Sarah K.

Leben auf den Kopf gestellt - Kap. 1-3

Werte Leser,

die Geschichte, die ich im Folgenden erzählen möchte, ist autobiographischer Natur. Dementsprechend versichere ich, dass sich alles wahrheitsmäß so zugetragen hat. Einzig alle Namen außer meinem eigenen (Sarah) wurden abgeändert, um Anonymität zu gewährleisten. Nun möchte ich sagen, dass ich mich nicht für etwas besonderes halte, um mit gerade einmal 19 Jahren erste autobiographische Texte zu verfassen. Doch hat sich in den letzten Monaten einiges zugetragen und in meinem Leben verändert, glücklicherweise habe ich das Gefühl es wäre ausnahmslos positiv. Ich halte die Geschichte, die Veränderung für erzählenswert, sie hätte auch jeder anderen Person geschehen können, es war aber ich, so dass ich nun darüber berichten möge. Manche Leser werden sie vielleicht mit Ungläubigkeit, Verständnislosigkeit oder Erstaunen verfolgen, dies ist ihr gutes Recht. Entsprechend stehe ich jederzeit gerne für Anmerkungen oder Fragen zur Verfügung, egal ob sie literarischer oder inhaltlicher Natur sind. Ich möchte noch hinzufügen, dass ich abgesehen von talentfreien Gedichten im Jugendalter nie ernsthaft Literatur verfasst habe. Die Geschichte ist womöglich noch nicht abgeschlossen, so dass im Verlaufe weiterer Monate auch weitere Kapitel hinzufügen könnten. Viel Spaß!



Kapitel 1:

Etwas außer Atem, aber leichtfüßig und gutgelaunt lief Sarah von der Bühne. Sie trug nur

einen knappen, knallroten Stringtanga – ansonsten war sie völlig nackt. Während der

Applaus noch immer anhielt, half ihr Kurt, das Mädchen für alles in diesem Etablissement,

hinter dem Vorhang der Bühne in ihren Bademantel und reichte ihr ihre Wasserflasche. Als

sich Sarah schon auf dem Weg in die Garderobe befand, hörte sie Kurt noch rufen: „Du

sollst noch kurz beim Chef vorbeischauen!“ Sarahs gute Laune trübte sich ein wenig –

wenn der Chef nach ihr verlangte, bedeutete dies meist nichts Gutes.

Eigentlich arbeitete Sarah gerne als Tänzerin in diesem Club. Der Besitzer legte Wert auf

höchstes Niveau. Dies umfasste die noble Inneneinrichtung ebenso wie die Küche, die

kleine Band und die Attraktivität und das tänzerische Können der Damen und Herrn, die

auf der Bühne erotisches Flair erzeugen sollten. Die Gäste waren ebenfalls vom Feinsten:

nur führende Kräfte aus Wirtschaft und Politik oder Publikumslieblinge aus Film und

Fernsehen konnten sich diese Art von Luxus leisten. Sarah gefiel das Ambiente, in dem sie

arbeitete. Sie konnte ihre ausgeprägte exhibitionistische Veranlagung ebenso wie ihre

Leidenschaft für das Tanzen ausleben und verdiente sich so ihr Studium. Niemals würde

sie ihren Job gegen eine Tätigkeit in einem Call-Center oder einem Teilzeitjob in der

Buchhaltung irgendeiner Versicherung tauschen wollen.

Wäre da nicht die kleine, sich inzwischen schon über eine geraume Zeit erstreckende

Meinungsverschiedenheit mit ihrem Chef. Eigentlich mochte sie ihn ja sehr gerne. Er hatte

nicht nur die Bilanzen im Kopf sondern wusste genau, dass seine Mitarbeiter sein

wichtigstes Kapital waren. Darum unternahm er alles, damit sie sich als Arbeitnehmer bei

ihm wohl fühlten. Allerdings verlangte er von allen, dass sie Leistung erbrachten und sich

an die Regeln hielten. Damit hatte Sarah eigentlich auch kein Problem, wäre da nicht die

Gewichtsklausel in ihrem Vertrag.

Von der Existenz dieser Klausel wusste Sarah lange Zeit nichts. Eines Tages – ähnlich wie

heute – wurde sie allerdings in das Büro des Chefs gebeten. Dieser redete nicht lange um

den heißen Brei herum. „Stell’ dich doch mal auf die Waage!“, forderte er die verblüffte

Sarah auf. Tatsächlich stand mitten auf dem persischen Teppich im Büro ihres Chefs eine

einfache Personenwaage. Sarah war irritiert, kam aber der Aufforderung ihres Chefs nach.

„66 Kilo!“, bemerkte Sarahs Chef ruhig und setzte sich hinter seinen Schreibtisch. Sarah

war schockiert. Sie hatte zwar gemerkt, dass sie in den letzten Monaten ein wenig

zugelegt hatte, dass sie aber 66 Kilo wog, konnte sie einfach nicht glauben. Aber sie hatte

die Anzeige der Waage selbst gesehen. „Eigentlich stellt das einen Vertragsbruch dar! Ab

einer Gewichtszunahme von mehr als 10% wird nach Punkt 12 in deinem Arbeitsvertrag

der Vertrag ungültig! Und du hast hier ein Gewicht von 58 Kilo angegeben!“ Sarah

schluckte. „Aber keine Sorge, ich kündige dich nicht, wenn du wieder etwas mehr auf

deine Figur achtest!“, meinte Sarahs Chef in freundlichem Tonfall. „Weniger Süßigkeiten

und mehr Fitnessstudio, würde ich dir empfehlen! Wir zahlen dir den Beitrag für das

Fitness-Studio zurück, wenn du wieder unter 60 Kilo kommst.“

In den nächsten Wochen unterzog sich Sarah einer Crash-Diät. Nur Gemüse, Obst und

Salate, keine Süßigkeiten und kein Fast-Food durfte auf den Speiseplan gelangen.

Anstrengende Stunden im Fitnesscenter ergänzten die Diät. Bald wog Sarah die

geforderten 60 Kilo, gleichzeitig war sie allerdings ständig müde, erschöpft und lustlos. In

den darauffolgenden Monaten hielt Sarah ihr Gewicht mit großer Mühe. Ab und zu

wanderte die Waage wieder auf 62, 63 Kilo – nach kurzen Diäten brachte sie aber stets die

geforderten 60 Kilo auf die Waage. Ihr Chef zitierte sie nicht mehr auf die Waage in seinem

Büro – es reichte ein mahnender Blick und Sarah hungerte sich die überflüssigen Kilo

wieder vom Leib. Manchmal wunderte sie sich über den geschulten Blick ihres Chefs. Sie

selbst hatte noch gar nicht gemerkt, dass ihre Waage wieder nach oben geklettert war –

ihrem Chef entging jedoch kein Pfund, das sie zuviel wog.

Ein zweites mal machte Sarah nach einem zweiwöchigen All-inklusive Urlaub

Bekanntschaft mit der Waage im Büro ihres Chefs. In diesem Urlaub merkte Sarah, wie

sehr ihr das ständige Fasten schon auf den Nerv ging und wieviel Energie und gute Laune

sie der Verzicht auf Schokolade und andere Köstlichkeiten kostete. In den ersten drei

Tagen des Urlaubs versuchte sie sich noch, zurückzuhalten. Dann allerdings schob sie ihre

Bedenken zur Seite und ließ es sich so richtig gut gehen. Wozu hatte man schließlich

Urlaub?

Am ersten Arbeitstag nach dem Urlaub wurde sie wieder ins Büro gebeten. Damit hatte

Sarah schon gerechnet, denn sie wusste natürlich, dass sie in den zwei Wochen ziemlich

zugelegt hatte. Aber die gute Laune aus dem Urlaub war noch da, also reagierte Sarah

gelassen auf die Vorladung bei ihrem Chef. Außerdem fühlte sie sich wohl in ihrem Körper

und die Gäste im Club schienen sich an ihren etwas runder gewordenen Formen nicht zu

stoßen.

„Stell’ dich bitte auf die Waage!“, forderte sie ihr Chef auf. Diesmal wirkte er nicht mehr so

freundlich, sondern legte eine betont sorgenvolle Miene an den Tag. „Das tu ich nicht! Ich

weiß auch so, dass ich wieder 66 Kilo auf die Waage bringe!“, antwortete Sarah trotzig.

„Du weißt, dass zumindest sechs Kilo wieder runter müssen!“, verkündete ihr Chef. Sarah

gefiel die Aussicht auf eine weitere Crashdiät und der Verzicht auf die vielen

Gaumenfreuden ganz und gar nicht. „Aber wieso? Es stört doch niemanden von den

Gästen, wenn ich ausnahmsweise einmal etwas mehr zu bieten habe!“, leistete Sarah

Widerstand. „Etwas mehr? Dein Bauch und deine Schenkeln sind längst nicht mehr so

stramm wie sie sein sollten!“ Dieser Vorwurf traf Sarah. Natürlich fühlte sich ihr Körper

nach dem Urlaub etwas weicher und runder an. Aber Sarah fand, dass sie dadurch

weiblicher und sinnlicher wirkte wie vorher. Ihr gefielen ihre sanften Rundungen sehr gut!

„Du bist gemein!“, beschwerte sich Sarah. „Ich bin noch längst nicht fettsüchtig, nur weil

ich wie eine richtige Frau aussehe und nicht wie ein Opfer einer Hungerkatastrophe!“

„Jetzt reicht es aber!“, wurde ihr Chef nun ärgerlich. „Ich brauche mich doch nicht zu

rechtfertigen, wenn ich von dir verlange, deinen Vertrag einzuhalten! Es bleibt dabei –

sechs Kilo weniger, oder der Vertrag wird gekündigt!“

Enttäuscht und wütend stürmte Sarah aus dem Büro. In der ersten Erregung wollte Sarah

den Job von sich aus hinschmeißen. Doch sie wusste natürlich, dass sie es woanders

kaum so gut haben würde wie hier. Nachdem der erste Ärger verraucht war, begann Sarah

missmutig ihre Diät.

Dieses mal plagte sie sich noch mehr als vorher im ihrer Hungerkur. Kaum waren ein, zwei

Kilo verschwunden, kamen sie auch schon wieder zurück. Mit großer Willensanstrengung

hungerte sich Sarah auf 62 Kilo hinunter. Endlich glaubte Sarah, nun nicht mehr ganz so

streng hungern zu müssen – doch bald hatte sie wieder 64 Kilo drauf. Also musste sie sich

wieder an ihr strenges Diätprogramm halten. Ihre Auftritte im Club waren immer ein

großer Erfolg und fanden beim Publikum großen Anklang – unabhängig davon, ob sie

gerade 62, 63 oder 64 Kilo wog. Ihr Boss beäugte sie mit kritischen Augen und beide

wussten natürlich, dass Sarah ihr altes Gewicht noch immer nicht erreicht hatte. Doch ihr

Boss schien sich damit abgefunden zu haben, dass Sarah kaum mehr ein Gewicht unter

60 Kilo erreichen wird. Regelmäßige Ermahnungen und beiläufige, kritische

Bemerkungen über ihre Figur erinnerten Sarah daran, es sich auf kulinarischem Gebiet

nicht zu gut gehen zu lassen.

Doch immer öfter nervten Sarah diese dummen Seitenhiebe ihre Chefs. Außerdem stellte

ich bei ihr immer öfter der unbändige Appetit auf ganz und gar nicht kalorienarme

Köstlichkeiten ein. Wie oft wünschte sich Sarah, einfach mal bei Burger King oder

McDonalds reinzugehen und es sich gut gehen zu lassen! Doch meist versagte sie sich

diese kleine Belohnungen für die Mühen, die sie im Alltag meistere. Und wenn sie sich ab

und zu doch eine kleine kulinarische Sünde vergönnte, plagte sie das schlechte Gewissen.

Wie traumhaft wäre es, ohne Einschränkungen und Gewissensbisse genießen zu können.

Immer öfter war Sarah davon überzeugt, für diesen Luxus gerne ein paar zusätzliche Kilo

und eine Konfektionsgröße mehr zu akzeptieren. Doch sie durfte sich derartige

kalorienreiche Sünden und schon gar nicht einige zusätzliche Kilos erlauben – sie würde

sofort ihren lukrativen Job verlieren und sich das Studium auf viel mühsamere Art

finanzieren müssen. Darauf hatte sie noch weniger Lust.

Doch die Tage, an denen Sarah 62 Kilo wog, wurden weniger, an jenen, an denen sie 64

Kilo wog, allerdings mehr. Sarah wusste, dass sie sich damit an der Toleranzgrenze ihres

Chefs bewegte. Dieser wurde über Sarahs Unvermögen, zumindest die 62 Kilo zu halten,

zunehmend ungehalten. Die Stimmung zwischen Sarah und ihrem Chef wurde immer

gereizter.

Doch je weniger sich Sarah ein höheres Gewicht leisten konnte, umso größer wurde ihr

Appetit und das Verlangen, es sich auf kulinarischem Gebiet endlich einmal ungebremst

gut gehen zu lassen. An den Abenden vor ihren freien Tagen gewöhnte es sich Sarah an,

richtig zu schlemmen. Dann marschierte sie in FastFood-Restaurants und schlug sich den

Magen voll; oder sie verabredete sich mit Freunden beim Italiener und genoss die

herrlichen Gerichte, die die Speisekarte zu bieten hatte. Es kam aber auch vor, dass Sie zu

Hause selbst kochte. Zwar hatte sie dies bisher nur selten probiert, aber nun hatte sie Lust

darauf, selbst kochen zu lernen. An den freien Tagen allerdings hielt Sarah wieder strenge

Diät, um wenigstens die 64 Kilo zu halten.

Nach einiger Zeit erreichte Sarah selbst die 62 Kilo nicht mehr. Nach einem Kurzurlaub

tanze Sarah schließlich wieder mit stolzen 66 Kilos auf der Bühne des Clubs. Jeden

Augenblick rechnete sie damit, zu ihrem Boss zitiert zu werden. Doch nichts geschah.

Nach einigen Tagen begann sich Sarah an die Hoffnung zu klammern, trotzt ihrer runder

werdenden Kurven ihren Job doch nicht zu verlieren.

Zwei Wochen betrat Sarah mit rund 66 Kilo die Bühne, ohne auf die leiseste Kritik ihres

Chefs zu stoßen. Irgendwie traute sie diesem Frieden nicht, und trotzdem begann sich in

Sarah der Gedanke zu manifestieren, vielleicht ab und zu doch wieder eine kleine,

klitzekleine kulinarische Sünde begehen zu dürfen. Es kam, was kommen musste: bald

brachte Sarah 67 und dann sogar 68 Kilo auf die Waage. Nun merkte sogar Sarah, dass

sich ihr Körper zu verändern begann. Tatsächlich waren Bauch, Beine und Po schon mal

straffer gewesen. Und sogar ihre stets figurbetonenden Klamotten begannen, ein wenig

eng zu sitzen. Längst bemerkten auch ihre Kollegen und Kolleginnen ihr immer größer

werdendes Gewichtsproblem. Nur ihr Chef sagte noch immer nichts, im Gegenteil. Er war

freundlich und zuvorkommend wie schon lange nicht mehr.

Sarahs Nervosität über das seltsame Verhalten ihres Chefs steigerte sich täglich. Fast so

wie ihr Gewicht, denn die Anzeige der Waage näherte sich Gramm um Gramm der 69

Kilo-Marke. Sarah konnte machen, was sie wollte – sie legte langsam, aber kontinuierlich

zu. Der Gang auf ihre Waage wurde jeden Tag zum Nervenkitzel – hoffentlich war ihr

Gewicht nicht wieder gestiegen, dachte Sarah und wurde in ihrer Hoffnung immer öfter

enttäuscht. Aber im Grunde wusste Sarah, dass eine Gewichtsabnahme unwahrscheinlich

war: Sport war so entsetzlich anstrengend und langweilig, Süßigkeiten und Pommes und

Burger konnte sie hingegen einfach nicht widerstehen.

Auf der Bühne wurde Sarah auch ein wenig unsicher. Ihre neuen Fettpölsterchen waren

unmöglich zu übersehen, selbst dem wohlmeinendsten Beobachter musste ihr zarter

Bauchspeck auffallen – genauso wie das Grübchen, das der einschneidende Gummi ihres

Stringtangas in ihren üppiger gewordenen Hüftspeck grub. Ein wenig begann sich Sarah

für ihren Babyspeck zu genieren. Vielleicht war das sogar die subtile Rache ihres Chefs –

sie auch in ihrem molligen Zustand nackt auftreten zu lassen und ihr für ihr

undiszipliniertes und unprofessionelles Verhalten die Rechnung zu präsentieren: in Form

von Hohn und Spott der Clubbesucher. Doch diese schienen sich an Sarahs inzwischen

schon sehr ausgeprägten Kurven nicht zu stören.

Doch Sarah merkte auch, dass es ihr einen zusätzlichen Kick bereitete, mit

ausgeprägteren Kurven ihre Showeinlage zu präsentieren. Schließlich war es im Grunde

keine Kunst, sich mit einem schlanken, straffen, nach konventionellen Kriterien

makellosen Körper zu präsentieren. Mit einem solchen Körper fühlte sie sich trotz der

spärlichen Bekleidung unangreifbar. Nun aber, mit ihren kleinen Fettpölsterchen, war dies

anders. Nun war es wieder aufregender, nackt aufzutreten. Irgendwie fühlte sie sich nun

wieder verletzlich und angreifbar. So fühlte sie sich damals auch bei ihren ersten Auftritten

in der Bar. Und sich trotz dieser Verletzlichkeit so offenherzig zu präsentieren und die

eigenen Hemmungen und Bedenken zu besiegen – exakt diese Gefühlslage bereitete

Sarah dieses angenehme Kribbeln, das sie suchte, um ihren Exhibitionismus auszuleben.

Und auch das Gefühl, etwas Verbotenes zu tun, steigerte den Reiz der Sache!

Letztlich knackte Sarah auch die 70 Kilo Marke. Ihre engen Stretchjeans brachte sie nun

nicht mehr zu, ihr Po sah außerdem schon beängstigend rund aus, dachte Sarah, als sie

sich nach dem Schock auf der Waage im Spiegel betrachtete. Sogar ihr Gesicht war schon

runder geworden! Inzwischen war Sarah bewusst geworden, dass sie ohne diesem Job als

Tänzerin schon längst viel dicker wäre. Denn ohne die Appetitbremse in Person ihres Chefs

hätte sie nicht die geringste Motivation mehr, sich beim Essen zurückzuhalten.

Am Tag, an dem Sarah erstmals mit über 70 Kilo auf die Bühne des Clubs kletterte, sollte

sich alles grundlegend ändern. Wieder genoss Sarah ihre zwiespältigen Gefühle, als sie zu

tanzen begann. Erneut hatte sie zugenommen und trotzdem hatte sie sich wieder

überwinden können, ihren Körper zu präsentieren. Doch schon während ihres Auftritts

fühlte sie sich beobachtet. Zwar wurde ihr Körper fast täglich von neugierigen und auch

lüsternen Blicken gemustert – doch heute fühlte sie sich auf eine ganz andere Art

beobachtet. Nach ihrem Auftritt erfuhr Sarah, dass sie recht hatte.

Ihr Chef zitierte sie in sein Büro. Sarah wusste schon, dass ihr Gewicht der Grund war. Nun

war also der Moment gekommen, wo sie ihren Job verlieren würde. Die Aussicht auf einen

langweiligen Job in einem Büro gefiel ihr gar nicht, doch sie hatte sich damit abgefunden.

Eine Diät kam nicht mehr in Frage, um den Job behalten zu können. Die letzten Monate

hatte ihr gezeigt, dass sie für eine Dauerdiät einfach nicht den Nerv haben würde. Ihr

würde der aufregende Job als Striptease-Tänzerin abgehen, das Ausleben ihres

Exhibitionismus würde schwieriger werden und sich auf Discobesuche beschränken.

Auch ihre Kollegen und Kolleginnen, mit denen sie ein gutes Verhältnis hatte, würden ihr

fehlen. Doch es half nichts, in wenigen Augenblicken würde sie ihre Kündigung erhalten.

Als sie das Büro ihres Chefs betrat, war dieser zu Sarahs Überraschung nicht alleine. Eine

attraktive, äußerst üppige, edel gekleidete junge Frau Mitte dreißig saß in einem Stuhl

und nippte an einem Glas Sekt, als Sarah das Büro betrat. „Schön, dass du gekommen

bist!“, begrüßte sie ihr Chef, der ihr im Anschluss Annett von Uhl vorstellte. Diese war

Sarah sofort sympathisch. „Frau von Uhl hat dir ein Angebot zu machen!“, meinte Sarahs

Chef und nickte Frau von Uhl freundlich zu.

„So ist es!“, begann diese und erhob sich schwerfällig aus dem tiefen Stuhl. „Ich führe

einen ähnlichen Klub in einem kleinen Vorort dieser Stadt. Ähnlich wie in diesem Haus

legen wir Wert auf höchstes Niveau und absolute Diskretion. Unsere Gästeliste ist exquisit

und international. Der Grund dafür ist auch ein besonderes Angebot, das nur wir bieten.

Und um dieses Angebot weiterhin bieten zu können, suchen wir Tänzerinnen mit

besonderen Qualitäten!“

Sarahs Neugierde war geweckt. „Und ich habe diese Qualitäten?“, fragte sie vorsichtig.

„Ich habe Sie heute Abend beobachtet und - ja, ich finde, Sie haben diese Qualitäten!“,

lachte Annett. Sarahs Neugierde wurde immer größer. „Und um welche Qualitäten

handelt es sich?“, wollte Sarah nun wissen. „Nun – meine Tänzerinnen unterscheiden sich

von Tänzerinnen in anderen Clubs in einem wesentlichen Punkt – sie entsprechen einer

anderen Vorstellung von Schönheit. Im Klartext – meine Tänzerinnen sind attraktive,

mollige junge Frauen mit ausgeprägten Kurven an den richtigen Stellen. Wir decken eine

Nische ab, die immer mehr nachgefragt wird. Dementsprechend erfolgreich ist mein

Haus.“ Sarahs Interesse wuchs.

„Wie mir gesagt wurde, haben Sie in letzter Zeit mit einem kleinen Gewichtsproblem zu

kämpfen!“, meinte Annett. Eigentlich sollte Sarah eine derartige Äußerung irritieren, doch

aus Annetts Mund klang dies gar nicht wie ein Vorwurf. „Nun – was hier vielleicht ein

Problem darstellt, ist in meinem Haus Voraussetzung für einen gut bezahlten Job als

Tänzerin. Sie sind hübsch, sie tanzen ausgesprochen ausdrucksvoll, und wenn sie noch

ein paar Kilos zulegen, würde ich sie gerne als Tänzerin anstellen!“

Kapitel 2:

Sarah war verblüfft. Diese Frau wollte sie als Tänzerin und ihre überflüssigen Kilos waren

kein Hindernis? Im Gegenteil, sie sollte weitere Kilos zulegen? Das klang wie im Paradies!

Sie würde weiterhin tanzen können und sich keine Figursogen mehr zu machen

brauchen! Irgendwo musste doch ein Hacken an diesem Angebot sein! Doch als Annett

von Uhl die Arbeitsbedingungen nannte, beschloss Sarah, sofort zuzusagen: sie würde

nur an einem Tag in der Woche, und zwar am Montag, auftreten müssen. Das Gehalt

entsprach aber dem, was sie bis jetzt für fünf Shows in der Woche erhielt. „Ich sage zu!“,

sagte Sarah begeistert. Sie vertraute Annett von Uhl vom ersten Moment an und wollte

diese Chance nutzen. „Sie können sich unsere Montagsshow ansehen. Und wenn sie

ausreichend Gewicht zugelegt haben, können sie ihren Job antreten!“, meinte Annett.

„Dann unterschreiben wir auch den Arbeitsvertrag.“ „Wieviel Gewicht muss ich denn

zulegen, um anfangen zu können?“, fragte Sarah neugierig nach. „Nun, ich würde sagen

drei, vier Kilo mindestens. Sie lassen sich einfach jeden Montag bei uns im Klub blicken

und ich entscheide dann, ob sie ausreichende Voraussetzungen für Ihren Job

mitbringen!“, lachte Annett und verabschiedete sich.
Überglücklich verließ Sarah ihre alte Arbeitsstätte und deckte sich an der nächsten

Tankstelle mit Tiefkühlpizzas ein. Ihr neuer Job musste mit einem ausgiebigen, nächtlichen

Gelage gefeiert werden! Die Kalorien konnte sie jetzt ja brauchen, schließlich wollte sie so

schnell wie möglich ihren neuen Job antreten. Sarah war schon sehr auf den neuen Klub

gespannt. Ihr gefiel die Idee, dass sich auch rundere Frauen als Striptease-Tänzerinnen

eignen können. Und ihr gefiel diese selbstbewusste Annett von Uhl. Sie schien

geschäftlich alles im Griff zu haben und ein erfolgreiches Unternehmen zu führen. Sie war

der Beweis, dass man als Frau nicht wie ein Barbiepuppe aussehen musste, um erfolgreich

zu sein! Sarah hatte außerdem das Gefühl, dass sie auch bei Männern ausgesprochen gut

ankam – obwohl sie so übergewichtig war!

Mit Heißhunger stopfte sich Sarah die erste Pizza in den Magen, nachdem sie nach Hause

gekommen war, den Fernseher eingeschaltet und aus den zu engen Jeans rausgeschlüpft

war. Drei, vier weitere Kilo verlangte Annett von ihr! Dann würde sie 74 Kilo wiegen – für

ihre 1,72 war das wirklich schon recht viel, fand Sarah. Aber die Freude auf den neuen Job

und auf das unbeschwerte Genießen ließen ernste Zweifel über ihre Entscheidung erst gar

nicht aufkommen.

Irgendwie fühlte sich Sarah nach der ersten Pizza nicht wirklich satt. Sicher, der ärgste

Hunger war vorbei, aber schließlich hatte sie in Sachen Essen viel nachzuholen. Sollte sie

wirklich die zweite Pizza ins Ofenrohr schieben? Noch konnte sich Sarah nicht dazu

durchringen. Nur, weil sie jetzt nicht mehr fasten musste, hieß dies noch nicht, dass sie

sich nun regelrecht mästen musste. Aber andererseits – sie musste es auf 74 Kilo bringen,

und das so schnell wie möglich!

Sarah betrachtete sich im Spiegel. Sie trug nur mehr das T-Shirt und ihre Unterwäsche.

Ihre Jeans, in die sie wohl sehr bald nicht mehr hineinpassen würde, war längst in eine

Ecke des Zimmers geflogen. Ihr Körper hatte tatsächlich schon deutlich sichtbar Speck

angesetzt. Erst jetzt fiel Sarah auf, wie rund ihre Hüften und ihr Po geworden waren!

Plötzlich machte sich in Sarah Stolz auf gerade diese Fettpölsterchen breit. War sie jetzt

verrückt geworden? Fettpölsterchen tapfer zu tragen und zu akzeptieren – das war eine

Sache! Aber richtig stolz auf die neuen Fettpölsterchen zu sein – das war ja abartig! Aber

Sarah konnte sich dieses seltsamen neuen Gefühls einfach nicht erwehren. Sie fühlte, wie

sich eine sinnliche Faszination für das weiche Fett in ihr breit machte! Mit völlig neuen

Augen betrachtete sie ihren Körper. Sarah gefiel, wie das Fett ihren Körper verändert

hatte! Viel runder und üppiger, einfach weiblicher, sah sie nun aus. Neugierig, aber sehr

vorsichtig streichelte sich Sarah über ihr kleines Bäuchlein. Rund und weich, elastisch und

kühl fühlte sich hier ihr Körper an. Ihre Hände wanderten auf ihren Po. Hier hatte sich

schon viel mehr herrliches, weiches Fett festgesetzt! Mit leichtem Entsetzen, aber noch

mehr Faszination und Begeisterung über diese Entdeckung erkundete Sarah tastend auch

ihr Gesäß. Langsam kündigte sich sexuelle Erregtheit in Form einer sich ausbreitenden

innerlichen Wärme an.

Sarah betrachtete sich wieder im Spiegel. Plötzlich sah sie sich nackt in diesem neuen Klub

tanzen – allerdings wog sie in ihren Tagtraum viel mehr als jetzt. Schwere Fettpölsterchen

tanzen und wippten auf ihrem Körper auf und ab, die Zuschauer applaudierten begeistert.

Schlagartig wurde Sarahs sexuelle Erregung intensiver. Schnell eilte sie in die Küche und

schob die zweite Pizza in den Ofen. Sie wollte unbedingt so schnell wie möglich die 74 Kilo

erreichen!

Sarahs Leben hatte sich von einem Tag zum anderen verändert. In den nächsten Tag

startete Sarah mit einem ausgiebigen Frühstück, wobei sie etwas verunsichert an diese

seltsamen sexuellen Gefühle des Vortages denken musste. Ganz geheuer waren ihr die

Bilder, die vor ihrem inneren Auge entstanden waren, nicht!

In der Uni konnte sie es endlich vielen anderen Kolleginnen und Kollegen nachmachen.

Mit Cola und Süßigkeiten in Vorlesungen sitzen und sich die Langeweile mit

kalorienreichen Snacks zu versüßen – dies erleichterte den Studentenalltag erheblich! Auf

ihr Gewicht brauchte sie ja nun nicht mehr zu achten – das war das beste an den

geänderten Umständen!

Wenig verwundert nahm Sarah nach einigen Tagen zur Kenntnis, dass ihr ungezwungenes

Essverhalten die erwarteten Folgen hatte – sie nahm zu. 72 Kilo zeigte die Waage an

diesem Samstag Abend an. Auf 74 Kilo würde sie es vielleicht sogar bis Montag bringen,

rechnete sich Sarah aus. Doch eigentlich wollte sie dies gar nicht – ihr war es durchaus

recht, sich zuerst mal das Umfeld in Ruhe ansehen zu können, ohne gleich selbst

auftreten zu müssen.

Am nächsten Montag holte Sarah ein Wagen, den ihr Annett von Uhl geschickt hatte, ab.

Etwas übertrieben fand Sarah diesen Service, sie hätte es sicher auch mit dem Bus hinaus

in die Vorstadt geschafft. Doch als Sarah das Haus, in dem sich dieser rätselhafte Club

befand, sah, bekam sie einen Eindruck von dem, was sie erwarten würde. Eine alte

Steinmauer, welche teilweise unter Pflanzen verschwand, grenzte das große Grundstück

ein. Der Wagen fuhr durch ein großes, schmiedeeisernes Tor in eine gepflegt Parkanlage.

Sarah fielen sofort die mächtigen Laubbäume auf. Das Haus war älteren Baujahrs und in

gutem Zustand. Sarah steig aus dem Wagen und wurde von Annett persönlich an der Tür

empfangen. Bei Tageslicht sah sie noch üppiger aus als im dunklen Büro ihres ehemaligen

Chefs. „Herzlich Willkommen! Ich zeige Ihnen das Haus!“, begrüßte sie ihre neue Chefin.

Wie Sarah erfuhr, gehörte dieses Haus ursprünglich einem preußischen Offizier, später

einem Industriellen. Annett von Uhls Vater erwarb das Anwesen in den 60er Jahren und

überschrieb es, nachdem er in Ruhestand getreten war, seiner Tochter.

Im Erdgeschoss war der Bereich, der den Gästen offen stand. Ein kleines Restaurant und

die Bar mit der Tanzfläche bildeten das Herz des Hauses. Im ersten Stock befand sich der

Bereich für die Angestellten. Auch hier war aller erdenklicher Luxus vorhanden. „Meine

Angestellten bieten höchstes Niveau, darum soll es auch an nichts fehlen!“ Sauna und

Wellnessbereich, großzügige Garderobe, eine große, gut ausgestattete Küche, ein großer

Aufenthaltsraum mit moderner Unterhaltungselektronik und ein Fitnessstudio wurden

den angestellten geboten. Sarah war enorm beeindruckt. Allerdings fiel ihr auf, dass sie

außer zwei Masseuren und einem Koch noch niemanden zu Gesicht bekommen hatte.

„Gönnen Sie sich eine Massage und kommen sie dann in die Bar!“, fordert sie Annett auf.

Nach der Massage ging Sarah hinunter in die Bar. Ein halbes Dutzend Mädchen und

Annett von Uhl studierten den Katalog eines Modeausstatters. Als Sarah den Raum

betrat, begann Annett, sie ihren neuen Kolleginnen vorzustellen. Sofort fiel Sarah auf,

dass alle etwa in der selben Gewichtsklasse wie sie selbst waren. Alle gut genährt, fast

mollig, alle sehr hübsch. Sarah fühlte sich sofort wohl.

Etwa eineinhalb Stunden später trafen die erste Gäste ein und Dora, ein gut gepolsterte

Brünette mit enormer Oberweite begann zu tanzen. Neugierig beobachte Sarah alle Gäste

und vor allem die Mädchen auf der Bühne. Tatsächlich standen alle sehr gut im Futter und

waren sogar noch etwas üppiger als sie selbst. Darum also musste sie noch zulegen – sie

passte figurmäßig noch nicht ganz zu den anderen! Tänzerisch waren alle absolute Klasse

und Sarah ahnte, dass sie sich anstrengen musste, um mithalten zu können. Es war an der

Zeit, sich wieder an ein wenig tänzerisches Training zu machen, nahm sich Sarah vor.

Sarah schlenderte in den ersten Stock, wo sich die meisten der Mädchen aufhielten, die

gerade nicht auftreten mussten. Hier ging es sehr fröhlich zu – es wurde viel gelacht. Eines

der Mädchen wurde gerade massiert, zwei andere saßen vor dem Fernseher und Sarah fiel

auf, dass sie sich mit Erdnüssen den Magen vollschlugen. Hier gefiel es Sarah – hier wurde

man nicht unter Druck gesetzt, wenn man es sich kulinarisch gut gehen ließ!

In der nächsten Woche begann Sarah, ein wenig zu trainieren. Und sie hatte es nötig,

denn sie war ganz schön außer Form geraten in den letzten Wochen! Sarah fiel das

Training aber nicht allzu schwer, denn sie wollte sich an ihrem ersten Arbeitstag in bester

Form präsentieren. Das nötige Gewicht dazu hatte sie schon drei Tage nach ihrem Besuch

im Klub auf den Rippen. Da Zunehmen fiel ihr ganz leicht, es war gar nicht schwer: alles,

was sie zu tun hatte, war, ihrem Appetit zu folgen. und dieser hatte sich in den letzten

Wochen und Monaten hervorragend entwickelt! Ein wenig irritierten Sarah ihre weicher

und weicher werdenden Formen schon! Es fühlte sich ungewohnt, aber gleichzeitig auch

sehr angenehm an, wenn sie auf dem Bauch eine Speckfalte bildete, wenn sie sich setzte.

Immer wieder tastete Sarah in diesen Tagen ein wenig ungläubig über das kleine

Bäuchlein, das sie sich angefuttert hatte. Oberhalb ihres Slips erhob sich diese kleine

Speckrolle, die sie so sehr faszinierte und die sich so herrlich anfühlte. Sarah konnte es gar

nicht erwarten, ihren weichen Körper all den neugierigen Blicken aus zu setzten!

Die Woche verging schnell. Sarah brachte Montag Mittag stolze 75 Kilo auf die Waage. Sie

hatte in wenigen Wochen zehn Kilo zugelegt! Kein Wunder, dass sie nun fast in keine

Klamotten mehr hineinpasste! Aber dies war nebensächlich! Heute Abend würde sie keine

Klamotten brauchen!

Sarah traf pünktlich im Klub ein. Sie wurde sofort wie ein Star umsorgt. Sarah wurde

professionell geschminkt, ihr knappes Kostüm sah auch nicht gerade billig aus. Außerdem

gab es noch eine angenehme Massage und ein paar Anweisungen ihrer neuen Chefin. Die

anderen Mädchen waren ungemein freundlich, munterten Sarah ein wenig auf, um ihr das

Lampenfieber zu nehmen. Sarah betrachtete sich im Spiegel – noch immer staunte sie ein

wenig ungläubig, wie viel sie angesetzt hatte in den letzten Wochen und Monaten! Die

Vorstellung, mit diesem üppigen Bäuchlein und ihrem ganz und gar nicht mehr knackigen

und kleinen Po jetzt auf diese Bühne zu gehen, zu tanzen und ihre Fettpölsterchen

neugierigen Blicken aus zu setzten, kam ihr plötzlich reichlich absurd vor. Andererseits

spürte sie diesen angenehmen Nervenkitzel, den sie immer spürte, wenn sie ihre

exhibitionistische Ader auslebte.

Vorsichtig wagte Sarah einen Blick in den gut besuchten Club. Zur Zeit tanze Sonja. Nun

wusste, warum sie vor ihrem Auftritt ein wenig gejammert hat. Sie hatte in den letzten

Tagen ein wenig zugenommen und beklagte, dass sie kaum mehr in ihr Kostüm passen

würde. Und Sonja hatte recht – denn ihr transparenter Spitzen-BH, ihr knapper

Stringtanga, aber auch die halterlosen Strümpfe waren eindeutig zu klein geworden und

schnitten überall in weich gewordenes Fleisch. Den Zusehern aber schein es zu gefallen

und Sonja wirkte auf der Bühne selbstsicher und überhaupt nicht verunsichert.

Dann war Sarah an der Reihe. So leichtbekleidet und rund auf eine Bühne zu springen,

war mehr als aufregend, fand Sarah. Noch bevor ihre Tanzeinlage richtig anfing, raste ihr

Puls vor Aufregung. Doch der freundliche Auftrittsapplaus und die ersten gelungenen

Tanzschritte ließen Sarahs Nervosität schlagartig verschwinden. Leichtfüßig und mit

großer Selbstverständlichkeit absolvierte Sarah ihr Programm. Intensiv fühlte sie, wie ihre

Fettpölsterchen die vielen Bewegungen mitmachten. Wenn ihre Speckreserven noch ein

wenig umfangreicher würden, dann würden sie zweifelsohne bald eine gewisse

Eigendynamik beim Tanzen entwickeln, dachte Sarah noch während des Auftritts. Doch

schnell verdrängte sie diesen Gedanken und konzentrierte sich wieder auf ihre

Choreografie.

Sarah war mit ihrem Auftritt zufrieden. Die Reaktion des Publikums, ihrer Kolleginnen und

ihrer Chefin auf ihren Auftritt bestätigte in Sarahs Zufriedenheit. Sarah fühlte plötzlich,

dass dies der richtige Arbeitsplatz für sie war! „Super Auftritt!“, schwärmte Sonja. „Und

jetzt hast du sicher Hunger! Ich bin nach meinen Auftritten immer hungrig! Kochen wir

uns etwas?“, fragte sie. Sarah war wirklich hungrig. „Gerne! Vorher will ich nur noch

duschen und mich umziehen!“, antwortete sie.

Zehn Minuten später stand Sarah in der Küche und sah Sonja zu, wie aus Fleisch, Gemüse

und Reis in einem Wok ein wohlriechendes Gericht zauberte. Als sie wenig später Sonja

beim Essen zusah, ahnte sie, warum diese fast nicht mehr in ihr teure Unterwäsche

passte: Sonja hatte einen unglaublichen Appetit! Und Sarah ließ sich von Sonjas Appetit

anstecken und genoss unbekümmert ihre große Portion. „Was passiert eigentlich, wenn

man zu dick wird?“, fragte Sarah ihre Kollegin. „Da gibt es viele Gerüchte in diesem Haus –

aber keine richtigen Fakten“, begann Sonja. „Aber so viel ist sicher – die Chefin hat noch

nie einem Mädchen zu einer Diät geraten! Andererseits treten Mädchen, die zunehmen,

irgendwann nicht mehr auf – zumindest nicht mir uns!“, stellte Sonja mit vollem Mund fest.


Kapitel 3:

In den nächsten Wochen gewöhnte sich Sarah schnell an ihren neuen Job. Montag musste sie auftreten. Zu Mittag fuhr sie hinaus zum Club, wurde dort massiert, probierte neue Kostüme und Dessous aus, trainierte mit dem Tanzlehrer des Hauses schwierige Passagen ihrer Choreographie und machte ab und zu im Fitnessraum ein paar Übungen zur Stärkung ihrer Muskulatur. Das Training war notwendig, da Sarah weiterhin – wenn auch langsam – zunahm. Doch kein Mensch schien sich in diesem besonderen Club daran zu stören. Sarahs Versuch, ihrer Auftritt auf einen anderen Wochentag zu verlegen, scheiterte allerdings. Annett von Uhl hatte offenbar ein striktes Konzept und Programm für ihr Haus. Ein Auftritt an einem anderen Wochentag war demnach völlig unmöglich. Sarah musste sich eben damit abfinden, dass sie den Kurs, den sie auf der Universität Montag Nachmittag absolvieren sollte, zu einem späteren Zeitpunkt würde nachholen müssen. Die gute Bezahlung im Club, das gute Arbeitsklima, der Spaß bei der Arbeit und die Tatsache, dass sie sich keine beruflichen Sorgen wegen ihres Gewichts machen musste, waren diesen Kompromiss durchaus wert.

Allerdings war sich Sarah selbst nicht mehr sicher, ob sie nicht vielleicht doch in Sachen Gewicht ein wenig auf die Bremse steigen sollte. Nun passte sie buchstäblich in ihre alten Klamotten nicht mehr hinein und musste viel Geld für neue Kleidung in der nächsten Konfektionsgröße ausgeben. Dabei fiel Sarah wieder einmal auf, wie breit ihr Po und wie voluminös ihre Oberschenkel geworden waren! Da Sarah auf ihren Shopping-Touren aber meist von Sonja begleitet wurde und diese noch schneller als sie selbst aus dem Leim ging und inzwischen um einiges runder als Sarah war, hielt sich ihr schlechtes Gewissen in Grenzen.

Sarah fiel auf, dass ihre neue Freundin richtig dick geworden war. Eigentlich trug sie inzwischen viel zu viel Fett auf ihrem Körper herum, um noch als Striptease-Tänzerin auftreten zu können. Doch mit einer seltsamen Faszination beobachtete Sarah ihre Freundin, wenn sie auf die Bühne ging und dort ihre Massen in Bewegung brachte. Sarah versuchte sich vorzustellen, wie es sich anfühlte, so mollig zu sein und trotzdem weiterhin als Tänzerin aufzutreten! Am liebsten hätte sie Sonja gefragt, wie sich das viele Fett anfühlte, wenn sie sich so schnell bewegen musste. Doch sie wollte vermeiden, dass jemand ihre seltsame Faszination für diese Speckpölsterchen entdeckte und verzichtete darauf, Sonja danach zu fragen.

Plötzlich – von einem Tag zu anderen – schien Sonja verschwunden zu sein. Zumindest trat sie nicht mehr mit Sarah gemeinsam am Montag auf. Vielleicht war Sonja ja krank geworden, oder auf Urlaub. Doch davon hätte sie gewusst, verbrachte sie doch sehr viel Zeit mit ihrer Freundin. Doch am Telefon meldete sich niemand. Sarah fragte Annett von Uhl, ob Sonja an einem anderen Tag auftrete. Und tatsächlich. Sonja trat nun Dienstags auf.

In den nächsten Tagen versuchte Sarah, mit Sonja in Kontakt zu treten. Doch sie konnte ihre Freundin mit dem Mobiltelefon einfach nicht erreichen. Zwei Wochen lang versuchte es Sarah immer wieder. Doch Sonja meldete sich nicht mal auf Sarahs Nachrichten, die sie per SMS oder Sprachmitteilung hinterließ. Darum beschloss Sarah, Sonja einen Überraschungsbesuch abzustatten.

Der folgende Donnerstag bot sich dafür an, da Sarah ganz in der Nähe von Sonjas Wohnung einen Arzttermin hatte. Dieser hatte Sarah wegen ihres steigenden Körpergewichts ermahnt, gleichzeitig aber ziemlich wohlwollend ihre üppigen Kurven bewundert. Sarah erheiterte das Verhalten des Arztes – aus beruflicher Sicht gefielen ihm die 81 Kilo, die Sarah schon zu bieten hatte, absolut nicht. Als Mann hingegen fand er das viele, weiche Fleisch toll. Sarah konnte nicht anders als dem Mediziner eine Karte des Clubs, indem sie tanzte, zu überreichen...

Dann ging Sarah zwei Häuserblocks weiter zu Sonja. Da ein Hausbewohner gerade heraus auf die Strasse trat, gelangte Sarah in das Haus und fuhr mit dem Fahrstuhl in den dritten Stock. Natürlich hätte sie auch die Stiege nehmen können, doch dafür war sie inzwischen ein wenig zu faul geworden. Sie musste ohnehin für ihre Tanzauftritte regelmäßig trainieren – wozu sich also weiteren Anstrengungen aussetzen? Sarah läutete an Sonjas Tür. Keine fünf Sekunden später öffnete sich die Tür und Sonja stand vor ihr. Mit großer Verblüffung stellte Sarah einige Veränderungen fest. Sonja hatte eine andere Frisur, vor allem aber hatte sie beträchtlich zugelegt! „Mensch, wie siehst denn du aus!“, sprudelte es aus Sarah freundlich und mit einer gewissen Bewunderung in der Stimme heraus. Sonjas schien sich über den Überraschungsbesuch ungemein zu freuen. „Sarah!“, rief sie aus und umarmte ihre Freundin. Nachdem sie sich von dieser wieder gelöst hatte, bemerkte sie grinsend „Mir geht es so wir dir – ich bin ziemlich in die Breite gegangen! Aber komm’ doch herein!“, forderte sie Sarah auf.

Sonja erzählte Sarah, dass sie von Anett von Uhl vor einigen Wochen angesprochen wurde, ob sie nicht mit der Dienstags-Gruppe auftreten wolle. Dies bedeutete sagenhafte 20% mehr Gehalt, allerdings musste die dafür eine Voraussetzung erfüllen. „Welche Voraussetzung war das?“, fragte Sarah neugierig und steckte sich das achte oder neunte Schokokeks, die Sonja zuvor in eine kleine Schüssel gegeben und auf den Tisch gestellt hatte, in den Mund. Sonja hatte auch schon sieben oder acht, also hielt sich Sarahs schlechtes Gewissen in Grenzen.

Sonja grinste und ließ sich mit der Antwort Zeit. „Ich mach’ uns schnell eine Tasse Tee!“, lenkte sie vom Thema ab und ging in die Küche. „Jetzt mach es nicht so spannend!“, forderte Sarah ihre Freundin auf und musterte neugierig das ungemein weich und breit gewordene Hintertel ihrer in die Küche gehenden Freundin. „Mindestgewicht 90 Kilo! – Das war die Bedingung, um Dienstags auftreten zu können!“, rief ihr Sonja aus der Küche zu. Sarah glaubte, ihren Ohren nicht mehr trauen zu können. Sonja wog bereits über 90 Kilo? Je fetter, umso mehr Geld? Viele unterschiedliche Gedanken schossen Sarah durch den Kopf, bis sie zu einer Antwort in der Lage war. „Das ist ein Scherz, oder?“, fragte sie schließlich ungläubig.

„Dachte ich zuerst auch! Ist es aber nicht!“, antwortete ihr Sonja. „Da ich ohnehin in letzter Zeit so schnell zulegte und von den 90 Kilo nicht mehr sehr weit entfernt war, war ich mit dem Vorschlag der Chefin einverstanden! 20 % mehr Kohle ist ja nicht so schlecht! Leider forderte mich die Chefin auch auf, von meinen bisherigen Kollegen ein wenig Abstand zu nehmen. Keine Ahnung, warum – aber sie verlangte es!“

Einen Augenblick lang herrschte schweigen zwischen den Mädchen. Sonja war wirklich fett geworden. Das runde Gesicht, die massigen Arme, die imposante Oberweite, das breite Gesäß und die üppigen Oberschenkel ließen keinen Zweifel offen. „Und, wie fühlst du dich mit deinem Gewicht?“, fragte Sarah neugierig. „Hervorragend!“, antwortete Sonja wie aus der Pistole geschossen. “Das hätte ich vorher niemals gedacht! Aber die Gäste flippen aus, wenn sie mein Speckbäuchlein sehen oder bemerken, wie sich der Hüftspeck in dicke Rollen legt. Es gibt mehr Männer, die auf üppige Formen stehen, als ich je gedacht habe! Ich mach’ sicher keine Diät! Vielleicht kann ich ja irgendwann sogar am Mittwoch auftreten?“, meinte Sonja mit einem spitzbübischem Grinsen.

„Wer tritt Mittwochs denn auf?“, fragte Sarah erstaunt. „Jetzt spiel’ nicht die Naive!“, lachte Sonja. „Montags treten die dünnen Mädels bis 90 Kilo auf, am Dienstag die schon etwas runderen bis 100 Kilo. Über 100 Kilo bekommst du wieder 20% mehr Gehalt und tanzt am Mittwoch. Donnerstags sind die Mädels bis 120 Kilo dran und Freitags die Schwergewichte über 120 Kilo! Samstag und Sonntag ist Ruhetag, wie du weißt! Und das tollste ist, dass Mädchen, die den Sprung von einer in die andere Klasse schaffen, eine Extraprämie erhalten!“

Sarah war sprachlos. Sie wusste nicht, was sie von Sonjas Ausführungen halten sollte. Konnte dies wirklich die Wahrheit sein? Aber wieso sollte Sonja sie anlügen? Die Vorstellung von schwer übergewichtigen Frauen, die für Männer mit einem sonderlichen Schönheitsideal tanzten, fand sie eigentlich pervers. Andererseits – war es nicht toll, dass es Schönheit auch jenseits von Klischees und medienmanipulierten Bildern gab? Ohne es zu wollen merkte Sarah, wie sich ihre Empfindungen für Sonja Geschichte ins Positive kehrten.

„Eine einmalige Prämie?“, wollte Sarah wissen. „Ich kann dir nicht sagen, wieviel - Aber es zahlt sich aus!“ grinste Sonja. „Angeblich werden diese Prämien immer höher, je mehr Gewichtsklassen du hinter dir lässt. Den es gibt scheinbar sehr wenige Mädchen, die in mehreren Gewichtsklassen aufgetreten sind. Außerdem hat es noch nie eine Tänzerin geschafft, sich von einer Montag zu einer Freitag-Tänzerin emporzufuttern. Wäre das nichts für dich?“, fragte Sonja.

Sarah war über diese Frage geschockt – sie spürte, wie ihr das Blut ins Gesicht stieg und für eine intensive Rötung sorgte. „Wieso für mich?“, fragte sie irritiert. „Ich hatte immer das Gefühl, dass du eigentlich viel lieber richtig dick wärst und nicht so dünn wie jetzt! Aber vielleicht habe ich mich auch nur getäuscht?“, meinte Sonja. „Mehr als 120 Kilo!“, rief Sarah aus. Es beruhigte sie, wie sehr sie der Gedanke, mit mehr als 120 Kilo Striptease zu tanzen. erregte. Sie sah sich, behäbig und schwerfällig und trotzdem mit einer gewissen Leichtigkeit auf einer Bühne tanzen – mit schweren Brüsten, hängendem Bauchspeck und gigantischen Oberschenkeln . Die Menge jubelte....Sonja riss Sarah aus ihrem Tagtraum. „Auf keinen Fall. 81 Kilo sind mehr als genug!“, log Sarah. „Schade!“, antwortete Sonja. „Ich hatte gehofft, dich mal dienstags begrüßen zu dürfen!“, lachte sie und riss die nächste Packung Schokokekse auf...

Das Gespräch mit Sonja ging Sarah in den nächsten Tagen nicht mehr aus dem Kopf. Vieles irritierte Sarah ungemein: Gab es tatsächlich Männer, die derart übergewichtige Frauen attraktiv fanden? Wie konnte sich Annett von Uhl ihren luxuriösen Club leisten? Zwar mochte es einige Männer geben, die so runde Frauen attraktiv fanden, aber waren es tatsächlich so viele, um einen derartigen Club finanzieren zu können? Und falls dies der Fall sein sollte – warum bloß gab es in den Medien nie eine Andeutung, dass das aktuelle Schönheitsideal nicht von allen geteilt wurde? Sarahs Weltbild bekam gehörige Risse. Aber auch ihr Selbstbild geriet bedrohlich ins Wanken: warum nur fand sie Vorstellung, mit 120 Kilo oder noch mehr auf einer Bühne zu tanzen, derart erotisch und erregend? Tickte sie noch ganz richtig? Waren derartige Fantasien noch normal? Aber warum sollten sie es nicht sein? Schließlich störte sich fast niemand daran, dass auf den Modeschauen in aller Welt Modells herumliefen, die krankhaft magersüchtig waren und aussahen, als ob sie aus einem Krisengebiet kämen oder todkrank wären! Ganz abgesehen davon, dass man diese Mädchen nicht mehr als Frauen identifizieren konnte!

Auf jeden Fall waren Sarah ihre eigenen Gefühle und Gedanken nicht ganz geheuer. Nach einigen Wochen erkannte sie immer mehr, dass sie in dieser Frage zweigespalten war. Sollte sie ihr Gefühle bekämpfen und weiter verheimlichen? Oder sollte sie vielleicht stolz darauf sein, derart individuelle Vorlieben zu haben, die nicht die große Masse teilte? Vielleicht konnte sie sich selbst verwirklichen, indem sie versuchte, ihre Träumen von einem üppigeren Ich in die Tat umzusetzen? Sarah wusste einfach keinen Ausweg.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 24.10.2016. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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"Schmetterlinge im Kopf und Bauch" ist mein holpriger lyrischer Erstversuch. Mit Sicherheit merkt man, dass es keine Lektorin gab, wie übrigens auch bei den anderen beiden Büchern nicht. Ungeordnet sind viele Gedichte, Gedankenansätze, Kurzgeschichten chaotisch vermengt veröffentlicht worden. Ich würde heute selbstkritisch sagen, ein Poet im Aufbruch. Im Selbstverlag gedruckt lagern noch einige Exemplare bei mir. Oft schau in ein wenig schmunzelnd in dieses Buch. Welche Lust am Schreiben von spontanen Gedanken ist zu spüren. Ich würde sagen, ein Chaot lässt grüßen.

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