Christina Gerlach-Schweitzer

Zwei Schafe und ein Wolf

Zwei Schafe sind immer besser und stärker als ein Schaf, dachten sich zwei schlaue Schafsköpfchen und  hielten sich als Team für unschlagbar. Noch niemals hatten sie einen Wolf gesehen, der zwei Schafe auf einmal getötet und gefressen hatte.  Anscheinend also waren zwei Schafe ausreichend stark um einen  bösen Wolf zu vertreiben. Die beiden Schafe  trennten  sich fröhlich  von ihrer Herde, weil sie glaubten, diese nicht mehr nötig zu haben. Stark wie sie zu zweit waren, wollten sie die große weite Welt kennen lernen.

Der Wolf hatte die beiden Schafe bei ihrem Gespräch belauscht und folgte ihnen auf ihrem Weg so lange, bis sich der erste Hunger bei ihm meldete. Er wartete, bis  ein  Schaf über einen schmalen Bachlauf gesprungen war, dann fraß  er das andere Schaf, das gerade nachkommen wollte, auf. Natürlich hätte er beide Schafe auf einmal töten und fressen können,  schon allein um ihre blöden Reden Lügen zu strafen, aber dafür war sein Hunger beim besten Willen nicht groß genug und unnötige Arbeit wollte er sich ja auch nicht machen. Nein mehr als ein Schaf wollte er nicht auf einmal töten. Da hatten die Schafe im Prinzip recht gehabt.

Das übrig gebliebene Schaf pflegte er sorgsam, verteidigte es gegen andere Raubtiere, verband es, wenn es sich mal verletzt hatte, befreite es von Dornen, wenn es sich verfangen hatte, kurz für das zweite Schaf  war er ein sehr guter Hirte. Als aber sein Hunger eines Tages  mal besonders groß geworden war, da verleibte er sich mit Genuss auch das zweite Schaf noch ein, denn  zwei Schafe sind ja bekanntlich besser als ein Schaf, da musste er den beiden Schafsköpfchen Recht geben.

Und die Moral von der Geschichte?
Wer schwach ist, prüfe was er sagt,
dass er sich nachher nicht beklagt

 

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