Doris E. M. Bulenda

Indonesien - Deutschkenntnisse

Am Strand von Bali kam ich mit ein paar einheimischen Jungs ins Gespräch. Was heißt Gespräch, sie alle radebrechten nur sehr rudimentäres Englisch, ich plapperte ein bisschen Indonesisch. Aber für die üblichen Fragen reichte es allemal, „wie gefällt es dir hier“, „wie lange bleibst du“ und so weiter. Dann kam die Frage: „Woher kommst du?“ und als ich „Deutschland“ geantwortet hatte, kam Bewegung in die Gruppe.

Einer der Jungs wurde nach vorne geschoben und er erklärte mir, er würde Deutsch  sprechen. Natürlich sagte ich, er solle doch mal hören lassen …

Er baute sich auf und deklamierte in wirklich akzentfreiem, sauberem, klassischem Deutsch: „ICH BIN GLÜCKLICH, ICH BIN FROH – MIT MEINER MAUS IM HAFERSTROH“. Natürlich brach ich sofort in schallendes Gelächter aus. Dem hatte wohl ein Witzbold diesen Spruch beigebracht …

Nachdem ich mich wieder etwas beruhigt hatte, beschwerte sich der Junge ernsthaft bei mir. Immer, wenn er das sagen würde, würden die Leute lauthals lachen – aber keiner würde ihm erklären, warum. Das brachte mich wieder dazu, schallend zu lachen. Was den armen Jungen noch mehr verunsicherte. Er blickte mich fragend an und bat dringend um Aufklärung.

Tja, ich muss leider gestehen, ich habe es auch nicht geschafft, ihm zu erklären, was daran so lustig war. Wie gesagt, er sprach fast kein Englisch und mein Indonesisch reichte bei weitem nicht aus, ihm den Witz an der Sache zu verdeutlichen. Ich konnte nur immer wieder – während ich auch zwischendurch lachen musste über die gespannten Gesichter aller Jungs, die mich fragend anschauten – sagen, dass das eben lustig wäre. Ich versuchte, es zu übersetzen ins Englische, aber das ging total schief, die Sprachkenntnisse der Boys reichten dafür einfach nicht aus. Ganz zu schweigen von dem Hintersinn … Schließlich zogen sie ab, sehr enttäuscht, wie mir schien. Ich aber amüsiere mich heute noch über einen jungen Indonesier, der „ich bin glücklich, ich bin froh – mit meiner Maus im Haferstroh“ akzentfrei zitiert hat.

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„Krachen, Scheppern und dann gewaltiger Lärm, als ein schwerer Gegenstand an die Wand geworfen wurde. Oh verdammt, die Verrückte spielte drüben in der Küche schon wieder ihr absolutes Lieblingsspiel – Geister vertreiben. Gleich würde sie hierher ins Wohnzimmer stürzen, wo ich versuchte, in Ruhe meine Hausaufgaben zu machen. Und dann würde sie mir wieder lang und breit erklären, welches Gespenst gerade versucht hatte, durch die Wand zu gehen und sie anzugreifen. Ich hasste sie! Ich hasste dieses Weib aus ganzem Herzen!“ Die 13-jährige Eva lebt in einer nach außen hin heilen, kleinbürgerlichen Familie. Hinter der geschlossenen Tür herrscht Tag für Tag eine Hölle aus psychischer und physischer Gewalt durch die psychopathische Mutter und den egomanischen Vater. Verzweifelt versucht sie, sich daraus zu befreien. Vergebens - bis ihr ein altes Buch in die Hände fällt. Als letzten Ausweg beschwört sie daraus einen Teufel. Er bietet ihr seine Hilfe an. Aber sein Preis ist hoch...

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