Liebe Leser,
sorry aber mir ist gerade aufgefallen, dass ich eine Geschichte völlig vergessen habe, weiter fort zu führen.
Nachfolgend der 4. Teil. Für Neueinsteiger, das ist die Fortsetzung zu der abgeschlossenen Geschichte "Das Tor zwischen den Welten"
Viele Grüße
Klaus-Peter Behrens
- 4 -
„Ich verstehe das einfach nicht!“
Frustriert schüttelte Tom den Kopf und gab dem Barkeeper ein Zeichen, sein Glas nachzufüllen. Die Wikingerin sah ihn belustigt von der Seite an.
„Sie will doch nur Ted eifersüchtig machen.“
„Ted?“
„Du kennst Ted nicht?“
Tom schüttelte den Kopf, worauf die Wikingerin ein Gesicht machte, als habe er ihr gerade erklärt, daß er Mac Donalds für einen schottischen Lord hielt.
„Na Ted, unseren Quaterback!“
Jetzt ging Tom ein Licht auf, genauer gesagt eine ganze Batterie von Warnlichtern, denn Ted war nicht gerade für seine nette Art bekannt und wenn er sehen würde, wie sich Dean dort unten mit seiner Freundin vergnügte, könnte der schon mal sein Testament machen. Zum Glück hatte Ted, soweit Tom sich erinnern konnte, am nächsten Tag ein Spiel und er war daher relativ sicher, daß er hier nicht auftauchen würde. Trotzdem sah er sich nervös um.
„Wo wir gerade vom Teufel sprechen....“ Die Wikingerin wies lässig auf den Eingang. Dort herrschte ein reges Gedränge, denn die jährliche Halloweenparty war das Ereignis schlechthin. Doch trotz der wogenden Menschenmenge brauchte Tom keine Sekunde um zu erkennen, was die Wikingerin gemeint hatte. Wie ein Turm ragte Ted aus der Menge auf und die Art und Weise, wie er sich umsah, ließ darauf schließen, daß er auf der Suche nach etwas beziehungsweise jemanden war, und Tom konnte sich lebhaft vorstellen, wer das war.
„Jetzt wird’s lustig!“, stellte die Wikingerin mit schon leicht angesäuselter Stimme fest, doch Tom drängte sich bereits durch die Menge zur Tanzfläche durch und konnte ihr nicht mehr antworten. Dort genoß der ahnungslose Dean seinen Auftritt. Eigentlich machte er sich ja nichts aus seinem Gegenüber, aber er freute sich schon auf das Gesicht von Tom, wenn sie zur Bar zurückkehren würden. Doch das Vergnügen hatte er schon früher, denn plötzlich tauchte dieser wie Phönix aus der Asche vor ihm auf und sein Gesicht drückte alles andere als Freude aus. Genau genommen sah er sogar ziemlich blass aus. Daß er sich darüber ärgerte, daß die Teufelin nicht ihn ausgesucht hatte, konnte Dean ja noch verstehen, daß er aber deshalb ein Gesicht zog, als stünde der Weltuntergang bevor, fand Dean nun doch etwas übertrieben. Noch erstaunter war er, als Tom einfach seinen Arm ergriff, um ihn von der Tanzfläche zu ziehen.
„Hey, spinnst du, lass mich gefälligst los!“, brüllte er hilflos gegen den hämmernden Hiphopbeat an, der auf der Tanzfläche eine Unterhaltung nahezu unmöglich machte. Tom hörte zwar nichts, aber er verspürte sehr wohl, daß sich Dean heftig weigerte, sich von ihm von der Tanzfläche ziehen zu lassen. Widerwillig stellte er seine Bemühungen ein, jedoch hielt er seinen Arm weiter gepackt während er sich hektisch umsah. Ted war noch nicht aufgetaucht. Möglicherweise suchte er ja zunächst an anderer Stelle, zum Beispiel auf der Damentoilette, versuchte er sich Mut zu machen. Tom war kein Feigling, aber sich mit Ted anzulegen war genauso größenwahnsinnig, als wolle man Baumbatz seine Keule wegnehmen. In beiden Fällen wären die Folgen nur schwer verdaulich. Mit einem Ruck zog er den aufgebrachten Dean zu sich hinüber und brüllte ihm ins Ohr:
„Wir müssen weg hier bevor Ted kommt.“
Dean, der in dem Lärm nichts verstanden hatte, sah seinen Freund an, als habe dieser etwas zuviel von dem geraucht, was vorzugsweise in entsprechenden Gebieten Kolumbiens angebaut wird, während er weiterhin versuchte, seinen Arm zu befreien. Inzwischen hatten auch die anderen Tanzenden mitbekommen, daß hier etwas nicht stimmte und einen Ring um die Freunde gebildet. Vielleicht stand ja eine Schlägerei an, da galt es, sich die besten Plätze zu sichern. Auch die Teufelin war nicht gerade erbaut darüber, daß Tom versuchte, ihr das Versuchskaninchen zu entführen. Wütend baute sie sich vor ihm auf und gab irgend etwas von sich, was, ihrem Gesichtsausdruck nach zu urteilen, sicherlich in jeder anständigen Tageszeitung sofort von der Zensur gestrichen worden wäre, doch Tom konnte sie glücklicherweise nicht verstehen. Dafür sah er etwas, was seinen Pulsschlag von Null auf Hundert beschleunigte. Ted, der Leuchtturm, pflügte mit der Unerbitterlichkeit eines Eisbrechers durch die Menge auf sie zu.
„Das sieht gar nicht gut aus“, stöhnte Tom, während er sich fragte, ob er wohl noch den Flieger nach Paraguay bekommen könnte.
Zwischenzeitlich hatte Wirdnix vielversprechender Aufstieg in der Taxibranche ein jähes Ende gefunden. Nachdem er einige hundert Meter kreuz und quer durch den abendlichen Verkehr gerollt war und für eine deutlich erhöhte Herzinfarkt-Rate streßgeplagter Autofahrer gesorgt hatte, endete seine Fahrt an einem unschuldigen Hydranten. Glücklicherweise war das Taxi jedoch nur im Standgas gerollt, und so hatte sich Wirdnix keine Verletzungen zugezogen, zumindest keine äußeren. Was sein Nervenkostüm anbelangte, sah die Sache hingegen anders aus. Jeder guter Psychiater hätte ihm vermutlich sofort einen längeren Aufenthalt an einem ruhigen Ort mit besonders weichen Wänden verordnet.
Myrana, die als erste an der Unfallstelle angelangte, befreite den Unglücklichen aus seinem Gefängnis, indem sie rücksichtslos die Seitenscheibe mit dem Schwert einschlug, was Garry sicher die eine oder andere Träne entlockt hätte. Wirdnix hingegen entlockte dies einen Freudenschrei und in Rekordzeit quetschte er sich aus der entstandenen Öffnung. Zu seiner Beruhigung hatte der höllische Lärm zwar nach dem Aufprall abrupt aufgehört (Garry konnte wirklich froh sein, daß er davon nichts mitbekam), dafür hatte die gräßliche Stimme aber wieder angefangen, sich zu Wort zu melden.
„Da sind Dämonen drinnen“, erklärte der schlotternde Gnom der Elfin, hinter der er sich verschanzt hatte und nun das bedauernswerte Taxi betrachtete, als würde er erwarten, daß es sich jeden Moment auf ihn stürzen würde.
„Unsinn!“ Myrana war zu sehr Realist, als daß sie sich von Wirdnix Gestammel beeindrucken ließ. Gleichwohl wartete sie ab, bis die übrigen Gefährten bei ihr eintrafen. Man konnte ja nie wissen. Die seltsame Stimme, die dauernd nach Garry fragte, war zumindest merkwürdig.
„Prima, du hast es umgebracht“, knurrte Gart, nachdem auch die anderen angekommen waren und das beschädigte Taxi besorgt musterten. Das Licht war ausgegangen und etwas Glas lag vor dem Gefährt. Meister Reno vi´Eren beschlich irgendwie das ungute Gefühl, daß das Schwierigkeiten bedeuten könnte.
„Ich kann für euch nur hoffen, daß ihr gut versichert seid“, bemerkte Jo, der sich inzwischen zu fragen begann, ob er an eine Bande von Terroristen geraten war, die sich zum Ziel gesetzt hatte, die Taxis von New York auszurotten. Meister Reno vi´Eren sah ihn verständnislos an.
„Versichert?“, fragte er verwirrt.
„Haftpflicht, Rechtsschutz, ihr wißt schon ..... habt ihr etwa keinen Vertrag, der euch Deckung gibt, wenn ihr etwas anstellt?“, fragte Jo, dem die Antwort schon schwante. Myrana schüttelte erwartungsgemäß den Kopf.
„Für die Deckung ist bei uns Baumbatz zuständig“, erläuterte sie. Jo sah den grinsenden Troll fassungslos an.
„Gibt bestimmt einen guten Versicherungsvertreter ab“, murmelte er leise, da er sich lebhaft vorstellen konnte, wie Kunden, die nicht unbedingt die Leistungsbereitschaft ihrer Lebensversicherung überprüfen wollten, auf einen Besuch von Baumbatz reagieren würden. Die nächste Bemerkung Meister Reno vi´Erens ließ zu seiner Bestürzung jedoch die berechtigte Annahme zu, daß, falls er eine Lebensversicherung gehabt hätte, diese wohl demnächst fällig werden könnte.
„Da der Lenker ausgefallen ist, wirst du uns in diesem Gefährt transportieren.“
„Was?“
Jo war ehrlich entsetzt. Die Vorstellung, in Begleitung dieser Verrückten ein Taxi durch den mörderischen New Yorker Verkehr zu steuern, war vielleicht nicht die ausgefallenste, dafür aber bestimmt die zuverlässigste Methode, sich einen dauerhaften und sehr ruhigen Parkplatz mit einem Kreuz zu sichern, zumal Jo seit etlichen Jahren kein Fahrzeug mehr gelenkt hatte. Heftig schüttelte er den Kopf.
„Ich hab‘ keinen Lappen!“, wehrte er ab.
„Hä?“
„Führerschein“, erläuterte er, als er die verdutzten Gesichter betrachtete. „Hab‘ ihn vor ein paar Jahren verloren.“
„Hast du nicht danach gesucht?“, fragte Wirdnix treuherzig und erhielt daraufhin von Gart einen Klaps auf den Hinterkopf.
„Wen interessiert das?“, knurrte der Zwerg ungehalten. „Wichtig ist doch nur, ob er weiß, wie dieses Ding funktioniert?“ Durchdringend sah er den hilflosen Jo an. Der nickte unglücklich.
„Im Prinzip schon, aber zwischen Theorie und Praxis besteht ein großer Unterschied. Es ist jetzt mehr als fünfzehn Jahre her, daß ich zuletzt ein Fahrzeug gelenkt habe, und das war ein Panzer im Manövergebiet!“
„Das reicht“, verkündete Myrana bestimmt. Ihr Blick ließ keinen Zweifel daran, daß eine Weigerung sich bestimmt nicht förderlich auf Jos Gesundheit auswirken würde. Auf der anderen Seite war Jo, der zwar einen Panzer lenken konnte, aber nie in der Großstadt mit einem Auto unterwegs gewesen war, sicher, daß sein Fahrstil nicht gerade zur allgemeinen Freude beitragen würde. Er überlegte einen kurzen Augenblick, ob er ihnen den Unterschied zwischen der Lenkung eines tonnenschweren Kolosses auf Ketten im freien Gelände und einem Sechszylinder Diesel im Stadtverkehr erklären sollte. Seine innere Stimme flüsterte ihm jedoch zu, daß dies sinnlos wäre, da diese Sonderlinge einen Panzer vermutlich noch nicht einmal dann erkennen würden, wenn er ihnen über die Füße rollen würde. Resigniert zuckte er mit den Achseln. Anscheinend hatte er keine Alternative, denn die Verrückten erweckten auch nicht gerade den Eindruck, als ob sie ihm einen schönen Tag wünschen und ihn gehen lassen würden, wenn er sich weigern würde. Irgendwie war das nicht sein Tag.
„Ist eure Beerdigung“, murmelte er und öffnete die Fahrertür, was sogleich mit einer quäkigen Frage nach Garry kommentiert wurde. Wirdnix zuckte zusammen und die restlichen Gefährten blickten skeptisch.
„Was ist das?“, fragte Gart erstaunt.
„Dämonen“, flüsterte Wirdnix ängstlich und versuchte, sich hinter Baumbatz Rücken unsichtbar zu machen. Meister Reno vi´Eren wirkte von allen am wenigsten beunruhigt. Immerhin hatten Dean und Tom ihm eine Menge über ihre Welt erzählt, so daß er annahm, daß es hierfür eine logische Erklärung geben mußte. Leider waren die Freunde den anderen gegenüber weniger mitteilsam gewesen, so daß insbesondere Wirdnix, sogleich wieder über seinen Kampf gegen den Dämonen des Gefährts zu klagen begann. Jo schüttelte nur ungläubig den Kopf.
„Ihr habt wirklich nicht mehr alle Bücher im Regal. Das ist doch bloß die Zentrale, die wissen will, was mit dem Fahrer ist“, erklärte er. Während Wirdnix sich fragte, wie der Dämon „Zentrale“ wohl aussehen könnte, hantierte Jo an den Knöpfen herum, jedoch ohne Erfolg.
„Wie stellt man das bloß ab?“, fluchte er.
„Mit dem richtigen Werkzeug“, knurrte Gart, der sich durch das eingeschlagene Fenster hinein lehnte und sein handwerkliches Geschick unter Beweis stellte. Dämon hin oder her. Bisher hatte niemand seiner Axt widerstehen können. Es war erstaunlich mit anzusehen, wie tief diese in das unschuldige Gerät eindringen konnte. Mit einem letzten Kreischen verabschiedete es sich in den Ruhestand.
„Das wär’s“, erläuterte der Zwerg trocken.
„Löst du Deine Probleme immer so?“
Gart sah Jo irritiert an.
„Gibt’s eine andere Methode?“, wollte er wissen. Jo seufzte und öffnete die restlichen Türen und den Kofferraum. Warum fragte er auch? Mühsam und ein wenig mißtrauisch quetschten sich die Gefährten ins Wageninnere, nachdem sie zuvor widerstrebend ihre Waffen im Kofferraum deponiert hatten. Es hatte Jo zwar einige Überzeugungsarbeit gekostet, aber schließlich hatte sogar Gart eingesehen, daß eine rasiermesserscharfe Axt nicht unbedingt das war, was man in einem vollgestopften Gefährt gerne in den Rücken oder andere Körperteile gebohrt bekommen möchte. Ohne Axt sah der Zwerg nach Wirdnixs Ansicht irgendwie nackt aus. Er hütete sich jedoch, dies Gart, der sich knurrend neben ihm mit Myrana und Meister Reno vi´Eren auf die Rückbank quetschte, mitzuteilen. Baumbatz hatte vorne Platz genommen. Jo war überzeugt, daß der Hersteller beim Anblick seines Sitzes, der dieser Belastungsprobe, wenn auch nur mühsam, standhielt, vor Stolz feuchte Augen bekommen hätte. Dann drehte er den Zündschlüssel, stellte die Automatik auf Rückwärts, murmelte noch etwas wie „Ihr habt es nicht anders gewollt“ oder so ähnlich und trat aufs Gas. Mit einem Satz setzte der Wagen zurück und veranlasste ein paar Autofahrer zu den Ausweichmanövern ihres Lebens. Erschrocken trat Jo sofort hart auf die Bremse. Die Gefährten wurden angesichts dieses extravaganten Fahrstils ein wenig blaß, bemühten sich jedoch tapfer, sich nichts anmerken zu lassen. Selbst Wirdnix jammerte zur Abwechslung einmal nicht, was aber weniger daran lag, daß ihm der Fahrstil gefiel, sondern mehr daran lag, daß er erstaunt die leere Schulter des vor ihm sitzenden Trolls betrachtete. Bis eben hatte dort noch der bedauernswerte Taxifahrer gehangen.
„Wo ist denn der Lenker hin?“, fragte Wirdnix den Troll neugierig, während Jo endlich die Stellung für Vorwärts fand und einen Start hinlegte, bei dem selbst Michael Schumacher vor Neid erblasst wäre.
„Ruht sich aus“, informierte ihn der in den Sitz gepresste Baumbatz und wies mit dem Daumen auf den im Rückfenster rasch entschwindenden Hydranten. Wirdnix erhaschte gerade noch einen Blick auf Garry, der angelehnt am Hydranten saß weggetreten vor sich hin grinste.
„Wahrscheinlich amüsiert er sich darüber, daß wir geradewegs zur Hölle fahren“, murmelte Wirdnix, während Jo das Taxi im atemberaubenden Tempo schlingernd durch den Verkehr beförderte, als wolle er einen neuen Strafzettelrekord aufstellen. Garry konnte wirklich froh sein, daß er das nicht mitbekam.
Während Jo dafür sorgte, daß den Gefährten diese Fahrt noch lange in Erinnerung bleiben würde, zerrte Tom den ungehaltenen Dean zurück zur Bar.
„Sag mal, spinnst du? Was sollte diese Show?“ Dean war eindeutig wütend.
„Siehst du den da?“, erwiderte Tom und zeigte auf den Leuchtturm Ted, der inzwischen die Teufelin erreicht hatte. Im direkten Vergleich wirkte er allerdings weniger wie ein Leuchtturm, sondern mehr wie ein Berg, ein ziemlich großer Berg.
„Das ist Ted“, erklärte Tom überflüssiger Weise, denn sogar dem unsportlichen Dean war der Quaterback ein Begriff. „Der Typ reißt dir den Kopf ab und spielt damit Football, wenn er herausbekommt, daß du seine Freundin angebaggert hast.“
„Und es würde ihm sogar noch Spaß machen“, kommentierte die Wikingerin, die Toms Bemerkung mitbekommen hatte, trocken. „Immerhin hat er Morgen ein Meisterschaftsspiel, da kann ein wenig Training nicht schaden.“ Sie kicherte. Dean konnte ihre sportliche Begeisterung nicht teilen. Meisterschaftsspiel hin oder her, er hatte nicht die Absicht, als Trainingsgerät mißbraucht zu werden.
„Aber ich habe doch gar nichts gemacht“, empörte er sich.
„Erklär das Ted.“
Das brachte Dean zum Nachdenken und was dabei herauskam, war nicht sehr erfreulich. Er schluckte.
„War ja eine tolle Idee, hierher zu kommen“, knurrte er.
„Hey, ich habe nicht zu flirten angefangen“, wandte Tom grinsend ein. „Aber ich denke, wir sollten uns erst einmal unsichtbar machen, nur für den Fall, daß deine Freundin auf der Tanzfläche keine passende Erklärung parat hat.“
Dean verkniff sich eine Antwort und nickte statt dessen nur. Dann folgte er Tom und tauchte in der Menge unter.
Während die Freunde Verstecken spielten, sorgte Jo dafür, daß sich die Herzfrequenz seiner Mitfahrer konsequent der steigenden Drehzahl des Motors anglich. Gerade war er in haarsträubender Weise in die 72. Straße eingebogen und hatte hinter sich einen Massen-Auffahrunfall verursacht, von deren Bearbeitung die Sachbearbeiter der Haftpflichtversicherungen noch ihren Urenkeln erzählen würden.
„Geht’s nicht ein wenig langsamer?“, rief Meister Reno vi´Eren, der in Gedanken alle ihm bekannten Schutzzauber herunter betete – nur für den Fall. Prompt wurde sein Wunsch erfüllt und das Antiblockiersystem einem Belastungstest unterzogen.
„Der bringt uns noch alle um“, knurrte Gart, der gerade unliebsame Bekanntschaft mit dem Vordersitz gemacht hatte. Verärgert rieb er sich seine schmerzende Nase. Myrana, die halb zwischen Vordersitz gelandet war, funkelte Jo wütend an.
„Wenn du so weiter machst, schnitze ich dir meine Initialen in die Brust“, drohte sie. Wie von selbst war ein kleiner, aber bösartig aussehender Dolch in ihrer Hand erschienen. Jo schluckte und nickte unglücklich.
„Wird nicht wieder vorkommen“, beteuerte er und trat das Gaspedal zwar etwas sanfter, aber immer noch stark genug durch, um Myrana wieder unsanft ihre alte Sitzposition zu befördern. Mit einem satten Geräusch drang der Dolch, den sie immer noch in der Hand hielt, in die Sitzpolsterung ein. Zwei Zentimeter weiter rechts und Wirdnix, der noch blasser wurde, als er ohnehin schon war, hätte zur Abwechslung einmal wirklich einen Grund zum Jammern gehabt.
„Ich kann nichts für seinen Fahrstil“, klagte er vorwurfsvoll, während er Baumbatz beneidete, der unerschütterlich auf seinem Sitz saß, so, als würde ihn diese wahnsinnige Fahrt gar nicht betreffen. Wirdnix wunderte das nicht, kannte er doch nur zu gut das unerschütterliche Gemüt des Trolls, der sich immer erst dann zu sorgen anfing, wenn andere schon kiloweise Beruhigungspillen in sich hinein gestopft hatten.
Zum Glück führte die Straße nun schnurgerade aus. Das war gut. Weniger gut war, daß sie diverse andere Straßen kreuzte. Unerfreulich waren auch die Polizeiautos, die Jo in diesem Moment im Rückspiegel entdeckte. Wenn die Polizisten nicht völlig verblödet waren – und das bezweifelte Jo – dürfte es ihnen nicht allzu schwer fallen, den Zusammenhang zwischen den verkeilten Autos und dem sich in hohem Tempo entfernenden, gefährlich über die Fahrbahn schlingernden Taxi herzustellen. Wie zur Bestätigung nahm auch sogleich einer der Polizeiwagen die Verfolgung auf.
„Mist!“
Instinktiv trat Jo das Gaspedal weiter durch und richtete seine Aufmerksamkeit wieder nach vorne. Zu seinem Entsetzen rückte dort die Madison Avenue unerbitterlich ins Blickfeld, auf der, ganz im Sinne von Frankieboys Stadt, die niemals schlief, eine Menge los war, und ihre Ampel stand eindeutig auf Rot. Das sah nach einem ernsthaften Problem aus.
„Vielleicht solltest du lieber anhalten“, ließ sich Baumbatz zum ersten Mal vernehmen. Der Anblick der befahrenen Kreuzung, der sie sich im rasenden Tempo näherten, ließ selbst den Troll ins Grübeln kommen. Zumindest versperrte ihnen kein haltendes Auto an der Ampel den Weg. Überhaupt war auf ihrer Straße erstaunlich wenig los. Das war wenigstens etwas. Jo schwitzte. Er mußte sich jetzt entscheiden, bremsen, anhalten und verhaftet werden oder Gas geben, den Verkehrsunfall des Jahres bauen, um dann verhaftet zu werden oder ..... vielleicht durchkommen und die Polizei abhängen. Von hinten erhielt er einen heftigen Stoß.
„Hast du was geraucht? Du sollst anhalten“, grollte Gart, doch zu dessen Entsetzen, wurde der Wagen noch schneller. Wirdnix fing an zu kreischen.
„Meister, tut etwas!!“, brüllte er ängstlich. Der murmelte ein paar Worte in seinen Bart, doch schon raste das Taxi auf die Kreuzung. Sogleich tauchte ein riesiger Truck im Seitenfenster auf, worauf alle in Panik ausbrachen, der Truckfahrer eingeschlossen. Verzweifelt riß er das Lenkrad herum und trat gleichzeitig die Bremse bis zum Anschlag durch. Ein ohrenbetäubendes Quietschen setzte ein, dann schwang der Ausleger des Trucks durch die Fliehkraft herum und raste wie eine Mauer auf das die Kreuzung im Tiefflug überquerende Taxi zu. Wie gelähmt sahen die Gefährten aus dem Fenster, während Jo den Tag verfluchte, an dem er auf dieser Parkbank eingezogen war. Das Ganze dauerte nur einen winzigen Augenblick, trotzdem hatten die Gefährten das Gefühl, als würden sie das alles in Zeitlupe betrachten. Der Truck war jetzt umgekippt und drohte sie funkensprühend, wie ein titanisches Ungeheuer, zu zermalmen. Garry konnte wirklich froh sein, daß er das nicht mitbekam. Dann verschwand der Truck urplötzlich aus ihrem Blickfeld. Die Kreuzung lag hinter ihnen. Ein Blick aus dem Rückfenster zeigte, daß die Straße nun vollständig blockiert war. Die Polizei waren sie erst einmal los. Jo stieß ein Freudengeheul aus.
„Die haben wir abgehängt, wie im Film“, juchzte er und trommelte begeistert aufs Lenkrad. Myrana hätte auch gern auf etwas eingetrommelt, wobei sie allerdings weniger das Lenkrad im Auge hatte.
„Nicht ab- sondern aufgehängt wirst du“, schnaubte sie, „wenn ich hier lebend wieder herauskomme.“
„Wo nimmst du bloß diesen Optimismus her“, wunderte sich Wirdnix.
„Immerhin kommen wir zügig voran“, bemerkte Baumbatz, der, wie bereits erwähnt, über ein sonniges Gemüt verfügte.
Während die Gefährten weiterhin verbal auf den armen Jo einprügelten, hatte der seinen Fahrstil zumindest so weit kultiviert, daß sie mehr oder weniger unbeschadet die nächsten Kreuzungen hinter sich brachten, wenn man von ein paar Dutzend Verkehrsverstößen einmal absah, und nun auf dem Roosevelt Drive einbogen. Nach ein paar abenteuerlichen Schlangenlinien blieb Jo schließlich hinter einem Abschleppwagen stehen, der gerade damit beschäftigt war, einen Suzuki Jeep aus dem Halteverbot abzuschleppen. Ein heftiger Ruck und ein Scheppern verkündeten, daß sich Garrys Taxi über eine Achsvermessung freuen würde. Als Jo endlich den Motor abstellte, seufzten alle erleichtert auf. Selbst die Reise durch die Dimension kam ihnen, verglichen mit der gerade durchlebten Spritztour, wie ein Spaziergang vor. Myrana wollte gerade zu einer Schimpftirade ansetzen, doch die Worte blieben ihr im Hals stecken, als ihr plötzlich gewahr wurde, was dort draußen für seltsame Gestalten an ihrem Gefährt vorbeimarschierten. Vermutlich würden die Aktien der Kostümhersteller an der Wall Street am nächsten Tag Höchstkurse erreichen. In der Tat quoll der Bürgersteig geradezu über vor Piraten, Hexen, Monstern, Scharfrichtern und sonstigen farbenfrohen Scheußlichkeiten, die froh sein konnten, daß der Bogen der Elfin noch im Kofferraum lag.
„Die sehen ja noch schlimmer aus als Wirdnix“, stellte Gart fest.
„Und das will was heißen“, ergänzte Baumbatz.
„Was habt ihr erwartet? Eine Mißwahl? Hey, es ist Halloween und hier findet eure Party statt. Das furchterregenste Kostüm gewinnt eine Reise in die Karibik“, erläuterte Jo die Sache den staunenden Gefährten. „Steht auf jedem Werbeplakat.“ Kopfschüttelnd öffnete er die Tür. Zögernd folgten die Freunde seinem Beispiel. Beunruhigt musterte Wirdnix die Schar der vorbeiziehenden Scheusale. Alle schienen in einem Gebäude ein Stück weiter die Straße hinunter zu verschwinden, vor dem sich eine beeindruckende Schlange gebildet hatte. Er hatte keinen Zweifel, wo sie ihr Weg als nächstes hinführen würde.
„Coole Verkleidung“, rief ihm ein Wehrwolf zu, der Arm in Arm mit Cat Woman unterwegs war. „Aber den Rentner solltet ihr lieber draußen lassen“, lachte er, und warf einen bezeichnenden Blick auf Meister Reno vi´Eren.
„Rentner? Was meint er damit“, fragte Meister Reno vi´Eren argwöhnisch, dem schwante, daß ihm die Antwort womöglich nicht gefallen könnte. Dafür hatte der Sprecher zu frech gegrinst. Im Gegensatz zu den anderen Gefährten, verspürte er zwar keinerlei Beunruhigung, da er als Magier erkannte, daß das Ganze nur ein Mummenschanz war, allerdings verstand er weder den Sinn der Verkleidungen noch die gerade gemachte Äußerung, und das machte ihn ein wenig nervös. Wie sollte er sich unauffällig verhalten, wenn er die Spielregeln nicht kannte? Jo war inzwischen in Erklärungsnot. Er bezweifelte, daß seinem Gegenüber Erklärungen wie senil, Altenheim oder tatterig besonders gut gefallen würden.
„Nun...“, fing er gedehnt an, „ein Rentner ist jemand, ...... der ein ...... gewisses Alter erreicht hat .............. und ......... es sich leisten kann,....... sich zur Ruhe zu setzen.“
„Hmmmm.“ Meister Reno vi´Eren wußte nicht so recht, was er davon halten sollte. „Sich leisten können......“, murmelte er vor sich hin. Wenn das die Maßstäbe waren, würde er wahrscheinlich nie Rentner werden. Er fragte sich nur, wieso der Student ihn dann so einordnete. Irritiert sah er an sich herunter. Seine Kutte war nun wirklich kein Hinweis, der auf Reichtum schließen ließ. Irgendwie passte das nicht zu der Erklärung Jos. Gart, der wie immer praktisch dachte, unterbrach sein Grübeln.
„Wir sollten uns dort einmal umsehen. Wenn das hier ein beliebter Treffpunkt ist, finden wir da ja vielleicht Dean und Tom.“
„Ich fürchte, ganz so einfach wird es nicht werden“, bremste Meister Reno vi´Eren.
„Wieso? Wir gehen hinein und sehen uns um. Das ist doch kein Problem“, erklärte Myrana entschlossen.
„Jede Wette, daß wir sofort in die nächste Katastrophe stolpern“, murrte Wirdnix.
„Er hat nicht ganz unrecht“, stimmte ihm Meister Reno vi´Eren zu. „Wir brauchen jemanden, der sich mit den Gepflogenheiten vor Ort auskennt, einen Führer.“
„Schon gefunden“, bemerkte Baumbatz trocken, der den hilflos strampelnden Jo festhielt. Der hatte die Gelegenheit, sich unauffällig abzusetzen, gerade verpasst.
„Du wolltest uns doch nicht etwa sitzen lassen?“, knurrte Gart, der inzwischen seine Axt aus dem Kofferraum geholt hatte und glücklich über das rasiermesserscharfe Blatt fuhr. Zu seiner Beruhigung hatte sie keinen Kratzer abbekommen. Auch Myrana war damit beschäftigt, sich ihre Waffen wieder umzuhängen.
„Das würde ich ihm nicht raten“, drohte sie. Jo schluckte. Anscheinend war der Horrortrip noch nicht zu Ende.
„Was wollt ihr denn noch von mir?“, rief er unglücklich.
„Dort hinein“, erklärte Myrana.
„Und was hab ich damit zu tun?“
Meister Reno vi´Eren seufzte und erklärte Jo ihr Problem, ohne ihm zu verraten wo sie wirklich herkamen. Gleichwohl wurden Jos Augen immer größer. Seine schlimmsten Befürchtungen schienen sich zu bestätigen. Mit diesen Verrückten stimmte etwas ganz und gar nicht.
„Ihr seid Studenten und habt keine Ahnung, was man auf einer Studentenparty macht? Wo habt ihr denn studiert? Im Kloster?“, fragte er mit einem Seitenblick auf Meister Reno vi´Eren, der in seiner Kutte problemlos als tibetanischer Gebetsmönch durchgehen könnte, wären da nicht die langen Haare gewesen.....
Myrana winkte ab. „Das braucht dich nicht zu interessieren. Also los jetzt. Tu einfach so, als ob du den Fremdenführer für ein paar alte Freunde spielst.“
„Und denkt dran, wir müssen uns völlig unauffällig verhalten“, mahnte Meister Reno vi´Eren.
„Dürfte uns bei diesen schrägen Vögeln nicht sehr schwer fallen“, knurrte Gart, „da fällt selbst Wirdnix nicht auf.“
Angeführt von Jo, der insgeheim froh war, von dem Taxi, das mittlerweile wahrscheinlich das meist gesuchte in New York war, wegzukommen, setzte sich das seltsame Gespann also in Bewegung. Myrana und Baumbatz gingen direkt hinter Jo, dann folgten Gart und Wirdnix. Die Elfin hatte wieder ihren Dolch in der Hand und wurde nicht müde, diesen Jo in den Rücken zu bohren. Derart motiviert legten sie die kurze Strecke in Rekordzeit zurück. Schließlich blieb Jo am Ende der Schlange stehen, die sich vor dem Eingang gebildet hatte.
„Ich hoffe, ihr habt alle eine Eintrittskarte dabei. An der Abendkasse gibt es bestimmt keine mehr“, bemerkte er.
„Eintrittskarte?“, fragte Wirdnix erstaunt. Er war es ja gewohnt, daß er hin und wieder einen Tritt bekam, aber daß man dafür jetzt Karten brauchte, verstand er nicht. Diese Welt war wirklich seltsam.
„Was ist das, eine ein Tritts´karte?“, hakte Meister Reno vi´Eren nach.
„Ohne die ist für euch der Eingang versperrt.“
Myrana pfiff durch die Zähne. „Das erinnert mich an die magischen Übergänge auf dem verborgenen Kontinent“, murmelte sie „und ich dachte, Magie sei hier unbekannt.“
„Tja Süße, es grenzt wirklich an Magie, wenn man hierfür noch eine Karte an Land gezogen hat“, erklang eine Stimme hinter ihnen. Erstaunt drehten sich die Gefährten um. Dort stand ein als Teufel verkleideter, grinsender Student, der Wirdnix zutiefst erschreckte, erinnerte er ihn doch an die schwarzen Teufelchen auf der verfluchten Insel.
„Hast du etwa eine Eintrittskarte?“, wandte sich Myrana an den grinsenden Teufel.
„Logisch.“
„Gehabt“, grollte Baumbatz und streckte seine Pranke aus. Seinem Gegenüber verging bei diesem Anblick das Grinsen. Allmählich wurde ihm bewußt, daß selbst der beste Maskenbildner der Welt nicht in der Lage sein dürfte, einen Studenten in einen derart abschreckenden Koloss zu verwandeln. Falls doch, hätte er auf jeden Fall den Oskar verdient.
„Deine Karte“, grollte der Troll.
„Warum?“, brachte der kläglich hervor.
„Darum“, erwiderte Baumbatz und hielt ihm seine gigantische Keule unter die Nase. Widerwillig mußte der Student sich eingestehen, daß die Kostümverleiher auch hier ganze Arbeit geleistet hatten. Nach Pappmache sah das Gerät irgendwie nicht aus, und er hatte die leise Befürchtung, daß er sich keine Gedanken mehr um sein Vordiplom zu machen bräuchte, wenn er hiermit in Berührung käme.
„Wird’s bald“, blaffte Myrana, die nervös die Straße und die Schlange der Anstehenden musterte, die inzwischen gewaltig angewachsen war. Doch anscheinend schien niemand von ihnen Notiz zu nehmen. Verwunderlich war das nicht. Niemand, der sich nicht mit Selbstmordgedanken plagte, würde sich freiwillig mit Baumbatz anlegen. Der Teufel sah das anscheinend ähnlich. Angesichts der geballten Argumentationskraft des Trolls zückte er seine Eintrittskarte.
„Die will ich aber wieder haben“, beschwerte er sich, während die Karte den Besitzer wechselte. Plötzlich kam Myrana eine Idee. Vielleicht kannte dieser Jammerlappen ja Dean und Tom. Eine diesbezügliche Nachfrage verlief zu ihrer Enttäuschung jedoch negativ. Inzwischen hatten die Gefährten die Karte erstaunt gemustert. Ihnen war schleierhaft, wie man damit eine Sperre aufheben und einen Eingang passieren sollte. Mit Schaudern dachten sie an die Schwierigkeiten beim Durchqueren der magisch versperrten Durchgänge zur Zitadelle der Zauberer zurück. Was hatten sie damals alles auf sich genommen. Und hier sollte so ein Fetzen Papier genügen? Das Ding sah noch nicht einmal magisch aus. Es war bunt, beschriftet und in der Mitte prangte eine große Zahl, Karten-Nr. 897, was auch immer das bedeuten mochte. Vielleicht war es ja der Hinweis auf einen bestimmten Zauberspruch.
„Könnte ich die Karte jetzt wieder bekommen“, brachte sich der Teufel zwischenzeitlich wieder in Erinnerung. Alle sahen ihn mitleidig an, sogar Jo war klar, daß der Bedauernswerte alles Mögliche von seinen Weggefährten bekommen konnte, aber die Karte war mit Sicherheit nicht darunter.
„Träum weiter, Süßer“, erwiderte Myrana lässig und gab Baumbatz einen Wink, der sofort dafür sorgte, daß der gute Ratschlag realisiert wurde. Jo zuckte zusammen, als er sah, mit welcher Leichtigkeit der Troll den armen Studenten ins Land der Träume schickte.
„Setz ihn an den Straßenrand“, befahl Meister Reno vi´Eren.
„Glaubt Ihr nicht, daß das allmählich auffällt?“, fragte Wirdnix in Erinnerung an den Taxifahrer. Wenn das so weiter ging, würden sich bald die meisten Einwohner dieser Stadt am Straßenrand wiederfinden. Wirdnix bezweifelte, daß der noch nicht weggetretene Rest das normal finden würde.
„Man wird denken, er habe zu viel getrunken. Für Studenten ist das normal“, erläuterte Meister Reno vi´Eren.
„Darin hat er ja Erfahrung“, murmelte Wirdnix leise in Erinnerung an die gelegentlichen Trinkgelage seines Meisters. Er hoffte nur, daß dieser nicht auf die Idee kommen würde, sich diesbezüglich der örtlichen Mentalität anzupassen. Aus leidlicher Erfahrung wußte er eines sicher: Magie und Alkohol hatten fatale Auswirkungen, jedenfalls für die, die das Pech hatten, in der Nähe zu sein. Inzwischen hatte Baumbatz den Bewußtlosen kunstvoll am Straßenrand drapiert und Jo begann sich ernsthaft zu fragen, wann er dort sitzen würde. Doch viel Zeit zum Grübeln blieb ihm nicht, denn seine unfreiwillige Reisegesellschaft ging sogleich wieder zur Tagesordnung über. Nachdem sich die Angelegenheit mit dem Teufel auf so erfreulich unkomplizierte Weise erledigt hatte, galt es nun in Erfahrung zu bringen, was es mit dieser Eintrittskarte auf sich hatte.
„Meine Güte, damit kommt man hinein“, erläuterte Jo beim Anblick der hilflosen Gesichter. Manchmal kamen ihm seine unfreiwilligen Gefährten wie eine Kindergartengruppe vor, die mit Einsteins Relativitätstheorie konfrontiert wurde. Verzweifelt fuhr er sich durch die Haare. „Aus welcher Anstalt seid ihr eigentlich ausgebrochen? Das ist eine E i n t r i t t s k a r t e , man zeigt sie vor und – voilá – schon ist man drin.“
„Voilá“, wiederholte Wirdnix. „So einfach ist das“ Das klang nicht schlecht für einen Zauberspruch.
„Also los, dann laßt uns reingehen“, drängte Myrana.
„Moment, nicht so voreilig, ihr habt da noch so ein kleines Problem“, bremste Jo. Alle Augen wandten sich ihm zu.
„Komm zur Sache“, knurrte Gart.
„Ihr habt nur eine Karte.“
„Und?“ Myrana verstand nicht, worauf er hinauswollte. Meister Reno vi´Eren hingegen schon.
„Du meinst, wir brauchen alle eine“, murmelte er nachdenklich. Jo nickte.
„Eure Karten“, wandte sich Baumbatz daraufhin grimmig einem Pärchen zu, das das Pech hatte, hinter ihnen in der Schlange zu stehen. Entsetzt musterten sie den riesenhaften Troll, der ihnen eine Pranke in Baggerschaufelformat entgegenstreckte. Zurecht befürchteten sie, demnächst ihrem Vorgänger am Straßenrand Gesellschaft zu leisten.
„Warte“, pfiff Myrana den Troll zurück. Sie hatte zwar keine Skrupel, den Pechvögeln, denen plötzlich eingefallen war, daß sie noch etwas auf dem Zettel hatten und ja auch später noch mal vorbeikommen könnten, die Karten abzunehmen, allerdings befürchtete sie, daß ihre Vorgehensweise sie hier allmählich in Schwierigkeiten bringen könnte. Verwundert drehte Baumbatz sich wieder um und ermöglichte den Beiden damit die Flucht. Auch der Rest der Schlange hielt jetzt merklich Abstand.
„Wieso?“, brummte er, während die Entsetzten am Horizont verschwanden. Jo bezweifelte, daß sie heute noch mal vorbeikommen würden. Wahrscheinlich würden sie sich exmatrikulieren, ihren Namen ändern und irgendwo am Ende der Welt einen Job als Wildhüter oder Gletscherführer annehmen. Hauptsache, weit weg von diesem Ungeheuer. Jo konnte sie gut verstehen.
„Weil wir hier nicht allzusehr auffallen dürfen“, knurrte Gart, der sicher war, daß eine Armee von selig vor sich hin grinsenden, am Straßenrand sitzenden Einwohnern, die örtlichen Ordnungshütern zumindest ins Grübeln bringen dürfte. Jo brach daraufhin in schallendes Gelächter aus. Das war wirklich gut. Er konnte sich kaum eine Gruppe in New York vorstellen, die weniger auffiel, als dieser seltsame Haufen, der bereits die halbe Stadt in Panik versetzt hatte. Vermutlich wurden gerade Kopfgelder auf sie ausgesetzt und Schrotflinten ausgeteilt. Ein Klaps von Baumbatz half ihm, sich wieder zu beruhigen.
„Bißchen späte Einsicht“, brachte er grinsend hervor, während er sich den schmerzenden Hinterkopf rieb. Allmählich zeichnete sich dort eine beeindruckende Beule ab.
„Wir müssen uns was anderes ausdenken“, murmelte Meister Reno vi´Eren.
„Zaubert doch einfach ein paar Karten dazu“, schlug Myrana vor.
„Ich darf in dieser Dimension nicht zaubern. Die Auswirkungen könnten wirklich fatal sein.“
„Das Fehlen von Eintrittskarten auch“, knurrte Gart. Während Myrana und Meister Reno vi´Eren debattierten, sah Jo den Zwerg und Wirdnix ungläubig an.
„Sagt mal, glaubt dieser Mönchsverschnitt eigentlich an das, was er da erzählt?“
„Was meinst du?“, fragte Gart kurz angebunden.
„Na diese Zaubergeschichte, das hat er vorhin schon mal von sich gegeben.“
Gart seufzte. „Leider“, erwiderte er, „er glaubt an diese Nebenwirkungen. Wenn er sich zum Zaubern entschließen könnte, wäre das Ganze hier einfacher.“ Wirdnix nickte zustimmend, was Jo noch mehr irritierte. Das war nicht ganz die Reaktion, die er sich erhofft hatte. Entweder hatte er hier die Könige der Geisteskranken vor sich oder er war ins Delirium gefallen und merkte nur nichts davon. Während Jo noch die Alternativen gegeneinander abwog, war Meister Reno vi´Eren zu einer Entscheidung gelangt, denn er nahm Wirdnix das dicke Zauberbuch aus der Hand und begann, darin zu blättern.
„Was hat er denn da?“, fragte Jo neugierig. Wie der aktuellste Reiseführer sah das Teil nicht gerade aus. Es war offenkundig alt – sehr alt, denn die Seiten knisterten protestierend beim Umblättern. Jo erwartete förmlich, sie zu Staub zerfallen zu sehen. Wahrscheinlich weinte sich irgendwo ein Museumswächter gerade die Augen aus, weil das Prunkstück seiner Sammlung verschwunden war.
„Den Anfang allen Übels“, beantwortete Wirdnix nüchtern seine Frage und verwirrte Jo damit nur noch mehr. Inzwischen hatte Meister Reno vi´Eren gefunden, wonach er gesucht hatte. Zu Jos Erstaunen, begann er Worte von sich zu geben, die Jo beim besten Willen nicht verstehen konnte. Leicht beunruhigt registrierte er, daß etwas grünlicher Rauch aus dem Nichts entstand und den Blick auf die Karte, die am Boden lag, trübte. Das war gar nicht gut. Vielleicht war der Rauch ja giftig. Bei diesen Verrückten hätte Jo das nicht verwundert. Zu seiner Beruhigung verzog sich der Rauch jedoch schnell und was er sah, brachte ihn nun doch ins Grübeln. Anstelle der einen Karte, lagen nun säuberlich aufgereiht sechs Eintrittskarten am Boden. Alle gleich bunt, alle aus Papier und alle mit der selben Nr. 897 in der Mitte. Jo verdrängte den Gedanken daran, woher die Duplikate wohl kamen. Letztlich war das auch egal, denn sie würden ihnen kaum etwas nützen. Genauso gut hätten sie aus dem nächsten Kopieshop stammen können.
„Die könnt ihr vergessen“, informierte er die Freunde, die daraufhin lange Gesichter machen.
„Was ist nun schon wieder falsch?“ Myrana wurde immer ungeduldiger. Diese Welt war ihr ein wenig zu kompliziert.
„Die Nummern stimmen nicht. Es müssen verschiedene sein. So fällt das zu sehr auf.“
Gart warf einen Blick auf den Eingang, dem sie inzwischen schon ein beträchtliches Stück näher gekommen waren. Es konnte sich nur noch um Minuten handeln, bis man ihre Karten verlangen würde. Gelangweilt nahm dort ein muskelbepackter Türsteher die Karten entgegen, riß an einem Ende jeweils ein Dreieck ab und gab sie zurück. Ein zweiter Türsteher hielt irgend etwas in der Hand, was Gart nicht so genau erkennen konnte und mit dem er jeweils kurz auf die Handoberfläche der Karteninhaber drückte.
„Sieht nicht so aus, als wenn der die Nummern vergleichen würde“, bemerkte er.
„Wahrscheinlich kann er nicht mal lesen“, unkte Wirdnix.
„Und außerdem fallen wir hier allmählich auf, wenn wir noch einmal herum experimentieren“, sagte Myrana resolut. „Also probieren wir einfach unser Glück.“
„Im Notfall wird uns schon etwas einfallen“, beruhigte Meister Reno vi´Eren Jo, der einen sehr unglücklichen Eindruck machte, als sie die Stufen zum Eingang hinaufstiegen. Er konnte sich lebhaft vorstellen, wie die Türsteher mit ihm umspringen würden, wenn sie feststellen sollten, daß die Karten gefälscht waren. Doch zu seiner Überraschung nahmen diese von den Kartennummern gar keine Notiz. Statt dessen musterten sie Jo, der ihnen als erster zitternd die Karte hinhielt, anerkennend. Offenkundig hielten sie sein Gammlerkostüm für besonders gelungen. Problemlos erhielt er einen Stempel auf den Handrücken und durfte durch. Dann folgte Wirdnix, dessen Anblick den Ordnungshütern ein herzhaftes Grinsen entlockte und den Kommentar, daß man es mit der Kostümierung auch übertreiben könne. Auch Myrana wäre an sich problemlos durchgekommen, hätte sich einer der Türsteher nicht dazu hinreißen lassen, ihr einen Klaps auf den Po mit der Bemerkung, sie könne ja später mal bei ihm vorbeischauen, wenn sie einen richtigen Mann suche, zu verpassen. Das war zuviel. Unauffälligkeit hin oder her. Wie ein Blitz wirbelte die Elfin herum und zog gleichzeitig mit einer fließenden Bewegung ihr Schwert. Obwohl der Türsteher in vielen Kampfsportarten bewandert war und dies auch gerne mal an aufsässigen Kunden demonstrierte, war er auf eine Konfrontation mit einer wütenden Kampfamazone nicht vorbereitet. Entsetzt registrierte er, daß plötzlich die Spitze eines Schwertes, dessen Stahl im Licht der Eingangslampen gefährlich blitzte, auf seinen Kehlkopf drückte, während das Mädchen ihn gleichzeitig mit einer Hand festhielt, um zu verhindern, daß er sich der Situation entziehen könnte. Offenkundig verstand sie ihr Handwerk.
„Der Letzte, der das getan hat, sucht immer noch Teile seiner Gliedmaßen“, zischte sie und trat dem Bedauernswerten zwischen die Beine, was diesem ein schmerzhaftes Aufstöhnen entlockte. Hilfe konnte er auch nicht gerade erwarten. Nervös stellte er fest, daß sich der hühnenhafte Begleiter dieser Amazone seinen Kollegen geschnappt hatte und ihn mit einer Hand problemlos an die Wand nagelte. Der Umstand, daß er dabei seinen Hals erwischt hatte und dem Bedauernswerten so die Luft ausging, machte es diesem unmöglich, sich gegen die Umklammerung zur Wehr zu setzen, zumal seine Füße den Boden nicht mehr berührten. Röchelnd schlug er auf den stahlharten Arm ein und versuchte den Troll zu treten, doch der grinste nur.
„Sei ja artig, sonst wird er richtig böse“, bemerkte Wirdnix gehässig und streckte ihm seinen Finger entgegen, wie er es auf der Straße gesehen hatte, worauf johlender Applaus ertönte. Das Ganze hatte nur wenige Sekunden gedauert, und jetzt reagierte die verblüffte Menge mit der entsprechenden zeitlichen Verzögerung.
„Super Mädchen, zeig’s diesem Macho.“
„Yeahh, macht die Säcke fertig.“
„Was macht denn der Rentner da oben?“
Der Rentner knirschte inzwischen verärgert mit den Zähnen.
„Nennt ihr das unauffällig?“, fuhr er die Gefährten an.
„Was erwartet ihr von diesem Klotz von Troll?“, bemerkte Gart trocken, der vorsorglich seine Axt gezogen hatte und den Eingang mißtrauisch beobachtete. Doch dort ließ sich keine Verstärkung sehen. Dafür entdeckte Jo etwas, höchst Unerfreuliches. Neben ihrem Taxi war ein Streifenwagen stehengeblieben. Jetzt schien der Ärger erst richtig loszugehen.
Während sich die Gefährten draußen amüsierten, war die Laune bei Dean und Tom auf dem Tiefpunkt angelangt. Anstatt zu feiern und Mädchen kennenzulernen, waren sie nun auf der Flucht vor dem Killer des Campus.
„..und daß, obwohl ich gar nichts gemacht habe“, beschwerte sich Dean gerade wieder einmal bei seinem Freund.
„Ich mach dir einen Vorschlag. Geh, hin, erkläre es ihm und versichere, daß du mich nicht kennst, einverstanden?“
Dean sah ihn grießgrämig an.
„Wie wäre es, wenn ich ihm statt dessen mitteile, daß du ganz scharf auf seine kleine Teufelin bist?“
„Hallo Jungs, wohin so eilig?“ Die Wikingerin war wieder aufgetaucht und hakte sich bei Tom unter. Anscheinend hatte sie etwas für das Wirtschaftswachstum der hiesigen Schnapsbrennereien unternommen, denn sie stand nicht mehr allzu sicher auf ihren Füßen und brauchte eine Stütze.
„Du hast uns noch gefehlt.“ Tom sah richtig unglücklich aus. Aufmerksam musterte er die Menge, doch von Ted war zum Glück keine Spur zu entdecken. „Hättest du uns nicht warnen können?“
Die Wikingerin lächelte spitzbübisch und setzte zu einer Antwort an, doch in diesem Moment brach am Eingang ein Tumult aus, der alles andere übertönte. Johlende Menschenmassen drängten in den Tanzsaal und rempelten die Feiernden an, was wiederum zu lautstarken Auseinandersetzungen führte. In kürzester Zeit herrschte ein Chaos, das sich schnell ausbreitete.
„Was ist denn da los?“, wunderte sich Dean.
„Unsere Chance, unauffällig den Abgang zu machen“, erwiderte Tom grinsend und zog Dean in Richtung Ausgang. Zurück blieb eine leicht schwankende Wikingerin.
„Hey, und was wird aus mir?“, rief sie den Freunden hinterher.
Draußen herrschte inzwischen offene Anarchie. Die begeisterte Menge der Anstehenden, von denen die meisten keine Karte besaßen und auf eine aussichtslose Chance an der Abendkasse gehofft hatten, nutzte nun die Gunst der Stunde. Begeistert stürmten sie an den Freunden vorbei zum Eingang. Einige klopften ihnen dankbar auf die Schulter.
„Irgend etwas läuft hier gewaltig aus dem Ruder“, knurrte Gart, der Mühe hatte, von der Menge nicht mitgerissen zu werden.
„Wollt ihr keine Karten kontrollieren?“, fragte Wirdnix gehässig und erhielt ein Gurgeln von Baumbatzs Opfer als Antwort. „Eine Pflichtauffassung ist das.“ Grinsend schüttelte er den Kopf. Meister Reno vi´Eren fand das Ganze weniger komisch.
„Stellt die Wächter ruhig“, befahl er. Der Aufforderung kamen die Gefährten gerne nach. Jo zuckte zwar immer noch zusammen, als er sah, wie dem Türsteher die Backpfeife des Trolls bekam. Allmählich begann er sich jedoch an bewußtlos vor sich hin grinsende Gesichter zu gewöhnen. Wenigstens verzichtete der Troll darauf, sein Opfer wieder am Straßenrand zu parken. Auch Myrana hatte sich ihres Gegenübers erledigt, nicht jedoch, ohne ihn zum Abschied noch einen liebevollen Tritt in die Weichteile zu verpassen, bevor sie ihn mit ihrem Schwertknauf bekannt machte. Zusammengesunken lehnte der Türsteher nun an der Wand. Seinem Gesichtsausdruck nach zu urteilen, hatte er auf unbestimmte Zeit das Interesse am weiblichen Geschlecht verloren.
„Deinem Charme kann wirklich keiner widerstehen.“ Garts Bart teilte sich zu einem Grinsen. Ein seltener Anblick bei einem Zwerg. Doch die gute Laune verging ihm sogleich wieder, als Jo die Gefährten hektisch auf die Polizei aufmerksam machte, die sich für den Auflauf zu interessieren begann. In ihrer Begleitung befand sich der Taxifahrer, den die sie am Straßenrand zurückgelassen hatten. Die Art und Weise, wie er neben den Polizisten ausschritt, ließ darauf schließen, das er nicht gerade bester Laune war.
„Wir bekommen Ärger“, teilte Jo überflüssiger Weise mit. Zu dieser brillanten Erkenntnis waren die Gefährten beim Anblick des wütenden Taxifahrers auch schon gekommen.
„Hmmm.“ Baumbatz tätschelte beim Anblick der näherkommenden Ordnungshüter liebevoll seine Keule, doch Jo zerstörte seine Illusionen.
„Ich glaube kaum, daß du kugelfest bist“, versuchte er, den Troll von der Idee einer Auseinandersetzung abzubringen.
„Ich denke auch, daß wir es nicht auf eine Konfrontation ankommen lassen sollten“, stimmte Meister Reno vi´Eren zu. „Wahrscheinlich haben sie uns in diesem Gewühl sowieso noch gar nicht entdeckt. Also laßt uns da drinnen untertauchen. Außerdem wollten wir sowieso hierher.“
Wie es den Gefährten in dem Club ergeht ....... habt ein wenig Geduld. Wird fortgesetzt
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 18.02.2017.
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