrieb kann wieder aufgenommen werden. Sichern Sie vorher noch einmal die Strecken!“

 

 

Von einer der völlig evakuierten U-Bahnstationen fahren zwei Züge ab, die ausschließlich von Sicherheitspersonal bemannt sind, um die Strecken vor ihrer Wiederfreigabe noch einmal zu prüfen.

 

  • 17 –

  •  

Im Polizeipräsidium in Metro City instruiert Captain Miller den Polizeitrupp um Bill und Justin:

„Unser Plan ist es, die Aufmerksamkeit der Commodores zu erwecken, indem wir Shimato ein weiteres Mal umquartierten.“

Bill: „Er befindet sich zur Zeit also wieder hier im Gefängnis.“

Jake antwortet ergänzend für Captain Miller: „Exakt. Dadurch, dass Shimato immer wieder in einem anderen Gefängnis untergebracht wurde, konnten wir einem weiteren brutalen Befreiungsschlag durch die Commodores wie bei Trevor Cort vorbeugen.“

Captain Miller fährt fort: „Diesmal wird Shimatos Umquartierung – so der Plan – die Aufmerksamkeit der Commodores erregen, und wenn sie zuschlagen, kommt Ihr Trupp zum Zuge, Lieutenant Bowers, Lieutenant Brown.“

Justin: „Sie haben immer noch nichts von Shimato über die Commodores, insbesondere über ihren einflussreichen Boss im Hintergrund erfahren können, Captain?“

Miller: „Nein, entweder fürchtet Shimato sich so sehr vor dem, was die Commodores mit ihm machen, wenn er sie verrät, oder er steht ihnen sogar im Gefängnis noch loyal zur Seite.“

Bill: „Wenn dem so ist, unternehmen die Commodores vielleicht aber gar keinen Versuch, ihn zu befreien.“

Captain Miller hebt die Augenbrauen: „Wenn die Commodores aber fälschlicherweise davon ausgehen, dass Shimato sich während seiner Zeit im Gefängnis allmählich doch kooperativ gezeigt hat, könnte das die Lage entscheidend ändern.“

Bill und Justin blicken verstehend auf.

 

  • 18 –

  •  

Jessica und Rimes eilen durch das grüne Gestrüpp unterhalb der Airfighter-Basis.

Rimes betätigt wiederholt sein Funkgerät: „Johnson, wie ist Ihr Status? – Johnson, kommen!“

Rimes wechselt einen angespannten Blick mit Jessica.

Jessica: „Was denken Sie, Rimes?“

In dieser Sekunde stolpern die beiden regelrecht über den Körper von Agent Johnson, der bewegungslos auf dem Waldboden liegt.

Rimes dreht ihn auf den Rücken, so dass im Brustbereich mehrere blutüberströmte Stichwunden sichtbar werden. Reaktionsschnell erfasst Jessica ihre komplette Umgebung, doch kann niemanden erkennen.

Rimes: „Wollen Sie Mister Wright immer noch verteidigen, Anwältin Ricks?“

Jessicas Blick zeigt Fassungslosigkeit und Einsatzbereitschaft zugleich, indem sie Rimes weiterhin durch das grüne Dickicht folgt. Als die beiden über ein ein paar große Steinbrocken klettern, die von Moos überwachsen sind, finden sie einen zweiten der CIA-Agenten mit durchgeschnittener Kehle in den Farnen zwischen den Steinen liegend vor: an den Farnwedeln sind zahlreiche Blutspritzer zu sehen. Mit böser Vorahnung pirschen Rimes und Jessica sich weiter vor, als sie an einem sehr schmalen und steil nach oben führenden Felshang vorbeikommen, der links und rechts sofort wieder in eine Waldböschung übergeht: an seinem oberen Ende sehen beide noch kurz, wie jemand im Gebüsch verschwindet und ein dritter CIA-Agent stumm den Hang hinunterstürzt. Als der Reglose genau vor Jessica und Rimes aufprallt, bleibt er mit offenen Augen und gebrochenem Genick lieben.

Rimes: „Den schnapp ich mir!“

Rimes nimmt Anlauf und klettert – teilweise auf allen vieren – hastig den steilen Hang hinauf. Jessica blickt ihm kurz nach und schlägt dann rennend einen Umweg durch den Wald ein.

Rimes ist nach ein paar Sekunden unter gekonntem Kraftaufwand am oberen Ende des Felshangs angelangt und hastet ins Gebüsch, wohin der andere kurz zuvor verschwunden ist.

Zeitgleich rennt Jessica durch den Wald einen weniger steilen Hang hinauf, um dem Fliehenden den Weg abzuschneiden.

 

  • 19 –

  •  

Juan, Manuel und Chris haben sich in einen kleinen Pub am Ufer der Themse zurückgezogen, nachdem die Sicherheitsstufe für das stattgefundene Gipfeltreffen wieder heruntergesetzt worden ist: die drei sitzen an einem gemütlichen Tisch in einer Ecke der urigen und abgedunkelten Kneipe.

Juan: „Wie es gelaufen ist, sieht ja sehr vielversprechend aus.“

Chris: „President Brunt hat schon seine Freude zum Ausdruck gebracht.“

Manuel: „Und Bundeskanzlerin Meitner geht es da wohl genauso.“

Chris nickt mit deutlicher Bestätigung.

Juan: „Ich fühle mich geehrt, welch großes Vertrauen sie und die deutsche Regierung ins Airfighter-Team haben.“

Chris: „Absolut. Gerade nach allem, was geschehen ist!“

Manuel und Juan nicken bekräftigend.

Manuel: „Ohne den Teufel an die Wand malen zu wollen, muss ich aber feststellen, dass es heute sehr ereignisfrei und unkompliziert über die Bühne gegangen ist.“

Juan: „Sag das nur nicht zu laut!“

Chris: „Ich kann mich auch noch nicht richtig entspannen – du hast absolut Recht.“

Die drei stoßen mit einem Ale an.

Juan grinst: „Dann tun wir doch mal was für unsere Entspannung!“

 

 

Nachdem die zwei mit Sicherheitspersonal bemannten Züge die U-Bahntunnel noch einmal abgefahren sind, wird der U-Bahnverkehr in London wieder komplett freigegeben. Allerdings sind von einem der beiden Züge aus in einigem Abstand kleine Vorrichtungen überall auf der Strecke hinterlassen worden, die in regelmäßigen Abständen rot durch die Dunkelheit blinken!

 

 

Nach einer gemütlichen Runde im Pub und jetzt entspannter als zuvor haben Juan, Manuel und Chris ihre Gläser geleert.

Juan: „Dann beginnt gleich die zweite Schicht.“

Manuel: „Abschließende Überwachung der Abreise?“

Chris: „So ist es.“

Chris winkt dem Mann hinter dem Tresen zum Bezahlen zu.

Chris: „Ihr zwei, die Runde geht auf mich.“

Juan: „Dann bin ich das nächste Mal wieder dran – danke dir.“

Manuel klopft Chris auf die Schulter: „Danke.“

Juan und Manuel gehen auf dem Weg nach draußen noch zur Toilette:

„Wir warten draußen auf dich.“

Chris: „Okay.“

Während Chris nach unten in seine gezogene Geldbörse sieht, setzt sich ihm gegenüber eine weitere Person an den Tisch, die ebenfalls irgendwoher aus dem Pub gekommen sein muss.

Chris bemerkt die Person und hält plötzlich inne, indem seine Augen langsam nach oben rollen und er den Kopf wieder über den Tisch hebt: vor ihm sitzt Carl Schwartz!

Chris fährt sofort auf, doch Carl zeigt keinerlei Regung, so dass Chris sofort wieder inne hält.

Chris faucht: „Schwartz!“

Carl entgegnet ruhig: „Lassen Sie uns doch mal in aller Ruhe miteinander reden, Commander.“

Carl hustet kurz.

Chris: „Nachwirkungen eines Eisbads?“

Carl: „Etwas in der Art.“

Chris: „Respekt!“

Carl: „Ich hab schon Härteres weggesteckt, Commander.“

Chris: „Was soll das hier, Schwartz?“

Carl: „Ich dachte mir, nachdem wir es zuerst mit einem Verhör und danach mit einer Hinrichtung im Nahkampf versucht hatten, was beides aber nicht zum angestrebten Ziel geführt hat, sollten wir es vielleicht einmal mit einem offenen Gespräch versuchen.“

Chris lacht absurd. Dann erwidert er Carls ernst bleibenden Blick:

„In Ordnung. Und worüber werden wir uns unterhalten?“

Carl: „Was möchten Sie erfahren?“

Chris grinst erneut kurz: „Dass Sie nicht für den BND arbeiten, ist uns inzwischen klar geworden.“

Carl zeigt ein ansatzweises bestätigendes Nicken.

Chris: „Offensichtlich möchten Sie aber die Erneuerung der diplomatischen Beziehungen zwischen den Regierungen der USA und Groß Britanniens beziehungsweise Deutschlands verhindern. Auf jeden Fall ergibt es jetzt Sinn, wieso Sie einen deutschen Stealth-Flieger in der Wolf Gorge abgeschossen haben: er wusste nichts von Ihrer getarnten Basis und handelte tatsächlich in einem Geheimauftrag der deutschen Regierung. Aber dieser Zwischenfall spielte Ihnen uns in die Hände, worüber Sie mit Sicherheit nicht unerfreut waren.“

Carl: „Kenne deinen Gegner...“

Chris: „Auch haben wir noch verstanden, dass diese Geheimstation hauptsächlich nur Schein war. Diente sie nur dazu, G.S.T. zu überwachen und das Airfighter-Team zu verhören, sowie sich die Gelegenheit ergeben hätte?“

Carl: „Im Grunde ja. Wir hätten in der Tat noch den ein oder anderen Vorteil aus der Lage der Station ziehen können, aber ihren wesentlichen Zweck haben Sie soeben korrekt erfasst.“

Chris: „Und Ihre Anwesenheit hier zu diesem Zeitpunkt ist zwar beunruhigend, aber nicht unerwartet.“

Carl nickt: „Selbstverständlich.“

Chris blickt Carl jetzt fest in die Augen: „Sie sagen, Sie wollen mit mir reden, Schwartz. Also, welche Absichten verfolgen Sie und Ihre Einheit denn eigentlich?“

Carl blickt Chris ebenfalls fest in die Augen: „Wie Sie sich denken können, operieren wir außerhalb der Regierungen und deren Sicherheitsdiensten. Wir sind nicht gebunden an jegliche Nationalitäten noch an deren Rechtssprechung.“

Chris: „Das klingt aber zugleich sehr gefährlich.“

Carl: „Nur wenn Sie nicht verantwortungsbewusst handeln.“

Chris mit nicht überhörbarer Skepsis: „Und das tun Sie natürlich?“

Carl: „Die USA sind unser Ziel geworden, nachdem sich der unorthodoxe Präsidentenwechsel ereignet hatte. Wir kennen immer noch nicht alle Hintergründe, aber uns ist klar, dass das, was President Brunt der britischen oder der deutschen Regierung erzählt, nicht der Wahrheit entspricht, Commander. Es hat ein offiziell nicht existierendes Exekutionskommando aus Moskau gegeben, das wissen wir. Und auch der Satellitenabsturz war nicht vom CIA herbeigeführt worden. Aber dass Brunts fehlgeschlagene Erpressung der Weltmächte eine Täuschung war, um die Russen zum Zuge zu zwingen, glauben wir nicht. Und Sie wissen es auch besser: Die ursprünglich geplante Exekution des Airfighter-Teams war mit Sicherheit keine Fehlinformation, sondern zeugt davon, dass auch Sie, Commander, der Regierung unter Brunt nicht folgen wollten. Wieso, fragen wir uns natürlich. Dies legt den Schluss nahe, dass Sie genau wissen, was es mit dem Präsidentenwechsel auf sich hat und dass Brunt genauso wenig in das Amt des Präsidenten gehört wie ich Agent des BND bin! Aber zum interessantesten Punkt kommen wir jetzt: wieso folgen Sie Brunts Regierung jetzt doch und haben auf medienwirksame Weise ihre Kooperation bekundet?“

Chris sieht Carl schweigend und ohne jegliche Änderung in seiner Miene an.

Carl: „Eine ehrliche Frage, Commander: hätten Sie von uns gewusst, bevor Sie die Zusammenarbeit mit President Brunts Regierung begonnen hatten, wäre es für das Airfighter-Team nicht eine echte Alternative gewesen? Die Möglichkeit, außerhalb der Regierungen für Sicherheit in der Welt zu sorgen? Und moralisch nicht zu vertretende Regierungsentscheidungen ahnden zu können?“

Chris blickt Carl nach wie vor schweigend in die Augen, aber Carl erkennt, dass er zu Chris sehr wohl durchgedrungen ist.

Carl, in provokantem Tonfall: „Oder vielleicht stellt dies sogar immer noch eine Alternative für das Airfighter-Team dar, Commander Hawk – vielleicht jetzt sogar mehr denn je...?!

 

  • 20 –

  •  

Durch die von der Polizei freigehaltenen Straßen Metro-Citys fährt ein gepanzerter Polizeibus zusammen mit großer Polizeieskorte. Bill und Justin folgen dem Bus ebenfalls in einem Streifenwagen, bis er in einen langen Tunnel hinein fährt, der die große Straße unter einem Einkaufszentrum hindurch führt. Inmitten des Tunnels fährt der Bus an die Seite und hält an. Die bewaffneten Polizisten sind sofort zur Stelle und öffnen die Panzertür des Busses: im Innern sitzt Shimato in Handschellen. Die Polizisten führen ihn nach draußen und begeben sich mit Shimato eiligen Schrittes zu der nahegelegenen Notausgangstür in der Tunnelwand. Durch diese führen sie Shimato weg, während der Polizeibus schon wieder weiterfährt. Bill und Justin eskortieren weiterhin den Bus, ebenso Tanja und Judy in einem anderen Streifenwagen. Kim gehört zu dem Polizeitrupp, der mit Shimato im Notausgang verschwunden ist. Als der Bus und seine Eskorte aus dem anderen Ende des Tunnels fahren, setzen sie ihren Weg zum Schein unverändert fort.

Im Streifenwagen behalten Bill und Justin die Umgebung angespannt und jede Sekunde einsatzbereit im Auge.

Justin: „Bisher ist ja alles ereignislos.“

Bill: „Ja, zu ruhig, wenn du mich fragst.“

Justin: „Denkst du, es geht jede Sekunde los?“

Bill: „Eigentlich würde ich damit rechnen, aber irgendwie sagt mir mein Gefühl das Gegenteil.“

Justin blickt Bill kurz verständnislos an: „Wie meinst du das?“

Bill: „Ich weiß nicht, aber ich habe ein ganz komisches Gefühl.“

Justin: „Für uns wird’s einfacher, wenn die Commodores nicht zuschlagen – allerdings brauchen wir dann einen neuen Plan.“

Bill nickt abwesend: „Irgendetwas stimmt nicht, Justin.“

Justins Gesichtsausdruck wechselt in Besorgnis über.

Bill blickt starr auf die ereignisfreie Straße vor dem Polizeibus und der Eskorte.

Bill, abrupt: „Lass uns sofort umkehren und Shimato folgen, Justin!“

Justin zögert nur eine Sekunde, dann bricht er mit dem Streifenwagen aus der Eskorte aus und wendet auf der Straße.

Bill funkt die übrige Eskorte an: „Wir fahren zurück zum Tunnel. Die Eskorte fährt wie geplant weiter!“

Tanja und Judy bestätigen Bills Mitteilung, und auch Raffael, der mit seiner Truppe an einer Stelle weiter vorn auf der Route des Polizeibusses bereitsteht, bestätigt den Funkspruch.

Bill ergänzt, an Raphael gerichtet: „Kommt ihr über den Fluss noch vor uns zum Tunnel?“

Raphael springt mit ein paar seiner Jungs auf ein Hovercraft im Flusslauf:

„Das tun wir, Bill – wir sind schon unterwegs!“

Justin und Bill rasen im Streifenwagen zurück in den Tunnel hinein, während Raphaels Hovercraft dort schon angelegt hat.

 

 

Der Polizeitrupp, der Shimato mit sich führt, gelangt durch den Notausgang des Tunnels in ein großes Regenwassersammelbecken direkt unter dem untertunnelten Einkaufszentrum. Die vorderen Officers sichern den betonierten Weg, der kreisförmig um das Sammelbecken herum führt, indem Shimato hinterher geführt wird. Die nachrückenden Officers, zu denen auch Kim gehört, sichern den Trupp nach hinten ab. Als sich der Trupp komplett in dem unterirdischen Wasserhof, auf verschiedenen Positionen um das Sammelbecken verteilt, befindet, tauchen abrupt mehrere kleine Schwimmkörper aus dem Regenwasser auf, die offenbar gerade über Funk aktiviert worden sind: als die Officers sofort reagieren und die im Wasser schwimmenden Objekte ins Visier nehmen, erkennen sie Sprengsätze mit gerade ablaufenden Zeitzündern! Reaktionsschnell springt Shimato kopfüber ins Wasserbecken und taucht unter, als über ihm die Sprengsätze explodieren: unter Wasser sieht er über der Wasseroberfläche nur das gleißend helle Inferno und hört dumpf die abrupt verstummenden Schüsse und das grollende Donnern der synchronen Explosionen.

 

 

Bill und Justin sind zusammen mit Raphael und seinen Jungs vom Hovercraft bereits in den Notauseingang gerannt, als ihnen die donnernde Schockwelle entgegen fegt und sie brutal Meter weit zurück in den Tunnel katapultiert: eine fauchende Stichflamme schießt hinterher und durchflutet den gesamten Notausgang!

 

  • 21 –

  •  

Rimes hastet durch das Dickicht, als urplötzlich Wright wie angewurzelt vor ihm steht. Rimes zögert keine Sekunde, sondern setzt seinen Lauf direkt in einen Angriff auf Wright um. Wright pariert den wuchtvollen Angriff erschreckend standhaft und blockt den kräftigen Kinnhaken Rimes´ einfach ab. Stattdessen dreht Wright Rimes den Arm brutal auf den Rücken und will ihn gerade in den Würgegriff nehmen, doch da schlägt Rimes Wright seinen Kopf rückwärts fest ins Gesicht, so dass Wright ihn wieder loslässt. Rimes schlägt mit dem Ellenbogen nach hinten, um Wright einen Leberhaken zu versetzen, jedoch fasst Wright Rimes´Arm und dreht diesen erneut brutal um. Diesmal kickt Rimes Wright in einem Sprung mit beiden Füßen unmittelbar aufeinander gegen den Kopf, so dass beide zu Boden fallen. Keine zwei Sekunden später sind beide aus dem Liegen zurück in den Stand gesprungen und gehen in einen brutalen Faustkampf über, bei dem jeder aber die meisten Schläge des anderen parieren kann – und das bei einer unglaublich schnellen und effektiven Abfolge der immer wieder neuen Faustschläge. Kurz nachdem es Rimes gelungen ist, Wright doch mit einer ganzen Folge an Faustschlägen zu treffen, tritt Wright Rimes jedoch brutal in den Bauch, verpasst Rimes drei Kinnhaken in unmittelbarer Folge und tritt Rimes die Beine weg, so dass dieser rückwärts auf den Boden schlägt. Mit Anlauf tritt Wright fest gegen Rimes und schleudert diesen somit einen Hang hinunter irgendwohin ins Dickicht.

Da kommt Jessica aus dem Gebüsch gesprungen und versetzt dem überraschten und doch etwas mitgenommenen Wright drei schnelle Faustschläge nacheinander mitten ins Gesicht, tritt ihm einmal in den Bauch und wirft ihn dann über sich auf den Boden. Als Wright sofort wieder in den Stand zurück springt, dreht sich Jessica einmal um sich selbst und versetzt Wright einen extrem kraftvollen Tritt, der diesen rückwärts brutal gegen einen Baum schleudert. Jessica sieht sich kurz nach Rimes um, doch kann sie außer den Spuren des Nahkampfes auf dem Waldboden nichts sehen. Sie dreht sich zu Wright, der offenkundig benommen mit dem Rücken an den Baustamm lehnt und mit Mühe seine Augen langsam wieder öffnet.

Jessica tritt auf ihn zu: „Wer sind Sie wirklich, Mister Wright?“

Hinter seinem Rücken zieht Wright einen Taser hervor und schießt diesen mit einer zielsicheren, schnellen Bewegung auf Jessica ab: unter den Elektroimpulsen unkontrolliert zuckend, fällt Jessica reglos zu Boden.

 

  • 22 –

  •  

Die rot blinkenden Zünder geben ein kurzes, sich in seiner Frequenz ins Unhörbare steigerndes Summen von sich, und mit einem gewaltigen Donnerschlag explodieren sie alle synchron ohne Vorwarnung, woraufhin Trümmer speiende Stichflammen durch die U-Bahn-Tunnel fauchen!

 

 

Chris sitzt Carl nach wie vor, fest in die Augen blickend, gegenüber, als von draußen die dumpfen Schläge der Untergrund-Explosionen zu hören sind. Das Schlimmste befürchtend, springt Chris sofort auf und hastet aus dem Pub, indem er Carl noch lange und Schuld zuweisend in die Augen gesehen hat. Indem Chris aus dem Pub hastet, ruft ihm Carl in ruhigem Tonfall hinterher:

„Sie müssen das nicht tun, Commander!“

Draußen rennt Chris fast in Juan und Manuel, die ihm mit entsetzten Blicken eine Richtung weisen, wo zu erkennen ist, dass von zahlreichen Stellen in London Rauch aus den U-Bahn-Stationen aufsteigt; Panik macht sich breit. Sofort rennen Chris, Juan und Manuel los am Ufer der Themse entlang, wo ihnen zahlreiche Zivilisten in Panik entgegenlaufen.

Juan brüllt gegen das Geschrei an: „Ein Anschlag auf die U-Bahnen!“

Chris: „Wir müssen schleunigst zurück zum Gipfel!“

Inmitten der panischen Zivilisten tritt ein Trupp Bewaffneter, die offensichtlich unter Carl Schwartz´ Kommando stehen, dem Airfighter-Team in den Weg.

Manuel: „Ich glaube, die haben was dagegen, Chris!“

Juan, bitter: „Einfach durch?“

Chris, angespannt: „Genau.“

Chris, Manuel und Juan gehen augenblicklich in den Nahkampf über, während rings um sie und dem sich ihnen in den Weg stellenden Trupp die panischen Zivilisten rennen. Juan übernimmt die vier bewaffneten auf der rechten Seite und Manuel die vier auf der linken; auf Chris kommen die übrigen acht zu. Unerwartet rennt Chris plötzlich auf sie zu und springt über die Motorhaube eines Autos, das gerade von links in einer Vollbremsung zum Stillstand gekommen ist und das Chris offenbar kommen gesehen hat: sich mit der Hand auf der Motorhaube abstützend, springt er den acht Bewaffneten entgegen und kickt direkt vier von ihnen zu Boden.

Juan schickt zwei seiner Gegner zeitgleich durch einen kraftvollen Highkick zu Boden, tritt dem dritten in den Bauch und verpasst dem vierten einen Kinnhaken.

Manuel pariert den Faustschlag des ersten Angreifers, lässt ihn an sich vorbei schnellen und schlägt ihm dann wie beiläufig mit seinem Ellenbogen fest ins Genick, während er dem zweiten einen Kinnhaken verpasst. Dem dritten kickt er die Beine weg, und dem vierten schlägt er in den Bauch.

Nach seinem Sprung noch auf dem Boden liegend, tritt Chris dem nächsten Angreifer die Beine weg, springt aus dem Liegen zurück in den Stand und schlägt dabei seine Stirn dem nächsten Angreifer direkt ins Gesicht. Dem nächsten, der ihn gerade mit einem Kinnhaken niederstrecken will, hält Chris den Arm fest und schleudert ihn einfach durch die Luft einmal über sich hinweg auf den Teer. Dem nächsten verpasst er einen so heftigen Kinnhaken, dass sich der Mann einmal rückwärts in der Luft überschlägt.

Juan führt eine Folge schneller Kinnhaken aus, mit der er alle vier Gegner beinahe zeitgleich zu Boden schickt.

Manuel schickt zwei seiner Gegner mit einem Highkick gegen beide Köpfe auf einmal zu Boden und verpasst den anderen beiden zwei gezielte Schläge in den Bauch.

Als alle acht Gegner wieder auf Chris einstürmen, springt er, sich mit der Hand auf dem vordersten abstützend, über diesen und tritt die zwei nächsten mit Wucht genau gegen ihre Köpfe. Ohne nach hinten zu sehen, schlägt er demjenigen, über den er gerade gesprungen ist, seinen Ellenbogen mitten ins Gesicht. Chris duckt sich vor einem Fausthieb und tritt dem Mann fest die Beine weg. Dem nächsten rammt Chris seine Faust in den Bauch, fasst den nächsten nach ihm Schlagenden am Arm und lenkt die Schlagwucht gegen einen anderen seiner Gegner, bevor er den Schlagenden, immer noch am Arm fassend, einmal über sich wirft, wobei sich der andere einmal in der Luft überschlägt. Erneut ohne nach hinten zu sehen, tritt Chris dem ihn gerade von hinten Angreifenden die Beine weg, indem Chris´ Blick schon wieder kampfbereit nach vorn gerichtet ist, als er seinen Kopf hebt. Als Chris, Manuel und Juan gerade erstmalig wieder einen Blick austauschen können, explodieren infolge der U-Bahn-Sprengungen die Gasleitungen, und mit einem donnernden Schlag fegt eine meterlange Stichflamme das Ufer der Themse entlang, die vorübergehend jegliche Sicht versperrt: Manuel wird rückwärts und kopfüber durch ein Fenster in ein Haus geschmettert, Juan wird durch drei Autos unmittelbar aufeinander hindurch katapultiert, und Chris fliegt im hohen Bogen, sich mehrfach überschlagend meterweit in die Themse hinein.

 

  • 23 –

  •  

    Wir neigen dazu, das Unausweichliche nicht sehen zu wollen...

 

Inmitten der dunklen Rauchschwaden kommt Bill sichtlich angeschlagen wieder auf die Beine und taumelt durch den unterirdischen Notausgang des Tunnels zum großen Regenwassersammelbecken, wo er neben dem reglosen Körper Kims auf die Knie sinkt und dabei Kim festklammert: verzweifelt bricht Bill zusammen.

 

 

Manuel liegt blutend im Innern des Hauses, in dessen Fenster er hinein geschmettert worden ist.

Juan liegt regungslos in dem Wrack des dritten Autos, das er durchschlagen hat: auch er blutet.

Chris´ regungsloser Körper versinkt immer tiefer in Themse.

 

 

Wright trägt die bewusstlose Jessica einfach über seiner rechten Schulter, indem er durch den grünen Wald geht – offenbar ist er sehr gut durchtrainiert.

Er betätigt ein kleines Funkgerät: „Miss Ricks ist außer Gefecht und transportfähig, Sir.“

 

 

Carl Schwartz hat den Pub durch den Hinterausgang verlassen und begibt sich durch eine kleine Seitenstraße zum Themse-Ufer: die Schreie der panischen Zivilisten dringen zwar hallend bis hierher durch, jedoch läuft Carl hier niemand über den Weg.

Carl betätigt sein Funkgerät: „In Ordnung, gute Arbeit. Bringen Sie sie bitte umgehend hierher.“

Wrights Stimme erklingt aus Carls Funkgerät: Schon unterwegs, Sir.“

Mit einem zufriedenen Blick steuert Carl einen Brückenpfeiler am Ufer der Themse an, öffnet eine vermeintliche Wartungstür mit einem speziellen Schlüssel und verschwindet ungesehen im dunklen Treppenhaus im Innern. Mit dem Zufallen der Tür erlischt das letzte Tageslicht, das in das Treppenhaus gefallen ist, bis völlige Dunkelheit alles ist, was übrig bleibt – einzig die immer noch von draußen dumpf erstickenden Schreie der panischen Zivilisten hallen verloren in der Dunkelheit.

 

doch wahrhaft im Lichte der untergehenden Sonne trifft uns die Erkenntnis:

zwischen Tag und Nacht legt sich die Dämmerung.

 

Story by Christian Scheffel –

Hallo zusammen!

Eine kurze Hintergrund-Info zu dieser Story:
Chris steht am Anfang vor einem Grabstein mit der Aufschrift "Jennifer Tomson".
Jenny kam in einer früheren Storyline vor (2001 bis 2002 geschrieben), die ich nicht veröffentlicht habe. Sie war Lieutenant der Airforce, und sie und Chris haben im Laufe der Storyline geheiratet. Jedoch ist sie im weiteren Verlauf ums Leben gekommen, als sie und Chris zusammen mit dem übrigen Airfighter-Team und der Airforce einen Großanschlag einer Terrororganisation verhindert haben.

Viel Spaß beim Lesen!

Christian Scheffel
Christian Scheffel, Anmerkung zur Geschichte

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Christian Scheffel).
Der Beitrag wurde von Christian Scheffel auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 12.10.2016. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Der Autor:

Bücher unserer Autoren:

cover

Wir sind die Kinder vom Biobauern! von Simone Wegmeyer



Ein Buch über die Anfänge der Biowelle.
Zum totlachen komisch aus kindlicher Sicht geschildert.
Für Fastfoodjunkies und Müsliesser geeignet!
Illustriert und geschrieben von Simone Wegmeyer.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (0)


Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Abenteuer" (Kurzgeschichten)

Weitere Beiträge von Christian Scheffel

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Airfighter: Finsterer Abgrund von Christian Scheffel (Abenteuer)
Pilgertour nach Campostela...Teil II. von Rüdiger Nazar (Abenteuer)
Und die Sonne ging auf von Ingrid Drewing (Autobiografisches)