Doris E. M. Bulenda

Ein fehlgeleiteter Zettel

Ein Kollege in der Setzerei, in der ich arbeitete, hatte eine sehr schwierige, umfangreiche und ziemlich unangenehme Korrektur erledigt, die für einen absolut pingeligen Kunden war. Der war bekannt dafür, dass er an allem und jedem etwas auszusetzen hatte.

Und so gab mein Kollege den Ausdruck des Textes mit seinen Korrekturen dem Sachbearbeiter zum Verschicken an den Kunden. Er hängte einen Zettel an das Papier: „Bitte die Korrekturen nochmal überfliegen, weil der Kunde sehr ekelhaft ist“.

Wie es nach Murphy’s Law passieren musste, ging der Zettel natürlich – unbeabsichtigt, aber anscheinend unvermeidlich - mit zum Kunden. Am nächsten Tag bekamen wir besagten Notizzettel per Eilkurier zurück. Fein säuberlich aufgeklebt in die Mitte eines A4-Blattes und mit folgender Bemerkung - riesige Buchstaben in Knallrot - versehen: „So geht das nun wirklich nicht. Das heißt nicht: ,Überfliegen‘ - es muss zwingend heißen ,noch einmal sehr gründlich Korrektur lesen‘ – wenn der Kunde schon so ekelhaft ist. Dann ist es eben nicht mit einem Überfliegen getan!!!!“

                                                                                                                       

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Der Zettel war in meinem Briefkasten ein strahlend weißes Blatt Papier. Und darauf ein großer, roter Blutstropfen. Mein Entsetzen hätte nicht größer sein können, als ich diese »Nachricht« zwischen ein paar uninteressanten Werbesendungen fand ...
Seit vielen Jahren ist sie auf der Flucht vor einem Stalker. Als dann plötzlich ihr Kater mit ihr spricht, glaubt sie zuerst, den Verstand verloren zu haben, doch er schlägt ihr tatsächlich einen Ausweg vor:
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