Thomas R.

Am Leergutautomaten mit Papi, Mami und Pupserlein

Das ist jetzt keine erfundene Geschichte sondern gerade live erlebt. Auch die Namen sind echt, sie sprachen wirklich so an.
Ich wollte eigentlich nur schnell einkaufen und vorher mein Leergut abgeben. Die erste Begegnung mit Papi hatte ich auf dem Parkplatz als er mit einem dämlichen Grinsen seinen SUV so dicht an den meinem parkte das ich nicht aussteigen konnte.
Solche Leute sind mir eigentlich egal und hab halt weiter weg geparkt.
Also los zum Leergut Automaten, dann einkaufen und ab nach Hause. Doch so einfach sollte es nicht werden, denn Familie Papi, Mami ( beide ca. 35 Jahre alt und arrogant das ich kotz.. könnte)und Pupserlein (ca. 3 Jahre) auf Mamis Arm standen direkt vor mir mit einem vollen Einkaufswagen mit Flaschen am Leergutautomat.
Wie das Glück es will war von zwei Automaten nur einer intakt und hinter mir waren schon zwei weitere die ihr Leergut abgeben wollten.
In anderen Ländern würde diese Situation die gleich folgt zu einem kleinen Bürgerkrieg führen aber wir Norddeutschen sind ja recht Geduldig.
Also, Papi legt die erste Flasche in den Automaten, die kommt prompt zurück. Ein weiterer Versuch scheitert. Ich weise Papi darauf hin das man die Flaschen mit dem Boden zuerst rein tun sollte und das auch am Automaten steht. Die Antwort hat mich verblüfft. Er sagte, alter Mann, ich wollte meinem Sohn nur zeigen wie man es falsch macht und jetzt zeige ich wie es richtig ist, bitte mischen Sie sich nicht ein.
Ok, dachte ich für den „ Alten Mann“ hätte er wohl eine Lektion erhalten sollen aber ich bin halt nicht Streitsüchtig und als er „ Sohn“ sagte, fragte ich mich warum hat dieser ein rosa Mützchen auf? Und warum will er einem 3-jährigen erklären wie man Pfandautomaten bedient. Papi hatte wohl vom „altem Mann“ gelernt und die Flachen wanderten vom Einkaufswagen in den Automaten.
Mittlerweile war die Schlange hinter mir auf 12 Leute gewachsen.
Man sollte Denken jetzt kann nichts mehr schief gehen Doch dann kam Pupserlein ins Spiel.

-Pupserlein: „ Mami darf ich auch mal“.

-Mami: „ Natürlich, Papi, nimm ihn mal auf den Arm und hilf ihm“

-Papi: „ Gerne, komm Pupserlein, hier musst Du diese Flasche rein tun“

Hinter mir hat sich die Schlange inzwischen auf ca. 20 Leute verlängert und ich denke in anderen Ländern wäre jetzt ein Bürgerkrieg entfesselt.

Pupserlein hat von Papi gelernt und schiebt die Flaschen verkehrt herum rein.

-Mami : „ Nein, so nicht, andersrum „

-Pupserlein: „ Aber so hat Papi auch gemacht.“

- Mami: „ Papi macht auch mal Fehler“

-Papi: An Mami gewandt:“ Sowas solltest Du nie vor dem Jungen sagen“.

-Mami:“ Ach ja, ich werde noch viel mehr sagen“

-Papi: „ Da bin ich ja gespannt“.

-Mami: ( Sie flüsterte ihm was ins Ohr, woraufhin diese sofort knallrot wurden).

Es folgten Beleidigungen die für Pupserleins Ohren nicht geeignet waren.

Die Schlange hinter mir wuchs. Die beiden stritten sich heftig und schließlich riss Mami dem Papi das Pupserlein aus dem Arm und Papi rannte zu seinem SUV und raste davon.

Das beste kommt noch. Als Mami die letzte Flasche abgegeben hat sagte sie zu Pupserlein:

„Jetzt drücke hier drauf und wir kaufen Dir gleich dein Ü-Ei.“

Was macht Pupserlein? Natürlich das richtige, er drückte auf die Spendentaste.

Eine gute Tat.

 

Wie kommt man zu solchen Geschichten werden sich einige Fragen. Einfach mal mit offenen Augen und Ohren durch die Welt gehen und stets zur falschen Zeit am falschen Ort sein.Ha, Ha.

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Thomas R.).
Der Beitrag wurde von Thomas R. auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 23.06.2017. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Der Autor:

Bücher unserer Autoren:

cover

Tantenfieber: Roman von Volker König



Walter Semmler ist extrem kurzsichtig, extrem vorsichtig, Mitte vierzig, Bankangestellter und Jungfrau! Für ihn ist und war und muss auch alles in Ordnung sein. Ohne den Schutz seiner Mutter fühlt er sich daher durch den unerwarteten Besuch der seltsamen, schönen und jungen Tante Goutiette bedroht. Semmler will und muss sie loswerden! Er ahnt nicht, was ihn mit dieser Frau verbindet.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (0)


Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Humor" (Kurzgeschichten)

Weitere Beiträge von Thomas R.

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Schnell mal einkaufen. von Thomas R. (Humor)
Meine Familie und ich von Margit Kvarda (Humor)
Fühlte mich wie ein Neandetaler von Rüdiger Nazar (Autobiografisches)