Christina Gerlach-Schweitzer

Maus und Maus

Vor einem Mauseloch lag ein Stück Käse. Es lag als Köder in einer Falle. Die Maus, die das Loch bewohnte, erkannte beides, aber sie hatte Hunger. Ihre Vorräte waren zwar nicht ganz leer, aber so schöner Käse war auch nicht darunter. Sie wollte jetzt diesen Käse so gerne essen. Keinen anderen Käse wollte sie mehr essen, als diesen. „Die Falle schnappt zu, wenn ich den Käse esse, dann bin ich tot“, dachte die Maus und sie begann zu weinen. „Ich habe ein schlimmes Schicksal“, jammerte sie. Aber sie traute sich nicht von dem Käse zu essen. Schließlich starb sie vor Gram über ihr schlimmes Schicksal.

Da kam ihre Mauseschwester. Sah aus dem Mauseloch hinaus, sah den Käse, sah die Falle und sah die arme, tote Schwestermaus. Der Käse gefiel ihr. Die Falle gefiel ihr nicht. Über die tote Schwestermaus war sie sehr betrübt. Ohne ihre liebe Schwestermaus wollte die Mauseschwester nicht sein. So beschloss sie, ebenfalls zu sterben. Aber nicht ohne von dem so leckeren Käse gekostet zu haben. Also trippelte sie zum Käse hin, schloss die Augen und begann an einer Ecke des leckeren Käses zu nagen. Kauend wartete sie, dass die Falle zuschnappt.

 Hat diese Falle funktioniert oder nicht?

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