Also. Es gibt ja solche Nächte.... Letzte Nacht war so eine.... Früher wäre jetzt eine heisse Bettgeschichte gekommen (haha, gekommen), aber dank meines neuen Jobs erzähle ich nun eine Babygeschichte. Und diese beginnt natürlich mit Gebrüll. Um viertel vor vier in der Nacht. Leider nützte auch der Schnuller nichts, also nahm ich sie zu mir ins Beistellbettchen. Zum Köpfchenstreicheln und Händchenhalten. Da stand sie eigentlich total drauf. Nicht letzte Nacht.
Um meinen Freund nicht zu wecken, schlich ich mich mit ihr ins Wohnzimmer und versuchte die Schnuller-Köpfchenstreichel- und Händchenhalten-Taktik nochmal auf dem Sofa. Vergeblich.
Gut, Trick "Rumtragen und wackeln". Während ich also morgens um halb fünf im Dunkeln hin- und herlatschte und dem Spielzeug mehr oder weniger (autsch!) erfolgreich auswich, schauten mich tellergrosse Augen an. Toll.
Kackedreist wurde auch der Schnuller im Vier-Sekunden-Takt ausgespuckt. Als er mir zum gefühlt tausendsten Mal auch noch runterfiel, lagen meine Nerven ziemlich blank. Ich konnte mir also einige interessantere Alternativen vorstellen, welche das wach sein um diese Zeit rechtfertigten. Auf dem Boden rumkriechen und einen versabberten Schnuller suchen gehörte garantiert nicht in die Top-ten. Trotzdem tat ich es und schlug mir dabei volle Kanne den Kopf an ihrer Wippe an. Ha! Nächster Versuch!
Ich machte es mir auf ihren Schaumstoffmatten bequem (als Mutter wird man genügsam) und wippte also die Wippe. Irgendwas piekste mich in die linke Wade, aber ich traute mich nicht zu bewegen, denn endlich schienen ihre Lider schwerer und schwerer zu werden. Allerdings wurden auch meine Arme schwerer und schwerer. Wieso hatten wir keine elektronische Wippe? Ach ja, BRAUCHTEN wir ja nicht. Pf.
Irgendwann schrak ich hoch. Anscheinend waren auch meine Lider schwer geworden. Es sei mir verziehen um diese unchristliche Uhrzeit. (Darf ich als Atheist das überhaupt sagen? Egal, immerhin war inzwischen bereits halb sechs!) Stille in der Wippe. Panik! Atmete sie noch? Schweiss brach aus allen Poren, als ich ihr Nachtlicht nicht sofort fand. Ah, hier, es hatte einen schönen Abdruck in meiner linken Wade hinterlassen. Vorsichtig schaltete ich es ein und spähte vorsichtig in ihr Gesicht. Tatsächlich waren ihre Augen geschlossen, ihre Brust hob und senkte sich regelmässig und der Schnuller war nirgends zu sehn. Awww, sie sind schon süss. Wenn sie schlafen.
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 10.11.2016.
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Geschnitzt, bemalt, bewegt: Mechanische Wunderwerke des sächsischen Universalgenies Elias Augst
von Bernd Herrde
Eine in musealer Recherche und volkskundlicher Feldarbeit vom Autor erstellte und geschilderte Entdeckungsgeschichte eines sächsischen Universalgenies.
Elias Augst (1775 - 1849) ein "Landbauer in Steinigtwolmsdorf", wie er sich selbst nannte, fertigte nicht nur ein mechanisches Figurentheater, "Das Leiden Christi" in sieben Abteilungen (Heute noch zu sehen im Museum für Sächsische Volkskunst in Dresden), sondern noch weitere mechanische biblischen Szenen, aber auch ein Planetarium, für welches er auf der Dresdner Industrie-Ausstellung 1825 vom König Friedrich August I. eine
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