Manuela Mittermayr

Earth Post War The Switchers 2

Planet Erde siebzehn Jahre nach einer gescheiterten Alien-Invasion:  David, ein freiwilliger Human-Controller und sein Yirk  werden Zeugen eines Anschlags und sehen sich bald mit Rassismus, Massenpanik und den anderen unschönen Folgen des Terrorismus konfrontiert . Aber nicht nur das: Neben dem ganz alltäglichen Horror werden sie auch noch  in eine Hetzjagd zweier extraterrestrischer Extremistengruppen verwickelt deren  Ziel ein äusserst geheimnisvoller Alien  zu sein scheint  ... -

2. Arkan

Was?! dachte ich panisch. Wer hat das gesagt?.
( Ich habe es gesagt aber nur du kannst mich hören. Mein Name ist Arkan Vier-Fünf-Sechs vom Sulp-Niar-Pool..)
Arkan Vier-Fünf-Sechs vom Sulp-Niar-Pool?!.?.
Mein Verstand setzte kurzzeitig aus und dann sozusagen im selben Moment wusste ich was los war!.
Schließlich  bin ich ja auch gerade in den Pool gefallen, was sollte es also anderes sein als ein Yirk?. Diese Stimme...das ist ein Yirk!.
(Ein kluges Kind scheinst du zu sein. Ja, wahrhaftig sehr clever.)
Die Stimme klang amüsiert.
Auf eine gute nette Art zwar aber trotzdem ...
Mein Gott! ,  da ist ein Yirk!,  In meinem Kopf und er...e s  kontrolliert gerade  meinen ganzen Körper und  redet sogar mit mir !.

Augenblicklich machten sich ein tiefer Unwille und Angst in mir breit und ja, ich weiß das klingt nun vollkommen unpassend nach meiner zu anfang beschriebenen großen Begeisterung für die Yirks aber man muß das verstehen: Gerade erst wäre ich beinahe ertrunken und im nöchsten Moment kam ich zu mir, war zwar am Leben aber konnte meinen gesamten Körper nicht mehr bewegen.
Stattdessen war da dieses Wesen  und ich war hilflos und zwar vollkommen.

Es war als sei ich plötzlich gelähmt und stumm und selbst diese Beschreibung ist noch zu mild dafür denn die Kontrolle durch den Yirk war so total dass ich nicht einmal blinzeln konnte.
Alles was ich noch hatte waren meine augenblicklichen Gedanken und Gefühle und selbst die waren irgendwie vollkommen unzusammenhängend.
Zersplittert .
Das Einzige was ich klar immer und immer wieder denken konnte waren die Worte :
Nein und geh weg!. Lass mich in Ruhe und gib mir meinen Körper zurück!.
(Aber aber mein junger Freund. Wer wird denn gleich so unhöflich sein wo unsere Spezies doch nun schon seit vielen, vielen Jahren so gute Freunde sind .Abgesehen davon habe ich gerade eben dein Leben gerettet und soweit ich sehe wolltest du doch schon immer  nur zu gerne  wissen wie es sich anfühlt einen Yirk im Kopf zu haben. Kurz bevor du in den Pool gefallen bist war das sogar einer deiner letzten Gedanken.)
Sagte das Alien welches sich soeben als Arkan vorgestellt hatte.
Gleichzeitig lachte es und seine sachliche souveräne Stimme schaffte es seltsamerweise tatsächlich irgendwie mich zu beruhigen.

Auch wenn ich es natürlich  immer noch nicht unbedingt megatoll fand ein Wirt wieder Willen zu sein oder junger Freund genannt zu werden .
Mir war einfach irgendwie klar dass es voll und ganz die Wahrheit sagte.
 (Du hast mich gerettet in dem du in meinen Kopf geschlüpft bist?) fragte ich deshalb wenig später direkt an den Yirk gerichtet.
(Oh ja. Bis die anderen  Menschen all diese widerwärtigen Glotzer beiseite gedrängt und dich danach endlich herausgezogen hätten wäre es vermutlich  zu spät gewesen und ich bin im Gegensatz zu dir naturgemäß ein sehr guter Schwimmer. Wobei ich aber auch zugeben muß dass ich es nicht aus bloßer Selbstlosigkeit getan habe ..)
(Wie bitte?!)
(Nun nicht dass du mich  missverstehst, David Lawson aber seit sieben eurer Jahre sitze ich nun so gut wie ohne Unterbrechung hier in diesem Pool fest und warte auf einen freiwilligen Wirt. Etwas das ohnehin niemals eintreten wird wie mir inzwischen klar geworden ist .Deshalb hatte ich mich bereits damit abgefunden in den kommenden Jahren ganz und gar ruhmlos langsam aber sicher  an Frustraton und Langeweile zu sterben als plötzlich du aufgetaucht bist. Natürlich war es ein Unfall und du bist nicht freiwillig hier aber dennoch ist es eine angenehme Abwechslung zu der Misere die sich nun mein Leben nennt.)
Antwortete Arkan und während der Yirk die letzten noch notwendigem Verbindungen mit meinem Nervensystem herstellte  sah ich ihn vor meinem geistigen Auge um die Schaltzentrale meines Körpers gewickelt wie eine hauchdünne graugrüne, lebende Hülle.

Ich stellte mir vor wie er in sich in jede Ritze meines Gehirns schmiegte und stimuliert durch die kaum merklichen elektrischen Entladungen ein Sekret absonderte. Es war eine ganz spezielle Art von Flüssigkeit  die die Neuronen des Yirks schüzten und ihm gleichzeitig auch die Kontrolle über meinen Körper erleichtern würde. Der vollständige Übernahmeprozess selbst konnte abhängig von der Gegenwehr oder auch Kooperation des Wirtes zwischen fünf Minuten und eine Viertelstunde dauern  .
Auch das wusste ich aus Büchern.
(Du bist ein sehr ungewöhnlicher Junge nicht wahr David?. Jemand der seine Nase mehr in die Bücher hält als an die frische Luft .)
Kommentierte Arkan mit freundlichem Spott meine Gedanken  und wäre es möglich gewesen hätte sich vermutlich genau in diesem Moment ein kleines Grinsen auf mein Gesicht gestohlen.

Ich meine natürlich war mir die ganze Situation immer noch mehr als unagenehm.
Ich fühlte wie alle meine Geheimnisse und Gedanken vor diesem Yirk offenlagen und  schämte mich ganz schrecklich dafür aber gleichzeitig hatte ich plötzlich  fast keine Angst mehr und auch der letzte noch verbliebene Rest davon wurde immer kleiner je länger ich Arkan zuhörte denn während der Yirk sprach konnte ich alle  seine Emotionen ebenso real spüren wie er meine und da  war absolut nichts von der Ablehnung die andere Menschen mir oft genug entgegengebracht hatten weil sie mich für einen uncoolen Langeweiler oder einen kleinen Spinner hielten.

Viel mehr betrachtete dieses Wesen mich mit derart vollkommener, unaufdringlicher Neugier und schien gleichzeitig das was es sah durchaus sympathisch zu finden. Es  mochte mich irgendwie und mir ging es  ähnlich. Da war eine seltsame Art von gegenseitigem Wiedererkennen und Verbundenheit die sich nicht in Worte fassen ließ,  das wurde mir schlagartig klar auch wenn ich nicht wusste ob ich von ihm als er oder es denken sollte und  zusätlich zu dieser  sehr seltsamen Erkenntnis  versuchte ich mir aus welchen Gründen auch immer  auszumalen wie es für Arkan sein  mochte in mir zu sein.In direktem Kontakt mit meinem Gehirn und daduch im Besitz all meiner Sinne und Fähigkeiten und ich kam zu dem Schluß dass es sich wie ein Wunder anfühlen musste.

Besonders dann wenn man bedachte dass er davor  sieben Jahre fast nur im Yirkpool gelebt hatte. Beinahe die halbe Zeit die ich bereits auf der Welt war...

Eine endlos lange Zeit  ohne Hoffnung, auf Freiheit und ich habe ihn erst auch noch noch angeschrien und beleidigt dafür dass er mich gerettet hat. Der Yirk hat mir geholfen obwohl er die Menschen eigentlich hassen muß weil sie ihn hier im Pool verrotten lassen trotz allem was er für sie getan hat !.
dachte ich   und  plötzlich war ich einfach nur noch  traurig.
Traurig und wütend auf mich selbst .
(Es war nur natürlich Angst zu haben David . Immerhin bist du noch sehr jung und plötzlich war da ein Alien in deinem Kopf. Soetwas ist ein ziemlich ungewöhnliches Erlebnis für einen Menschen deines  Alters und deshalb nehme ich es dir  auch nichts übel. Anstatt weiter darüber nach zu denken oder mich zu bemitleiden solltest du also besser endlich mit deinen Eltern sprechen. Sie machen sich bereits Sorgen um dich und was das Geschlecht betrifft :Du kannst gerne das maskuline Pronomen  für mich verwenden. Biologisch ist es zwar nicht korrekt aber zufälligerweise hatte ich immer männliche permanente Wirte.  )
Antwortete Arkan  und während ich zuhörte  fühlte ich wie schritt für schritt die Kontrolle über meinen Körper zurückkehrte und die Welt mir wieder näher kam.

... "Also ich weiß nicht, Yirk hin oder her. Vielleicht sollten wir trotzdem erst einmal einen Arzt rufen ich meine er ist einfach nicht ansprechbar und das jetzt schon seit mindestens fünf Minuten."  Sagte meine Schwester gerade zu meinem Vater.
Er war gefasst und ruhig wie immer auch wenn man ihm die Sorge und Anspannung in seinem momentan zu einer blassen Maske erstarrten Gesicht nur zu deutlich ansah. Ganz anders meine Mutter die hemmungslos weinte und völlig unter Schock zu stehen schien. Immer wieder schüttelte sie heftig den Kopf  während diese kleine drahtige Frau mittleren Alters vom YC-Personal  beruhigend auf sie einredete.
Die übrigen Menschen, Schaulustige und ein paar wenige Besorgte wurden vom Sicherheitspersonal währendessen davon abgehalten mich zu filmen ,den Zaun zu beschädigen ,oder gar darüber zu klettern .
"Nein keinen Arzt, mir geht es gut  ." Sagte ich.
Augenblicklich hellte sich die Miene meines Vaters auf. Meine Schwester nickte offensichtlich erleichtert und nahm mich trotz des ganzen Schleims der an meinen Kleidern haftete einfach nur fest in die Arme.
Meine Mama hörte beim Klang meiner Stimme augenblicklich auf zu weinen.

Allerdings kam nicht sie zu mir herüber sondern die merkwürdige Frau.
Sie hatte dichte dunkelbraune Locken und ein braungebranntes Wettergegerbtes gesicht mit großen grünbraunen Augen die mich wissend und routiniert musterten während sie schließlich vor mir in die Hocke ging um mit mir auf Augenhöhe zu sein denn ich kniete nach wie vor auf dem Boden.
"Hallo David." Sagte sie endlich.
Ihre rauchige stimme war ruhig und erstaunt stellte ich fest dass   sie sogar  Deutsch sprach und das wirklich sehr gut.

Ich meine natürlich hatte sie einen deutlichen Akzent aber das tat der Verständlichkeit ihrer Worte keinen Abbruch.
 "Ich bin Misses Miller  und ich arbeite in der YC, ganz besonders allerdings beschäftige ich mich mit den Yirks hier.Ich bin dafür verantwortlich dass es ihnen gut geht und mit deiner Aktion eben hast du deiner Familie einen ganz schönen Schrecken eingejagt  und mir auch . Aber das weißt du doch sicher."
"Ja" Sagte ich nur und hatte wieder einmal das altbekannte Gefühl jeden Moment im Erdboden zu versinken.
Ich konnte einfach nicht gut mit anderne Menschen.
Schon gar nicht mit Fremden und noch viel weniger wenn ich mich vor diesen Fremden gerade eben zum Vollidioten gemacht hatte .
"Gut. Weißt du David ich bin dir auch nicht böse weil du hast es ja nicht absichtlich getan.Aber trotzdem muß ich dir jetzt ein paar Fragen stellen die dir vielleicht ein kleines bisschen merkwürdig vorkommen...Glaubst du du kannst mir schon antworten oder willst du noch zeit um dich etwas auszuruhen?."
"Nein...Ich meine ich kann schon antworten wenn Sie das wollen "
"Gut, Miss Miller seufzte und warf meinem Vater der gerade meine Mama beruhgte einen vielsagenden Blick zu.dann wandte sie sich wieder an mich.
"So David.Erst einmal, kannst du mir sagen ob du allein hier bist?. Damit meine ich nicht hier mit deiner Familie sondern in dir selbst. Bist du allein in... in deinem Kopf oder ist da irgendetwas?.Eine Stimme, jemand der mit dir spricht oder vielleicht auch nur so ein Gefühl dass...- "
"Ja Arkan... Arkan Vier-Fünf-Sechs vom Sulp-Niar-Pool. Vorhin hat er mit mir gesprochen." Presste ich hervor .
"Gut und ist es sehr schlimm für dich?. Ich frage dich das deshalb weil ich auch mit Arkan sprechen muß. Wenn du das nicht möchtest werde ich ihn bitten dass er sofort geht und dich alleine läßt. Ich weiß du bist jung aber wenn du denkst dass du  es aushalten kannst dann....-
"Nein unterbrach ich die  YC-Mitarbeiterin und stellte erstaunt fest dass ich ziemlich patzig klang.
"Ich meine ja erst war es schlimm und ich habe Angst gehabt aber jetzt nicht mehr. Arkan  hat mir geholfen nachdem ich in den Pool gefallen bin... Ja ich weiß er ist jetzt ohne meine Erlaubnis in meinem Körper aber er hat das nur getan um mir zu helfen!. Sie dürfen ihn dafür dass er mir geholfen hat nicht behandeln wie einen Verbrecher!."
"Ich werde ihn nicht wie einen Verbrecher behandeln mein Junge. Niemand wird das tun, das verspreche ich dir . Aber trotzdem möchte ich jetzt persönlich mit ihm sprechen." Miss Millers Blick war plötzlich sehr ernst.
"Glaubst du du bekommst das hin?"
Ja.
Ich wollte ja sagen,doch das war gar nicht mehr nötig denn Zeitgleich hörte ich Arkans ebenmäßige Stimme wieder in meinem Kopf. (Darf ich mir deinen Körper ausleihen um mit Kira zu sprechen, David?) Fragte er   mich und sowie ich eingewilligt hatte von einem Moment zum nächsten war ich wieder nur passiver Beobachter in meinem eigenen Körper.  

Arkan drehte nun meinen Kopf und richtete meine Augen auf Misses Miller.( Nur ein kurzes Gespräch und dann kehre ich in den Pool zurück. .) Sagte er zu mir .Dann öffnete er meinen Mund und begann zu sprechen. "Hallo Kira ." Sagte er mit meiner Stimme. "Hallo Arkan . Ich bin dir sehr dankbar für das was du für den kleinen Davd und seine Familie getan hast.Auch wenn es eindeutig gegen jede Regel verstößt die wir in der YC aufgestellt haben."
"Ich weiß. Diese Infestation war unauthorisiert und dieser Mensch ist zu jung. Ich hätte David Schaden zufügen können."
"Nein, Arkan. Ich meine natürlich hast du recht und ob du dem Kind geschadet hast wird man sehen aber wie bereits gesagt war es in diesem einen Fall trotzdem unser aller Glück dass du  gehandelt hast. Immerhin bin ich mir tatsächlich nicht sicher ob wir David ohne deine Hilfe lebend aus dem Pool herausbekommen hätten . Abgesehen davon- und bei diesen Worten grinste Miss Miller von einem Ohr zum anderen -
"Scheinst du in dem jungen Mann auch beretits einen sehr vehementen Fürsprecher gefünden zu haben, Er würde mir vermutlich gehörig den Kopf waschen wenn ich es wagen würde irgendwelche Sanktionen gegen dich auszuprechen " .
"Ja das würde er tun. David ist ein kluger Junge und er hat Potenzial." Gab Arkan zurück und es war, obwohl ich gewusst hatte dass der Yirk meinen Körper  benutzen würde um zu kommunizieren, beängstigend mich selbst reden zu hören oder mit einem Namen angesprochen zu werden der gar nicht meiner war.
Fast genauso  schlimm war allerdings die Reaktion meines Vaters.
Vollkommen ausser sich drängte er sich  plötzlich zwischen Miss Miller und Mich. "Hören Sie gefälligst auf zu quatschen und sorgen Sie lieber dafür dass dieses ...dieses Ding aus dem Kopf meines Sohnes verschwindet und zwar sofort oder ich werde sie für das miese Spielchen dass Sie hier auf Kosten eines Kindes treiben verklagen bis sie sich selbst  freiwillig im Yirkpool ertränken wollen , aus lauter Verzweiflung !"
Blaffte er und im ersten Moment starrte er mich/Arkan derartig wütend an und ballte seine massigen Finger gleichzeitig drohend  zu Fäusten dass ich beinahe schon fürchtete er würde sich jeden Moment rasend vor wut wie ein Berserker prügelnd auf uns stürzen und ich hätte , wäre es mir möglich gewesen sofort die Flucht ergriffen  doch ich war nicht in Kontrolle und der Yirk dachte nicht im geringsten daran vor irgendjemandem im Staub zu kriechen.

Im Gegenteil, Er hatte sogar absolut keine Angst vor meinem Vater und betrachtete ihn vielmehr mit einer Mischung aus unverhohlener Verachtung und Belustigung.
Langsam und beherrscht richtete er schließlich meinen schmächtigen Körper auf vor dem mein seit jeher stämmiger Vater wie ein gewaltiger Fleischberg  aufragte und erwiederte seinen Blick .
"Ich bin hier Mister Lawson und alles was Sie im Moment aufreiben mag können Sie ohne Bedenken an mich persönlich richten. Abgesehen davon würde ich es auch vorzuehen nicht in der dritten Person angesprochen oder als das Ding bezeichnet zu werden . Mein Name lautet Arkan Vier-Fünf-Sechs  und das Gehör Ihres Sohnes funktioniert einwandfrei. Sehr erfreut. "
Sagte er ruhig und bestimmt und streckte meinem Vater gleichzeitig bewusst- provokant die Hand entgegen.

Er ergriff sie zwar nicht und schwieg mit krampfhaft zusammengepressten Lippen die im Moment nicht mehr waren als ein blasser Strich aber dennoch hatte Arkans offensives Handeln ihm schier den Wind aus den Segeln genommen und Miss Millerr war klug genug um die Chance ebenfalls zu nutzen.
"Ja Mister Lawson, meinte nun auch sie. "Arkan hört ihnen zu und ich auch also erweisen sie  uns wenigstens für eine Minute die Höflichkeit dasselbe zu tun. Natürlich sind sie aufgebracht weil sich ein Yirk im Körper ihres Sohnes befindet. Es befremdet sie und Sie haben bestimmt auch Angst um David aber glauben Sie mir, das müßen Sie nicht denn dieser Yirk hat gerade eben das Leben des Jungen gerettet. Auf etwas ungewöhnliche Weise zwar aber auf die Einzige die er uns anbieten konnte. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch, ihre Emotionen sind durchaus angemessen  aber die Yirks hier in diesem Pool waren nie unsere Feinde. Ihnen verdanken wir unsere Freiheit mindestens so sehr wie den Animorphs und den Andaliten und auch wenn ich Sie voll und ganz verstehe  wäre ein Danke Arkan gegenüber sobald sie sich ein wenig beruhigt haben  angebracht. "  
"Meinetwegen. Wenn das alles ist was nötig ist damit  diese widerliche Horrorshow endlich endet, herzlichsten Dank Mister Yirk!. " Fauchte mein Vater aber es klang nicht mal ein kleines bisschen dankbar und sein Gesicht drückte nur eines aus:  Tiefste Abscheu.

Arkan ignorierte es allerdings sehr gekonnt.
"Oh nicht doch Mister Lawson. Nicht dafür." sagte er  mit bittersüßer Stimme  und  lächelte gleichzeitig mit meinem Mund auf eine seltsam fremde, kalte Art und Weise wie ich es niemals tun würde.
" Denn Sie müßen wissen, nachdem die Quäler und die Kriegsverbrecher unter meinen Artgenossen  nach dem Ende der Invasion entweder in diverse Morphs gezwungen wurden oder in so fern sie sich weigerten unter der Eskorte der Andaliten auf unsere Heimatwelt zurückgebracht wurden , räumten die Menschen dieses Planeten einigen wenigen von uns die Möglichkeit ein ebenfalls humanoide Nothlits zu werden oder aber in unserer natürlichen Gestalt auf einen Freiwilligen zu warten. Auf einen Menschen der fortan bereitwillig seinen Körper mit einem von uns teilt. Die Tatsache dass die meisten von uns sieben Jahre nach dem letzten Walker immer noch unser Dasein in diesem Pool fristen  müssen und wir unsere anfängliche Entscheidung  auch nicht revidieren können tut dabei nichts zur Sache. Wir müssen den Menschen dankbar sein für ihre Gnade und dieses hilflose Kind zu retten war da das Geringste was ich tun konnte um mich erkenntlich zu zeigen. Nein mehr noch! Mister Lawson!. Es war meine  Pflicht als geduldeter Bürger dieser  Welt !"

Während er das sagte fühlte ich Arkans Wut und Verbitterung derartig intensiv dass ich hätte ich es gekonnt meinen Vater angeschrien hätte und anschließend in Tränen ausgebrochen wäre .
Schließlich benahm der Mann sich gerade wie der größte Vollidiot und ich fühlte mich schuldig und schäbig.
Pötzlich wollte ich nicht mal mehr dass Arkan wieder gehen musste, zumindestens nicht sofort.
Ich wünschte ihm ein Paar Tage Freiheit schenken zu können als Gegenleistung dafür dass er mir geholfen hatte  auch wenn mir natürlich klar war dass ich viel zu jung war und man mir frühestens mit sechzehn -das Einverständnis meiner Eltern vorrausgesetzt- erlauben würde mich als Wirt  zur Verfügung zu stellen. Diese Regel galt selbst dann wenn es nur auf kurze Zeit war...
(Nein David!.)Die Stimme des Yirks unterbrach den gerade in mir reifenden Gedanken und war plötzlich sehr sanft.
(Wage nicht auch nur daran zu denken!.Dein Angebot wäre nämlich viel zu verlockend um es nicht auf der Stelle anzunehmen und ich würde es tun sobald du es aussprichst. Ich würde all meine Hoffnungen darauf legen und dann doch nur enttäuscht werden denn auch wenn du im Augenblick nichts sehnlicher tun willst als das was ich denke und dir fest vornimmst dein Wort zu halten, wirst du mich vergessen.So wie du wieder zuhause bist bei deinen Freunden wirst du kaum mehr an mich denken. Drei Jahre sind eine lange Zeit wenn man so jung ist wie du David Lawson. Ich weiß wovon ich spreche, imemerhin warte ich bereits sieben davon und ich bin viel älter als du.)
(Nein!, Nun kamen zu den ganzen fremden Emotionen die mich ohnehin schon maßlos überforderten auch noch  mein eigener Trotz und  unsagbar große Wut dazu. (Erst einmal habe ich keine Freunde das weißt du bestimmt schon und dann vergesse ich nie etwas! Ausserdem ist es nicht deine Sache was ich versprechen will!. Versuch nicht mir das auszureden weil das wirst du sowieso du nicht schaffen !)
(Oh. Nun wie es aussieht habe ich mich tatsächlich in dir getäuscht. Allerdings in einem sehr unerfreulichen Ausmaß denn ich habe dich wirklich fur klüger gehalten. Wer aber soetwas jemandem verspricht den er erst einmal im Leben getroffen hat- noch dazu unter solch wiedrigen Umständen muß wirklich ausgesprochen dumm sein. Immerhin kenst du mich nicht .Ich habe dir auch nur einen sehr geläufigen Yirk-Namen verrtaten und Kira hat meine Identität noch nicht überprüfen können . Woher willst du also wissen dass es mein richtiger Name war?. Möglicherweise belüge ich dich auch nur ein wenig um genau das zu erreichen was du gerade tun willst. Nicht alle der über zweihundertsechzig Yirks hier im Pool sind Mitglieder der HYA oder der Friedensbewegung gewesen. Die Wahrheit ist also: Du weißt  rein gar nichts . Weder wer ich bin noch wer ich war. Siehst du ihn da ?, den Sicherheitsmann?)

Arkan lenkte meinen Blick wie zufällig auf einen großgewachsenen Dunkelhäutigen mit einem Bizeps so dick wie ein Hydrant  .Seine Hände waren riesige Pranken und die Muskeln an seinem Körper zeichneten sich unübersehbar unter der Uniform ab. (Ja er ist stark. Stark aber auch langsam und furchtbar ungelenk im Vergleich zu deinem kleinen wendiigen Kinderkörper. Was also wenn ich dich  nun gar nicht mehr verlassen möchte und nur auf einen Weg gewartet habe zu fliehen?. Er rechnet nicht mit einem Angriff und ich könnte dem Mann seine Waffe vom Halfter nehmen noch bevor er es schaffen würde zu blinzeln um mir danach den Weg freizuschießen. Vermutlich wäre dein Angebot  nicht mehr gültig wenn ich mich als Feind entpuppen würde. Wenn ich ihn erschießen würde , oder Miss Miller, ja vielleicht sogar deine Eltern und Julia.)                        
Wie bitte?!. Kurzzeitig durchzuckte mich ein eisiger Schreck (Das würdest du nicht tun . Du bist ein freundlicher Yirk sonst hätten sie dich nicht hier gelassen !. Ausserdem würden sie dich töten und mich auch wenn du das machst und auch wenn nicht brauchst du Kandronastrahlen. Du würdest sterben wenn du das tust, egal wie!.) Antwortete ich.
(Ja vielleicht hast du Recht. Vielleicht würde ich sterben. Möglicherweise aber auch nicht. Weißt du David, eine Hand voll Yirks sind bereits auf diese Weise entkommen nach dem sie nicht mehr die Kraft und den Willen hatten noch länger zu warten auf das nicht existente Mitleid  der Menschen. Sie haben freiwillige Walker gekidnappt und sind verschwunden. Man hat sie nie gefunden. Auch ihre Wirte nicht .Ah ja ich merke schon, du bist zwar jung aber durchaus interessiert am Weltgeschehen und du kennst die Geschichten. Das ist  gut und spart Zeit. Was du hingegen nicht wissen kannst:  Hier im Pool haben wir viel Zeit um uns um solcherlei Dinge sehr ausführlich Gedanken zu machen. Einige von uns vermuten dass sie es als Gruppe geplant und  nach ihrer Flucht auch geschafft haben an ein tragbares Kandrona zu kommen. Was würdest du tun wenn ich dir jetzt sage dass es wahr ist und  dass ich ebenfalls Teil dieser Gruppe bin und seit es keine Walker mehr gibt nur auf eine Chance gewartet habe um ihnen zu folgen. Auf dich!)
 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 26.06.2017. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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