Marlene Remen

DIE NR. 1 GESCHICHTE III. TEIL

"Hey, du Schlafmütze, aufwachen, ich habe Frühstück besorgt. "
Verwundert öffnete ich die Augen und da saß dieser sehr großer und dicker Kater vor mir
und hatte eine Maus in seinem Maul. Angewidert schüttelte ich mich und sagte :
"Oh, nein danke. ich esse keine Mäuse, gibt es keine Milch ?"  Da lachte er so laut, daß
ich richtig wütend wurde. " Ich bin noch ein Katzenkind und überhaupt, ich muß mich wieder
auf den Weg machen." Er entschuldigte sich und bot mir an, mich ein Stück zu begleiten. Das
nahm ich gerne an, er kannte jede Strasse und wußte auch, wo es was zu Essen gab. Als wir an 
einem großen Spielplatz ankamen, auf dem sehr viele Kinder waren,  verabschiedete er sich
und sagte : " Gleich hinter diesem Spielplatz fängt die Neubau-Siedlung an, bald hast du dein
Ziel erreicht. Wenn du mich mal brauchst, du weißt ja, wo du mich findest !" Ich bedankte mich
 und schaute ihm noch eine Weile nach, er war wirklich ein netter Kater.

Auf einmal griffen zwei Hände nach mir und bevor ich weglaufen konnte, landete ich in einem 
Rucksack. Dieser gehörte einem Jungen, den ich vorher auf dem Spielplatz gesehen hatte.
Verzweifelt versuchte ich, mich aus dem Rucksack zu befreien, aber es gelang mir nicht.
Er nahm mich mit nach Hause und sperrte mich im Keller ein, ich hatte große Angst, was hatte
er mit mir vor. Und wie sollte ich es nun schaffen, zu dir zu kommen ? 
Der Keller stand voller alten Sachen und es roch nach faulem Wasser. So sehr ich auch nach einem
Ausweg suchte, es gab keinen und ich begann ganz laut zu Miauen. Und dann geschah das
Wunder, denn ich hörte sie wieder, diese tiefe Stimme von meinem Katerfreund.

"He, Kleiner, kann man dich denn nicht alleine lassen, ohne daß du in Schwierigkeiten kommst ?
Ich schaute hoch zum Kellerfenster, es stand offen. Und da war er und hatte ein langes Seil in
seinem Maul. "Halt dich daran fest, ich zieh dich raus" sagte er.

Mit allen vier Pfoten hielt ich das Seil fest und er zog mich tatsächlich heraus. Danach waren wir
Beide so erschöpft, daß wir gar nichts sagen konnten. Da hörte ich von der nahen Kirche drei
Glockenschläge und sprang auf.  "Ich muß los, ich habe nur noch eine Stunde Zeit und ich muß
doch noch die blaue Blume finden."  "Keine Panik, sagte er, ich begleite dich und zeige dir die
richtige Strasse, ich kenne sie."  Wir liefen los und es dauerte nicht lange und wir kamen dort an.
"So, sagte mein Freund, nun bist du am Ende deines Weges angekommen. Laß es dir gut gehen
und denk manchmal an mich."  Das versprach ich ihm gerne und dankte ihm für seine Hilfe.
Schnell lief ich die Strasse hinunter und hielt Ausschau nach der blauen Blume.
Würde ich sie finden und rechtzeitig bei dir ankommen ? Mein Herz klopfte ganz laut und dann
sah ich sie. Sie stand im Vorgarten eines großen Hauses, aus dem fröhliches Lachen zu hören war.
Eine solche wunderschöne Blume hatte ich noch nie gesehen und ich pflückte sie ganz vorsichtig ab.

Wirst du mich wirklich verstehen können, wenn ich sie dir gebe ?
Und willst du meine Geschichten hören wollen ?
Ob ich bei dir bleiben darf und wirst du mich lieb haben ?
Welchen Namen wirst du mir geben ?

So viele Fragen ich bin ganz aufgeregt und jetzt sehe ich dich und weiß,
ich bin angekommen.  MIAU   -   MIAU   -   MIAU

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 15.12.2016. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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