Heinz-Walter Hoetter

Der Monotheismus ist ein weltanschaulicher Anachronismus

Frage: "Was stört einen Glauben am meisten?"
Antwort: "Natürlich ein anderer Glaube."


Jede Glaubensrichtung, egal welche, wird im Prinzip durch eine andere Glaubensrichtung am meisten gestört. Allein schon durch die Existenz eines anderen Glaubens wird der eigene nicht selten (schon fast zwangsläufig) in Zweifel gezogen und führt nicht selten zu gefährlichen Spannungen unter den verschiedenen religiösen Weltanschauungsideologien.

Das gilt aber nicht nur für den religiösen Glauben, sondern auch für alle anderen Ideologien (z. B. Kommunismus, Sozialismus u. v. andere).

Ganz besonders aber tun sich hier die sog. "monotheistischen Religionen" aus dem Nahen Osten unangenehm hervor. Diese altorientalischen Ur-Ideen, die übrigens allesamt auf Legenden beruhen, haben nämlich die komische Tendenz, alle anderen Artgenossen von ihrer obskuren "göttlichen Idee" zu überzeugen, die sie für absolut wahr und richtig halten (ohne übrigens einen schlüssigen Beweis dafür vorlegen zu können), um selbst innere Ausgeglichenheit, Frieden und Sicherheit zu erhalten, um nicht ständig von nagenden Zweifeln gequält zu werden.

Aus diesen voran gegangenen Überlegungen heraus lassen sich jetzt eine ganze Reihe von verschiedenen Motiven ableiten, wobei wohl die meisten Menschen, die irgend einem Glauben fröhnen, so gut wie nichts davon bemerken (oder absichtlich davon nichts bemerken wollen), denn, wenn sie es bemerken und ihren eigenen Glauben in Zweifel ziehen würden, bräche bei ihnen wohlmöglich ein extrem wohlbehütetes Weltbild zusammen.

Welche Motive gibt es also?

Das Motiv der Identität

Oft ist die eigene Identität schwach und zerbrechlich. Deshalb suchen viele Menschen eine identitätsfördernde Umgebung auf, wo ihnen der gleiche Glaube eine gemeinsame Verbindung mit anderen Glaubensanhängern problemlos ermöglicht. In  solch einer Umgebung fühlen sich diese Individuen gut aufgehoben, sicher und geborgen, aber vor allen Dingen von den anderen, konkurierenden Glaubensrichtungen, die nicht selten eine Bedrohung darstellen, beschützt und abgeschottet. Jeder (eigene) Zweifel wird dabei unterdrückt oder erst gar nicht zugelassen.

Eigenes, kritisches Denken ist dabei besonders verpönt, weil man sonst eventuell erkennen muss, dass die eigenen Glaubenswerte wohlmöglich ad absurdum geführt werden und man selbst sozusagen einer "Täuschung" ausgesetzt war. Das darf unter keinen Umständen zugelassen werden.

Das Motiv der Sicherheit

Jeder Mensch sucht eine ähnliche Glaubensumgebung auf, die seinen individuellen Wertevorstellungen überwiegend entspricht. Zweifel werden in so einer Umgebung erst gar nicht zugelassen, weil sie Angst und Unsicherheit fördern. Der Glaube an sich hasst jeden Zweifel, weil er sich sonst selbst infrage stellen müsste, was er natürlich nicht will. Die wohl meisten Menschen, die religiösen ganz besonders, kann man daher am besten von ihrer eigenen Meinung bzw. von ihrem eigenen Glauben überzeugen. Es gefällt ihnen, wenn andere Menschen auf ihrer "Glaubenslinie" sind, sich ähnlich verhalten, ähnliche Ansichten pflegen, ähnlich denken oder so sind, wie man selbst ist oder sein möchte im Sinne eines religiösen Lebens.

Das Motiv der Geschäftsidee

Die meisten Glaubensrichtungen sind eigentlich streng genommen eine Geschäftsidee. Das ist besonders bei den Monotheisten zu erkennen (Judentum, Christentum und Islam).

Gott / Allah macht mit den Gläubigen ein Geschäft, indem er sagt: "Du, wahrer Gläubiger, kommst in das Paradies. Du bist mein Auserwählter, wenn du dich auf der Erde für mich bedingungslos einsetzt."

Genau genommen gibt es nämlich für gläubige Menschen sozusagen "nichts umsonst". Das Paradies muss verdient sein. Das ist an sich das Kerngeschäft eines "gottgefälligen Lebens" (und die Wurzel der Missionierung).

Schaut man sich aber einmal in der Geschichte der Religionen genau um, dann erkennt man sehr schnell, was es heißt, ein "gottgefälliges Leben" zu führen, für das eigentlich immer wieder (unzählige) andere Menschen abgeschlachtet worden sind, weil man sie kurzerhand zu "ungläubigen Individuen" degradierte, die weniger wert waren als Tiere. Die nordamerikanischen Indianer wurden z. B. ebenfalls von den eingewanderten Christen (aus Europa) als "wilde Tiere" eingestuft, damit man sie gewissenlos massenhaft umbringen konnte, um ihnen ihr angestammtes Land leichter wegnehmen zu können. Die monotheistische Matrix hat auch hier ganze Arbeit geleistet. Auch der Islam und das Judentum beriefen sich bei ihren unmenschlichen Schandtaten stets auf ihren Gott / Allah, der ihr mörderisches Tun sogar gutheißte. Alle sog. "Heiligen Bücher" triefen in der Tat vor Blut. Der monotheistische Gott / Allah ist ein echter Massenmörder.

Nun, wer sich nicht bekehren ließ, der wurde einfach dem Genozid zugeführt. Die monotheistischen Weltanschauungsideologien aus dem Nahen Osten haben seit ihrer Gründung bis heute weit über 370 Millionen Menschen ermordet, davon der Islam durch den politischen Dschihad etwa 270 Millionen. Noch heute werden von diesen "schwachsinnigen Glaubensrichtungen" immer wieder unschuldige Menschen verfolgt, gefoltert und schließlich getötet (siehe IS oder Saudi Arabien).

Das Motiv der Macht

Viele Menschen verspüren eine große Lust, wenn sie andere beherrschen und ihrem eigenen Glauben bzw. politischen Ansichten unterwerfen können. Besonders die monotheistischen Religionen kennen dieses Macht-Motiv sehr gut. Es ist eines ihrer Grundlagen, denn zur Ausübung ihrer "weltlichen Macht" bedarf es ganz klar der Angst (Hölle, Teufel usw). Deshalb gibt es auch besonders in den drei monotheistischen Religionen aus dem Nahen Osten so viele psychopathologische und sozialpathologische Persönlichkeiten, von denen es im sog. "Alten Testament", aber auch im Koran des Islam, nur so wimmelt.

Dieses perverse Verhalten kann man ganz klar ebenfalls ihrem Gott / Allah zusprechen, der selbst eine blutrünstige Bestie ist und seine Gläubigen zu allen möglichen bestialischen Grausamkeiten und Perversionen an Andersdenke (den sog. Ungläubigen) aufgefordert bzw. angestachelt hat (siehe den mörderischen politischen Dschihad des Islam, die Kreuzzüge, die Inquisition, die Hexenverbrennung und den Missions-Kolonialismus des Christentum oder den Massenmord an den Philistern durch den Juden Samson, der in meinen Augen der erste Terrorist war und etwa 3000 Menschen auf einen Schlag ermordete).

Ich fasse also mal zusammen.

Jeder Glaube, besonders der religiöse, befriedigt verschiedene Bedürfnisse und Motivationen des Menschen. Er stützt und fundiert die persönliche Identität, fördert eine primitive Geschäftsidee, indem er den Gläubigen eine Belohnung (ewiges Leben im Paradies) für ihre Missionierung und Verbreitung ihrer Religion verspricht, befriedigt das Bedürfnis nach innerer, metaphysischer Sicherheit (nur mein eigener Glaube ist wahr, alle anderen sind unwahr oder eine Fälschung oder Lüge) und, zu guter Letzt, das hässlichste Motiv von allen: Ausübung von Macht über Menschen, seiner Seele und seinem freien Geist, bis hin zur Legitimation von Aggression, Sadismus und Mordlust an jenen, die nicht dem eigenen Glauben angehören oder sich zu ihm bekennen wollen.

Meine kurzen Ausführungen haben eines auf jeden Fall schon mal ganz klar gezeigt: Die monotheistischen Religionen aus dem Hause Ibrahim sind ein gefährlicher, mörderischer Anachronismus aus dem Mittelalter, die im 21. Jahrhundert nichts mehr zu suchen haben. Sie gehören in der Tat abgeschafft, damit  sich ein neues, humanistisch geprägtes Weltbild durchsetzen kann.

Hinweis: Siehe auch dazu meinen Beitrag hier auf e-Stories.de: "Die Grenzen unseres Wissen" oder "Vom Wahn der Monotheisten".


https://www.e-stories.de/view-kurzgeschichten.phtml?19787

(c)Heinz-Walter Hoetter
Freidenker und Humanist

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 17.02.2017. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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