Gisela Steinert

Urlaub Florida 11/2006

Am 1.11.2006 stieg unser Flieger pünktlich gegen 10.20 Uhr in die Luft. Nach 9 Stunden ruhigen Fluges landeten wir zum Zwischenstopp in Detroit. Die Sicherheitsvorkehrungen sind stark verbessert worden, dementsprechend dauerte das aus- sowie das wieder einchecken entsprechend lange. Es bildeten sich lange Warteschlangen, aber niemand regte sich auf, die Sicherheit war wichtiger.

Nach endlosen 4 Stunden dann der Weiterflug nach Orlando. Ralf schlief sofort ein, während ich einen netten 14 jährigen Nachbarn neben mir hatte, an dem ich schon einmal meine Englischkenntnisse auffrischen konnte.

Während Ralf auf die Koffer wartete, rief ich schon einmal beim Hotel (La Quinta Inn West) an, damit uns ein Shuttelbus holen kommt. Wir warteten 30 Minuten, dann nochmals Anruf, wieder 30 Minuten und um 0.00 Uhr rief ich erbost zum dritten Mal an. Da bekam ich die Antwort, dass der Bus nur bis 23.00 Uhr fahren würde und wir mit dem Taxi kommen sollten.

Dafür fuhr der Taxifahrer einen Riesenumweg und das Hotel musste uns am nächsten Morgen dafür dann 18, 00 Dollar statt des Normalpreises von 12,00 Dollar zurückerstatten.

Wir waren früh wach und fuhren, diesmal mit dem Shuttelbus zum Flughafen um unser Auto, ein Cabrio, in Empfang zu nehmen. Wir durften uns aus den vorhandenen eins aussuchen, leider war kein Mustang dabei.
Wir suchten dann den nächsten Walmart, kauften Kühltasche und noch so einiges und machten uns auf den Weg nach Norden Richtung Titusville, dort dann immer an der Küstenstrasse entlang, vorbei an Edgewater, New Smyrna Beach bis Daytona. Die Stadt besteht überwiegend aus Hochhäusern entlang am Strand. Der Strand ist 36 km lang und bis zu 1,500 Meter breit bei Ebbe. Das sanfte Gefälle und Ebbe und Flut haben den Sand ganz dicht zusammengepackt, so dass man mit Automobilen darauf fahren kann. Von den 36 km Strand darf man auf 25 km davon fahren und parken während des Tages, wenn keine Flut kommt. Dieser Strand wurde weit bekannt ,weil er als Teststrecke für Automobil Motore gebraucht wurde.
Die Hauptachse von Daytona Beach ist der International Speedway Boulevard, eine fünfspurige Schnellstraße, die sich in Ost-West-Richtung von der Autobahn I95 durch ganz Daytona bis zum Strand zieht. Hier liegen nicht nur der Speedway (die Rennstrecke) und der Internationale Flughafen, sondern auch alle wichtigen Einkaufsmalls. Winzig ist dagegen die Main Street, die einstige Hauptstraße des Ortes zu Zeiten der ersten Rennen, die heute außerhalb der Bikeweek fast unbedeutend ist. .
Am weit ins Meer hinaus ragenden Main Street Pier ist ein richtiger Jahrmarkt mit Sesselbahn und Aussichtsturm, am Pier warten die Pelikane auf den Fischabfall der Angler. Der Bordwalk ist die beliebteste Promenade im Sommer, dort setzt sich die Jahrmarktatmosphäre fort.
Immer an der Küste entlang machten wir danach Halt in Ormond Beach in der die größte Harley Davidson Stadt von Florida im Entstehen ist. Wir wanderten mindestens 2 Stunden in den Geschäften herum. Ormond Beach war Anfang des 20. Jahrhunderts der Sommersitz von Millionär John D. Rockefeller. Er machte es zu einem Mekka für die oberen Zehntausend, als er das Ormond Hotel errichten ließ. Zu seiner Zeit war es die größte Holzkonstruktion in den ganzen USA. Leider führten Jahre der Vernachlässigung zu seinem Verfall. Rockefellers stattliches Haus "The Casements" wurde jedoch renoviert und dient nun als Zentrum für bildende Kunst. Hier übernachteten wir dann auch im Day`s Inn.

Am nächsten Tag nach dem Frühstück in einem kleinen Restaurant (Patches) an der Strasse, ging es weiter die Küste entlang nach St. Augustin, der ältesten, gegründeten Stadt der USA mit dem großen spanischen Fort Matanza. Dort sahen wir uns etwas um, tranken Kaffee und fuhren weiter an Jacksonville vorbei auf die Insel Amelia Island. Diese bestand aus 4 großen Hotels, etlichen kleinen Häusern und einem wunderschönen weißen Strand. Die nördlichste Insel Floridas ist ein Refugium für Zugvögel und Urlauber. In Fernandina Beach (8800 Ew.) zeugen viele viktorianische Gebäude von der großen Zeit der Garnelenfischerei. Die Insel besitzt auch herrliche Sandstrände mit bis zu 12 m hohen Dünen.

Wir suchten uns dann ein Hotel (Microtel) in Kingsland, nicht weit von der Insel entfernt. Am anderen morgen weiter nach Norden bis nach Brunswick. Eine wunderschöne lange Brücke führte in die Statd hinein. Wir fuhren bis zur historische Innenstadt, in der gerade ein Flohmarkt stattfand und schlenderten darüber

Da das Wetter immer stürmischer wurde und noch mehr Sturm angekündigt war, beschlossen wir kurzerhand unseren parkinsonkranken Freund in Oxford, Ohio zu besuchen.

Wir fuhren durch Georgia, Kentucky, Tennesse nach Ohio innerhalb von zwei Tagen. Es wurde zwar kühler, aber die Sonne schien herrlich. Am zweiten Tag gegen Nachmittag (nachdem wir am Vorabend ganze 3 (!) Stunden in einem Stau und im Regen standen, erreichten wir Oxford. Unser Freund war ganz aus dem Häuschen vor Freude. Wir verbrachten den Abend mit ihm und am nächsten Morgen holten wir ihn zum Frühstücken bei Bob Evans ab.

Am Nachmittag dann machten wir uns auf den Rückweg. Nach einer Stunde Rundfahrt (wir kamen fast in Oxford wieder heraus) konnte es dann endich wieder richtig losgehen.

Diesmal fuhren wir von Ohio, über Nashville (Tennessee), Birmingham (Alabama) wieder nach Florida, Richtung Panama City. Inzwischen hatte sich der Sturm auch gelegt und wir hatten wieder schönes und warmes Wetter In dem kleinen, aber schönen Ort Marianna übernachteten wir..

Wir fuhren von dort die Landesstrasse nach Apalachicola, einem kleinen Hafen am Eastpoint.

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