Felicia Rüdig

Cuong Nhu

Cuong Nhu heißt eine Sportart aus Vietnam. Sie wurde 1965 von Ngo Dong an der Universität von Hue entwickelt. Der Sportler vereinigte dabei Elemente des Shotokan Karate, Wing Chun, Judo, Aikido, Taijiquan, Boxens und Vovinam. Waffen und Elemente des Nekro-ryu sind erst später hinzugekommen. Einfache Lehrer bringen den Schülern Stände, Blocks, Faustschläge und Fußtritte bei. Zum Unterrichtsprogramm gehört auch die Selbstverteitigung. Zu den Waffen gehören der Langstock Bo, der Kurzstock Tambo, Tonfa, Sai und Speer.

Herr Schmidt-Rüdel, Sie sind Sportwissenschaftler an der örtlichen Fachhochschule. Was sagen Sie zu Cuong Nhu?

Ach, das ist eine Sportart aus Südostasien, die bei uns überhaupt nicht populär ist. Wir an der Fachhochschule halten dagegen und haben mit Boxger eine eigenständige, rein deutsche Sportart.

Boxger? Nie davon gehört! Bitte erklären Sie sich!

Boxger ist eine Mischung aus Bodybuilding, Boxen und Yachtsegen. Man braucht ein größeres Gewässer dafür. Die Mannschaften unterschiedlicher Größen verteilen sich auf mehrere Yachten. Die Boote segeln auf ein Kommando hin auf die See. Die Mannschaften bestehen aus kräftigen, durchtrainierten Männern mit vielen Muskeln. Weibchen sind nicht vorgesehen. Man(n) versucht, so viele Yachten wie möglich zu kapern. Dabei ist Ringen, Boxen und Wrestling erlaubt. Wer am Ende des Tages die meisten Yachten erobert hat, ist der Gewinner.

Das hört sich nach einem neumodischen Piratenspiel an.

Ist es ja auch. Eigentlich bin ich Anhänger von Ritterspielen. Aber immer nur Blechtonnen mit Lanzen vom Pferd stoßen? Das ist zu langweilig. Also bin ich auf die Piraten ausgewichen und habe eine neue wettkampfmäßige Form des Kaperns von Schiffen erfunden.

Wie beliebt ist das Spiel inzwischen?

Sehr. Die Hersteller von Yachten können sich vor Aufträgen nicht mehr retten. Nächstes Jahr sind wir sogar olympisch.

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Felicia Rüdig).
Der Beitrag wurde von Felicia Rüdig auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 28.05.2017. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Die Autorin:

Bücher unserer Autoren:

cover

Da Wulf is holt a oama Teifl von Jannes Krinner



Jannes Krinner hat ein spezielles Rezept für Ohrwurm-Gedichte. Er bedient sich der Brutaltität und Härte alter Märchen und nutzt die trockene Wortgewalt steirischer Mundart für seine sich oft weit vom Original entfernenden Geschichten.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (0)


Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Sonstige" (Kurzgeschichten)

Weitere Beiträge von Felicia Rüdig

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Konradsblatt von Felicia Rüdig (Sonstige)
MANCHMAL GIBT ES NOCH KLEINE WUNDER von Christine Wolny (Sonstige)
Pilgertour XVII von Rüdiger Nazar (Reiseberichte)