Doris E. M. Bulenda

Südkorea - ein Kaugummi-Verkäufer

Ich stand mit einer kleineren Menschenmenge an einer Ampel in Seoul, Südkorea und wartete auf Grün. Dabei habe ich die folgende Szene beobachtet: Während die Ampel - ziemlich lang - rot zeigte, kam ein behinderter Mann heran und verkaufte Kaugummi. Die Wartenden – selbstverständlich auch ich – gaben ihm eine kleine Münze und bekamen ein Päckchen Kaugummi dafür. Ein junger Stutzer, ein typisch arroganter und überheblicher Business-Mensch, gab dem Behinderten eine Münze und lehnte den Kaugummi mit sehr verächtlicher Miene und abwehrender Handbewegung ab.
Da war er aber bei dem Kaugummi-Verkäufer an den Falschen gekommen. Der brachte ganzdeutlich zum Ausdruck, dass er kein Bettler sei – er sei Geschäftsmann, der Kaugummi verkaufe. Das war sogar für mich verständlich, obwohl meine Sprachkenntnisse des Koreanischen eher minimal waren. Aber das war sehr deutlich! Und -so der Verkäufer weiter - wenn der junge Mann keinen Kaugummi haben wolle, dann müsse er die Münze auch von ihm zurücknehmen. Er bettle nicht! Er sei Geschäftsmann und verkaufe Kaugummi! Alle Umstehenden blickten den Stutzer an, alle waren auf der Seite des behinderten Verkäufers. Der Business-Mensch nahm eilig ein Päckchen Kaugummi, dann wurde die Ampel grün und er verschwand mit hochrotem Kopf über die Straße. Ein heiteres Lachen aller Leute begleitete ihn dabei.
 

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Doris E. M. Bulenda).
Der Beitrag wurde von Doris E. M. Bulenda auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 03.02.2017. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Die Autorin:

Buch von Doris E. M. Bulenda:

cover

Dämonen im Labyrinth der Lüste - Dämonenlady Band 3 von Doris E. M. Bulenda



Beelzebub hatte diesen riesigen Titan verloren. Irgendwo im Weltenlabyrinth hatte er ihn ausgesetzt, und der Titan war auf und davon.
Und dann bat Beelzebub ausgerechnet mich, die Menschenfrau, den Verlorenen zu finden.
Natürlich würde ich nicht allein gehen, dafür wäre das berühmte Labyrinth viel zu gefährlich. Mein dämonischer Geliebter Aziz würde mich begleiten. Neben der Gefahr würde allerdings auch manche Verlockung auf mich warten, in den Gängen des faszinierenden, gewaltigen Labyrinths hausten viele seltsame Kreaturen.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (2)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie Reiseberichte Südkorea

Weitere Beiträge von Doris E. M. Bulenda

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Telefonitis von Doris E. M. Bulenda (Arbeitswelt)
Pilgertour XVI. von Rüdiger Nazar (Reiseberichte)
Der falsche und der echte Nikolaus von Ingrid Drewing (Wahre Geschichten)