Felicia Rüdig

Drei Kirchen in Goch

Die evangelische Kirche von Goch liegt direkt in der Innenstadt am Marktplatz. Ihre Vorderseite ist so gut in die Häuserfront integriert, daß der zufällige Besucher schon aufpassen muß, um sie nicht zu übersehen. Betritt man das Gotteshaus durch die Haustür, blickt man zunächst auf eine Wand - in der Auslage  sind dort Informationsmaterialien ausgelegt; der Besucher wird links und rechts in den Gottesdienstsaal geleitet. Die Orgel befindet sich auf einer Empore über dem Eingangsbereich.

DIe Kirche ist in guter alter reformierter Tradition in schlichtem Weiß gehalten. Lediglich die beiden farbigen Glasfenster auf der Rückseite lenken vom Wort Gottes ab.


Die Pfarrkirche St. Arnold Jansen liegt etwas außerhalb in Goch. Sie stammt aus dem Jahre 1981 und weist hinsichtlich Architektur und Innenausstattung doch diverse Besonderheiten auf. Es gibt zwar farbige Glasfenster, Kirchenbänke, Blumenschmuck, Kreuzweg und Heiligenstandbilder; aber allein schon die Raumzuschnitt mit seinem brauchen Holzdach (bei weißen Wänden und grauem Boden), dem fehlenden eindeutigen Chorbereich, Lesepult anstelle von Kanzel, komplett weißer, überschaubarer Orgel im Altarbereich sowie künstlerisch gestalteten Kreuzen lassen eher an eine kirchlich-kulturelle Mehrzweckhalle denn an eine KIrche denken.

Da auch um die Kirche herum kirchliche Gebäude  angesiedelt sind, ist die Kirche auch erst auf den 2. Blick als Kirche zu erkennen.


St. Maria Magdalena ist eine sehenswerte katholische Kirche in Goch. Sie liegt in der Stadtmitte.

Im 12. Jahrhundert gab es dort einen ersten Kirchbau aus Stein, dessen Patron St. Georg war. Dabei handelte es sich um eine romanische Kirche. Ab dem Jahre 1323 wird sie durch einen gotischen Kirchneubau ersetzt, der der heiligen Maria Magdalena geweiht ist. Diese Umbauarbeiten sind 1450 beendet. 1625 kommt es zu einem Bildersturm, der den gesamten Kunstbesitz der Kirche sowie das Pfarrarchiv zerstört.

1945 wird die Kirche bei der Bombardierung Gochs zerstört. Trotz der Wiederaufbauarbeiten stürzt der Kirchturm allerdings am 24. Mai 1993 ein. Als Gründe werden der Brand von 1716 (!) und die schwere Glockenanlage angegeben.

Das dreischiffige gotische Kirchengebäude ist in der Regel täglich von 9 - 17 Uhr geöffnet. Trotz der sandsteinfarbigen Innenausstattung wirkt sie allerdings je nach Wetterlage düster. Sehenswert sind die farbigen Glasfenster, der Kreuzweg, Haupt- und Seitenaltäre, die Orgel über dem Eingangsbereich, die Heiligenstandbilder, die geschnitzte Deckelkanzel, der geschnitzte dreiflügelige Altar im Chorbereich - es würde sicherlich zu weit führen, hier jedes Detail zu erwähnen. Obwohl: So übermäßig kirchenkünstlerisch-sakral ausgestattet ist die Kirche nun auch wieder nicht. Sie wirkt eher durch ihre Schlichtheit.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 17.10.2016. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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