Horst Lux

Dat "Notebook"

Oma Battermann is doch plietsch, ik hebb dat all jümmers wusst. Du musst nu weeten, dat de ole Battermannsche all 87 Johrn oolt is. 
Un nu, vöör veertein Dagen, hett se jo mol son Notebook kreegen, weest, dat is so een lütje Computer, de kanns ok mitnehm, wenn du mol achter de Döör musst, war »00« upsteiht. Na klor, wat deiht man dor mit de Computer? Abers wenn du dat wullt, denn kann du dat maken.

Omas Enkel Hinnerk harr nu seggt, se schull doch ok mol mit annere ole Lüüd »chatten«.
Oma keek nu eerst mol n’beten verbaast, denn frog se: »wat is datt denn, schätten?«
Hinnerk verklort ehr dat nu allns, un van de Dag an is Oma van ehr »Notebook« gor nich mehr to trennen. Wenn se nu mol Arvtensupp kocht, denn kiekt se eerst mol in son Google- Sied in, un denn kocht se de denn nar dat Rezept.
Ehr Leven lang hett se Arvtensupp kocht, un de weer jümmers so lekker - man inne lesten Tied schmeckt de son beten naar »Google-Supp!

Leste Week säh Oma nu mol, dat se Ingelsch lehrn wull! Dor keem so veel ingelsche Woorden vöör in de Computerwelt, dat se dat nu lehrn muss.

De Familie keek sük an, as wenn nu de Welt tosamenbreken wull.
Eike Teerboven, wat nu de Dochter van Oma is un de Moeder van Hinnerk, kreeg ´n poor Oogen, so groot as een Teekopje.
Un denn stötert se: »Wat- wat -wullt -du? Ingelsch lehrn? - Ja büss du nu mall in Kopp worrn?«
Oma gnuddert vöö sü hen: »Nee, gönns du mi dat nich? Ik bün all over Achteihn un kann moken, wat ik will. Un ik will dat nu! Punkt!«

Keenenn wüss dor nu noch wat an to seggn. Blots ehr Enkel Hinnerk, de grient sük een un seggt denn: 
»Dat is mol een gode Wark! Un uns Oma, de schafft dat. 
Grätuläschen, Oma!«

Sien Vader stunn dor jümmers noch mit open Muul un keek as son ol Lanz-Bulldogg! Un Moder see gor nix mehr.

De annere Dag dreep Oma Battermann ehr Frünnin Oma Harms un dat wehr gor nich so lang un beid gungen nah de »Volkshochschool« un leeten sük dor inschrieven vöör de Ingelsch-Kurs. 
De annere Schölers keeken n´beten verdattert, man dat leep sük denn doch all torecht.

Un nu sünn de beid all dree Weekn ant lehrn. Un dat klappt wunnerbor.
»Neiss tu sie ju«, köönt se all. Dat annere kümmt denn ok noch mit de Tied, meent se.
Oma meent denn ja ok, dorför hett se ja woll dat NOT- BOOK. Anners harr de Name ja keen Sinn, is dat nich sooo?

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 23.01.2017. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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Es wurde sehr viel geschrieben über jene Jahre der unseligen Diktatur eines wahnwitzigen Politikers, der glaubte, den Menschen das Heil zu bringen. Das meiste davon beschreibt diese Zeit aus zweiter Hand! Ich war dabei, ungeschminkt und nicht vorher »gecasted«. Es ist ein Lebensabschnitt eines grünen Jahzehnts aus zeitlicher Entfernung gesehen, ein kritischer Rückblick, naturgemäß nicht immer objektiv. Dabei gab es Begegnungen mit Menschen, die mein Leben beeinflussten, positiv wie auch negativ. All das zusammen ist ein Konglomerat von Gefühlen, die mein frühes Jugendleben ausmachten. Ich will versuchen, diese Erlebnisse in verschiedenen Episoden wiederzugeben.

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