Tobias Schoeneis

Schwarzblut 4

Ich ging den schmalen, dunklen Flur entlang. Der Hausflur ist nass und riecht eigenartig... Ich ging bis zur letzten Tür des Flures und klingelte.
Eine junge Frau öffnete die Tür.
"Hast du einen Termin?"
"Ja, Jessica Quinn mein Name. Wir haben angerufen."
Antwortete ich ihr.
Sie bat mich hinein und bat mich im Wartezimmer Platz zu nehmen. Im Wartezimmer saßen drei Personen...
Eine ältere Frau, sie kam mir irgendwie bekannt vor.
Sie sitzt im Rollstuhl... Ich frage mich warum sie wohl hier ist... 
Ein paar Stühle weiter sitzt ein Junge...
Blonde Haare, muskulös , nicht viel älter als ich... Ich schätze er ist auch 16 Jahre alt.
Er sieht nicht gerade krank aus... 
Meine Augen gucken die ganze Zeit zu ihm herrüber aber er scheint nicht wirklich Anwesend zu sein.
Gegenüber vor mir sitzt eine Junge Frau mit einer Sonnenbrille.
Natürlich wusste ich sofort was sie hat.... Bei uns schien seit Ewigkeiten keine Sonne mehr. Nur Regen.
Sie weint ein bischen. Ich denke, dass sie geschlagen wurde.... 
Ich schaue wieder zu dem Jungen herrüber. Er sieht so gut aus... Ich Frage mich wie er heißt...
"Mein Name ist Brian...."
Ich erschrak.... Ich schaute zu ihm rüber. Er grinst mich an.
"Du kannst meine Gedanken lesen? Fragte ich ihn.
Die ältere Frau und die Frau mit der Sonnenbrille starrten mich komisch an.
"Ich kann deine Gedanken hören und mit meinen Gedanken antworten"
"A...aber wie ist das mö...glich?" Fragte ich ihn per Gedanken.
"Schwarzes Blut..."
Antwortete er.
Mein Herz schlug fast aus , so sehr Angst bekam ich. 
"Miss Quinn.... Einmal in Zimmer 4 Platz nehmen bitte."
Ich versuchte mich zu beruhigen und stand auf. 
"Ich erkläre dir alles in Ruhe..." teilte er mir über seine Gedanken mit.
Ich verließ das Wartezimmer und ging durch Praxis. 
~Raum 4~
~Labor~
Ich legte mich auf die Krankenliege und wartete auf den Arzt. 
"Du darfst dir auf gar keinen Fall Blut abnehmen lassen"
Hörte ich Brian in meinen Gedanken.
Plötzlich öffnete sich die Tür. 
"Hallo Jessica, was kann ich für dich tun?"
Fragte mich Doktor Manorimy.
"Ich bin gestern gestürzt und habe mich verletzt." Sagte ich mit einer zitternden Stimme.
"Hast du Schmerzen? Ist dir Schlecht?"
"Ne nur ein bischen Kopfschmerzen."
Ich musste ihn anlügen.... Ich darf ihn nichts von meinen Augen, meinen Adern und erst recht nichts von meinem Blut erzählen.
"Du könntest bei deinem Sturz auf den Kopf gefallen sein. Vielleicht hast du eine Gehirnerschütterung. Ich muss eine Blutprobe machen um zu sehen ob du Entzündungen im Körper hast."
Kaum hat er ausgesprochen steckte er die Nadel in meinen Arm. Er setzte ein kleines Reagenzglas drauf und entnahm mir Blut.
Entlang der Schnur sah ich mein Blut durchfließen. Es ist schwarz.
Seine Augen schauten erschrocken und verwundert auf das Reagenzglas.
Er entnahm mir die Nadel und verschloss das Reagenzglas.
"Bitte hören Sie mir zu..." 
Sagte ich als er plötzlich Aufstand und das Blut aus dem Zimmer bringen wollte. 
"Ich werde das Blut untersuchen." 
Sagte er nervös und ging in Richtung der Zimmertür.
Aus Reflex packte ich ihn an den Armen, um ihn aufzuhalten.
Plötzlich verwandelte sich der Arzt in eine riesige Feuersäule und zerfiel zu Asche. Mein ganzer Körper fing an zu zittern und Tränen schossen in meine 
Augen.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 22.04.2017. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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